Mittelbare Neuigkeiten //2616

Das ist noch so eine Art Nachtrag zu Fiona’s Besuch. Naja, sagen wir eher Klatsch, denn ich habe das alles nur über ein paar Ecken erfahren.

1. Corinna muss sich furchtbar darüber geärgert haben, dass Kim nur noch stehend urinieren will, so wie es ihm sein Großvater beigebracht hat. Wenn Kim schon keinen Kontakt mit seinem Vater hat, und unter rein weiblichem Einfluss steht, ist es gut, dass wenigstens dieser wochenendliche Besuch etwas gefruchtet hat.

2. Corinna hatte in den letzten Jahren nur befristete Anstellungen, meist als Ersatz für zeitweise ausgefallene Arbeitskräfte, gefunden. Deshalb hatte sie mit Fiona und Kim mehrfach den Wohnsitz gewechselt. Nun ist sie wohl sesshaft geworden, denn sie hat jetzt einen unbefristeten Vertrag in einer mittelgroßen Stadt als Integrationsbeauftragte. Bedauerlicherweise hatte ich noch keine Gelegenheit, ihre Integrationsfähigkeiten zu überprüfen.

3. Sven (Fiona’s Geschiedener) liegt seit einiger Zeit auf einer neurologischen Intensivstation. Zeitweise lag er im künstlichen Koma und wurde beatmet. Auch wenn ich ihn nie leiden konnte, hätte ich sogar ihm niemals etwas derartiges gewünscht. Und selbstverständlich kann es nur reiner Zufall sein, dass er nicht lange vor Ausbruch der Krankheit erst geimpft worden war.
[Obwohl es sich um eine sehr seltene Krankheit handelt, ist dies schon das zweite Mal, dass jemand in meinem Bekanntenkreis davon betroffen ist.
Stellt euch einen Computer vor. Der Prozessor arbeitet einwandfrei. Die Peripheriegeräte sind völlig in Ordnung und werden mit Strom versorgt. Aber trotzdem arbeiten die Peripheriegeräte nicht, weil die Signalleitung nicht funktioniert. Analog erhalten die Gliedmaßen keine Signale vom Gehirn, was zu vollständiger Lähmung führt. Wenn auch noch die Atemmuskulatur betroffen ist, wird künstliche Beatmung notwendig.
Ganz so schlimm hatte es den anderen Erkrankten, von dem ich weiß, nicht erwischt. Er war „nur“ an Armen und Beinen wochen- oder monatelang völlig gelähmt. Nach mehrmaliger Plasmapherese wurde es dann allmählich wieder besser, bis er nach .. einem Jahr (?) wieder genesen war, und wenigstens keine dauerhaften Schäden zurückbehielt.]

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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62 Antworten zu Mittelbare Neuigkeiten //2616

  1. pirx1 schreibt:

    Gerade weil dieser Blog der jungen Autorin ein so schonungslos offenes Charakterbild des Bürgertums unserer Zeit zeichnet schätze ich ihn so sehr. Ja, ich möchte ihn gerne einordnen neben anderen berühmten Gesellschaftsromanen und Sittenbildern ihrer Zeit wie z. B. den Buddenbrooks oder den Werken von Walter Kempowski. Freilich, es ist nicht die literarische Tiefe oder sprachliche Finesse, die er mit diesen Werken der Weltliteratur teilt, das ist vielleicht auch dem Format geschuldet. Publikationsformate des 21. Jahrhunderts beschränken sich längst nicht mehr auf das gedruckte Buch.

    Es ist die Unbefangenheit, mit der die Autorin ihre tatsächlichen Gedanken öffentlich preisgibt und wie sie dem Leser Einblick gewährt. Aus der Perspektive der Tochter aus kleinbürgerlichem Haus, die sich mit teils wehmütigem Blick an die heile Vergangenheit erinnert sieht muss sie sich den Herausforderungen der neuen Zeit stellen, die doch sehr vielfältig sind. Eben weil die Autorin sich dabei maximale Subjektivität erlaubt wird der Leser so schonungslos hineingesogen in das Spannungsfeld der Charakterlandschaft dieser für ihn so fremden Welt.

