Cheffrust //2553

Bereits seit letzter Woche quälen sich meine Mitarbeiter (d.h. zunächst nur einer, inzwischen sind zwei weitere hinzugekommen) mit einem bestimmten Problem herum. Ohne ins Detail gehen zu wollen: es geht um Datenbankabfragen, die innerhalb eines Threads durchgeführt werden, und die dann aber unter bestimmten Bedingungen abgebrochen werden sollen.
Was sich so trivial anhört, erweist mal wieder, dass der Teufel häufig im Detail steckt. Entweder lässt sich der Thread nicht schließen, oder es entstehen Leaks oder es treten sonst seltsame Effekte auf.
Zu normalen Zeiten hätten wir uns zu einer Debug-Session zusammengesetzt – d.h. alle vor dem gleichen Computer und dann Schritt für Schritt durchsteppen, was da genau passiert. An geeigneten Stellen kleine Änderungen im Code gemacht, und geschaut, wie sich das auswirkt.
Aber aktuell .. tja, die meisten meiner Mitarbeiter machen Teleworking. Einige sind zwar im Büro (weil sie daheim keine Ruhe zum Arbeiten haben), aber wir haben es so organisiert, dass jeder der Anwesenden einen Raum für sich allein hat.

Wie kann man unter solchen Umständen noch vernünftig entwickeln? Zumal ich ständig das Damokles-Schwert über mir habe, dass unsere inkompetenten Regierungspolitiker doch noch auf die Idee kommen, mir die ganze Entwicklung zu schließen.
Und überall ist die Wirtschaft das Feindbild, das noch nicht genug im Lockdown geschröpft wurde.
Leute, ich möchte nicht wissen, wie viele zigtausend Existenzen in Gastronomie, Tourismus, Freizeit- und Unterhaltungsbranchen, usw. der Lockdown schon gekostet hat, und wie viele vormals gesunde Unternehmen inzwischen vor der (staatlich verschleppten) Insolvenz stehen, und mit ihnen Beschäftigte und Supplier vor dem Aus.
Die Staatsneuverschuldung ist auf Rekordniveau. Wer soll das jemals wieder bezahlen, wenn es keine leistungsfähige Wirtschaft mehr gibt.
Unser Wohlstand wurde einem sinnlosen Lockdown geopfert.

Ich hör‘ ja schon auf zu ranten, kann eh nichts ändern.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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46 Antworten zu Cheffrust //2553

  1. Athropos schreibt:

    Auch Remote kann man gemeinsam vor demselben Bildschirm arbeiten. Schlimmstenfalls mit Zoom, Teams oÄ; div. IDEs bieten allerdings auch Screensharing inkl. (Video)chat.

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    • Ja, das geht grundsätzlich schon, aber ist bei weitem nicht dasselbe.

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      • janxb schreibt:

        Stimmt, es ist sogar noch viel komfortabler, weil sich man sich nicht zu fünft um einen einzelnen Bildschirm krampfen muss, sondern jeder in seinem gemütlichen Bürostuhl und einer Tasse Kaffee in der Hand teilnehmen kann.

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        • Zu fünft wäre schon etwas zuviel des Guten, aber zu zweit geht das wunderbar, zu dritt auch noch gut praktikabel.

          Nicht jeder Mitarbeiter hat einen zuverlässigen, ausreichend breitbandigen Internetzugang. Wenn es nur bei einem ruckelt, beeinträchtigt das die Übertragung bei allen.

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          • Ich muss mich da meinen Vorrednern anschließen. Wenn ich IRGEND ETWAS nach der Pandemie beibehalten möchte, dann ist es die Kollaboration zwischen Technikern übre ein digitales Medium. Das ist SO VIEL komfortabler als sich gemeinsam vor einer Konsole quetschen, nichts selbst tippen und nichts selbst nebenbei recherchieren und nachlesen zu können.

            Zum schlechten Internetzugang bei einigen Leuten: Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas verhindern will, sucht Gründe.

