Verbummeltweets //2561

Die folgenden Tweets vom 3. bis 13. November 2020 erhalten auch einen Thread, in dem ich einige Beobachtungen bei einem Stadtbummel nenne. Ich habe diesen Thread nicht extra abgetrennt. Lesen könnt ihr ja selbst. Die einzelnen Subtweets beginnen mit einem Pluszeichen.

Diesen Winter keinen #Glühwein für mich. #BabyTrinktMit
Verleser des Tages: Emotionen statt Emissionen [gegen Null senken]
Siedend heiß ist mir eingefallen, dass ich ja trotz allem Weihnachtsgeschenke für Stiefenkel, Nichten und Neffen besorgen muss.
Als Arbeitnehmerin wäre ich jetzt immer noch in der Schutzfrist. #MuSchG
Was ist eure liebste Teilchenstatistik? #Umfrage [Bose-Einstein|(Maxwell-)Boltzmann|Fermi-Dirac|will mich nicht festlegen]
Gab’s eigentlich schon mal eine Zwangsräumung im Weißen Haus?
Verhörer des Tages: Bayerndeck statt BioNTech
Lost in Translation //2468 Zweitausendvierhundertachtundsechzig
Rückmeldung zu einem meiner Papers erhalten. Eine weitere mögliche Anwendung meiner Diss. Wenn ich doch nur mehr Zeit hätte, dem nachzugehen! Aber nach anderen Verpflichtungen bleibt für die Wissenschaft nur die Rangfolge eines Hobbys nebenbei.
Es ist so gruselig, wenn jemand sich „in einer Gruppe aufgenommen fühlt“ – so ähnlich wie die freiwillige Assimilation in ein Kollektiv. #Borg
Er schneidet Käse mit einem Messer und isst ihn. Schließlich ist nur noch ein Stück in etwa Würfelzuckergröße übrig. „Wie lange du wohl noch brauchst, wenn du das Stück immer halbierst?“ – „Nach 100 Mal bin ich auf atomarer Ausdehnung.“ – „Dafür reichen schon etwa 80 Mal.“
Verleser des Tages: Vereinsamung statt Vereinsarbeit
Kleiner Thread über einen „#Stadtbummel“ in #Corona-Zeiten.
+Ich hatte etwas in der Stadt zu erledigen. Da ich nicht von einer längeren Dauer ausging, nahm ich nicht den Kinderwagen sondern das #Tragetuch zum Babytransport.
+In der Innenstadt ist an den Plätzen #Maskenpflicht. In der Fußgängerzone ist es teilweise nicht eindeutig, wo überall und wo nicht.
+Es kam der Punkt, an dem ich die #Maske aufsetzen musste. Das ist #topologisch inkompatibel mit einem #Kopftuch. Was machen nur die Leute, die auch noch eine Brille tragen müssen?
+Trotz #Maskenpflicht sah ich viele Raucher, die irgendwo herumstanden. Für Raucher scheint das ja nicht zu gelten, die qualmen ihre Aerosole in die Luft, als ob nichts wäre.
+Überall Leute mit Maske, Kopfbedeckung, Brille, so dass man nichts mehr von ihrem Gesicht sah. Für mich als Prosopagnostiker sind die Leute jetzt völlig ununterscheidbar. Die Maske nimmt ihnen das letzte bisschen #Individualität.
+Zwischendrin ein paar Männer, denen der Vollbart aus allen Seiten der Maske quoll. Sicherlich nicht im Sinne des Erfinders.
+In vielen Geschäften ist jetzt eine Wegrichtung vorgeschrieben. Man darf nicht mehr links oder rechts rum, wie man mag, sondern muss den Pfeilen folgen. War früher nicht so.
+So werden uns immer mehr kleine Freiheitsrechte genommen, die einzeln betrachtet nicht schlimm sind, in der Summe aber schon. Und ich befürchte, dass sich das noch sehr lange hinzieht, oder schließlich permanent bleibt, weil wir uns dran gewöhnt haben.
+Ein Mann hielt mir eine schwere Eingangstür auf. Gerne hätte ich mich mit einem #Lächeln bedankt, aber die #Maske vereitelte das.
+Die Maske rutschte mir immer wieder nach oben, vor oder in mein rechtes Auge. Vielleicht weil sie wegen des Kopftuchs nicht richtig saß, aber mit Baby im Tragetuch und einer anderen Tasche kann ich nicht dauernd nachjustieren.