    Er erfährt, wie längst überwunden geglaubte Verhaltensmuster und Gedanken wieder Raum und Platz im kollektiven Denken derjenigen Platz finden, die sich als vernachlässigte wirtschaftlich-mittelständische Hauptstütze der Gesellschaft, dennoch ohne gesellschaftlich gehört zu werden, wahrnehmen. Wir fragen uns, ob diese Ideen tatsächlich jemals ganz getilgt waren. Wir erleben die verzweifelte Hartnäckigkeit, mit der die gefühlte Wahrheit und Erinnerung gegen die Realität verteidigt wird. Wir werden Zeugen des verzweifelten Versuchs der Auflehnung gegen die als Mehrheit empfundenen, weil lauten, Verhaltensauswüchse einer kleinen Minderheit. Wir können uns vorstellen, welcher gewaltbereite und rohe Charaktertypus den Intellektuellen, zu denen sich auch die Autorin zählt, in der Vergangenheit deren willfähriger Claqueur und Diener war, weil der eigene Verstandeshorizont für mehr nicht ausreichte. Wir fühlen uns unvermittelt zurückversetzt in die Zeit der Weimarer Republik.

    Gleichzeitig erkennen wir, wie sich die Autorin zwischen den ererbten Idealen der aus der Kindheit tradierten kleinbürgerlich-christlichen Moral und dem Moralverfall, der z. B. mit der zwangsweisen Übernahme von Strukturen wie der Patchworkfamilie aus der doch eigentlich strikt abgelehnten Kultur der politischen Linken herrührt, entscheiden und zwangsläufig aufgerieben werden muss.

    Was die Autorin damit in so grandioser Weise schafft ist bemerkenswert. Sie hält uns und sich selbst schonungslos den Spiegel vor.

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  2. blindfoldedwoman schreibt:

    [editiert: Link entfernt]

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    • Auch wenn die Häufigkeit der Krankheit durch die Impfung deutlich zugenommen hat, bleibt sie insgesamt dennoch sehr selten, so dass ich sie hier nicht im Klartext nennen oder verlinken möchte.
      Deshalb hab bitte Verständnis dafür, dass ich den Link entfernt habe.

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      • pirx1 schreibt:

        FDA und EMA beobachten den erkennbaren Anstieg dieser vermutlichen Autoimmunreaktion nach Corona-Impfung. Erstaunlich, dass die Autorin von den bis Juni 108 weltweit beschriebenen Fällen zwei zu kennen scheint.

        Es sollte nicht verschwiegen werden, dass die Häufigkeit dieser Erkrankung in den S1-Leitlinien zur Covid-19-Infektion auch als Symptom unter Infizierten deutlich zugenommen hat.

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        • Keine Ahnung, worauf du dich mit „von den bis Juni 108 weltweit beschriebenen Fällen“ beziehst.
          In jeder kleineren Großstadt gibt es rein statistisch mindestens einen Fall pro Jahr. Werden wohl üblicherweise nicht „weltweit beschrieben“.

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          • pirx1 schreibt:

            Einen impfassoziierten Fall pro Großstadt pro Jahr?

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          • Mika schreibt:

            Es werden Merkwürdigkeiten beobachtet. Die Mitarbeiter von Pflegediensten berichten über seltsame Häufungen von bestimmten Erkrankungen. Das wird weder erfasst, noch genauer untersucht. Die veröffentlichten Daten passen nicht zur erlebten Realität. Da ist was faul, solche Dinge rieche ich Meilen gegen den Wind.
            Finger weg von der Spritze. Ein Impfstoff, der mittlerweile schon der nten Auffrischung bedarf, ist mehr als suspekt. Die Hersteller geben es ja selbst zu, sie haben wenig bis keine Daten, aber die Regierung ist voll von dem Kram überzeugt.
            Man bekommt übrigens keine Proben von dem Zeugs. Wir wollten das mal durch den Gaschromatograph jagen, aber man kommt nicht ran. Warum?