            Mir drängt sich hier der Eindruck auf, als suchest Du Gründe, um Deinen Mitarbeitern Deine Arbeitsweise aufzudrücken. Das kann man als Chef machen. Ob es sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

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            • Der Internetzugang ist nur einer der Gründe, warum meine Mitarbeiter diese Art der Arbeit nicht schätzen.
              Sie haben das schon probiert (ohne mich – ich hänge mich normalerweise nicht in das Tagesgeschäft), und es hat sich nicht bewährt. Einige wenige sehen es als akzeptable Alternative, die meisten aber nicht.
              Pair-Programming o.ä, ist einer der wenigen Anlässe, bei denen meine Mitarbeiter soziale Kontakte schätzen.
              Ich rede ihnen da in ihre Arbeitsorganisation nicht mehr rein als nötig.

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  2. keloph schreibt:

    deine kritik, oder auch dein rant ist schon legitim, die regierenden und behörden verhalten sich inkonsistent, unlogisch und nicht nachvollziehbar. wie ich meine, in vielen fällen zumindest unklug und sachlich unangemessen. die realität der pandemie kann jedoch nicht ignoriert werden und macht vieles schwieriger, manches unmöglich. es findet sich eigentlich immer ein weg zum ziel, aber es ist oft unnötigerweise schwerer als es notwendig wäre. ich werde meine noten für den regierungs- und behördenapparat an der wahlurne geben. ansonsten wünsche ich dir ein gutes händchen 🙂

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  3. Sempersolus schreibt:

    Aus Arbeitgebersicht: Jammern auf hohem Niveau, denn natürlich ist es speziell für diese Situation nur eine Frage des technischen Aufwandes, eine Debugging-Session remote zu organisieren.

    Aus Arbeitnehmersicht aber … im Gegenteil: viele Unternehmen gerade aus Bürobranchen kommen jetzt erst „auf den Geschmack“ und haben den „bislang ungehobenen Schatz“ der Virtualisierung für sich entdeckt. Viele Arbeitsplätze werden auch nach der Krise Homeofficearbeitsplätze bleiben – mit erkennbar vorwiegend Vorteilen für die Arbeitgeber (weniger Büros, geringere Mietkosten, erstaunlicherweise höhere Arbeitsleistung) und erkennbar vorwiegend Nachteilen für die Arbeitnehmer (Abwälzung von Infrastrukturkosten, deutlich unergonomischere Arbeitsplatzausstattung, intransparente Arbeitszeiten und -erfassung, erhebliche Kommunikationsmängel, Anonymisierung der Arbeitskraft, Vereinsamung bis zur Depression, mehr Orientierung an Ergebnis- statt an Prozessqualität mit daraus folgender Arbeitsverdichtung, etc.), die von wenigen allgemeinen Vorteilen (keine Fahrtkosten und kleinerer ökologischer footprint) niemals aufgewogen werden. Die daraus folgenden Umwälzungen (Immobilienbranche, Mobilitätsindustrie, etc.) sind noch gar nicht absehbar und läuten gerade eine neue industrielle Revolution mit all ihren Folgen ein. Darüberhinaus meldet ja weiter die Umweltlobby ihre Forderungen an, und die Umstellung der Industrie geht dabei nur langsam voran und wird genauso viele Opfer fordern, deren Hauptanteil immer die Schwächsten tragen. Wir werden eine völlig neue Arbeitswelt sehen, der ich eher pessimistisch als optimistisch gegenüberstehe.

    Unabhängig davon gibt es viele Berufe, in denen diese Virtualisierung gar nicht möglich ist und die seit mehr als einem Jahr schwerst leiden. Natürlich: Gastronomie, Tourismus, die haben aber noch eine bessere Erholungschance, wenn die Masse wieder in den Kompensationsurlaub drängen wird, als die, die immer schon als „Luxus“ betrachtet und bei denen immer schon zuerst gekürzt wurde. Künstler an erster Stelle, Festivals, Konzerte und alle, die dazugehören (Veranstaltungstechnik, etc.), aber auch andere Berufe, wo Einsparungen und deren Effekte besser versteckt werden können. In meinem Bereich wird die unselige „Bürgerversicherung“, so fürchte ich, wohl bittere Realität werden, daneben die „Digitalisierung“ um jeden Preis und sei sie so nutzlos, wie der berühmte bayerische Jodmangelkropf. Nach der Pandemie wird Medizin wieder nur noch „viel zu teuer“ sein.