+Als ich eine Treppe hinunter musste, wäre ich deshalb fast gestürzt, weil die Maske mir die 3D-Sicht verhinderte, die Entfernung zur Stufe abzuschätzen. Ich bin immer noch etwas anämisch und hypoton, konnte gerade noch mein Gleichgewicht halten. Hätte schlimm ausgehen können.
+Die Fußgängerzone ist zugestellt mit Reklametafeln für eine Veranstaltung gegen „Gewalt gegen Frauen“. Warum ignorieren diese Sexisten Gewalt gegen Männer oder Kinder? Warum nicht einfach „gegen Gewalt“, egal wer das Opfer ist?
+Seltsam – z.B. Kleiderläden sind offen, aber Cafés oder wo man sonst in Ruhe einen kleinen Imbiss zu sich nehmen könnte, waren geschlossen. Wusste ich vorher, hätte mich sonst gerne mit Kinderwagen in ein Café gesetzt und Kuchen gegessen.
+Überall nur Gesichter mit Masken. Gespenstisch, könnte aus einem Alptraum oder surrealem Film stammen. Kein Lächeln, nur teilnahmslose Augen.
+Und das schlimmste von allem: Man stumpft ab. Beim Rückweg kam irgendwann der Punkt, wo ich die Maske wieder hätte abnehmen dürfen, aber ich lief noch ein Stück weiter, bevor ich mir ihrer bewusst wurde.
Verschreiber des Tages: Einheten statt Einheiten
Der Gebärung vierter Teil //2467 Zweitausendvierhundertsiebenundsechzig
„Welche Temperatur ist es denn jetzt draußen?“ – „So neun, .. zehn °C.“ – „Was? 19 Grad! Das ist aber viel für November.“
Nur entspannte, gelassene Eltern haben zufriedene, ausgeglichene Kinder.
Resumé des Chefs zu #USElection2020: „Das bestärkt mich darin, auf jeden Fall noch aufzuhören, bevor ich 70 bin.“
Verleser des Tages: umgelenkte statt ungelernte [Kraft]
In der Badewanne wird das Chefchen besonders munter und lebhaft. Es ist so entzückend, zu sehen, wie viel Spaß es beim Strampeln im warmen Wasser hat.
+Baby ist da immer so quietschvergnügt. Im ersten Moment schaut es skeptisch, aber dann dreht es so richtig auf.
Verhörer des Tages: liebeskrank statt leberkrank
Anscheinend späte Gesuche //2466 Zweitausendvierhundertsechsundsechzig
Wie ist nur das Gerücht aufgekommen, Babys würden so viel schlafen?
Mitarbeitergespräche stehen demnächst wieder an.
Verleser des Tages: phallische statt phantastische [Literatur]
Formelbastelei //2465 Zweitausendvierhundertfünfundsechzig
Meine Mouse hat hin und wieder Fehlfunktionen, und löst dann zwei Klicks aus, wenn ich nur einmal geklickt habe. Ich brauche wohl demnächst eine neue. #Abnutzung #Hardware
Verschreiber des Tages: [Orakel von] Delhi statt Delphi
Was geht es eigentlich deutsche Politiker an, wen und wie US-Amerikaner wählen? #Elections2020
Glücklicherweise habe ich für den Notefall mein Notbook.
Verleser des Tages: Kontaktlosigkeit statt Kontraktlogistik
Gelockte Besuchsplanung //2464 Zweitausendvierhundertvierundsechzig
Habe gerade eine Zeitschrift wiedergefunden, die ich mir vor zwei Jahren extra beiseite gelegt hatte, weil sie ein interessantes Schwerpunktthema hatte, ich aber gerade keine Zeit zum Lesen. Immer wieder aufgeschoben, schließlich vergessen.
Verhörer des Tages: Förderration statt Föderation

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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11 Antworten zu Verbummeltweets //2561

  1. Sempersolus schreibt:

    Das ist aber ein großes Stück Würfelzucker 🤔 …

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Mach die Maus doch mal auf und mach die Fusseln raus. Selbst die kugellosen Dinger haben diese Probleme.

    Gefällt mir

  3. Pingback: Aus meinem Tweetkästchen //2670 | breakpoint

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