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          • pirx1 schreibt:

            Wirklich keine natural history zum [editiert: Bezeichnung entfernt]?
            Aber den Schlenker zur Impfung trotzdem gerne in den Text einbauen?

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  3. pirx1 schreibt:

    p.s.
    Wozu braucht eine Kommune denn einen Mathematiker, dazu einen, der nur Integralrechnung macht? Ich dachte, Corinna wäre Rechtsverdreherin?

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  4. blindfoldedwoman schreibt:

    50.000 € verdient eine Integrationsbeauftragte. Schaut man sich mal deren Aufgaben an, finde ich das Gehalt völlig unangemessen.
    Zumal es ja irgendwann auf bloße Prüfung der Einhaltung hinausläuft.

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  5. idgie13 schreibt:

    Carsten hat offensichtlich bleibenden Eindruck hinterlassen 😉

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  6. bluemidan schreibt:

    sorry, die Kommentare sind ja sowas von belanglos, aber Fakt ist, aus medizinischer Sicht muss ein Mann im Stehen pinkeln, im Sitzen bleibt Restharn in der Blase und das führt zu Entzündungen bis Nierenschäden. Daran denken die Feministinnen nicht, aber die wollen eh keine Männer, dann sollten sie auch keine Kinder bekommen.

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  7. bluemidan schreibt:

    Ach ja und heutzutage kann sich jeder ein Urinal ins Klo oder Bad einbauen lassen, dann gibt es keine Spritzer und Flecken, ist hygienisch und tut dem Körper des Mannes gut

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  8. Plietsche Jung schreibt:

    Ciao Anne, was geht denn hier ab? Tummeln such hier arbeitslose Studienabgänger oder wird das hier zur bunten Trollwiese?

    Grüße aus dem sonnigen Italien.
    Ich schau auf der Rückfahrt mal auf ein Haverl Kaffee vorbei 😉

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  9. Leser schreibt:

    Hui, die Kommentare unter diesem Blogartikel waren fast so unterhaltsam, wie die „Klatsch-und-Tratsch-Blogartikel“, die ich so genieße. Ich frage mich wirklich, was manche Charaktere dazu bewegt, hier zu schreiben, wenn sie die Inhalte des Blogs doch so offensichtlich verachten?

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    • idgie13 schreibt:

      Du hast die Worte gefunden, die ich gesucht und nicht gefunden habe 😉

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      • Leser schreibt:

        Und dabei sogar einen kapitalen Logikfehler eingebaut: Natürlich sollte es heißen, was sie dazu bewegt, hier zu *lesen* – denn nachdem sie es gelesen haben, können sie natürlich nicht anders, als sich auf der Tastatur über das Gelesene auszulassen…

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        • pirx1 schreibt:

          „An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“ – Erich Kästner, Das fliegende Klassenzimmer

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          • Marmor schreibt:

            Dann fang Du doch selbst damit an den Unfug zu verhindern.
            Aber Du pisst kopfstehend Anne lieber ans Bein, die den Unfug mit seinen Auswüchsen immer wieder aufdeckt und kritisiert, und machst dabei die närrischsten Verrenkungen.

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            • pirx1 schreibt:

              Das Problem mit dem Unfug ist, dass man ihn zwar leicht erkennen könnte, aber trotzdem lieber in seiner Filterblase verharrt und es sich bei denen bequem macht, die einem nur nach dem Mund schreiben.

              Darum finde ich ein Gegengewicht in einer Blogdiskussion von Gleichgeschalteten nicht falsch.

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        • idgie13 schreibt:

          Ja – das stimmt wohl. Man würde dann besser gar nicht mehr lesen, wenn einem das eh alles so gegen den Strich geht.