    Natürlich gab es auch Nutznießer: Selten wurde z. B. so viel gegessen und an Lebensmitteln verkauft, wie jetzt. Ein Strohfeuer. Wenig gelitten hat auch der Sektor der öffentlichen Hand, der Beamtenwasserkopf, der allerdings gerade in dieser Krise gezeigt hat, wie ineffizient er ist. Außer so mancher unausgegorenen Verordnungen entstand daraus wenig Nützliches. Die Krise wurde dank der Arbeit einiger Weniger halbwegs beherrscht, aber waren die Gesundheitsämter funktionsfähig, gab es Pläne für solch eine Pandemie? Leider nein. Aktuell: Einen fälschungssicheren Impfnachweis haben wir immer noch nicht – und wussten doch seit mehr als einem Jahr, dass dieser notwendig werden wird.

    Natürlich reden das politisch (eigentlich) Verantwortliche schön – nur scheint diese Verantwortung immer nur eine selektive für die positiven Effekte der Pandemiebewältigung zu sein: endlich zunehmende Impfungen (TROTZ verschlafener Impfstoffbeschaffung durch das BMG), Rückkehr zu den Grundrechten (als sei das ein Privileg), all das verkündet der Herr Bundesgesundheitsminister gern – aber die Antworten auf Fragen zu Verquickungen bei seinen privaten Immobiliengeschäften oder die in seiner Partei offenbar gewordenen Kungeleien mit Schutzmasken Anfang letzten Jahre fallen nur schnippisch aus.

    Last not least sind da die angefallenen Kosten – und die sind immens. Generationen werden bezahlen, wenn wir jetzt gerade so freigiebig hatten, wo vorher für nichts Geld da war. Und die Zahlenden werden wieder zwangsläufig die sein müssen, die selber finanziell unter der Krise gelitten haben und nicht die, die gar nichts haben.

    Ich weiß das alles, wie jeder von uns, aber nützt es mir zu lamentieren? Mir nicht mehr. Ich bin es leid, mir mein restliches Leben weiter vergällen zu lassen davon oder denen nachzurennen, die meinen, die Anklage alleine reiche schon, die aber Lösungsansätze selbst auch nicht vorweisen, nicht vorweisen können, denn es gibt keine. Ja, es wäre schön, zöge man Konsequenzen aus politischem Fehlverhalten, aber wie? Wird Jens Spahn etwa zurücktreten? Freiwillig sicher nicht. Wer steht im September zur Wahl? Aus meiner Sicht kein einziger Problemlöser, sondern nur Vertreter des gleichen Systems. Was wir bräuchten, wäre ein tatsächlicher, auch politischer Strukturwandel – aber der kommt nicht, weil weiter jeder seinen kleinen Vorteil suchen wird, mehr denn je.

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    • Die Softwarentwicklung lässt sich größtenteils remote durchführen, die Geräteentwicklung dagegen nicht. Da muss immer wieder etwas neu aufgebaut und verschaltet werden, Messungen gemacht werden… Das geht nur im Labor. (Dokumentation, Auswertung u. dgl. geht im Prinzip daheim – es ist aber nervig und verzögert den Ablauf, wenn man zwischendurch nicht schnell etwas nachprüfen kann.)

      Nicht alle Arbeitnehmer (bei denen es grundsätzlich möglich wäre) wollen auch tatsächlich daheim arbeiten. Ich kann eine „erstaunlicherweise höhere Arbeitsleistung“ nicht bestätigen. Ein Teil meiner Mitarbeiter kommt ganz gut daheim zurecht, bei den meisten ist die Produktivität mehr oder weniger eingebrochen. U.a. lauern daheim halt auch Störungen und Ablenkungen, wie sie im Büro nicht vorkommen.

      Selten wurde z. B. so viel gegessen und an Lebensmitteln verkauft, wie jetzt.

