Scientia volet undique //2632

Seit ich meine wissenschaftlichen Erkenntnisse veröffentlicht habe, habe ich dazu unerwartet viele Rückmeldungen aus aller Welt erhalten.
Offenbar hat mein mathematischer Formalismus wesentlich mehr potentielle Einsatzgebiete, als ich jemals hätte vermuten können. Da sind schon einige wirklich exotische Themen dabei. Die hätte ich unmöglich alle vorher im Visier haben können.
Um diese ganzen neuen Ansätze und Konzepte selbst durchzurechnen – so sehr es mich auch reizen würde – dafür fehlen mir einfach die zeitlichen Kapazitäten. Familie und Firma allein sind schon zwei Fulltimejobs, die mich auslasten. Dazu kommen mehrere andere Projekte, die ich zwar aussetzen oder ganz beenden könnte, dies mir aber dennoch nicht genügend freie Zeit verschaffen würden, mich selbst um die neuen Einsatzgebiete zu kümmern.
Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als die Berechnungen anderen Wissenschaftlern zu überlassen. Immerhin werde ich versuchen, mit ihnen Kontakt zu halten und ihre Fortschritte beobachten.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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8 Antworten zu Scientia volet undique //2632

  1. blindfoldedwoman schreibt:

    Ich stell mir das dennoch recht befriedigend vor. Gut gemacht!

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  2. Leser schreibt:

    Ist das nicht sowieso immer so, dass wissenschaftliche Erkenntnisse dann innerhalb der „Science Community“ weiterentwickelt werden, neue Implikationen daraus gefunden werden, und natürlich auch Anwendungsgebiete? Ich meine, Naturwissenschaft ist doch sowieso ein so komplexes Themengebiet, dass „einer allein“ (selbst mit einem ganzen Team aus Wissenschaftlern) nicht alles vollständig „beackern“ kann? Und dann hat man ja auch die unterschiedlichsten Blickwinkel, wo von anderen Wissenschaftlern, die irgendwo auf der anderen Seite des Globus sitzen, Dinge in Betracht gezogen werden, auf die man selbst nicht mal im Traum gekommen wäre? Macht doch eigentlich nur Sinn, das so zu handhaben (erst recht, wenn man nicht hauptberuflich in der Grundlagenforschung des jeweiligen Themengebiets beschäftigt ist). Und für die Anwendung kommt dann ja auch noch das ganze R&D-Gebiet „Engineering“ dazu…. Sowas kann doch immer nur kolaborativ bearbeitet werden. Früher, zu Zeiten von Einstein & Co., war das vielleicht noch anders (aber doch eher, weil die globale [Daten-]Kommunikation noch nicht so weit entwickelt war, und nicht weil es sinnvoll gewesen wäre, einen alles machen zu lassen).
    Von daher: Alles richtig gemacht, würde ich sagen.

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    • Sicher. Bei neuen wissenschaftlichen Errungenschaften sind viele Forscher beteiligt.
      Oft wird auch der experimentelle Aufwand, um Hypothesen zu überprüfen, immens.
      Vielleicht – das muss sich ja erst noch herausstellen – habe ich die mathematische Grundlage für einzelne Theorien legen können.

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  3. Plietsche Jung schreibt:

    Abgeben können ist eine hohe Kunst.

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  4. pirx1 schreibt:

    Es ist nicht trivial, seine Leidenschaften zu sortieren. Die Firma existierte auch schon vor dir und würde ohne dich vielleicht nicht zu Grunde gehen, und unzählige Talente opferten doch ihr Familienleben nur zu bereitwillig auf dem Altar der Wissenschaft. Andererseits ist die Zeit der Universalgenies vielleicht vorbei, weil verschiedene Themenbereiche zu komplex werden, um sie allein zu überblicken.

    Wohl dem also, der zu priorisieren weiß und dabei mit sich im Reinen sein kann.

    Gefällt 2 Personen

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