          Allerdings muss ich zugeben, manche Blogs auch zu lesen, bei denen ich mich auch über manche Sachen nerve. Das Kommentieren habe ich mir dort aber abgewöhnt. Bringt für keine Seite etwas.

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          • pirx1 schreibt:

            Man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, bei vernunftbegabten Wesen eine geistige Veränderung herbeiführen zu können.

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            • Leser schreibt:

              Dafür, dass Du es als „konstruktive Kritik“ zu verkaufen versuchst, bist Du mit Deinen Lästereien aber ganz konsequent erstaunlich unkonkret, so dass man erst mal rätseln muss, worauf Deine Anspielungen nun abzielen. Das könntest Du als vernunftbegabtes Wesen mit Sicherheit besser, *wenn* Du nicht nur stänkern wolltest.

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            • pirx1 schreibt:

              Ich passe mich nur dem allgemeinen Verhalten an.

              Konkret vergeht zum Beispiel so gut wie kein Beitrag, in dem nicht diffus Misstrauen gegen Coronaimpfungen geschürt wird. „Och hätte er sich doch bloß nicht impfen lassen“, „Und selbstverständlich kann es nur reiner Zufall sein, dass er nicht lange vor Ausbruch der Krankheit erst geimpft worden war.“, „Wir konnten wegen Corona wieder dies und jenes nicht tun, wie blödsinnig“, etc. Das bleibt immer so herrlich vage und unkonkret, dass man es auch jederzeit als (unnötige) ausschmückende Bemerkungen ausgeben könnte, wäre da nicht ein erkennbares System. Auch nur wenig konkreter wird man allenfalls in Twitterbeiträgen. Den Rest (die tumben undifferenzierten Parolen der „Impfen ist vom Teufel“-Fraktion) überlässt man den naiv-willfährigen Draufschlägern in den nicht editierten Kommentarbeiträgen.

              Der Versuch der wissenschaftlichen Begegnung solcher Inselmeinungen und des Disputs wird ignoriert oder mit fadenscheinigen Begründungen abgeblockt, kein Wunder, die Basis für sinnvolle wissenschaftliche Argumente gegen Impfungen ist mittlerweile angesichts von 5,4 Mrd gut kontrollierter Einzelerfahrungswerte ausgesprochen dünn. Gleichzeitig scheut man sich aber nicht, zu behaupten, dass man „Wissenschaftler“ sei.

              Effekt von vielfachen solcher Beiträge: Die an sich solidarische Gesellschaftsmehrheit bleibt in Geiselhaft, denn manch uninformierter Leser glaubt, dass das, was in diesen Blogs verbreitet wird doch tatsächlich Wissenschaft sei und nimmt ebenfalls eine undifferenzierte Anti-Impf-Position ein. Das geht mir als Wissenschaftler tatsächlich gegen den Strich und das lasse ich deshalb so auch nicht ohne Kommentar. Schade, dass der Diskurs verweigert wird, aber auch nicht verwundernswert.

              Noch ein Beispiel? Die Wissenschaftlerin steigt durch Heirat zur Mitinhaberin einer Firma auf. Einer anderen Minderheitsteilhaberin wird in Folge das Recht zur Mitbestimmung und Arbeitsteilhabe, das sich schon allein aus ihrem Mitbesitz ergibt streitig gemacht. Die Beweggründe werden hier recht transparent: Man könnte, so erfährt man zum Beispiel, dem Ehemann, der just dieser Mitinhaberin den ein oder anderen harmlosen Gefallen tut, ja durchaus einmal vorspielen, dass der Wissenschaftlerin in seiner Abwesenheit etwas passierte, was mit seiner Anwesenheit nicht passiert wäre, dann sähe er schon. Das nenne ich mindestens hinterlistig und charakterschwach.