      Das ist mir neu. Viel mehr als sich satt essen, können die Leute auf Dauer nicht. Die Lebensmittel die über den Einzelhandel mehr gekauft wurden, fielen dafür in der Gastronomie weg.

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      • Sempersolus schreibt:

        Ich verstand das im Beispiel genannte Debugging der Datenbankabfrage als reines Softwareproblem. Natürlich funktioniert Labortätigkeit wie z. B. auch Handwerk nur vor Ort.

        Versicherer, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, etc. dagegen finden das Homeofficemodell zunehmend attraktiv. Tatsächlich gibt es beide Effekte: In der Vergangenheit mehr Arbeitnehmer, die im Homeoffice arbeiten wollten, aber das vom Arbeitgeber nicht zugestanden bekamen, nach den Erfahrungen (auch wissenschaftlich belegt bzgl. Produktivität, Uni Stanford et al.) im Rahmen der Pandemie macht sich aber zunehmend der umgekehrte Effekt breit. Hier in unserer Stadt wurden bereits ganze Bürokomplexe eines großen Telekommunikationsanbieters freigezogen, weil man auf „Arbeit zu Hause“ setzt. Wenn man noch ins Büro kommt, dann gibt es kein festes Büro und keinen festen Schreibtisch mehr, stattdessen den „virtuellen Desktop“ und maximal ein kartongroßes Kistchen mit Arbeitsutensilien. Nomaden im Büro.

        Den Lebensmittelabsatz im Einzelhandel, der natürlich auch eine – sehr dramatische – Verschiebung aus dem Gastronomiesektor ist, erlebe ich live aus den Berichten einiger meiner Patienten, die in diesen Branchen arbeiten und von endzeitartigen Zuständen mit Streit um letzte Produktpaletten und endlos langen Bestelllisten berichten. Es bleibt abzuwarten, wie und ob das wieder umschwingen wird.

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        • Nur ein kleiner Teil unserer Software ist wirklich unabhängig von Geräten oder anderen Computern, so dass sie vollständig fernab des Betriebs getestet werden kann.

          Es tut sich aktuell viel.
          Hier habe ich mitgekriegt, dass beispielsweise die Mietpreise für gewerblich genutzte Immobilien im Sinkflug sind. Das macht vor allem Kleinanlegern, die über Immobilienfonds an Bürohochhäusern beteiligt sind, schwer zu schaffen.

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  4. Mika schreibt:

    Morgen unterschreibe ich den Vertrag mit den Chinesen. Der Betrieb ist eh geschlossen und ich sehe keine Chance mehr für eine Zukunft in diesem Land. Der Preis ist okay und ich kann davon im Süden am Meer gut leben.
    Dieses Land hat fertig. Ich füttere keine Grünen und Linken mehr, die mein Geld für Frauen und Ausländer rauswerfen und mit Windmühlen und Lithium Sondermüll die Umwelt versauen. Wegen einer Grippe machen die das Land dicht, die haben doch Hirnkrebs.
    Mach dich auch vom Acker, bevor klein Annalena dir dein Vermögen halbiert, oder noch schlimmer. In diesem Land sind bestenfalls noch 10% der Bevölkerung richtig produktiv. Der Rest lebt von denen und wählt die lustigen Deppen, die vom Sozialismus träumen und uns ausbeuten. Sie melken die Kuh und füttern sie nicht mehr, das endet immer mit dem Tod der Kuh. Die Kühe, die jetzt noch im Stall bleiben, werden bald keine Chance mehr haben.

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    • Viel Spaß mit den Chinesen.
      Wir haben hier viel zu viele Verantwortlichkeiten, um unsere Zelte einfach abzubrechen.