              Es gibt noch einige solcher „moralischer Sonderwege“ und auch diese führen mich zu meiner Kritik, die man natürlich gerne ignorieren, negieren oder „dann geh doch weg“ weil unbequem verdammen darf. Ich kann aber doch wohl kaum annehmen, dass anderen vernunftbegabten Mitlesern und Schreibern solche Dinge nicht auffallen und das lässt nur zwei Interpretationen zu: Unendliche Toleranz oder Zustimmung. Dass sich daraus ein Sittenbild leicht zeichnen lässt, das liegt doch wohl auf der Hand.

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            • Leser schreibt:

              Naja, mit dem Impfen, das sehe ich ähnlich wie das Thema Religion: Es ist Privatsache, und hat jeder für sich zu entscheiden. Ob dabei die Gründe sind, dass jemand Angst hat, von Bill Gates einen Chip implantiert zu bekommen, oder einfach skeptisch gegenüber einer neuen Technologie ohne Langzeiterfahrungen, die nur aufgrund einer Notfallzulassung überhaupt legal ist, kann Dir egal sein. Es kann Dir ebenso egal sein, wenn jemand seine Meinung diesbezüglich äußert, denn es ist eine freie Meinungsäußerung. Klar kannst Du natürlich ebenso Deine Meinung hier in den Kommentaren äußern, ist ja dasselbe (zumindest, solange Du nicht persönlich angreifend wirst), aber ob es Sinn macht oder nicht, bewertet man als Außenstehender halt anders – das ist ganz ähnlich wie bei Captain Ahab.
              Ebenso verhält es sich mit Deinen Moralvorstellungen. Ich bin auch längst nicht mit allem, was Anne schreibt und tut oder denkt/entscheidet, einer Meinung. Aber ich weiß auch, dass es unsinnig wäre, zu versuchen, sie zu ändern, denn das kann ich nicht, und somit lasse ich sie einfach so sein, wie sie ist. Ich muss mich auch nicht abfällig oder herablassend darüber auslassen, ich kann auch lediglich sagen „ich sehe das so und so (anders als Du)“. In unserer vom Prinzip des „divide et impera“ geprägten Gesellschaft braucht es viel mehr des „let’s agree to disagree“. Ja, nenn es Toleranz. Ich toleriere sogar Deine Intoleranz, auch wenn ich sie insgeheim natürlich völlig unangebracht finde, weshalb ich jetzt hier schreibe und mich selbst in die Rolle des Ahab begebe, aber nun ja, sei’s drum. Darüber hinaus sagt natürlich jede Kritik, die nicht konstruktiv, sondern abwertend gemeint ist, grundsätzlich immer um Welten mehr über den Kritisierenden aus, als über das, was kritisiert wird.

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            • Eigentlich wollte ich nicht auf dieses Sammelsurium an sachlich falschen Behauptungen, Unterstellungen, Verdrehungen, persönlichen Angriffen und unverschämten Diffamierungen eingehen. Da jedoch immer wieder neue Besucher hier lesen, stelle ich – nur für diese – doch ein paar Punkte klar, gehe aber dabei nicht auf alle Abstrusitäten ein.

              Thema Impfung:
              Ich habe vor etwa einem Jahr (als es noch gar keine Impfung gab) begonnen, mich näher mit der Thematik zu befassen. Ich habe viele Quellen gelesen, bei RKI, PEI, FDA, Herstellern der Impfstoffe, .. Teilweise sind diese Quellen inzwischen nicht mehr online verfügbar oder nur versteckt zu finden. Manche sind auch überholt. Jedenfalls kann man mir nicht vorwerfen, ich hätte mich nicht aus seriösen Quellen informiert.
              In den letzen Monaten habe ich immer wieder Diskussionen (auch in anderen Blogs und sozialen Medien) geführt. Ich habe Belege verlinkt, wurde im Gegenzug beschimpft und beleidigt. Es stimmt ja, dass viele Impfgegner einen ziemliche Blödsinn erzählen. Damit mache ich mich nicht gemein. Leider geht jedoch ernsthafte, begründete Kritik dagegen unter und wird in den gleichen Topf geschmissen. So habe ich inzwischen keine Lust mehr, zum soundsovielten Mal die gleichen Argumente und Belege zu bringen, die im besten Fall nur ignoriert werden. Mit Verweigerung des Diskurses hat das nichts zu tun. Von vagen Andeutungen und subtilen Pöbeleien lasse ich mich aber nicht provozieren.
              Die genannten Beispiele („\“Och hätte er sich doch bloß nicht..“) sind völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Um darauf einzugehen, reut mich die Zeit.
              Es liegt auch sicher nicht an mir, dass die Corona-Maßnahmen derzeit das allesbeherrschende Thema („Konkret vergeht zum Beispiel so gut wie kein Beitrag“) sind, dem man nicht entgehen kann. Vieles davon schlägt sich nun mal hier im Blog nieder. Dabei habe ich noch längst nicht alles genannt.
              Tatsache ist, dass ich für mich nach persönlicher Risikoabwägung die Impfung mit einem nur bedingt zugelassenen Impfstoff ohne Langzeiterfahrungen, mit nur geringer und kurz anhaltender Schutzwirkung, dafür heftigen Impfreaktionen und häufigen Nebenwirkungen, ablehne. Für alte, ggf. vorerkrankte Menschen kann die Impfung sinnvoll sein. Für junge, gesunde Menschen dagegen nicht. Ich rede da aber niemandem rein. Soll jeder das machen, wie er es für richtig hält. Doch für eine fundierte Entscheidung benötigt man auch neutrale, unvoreingenommene Informationen. Daran mangelt es. Die Medien transportieren vorangig emotionalisierende und moralisierende Haltung, die es nicht mehr erlaubt, die Meldungen objektiv einzuordnen.
              Der zunehmende Impfdruck (neuester Coup: keine Lohnfortzahlung bei Quarantäne für Ungeimpfte) wird von mir aufs schärfste kritisiert.

              Als Wissenschaftlerin geht es mir gegen den Strich, wenn versucht wird, die Bevölkerung durch verzerrte Darstellungen und verdrehte Zahlen zu täuschen und zu manipulieren.
              Nur ein aktuelles Beispiel: Neuerdings werden Inzidenzen für Geimpfte und Ungeimpfte getrennt ausgewiesen. Dabei zählen als Geimpfte nur Personen, deren zweite (bei J&J erste) Impfung mindestens zwei Wochen zurückliegt.
              Als Ungeimpfte zählen alle anderen, also außer tatsächlich Ungeimpften auch Leute mit erst einer Impfung, oder bis zu 13 Tagen nach der zweiten Impfung, oder bei unbekanntem Impfstatus.
              Dazu kommt, dass Geimpfte praktisch nicht mehr getestet werden, so dass asymptomatisch Infizierte dabei überhaupt nicht erfasst werden. Bei den Geimpften dagegen schon.
              Man stellt also zwei Zahlen gegenüber, die auf unterschiedlichen Voraussetzungen und Kriterien beruhen. Ein Vergleich ist unredlich. Ähnlich verhält es sich mit der Hospitalisierungsrate.
              Derartige selektive Darstellungen sind leider kein Einzelfall, sondern scheinen in der Geschichte von Corona systematisch genutzt zu werden, um Zusammenhänge zu implizieren, die so nicht bestehen, und der Bevölkerung weit übertriebene Angst zu machen.