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      • Mika schreibt:

        Jaja, die leidige Verantwortung. Ich habe auch lange mit mir gerungen. Sind zwar nur 4-5 Arbeitsplätze, die jetzt weg sind, aber das läppert sich. Die Autoindustrie hier stellt die Produktion ein, das trifft dann auch die Zulieferer und irgendwann den Handel und die Dienstleister. Die Staatsschulden explodieren gerade und klein Annalena wird als Kanzlerin ihre Kobolde auf uns los lassen.
        Die Sache mit dem Homeoffice fällt uns auch bald auf die Füße. Wenn das Homeoffice erst mal funktioniert, dann kann der Buchhalter das auch von Indien, oder Pakistan aus machen. Ist noch viel billiger.
        Und die Inflation nimmt auch gerade Anlauf. Meine Immobilien sind alleine im vergangenen Jahr um 20-30 Prozent im Preis gestiegen. Das ist nicht mehr normal. Selbst mein Waldgrundstück ist plötzlich richtig Geld wert. Vor 10 Jahren wollte es niemand geschenkt. Das kann nicht gut gehen.
        Und in einem Land ohne gültige Verfassung und ohne funktionierendes Verfassungsgericht, kann man nicht lange leben. Ich bin immer noch nicht sicher, ob das Dummheit, oder Absicht ist. Wenn es Absicht ist, dann rette sich wer kann.

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    • Mia schreibt:

      Du nennst es „Grippe“? ^^
      Fragt sich, wer hier an „Hirnkrebs“ leidet.
      PS: Diese „Grippe“ kursiert auch im Süden am Meer!

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      • Die 25000 Grippetoten vor drei Jahren haben damals niemanden interessiert. Kann man ruhig weiter ignorieren und verharmlosen.

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        • Sempersolus schreibt:

          Am spannendsten dabei: Es gibt schon seit Jahren Grippeschutzimpfungen – und zu wenige gehen hin.

          „Gestorben am eigenen Phlegma“ – wenig schmeichelnde Grabinschrift.

          Hätten die wenigstens ´mal mehr Bananensaft konsumiert!

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          • Sempersolus schreibt:

            Banensaft ist die Weltformel gegen alles. Wie Gulasch, Gulasch auch!

            https://www.der-postillon.com/2021/05/impfung-instagram.html

            Oder ist das hier nicht der Satirekanal?

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          • Die Grippeimpfungen waren immer nur empfohlen für ältere oder aus sonstigen Gründen besonders gefährdete Personen.
            Sie mussten wegen Mutationen auch jährlich wiederholt werden, und wirkten mal besser, mal schlechter.

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            • Sempersolus schreibt:

              Das ist bekannt, die Grippeimpfung war immer schon eine Wette auf die Varianten, die in der jeweiligen Saison am häufigsten aus Asien in Europa ankommen. Das wird in Zukunft mit diversen, weniger virulenten Coronavarianten genauso sein.

              Und deshalb impft man dann am besten gar nicht mehr, z. B. weil man Wetten für das Werk des Teufels hält? Oder hätte man damals mit konsequenter Impfcampagne und weniger Impfmüdigkeit und unterschätzter Virusgefahr schlicht ein paar tausend weniger Grippetote gehabt?

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            • Impfungen sind grundsätzlich eine gute Sache. Ich kritisiere jedoch das völlig überstürzte Zulassungsverfahren der Covid-Impfstoffe, das bewährte Standards, wie sie sonst für Arzneimittel – zur Sicherheit und zum Wohle der Patienten aus guten Gründen – vorgesehen und etabliert sind, einfach über Bord wirft. Dass der Staat die Haftung anstatt des Herstellers übernimmt, überzeugt mich nicht.

              Hätten wir mal früher Masken getragen, uns sozial distanziert, die Kinder nicht in die Schule gelassen, und die Wirtschaft downgelockt, dann hätte es damals ganz sicher weniger Grippetote gegeben, und auch der simple, aber lästige Schnupfen hätte alljährlich weit weniger Verbreitung gefunden.

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            • Sempersolus schreibt:

              Impfungen sind grundsätzlich eine gute Sache, stimme ich zu. Und schon endet der Konsens.

              Die Mär, dass die Zulassung der Covid-Impfstoffe sich inhaltlich von „bewährten Standards wie sie sonst für Arzneimittel – zur Sicherheit und zum Wohle der Patienten aus guten Gründen – vorgesehen und etabliert sind“ unterschieden hätte, wird sich allerdings wohl ähnlich lange halten, wie die Fama vom gesunden Eisen in Spinat. Es gab nur ein erfreulicherweise deutlich schnelleres rolling review Verfahren, das sogar die verbeamtete 9 to 5 Fraktion bei den Zulassungsbehörden zu wenigstens ein bisschen mehr Eile als sonst motiviert hat.