              Die Behauptung „durch Heirat zur Mitinhaberin einer Firma“ aufgestiegen zu sein, ist völliger Stuss.
              Ich habe – erst Jahre nach meiner Heirat – mein Software- und -Beratungsbusiness aufgegeben, um – auf wiederholte Bitten meines Mannes hin – (technische) Geschäftsführerin zu werden. Ich habe lange vorher für die Firma als freiberufliche Dienstleisterin gearbeitet, anfangs als Beraterin. Später habe ich IT, Entwicklung und weitere technische Verantwortlichkeiten übernommen. Lässt sich in aller Ausführlichkeit hier im Blog nachlesen.
              Der Vergleich mit Frau Hilflo-Seerbin hinkt nicht nur auf sämtlichen Beinen, der ist überhaupt nicht gehfähig. Zum einen besteht meine Teilhaberschaft für das gesamte Unternehmen, während sie nur in einem kleinen, unmaßgeblichen Teilbereich involviert ist.
              Aber vor allem habe ich fachliche Kenntnisse, die mich befähigen, das Unternehmen zu vertreten. Frau Hilflo-Seerbin hat keinerlei Qualifikation, die sich nutzbringend für die Firma einsetzen ließe.
              Ich habe den Überblick, welche Arbeiten in unserer Firma anfallen, wofür Bedarf besteht, und welche Fähigkeiten jeweils Voraussetzung sind. Deshalb ist es meine (unerfreuliche) Aufgabe, zu überlegen, wo sie vielleicht doch konstruktiv etwas zum Firmenwohl beitragen könnte.

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            • pirx1 schreibt:

              Die Technologie ist nicht neu. Sie hat eine reguläre Zulassung. Natürlich könnten mir solche Aussagen egal sein, wenn sie mein Leben nicht mindestens mittelbar tangierten. Aber die uns alle treffenden Infektionsschutzmaßnahmen verlängern sich, weil solche Informationen zu Wahrheiten erklärt werden.

              Was Moralvorstellungen angeht: Wo behaupte ich, dass meine allgemein gültiger Maßstab wären? Aber ist jede Art von Nachdenken deshalb verboten oder falsch? Ist jeder Wunsch nach Erläuterung ein Angriff, nur weil die Antwort ausbleibt? Natürlich kann man Toleranz bis ins Unendliche steigern. Das Ergebnis ist Anarchie.

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            • Leser schreibt:

              Der Unterschied zwischen unendlicher Toleranz und Anarchie besteht im Vorhandensein von Vernunft. Dass Du ein Fehlen derselbigen unterstellst, sagt auch mehr über Deinen Horizont aus, als über das, worüber Du Dir Urteile anmaßt.

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            • pirx1 schreibt:

              Wie drückt sich Vernunft aus, wenn man sich nur auf die Präsentation unbewiesener oder gar sachlich falscher Statements beschränkt?

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            • Leser schreibt:

              Selbst, wenn ich es wollte: Ich wäre nicht in der Lage, es Dir zu erklären.
              https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt

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            • pirx1 schreibt:

              Ich könnte jetzt etwas zum Impfstoff mit „bedingter Zulassung“ und „geringer Schutzrate“ erwidern und wie objektiv das ist. Oder zur Frage, warum man jemanden dann als „geimpft“ bezeichnet, wenn man nach den transparent zu Grunde gelegten Kriterien dafür auch erwarten kann, dass er einen vollständigen Impfschutz aufgebaut hat.

              Es gibt sogar Gemeinsamkeiten. Die Unterscheidung in geimpft und ungeimpft ist sicher alles andere als feingranulär. Die Hospitalisierungsrate als Grundlage von Handlungsmaximen halte ich für schwachsinnig. Ich könnte erwidern, das nicht die Wissenschaft mit ihren belegten Untersuchungsergebnissen manipuliert, sondern (in Teilen und recht gut erkennbar) nur Politik mit deren Interpretation und fragen, warum man aus diesen Manipulationsversuchen rückfolgert, dass die Wissenschaft und damit verbunden die Daten zur Impfwirkung selber fehlerhaft sind, zumal wenn man wissenschaftliche Daten doch selber zu lesen weiß.

              Ich lasse es. Viel Vergnügen im Wunderland.

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  10. pirx1 schreibt:

    p.s.
    „Wie der Bundeswahlleiter vor wenigen Stunden verkündete soll Ungeimpften die Briefwahl bei der Bundestagswahl nicht gestattet sein. Durch das Anlecken der Gummierung beim Zukleben der Wahlbriefe könnte es sonst zu ungewollter Übertragung von Viren und Infektionen kommen.“

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