              Segensreich dagegen, dass die Entwicklung der in Zukunft den Pharmamarkt beherrschenden intrazellulär wirksamen Therapeutika schon so weit fortgeschritten war und die Entwickler sich so erfreulich rasch auf die Impfstoffentwicklung gestürzt haben. Jetzt will man sie ja – aus „zutiefst moralischen Gründen“ und natürlich erst, nachdem die US-Bevölkerung ausreichend durchgeimpft ist und die US-Hersteller gerne auf lästige Patengebühren verzichten würden, das eigentlich relevante Impfrohstoffmonopol halten die USA ja trotzdem weiter – dafür ex post enteignen. Die servilen US-Vasallen der EU zeigen sich darüber hocherfreut, vermutlich wollen sie einfach gerne ihre nachranzige Position hinter „America First“ behalten. Dass die WHO sich mit ihrem Jubel ob dieser „historischen Entscheidung“ ebenfalls nur für den Wiedereintritt der USA und deren Finanzspritze bedankt ist wohl evident. Kismet.

              Wo ist dagegen der grundlegende Unterschied zwischen Grippeepidemie und Covidpandemie?

              Gegen die Grippe gab und gibt es längst ein bewährtes und wirksames Vorsorgeverfahren: Die jährliche Grippeschutzimpfung. Will nicht jeder? Von staatlicher Seite kann man noch darüber aufklären und hinweisen, aber wer gerne aufgrund einer saisonalen Grippe verführt das Zeitliche segnen will – der darf das tun. Freier Wille und da endet dann auch die staatliche Verantwortung für die individuelle Gesundheitsvorsorge und Volksgesundheit.

              Gegen die Infektion mit Sars CoV2 und deren klinische Ausprägung (die sog. Coviderkrankung) gab es dagegen weltweit (psst: weil die Erkrankung so neu war!) KEINE Therapie und Vorsorge (… na gut, außer Gulasch -s.o.- vielleicht). Entsprechend musste man mit einer „geringfügig“ höheren Zahl an Toten und Erkrankten als bei einer vergleichbaren „konventionellen Grippewelle“ rechnen – das hat sich dann leider auch bestätigt. Natürlich nicht so, wie es die von Reinhard Fendrich einst besungene Fraktion der vor dem heimischen Fernseher sitzenden und herzhaft in ihr Schnitzelbrot beißenden Zuschauerfraktion vielleicht lieber gesehen hätte, so musste man sich auf Bilder von Toten aus Italien oder Indien oder von den offenbar noch ferneren deutschen Intensivstationen beschränken. Wir lasen das: „Die liegen da ja immer ´rum“. Und wir kennen auch das: „Es GIIEBT gar keine pandemiebedingte Übersterblichkeit“ – wie schade? Aber, kleiner Tip, vielleicht liegt das (abgesehen davon, dass es die sehr wohl gibt) daran, dass manche Staaten (na gut: Brasilien vielleicht nicht …) DA noch rechtzeitig seine gesellschaftliche Verantwortung wahrgenommen hat und das tat, was man eben mangels Impfung und kausaler Therapie nur machen kann: Türen zu, Abstand, Schutzmasken, Quarantäne. War schwer genug für alle.

              (Auch) darum ist Covid keine simple Grippe.

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            • Reguläre Zulassungsverfahren für medizinische Produkte setzen u.a. voraus, dass in klinischen Tests auch eventuelle Langfristfolgen überprüft werden. Das war hier bei weitem nicht der Fall, und insbesondere stößt mir auf, dass dieser Aspekt in der öffentlichen Diskussion völlig totgeschwiegen wurde. Man hätte das zumindest offen und transparent kommunizieren müssen.

              Dessen ungeachtet wäre das Aussetzen des Patenzschutzes eine Schweinerei!

              Ja, ja .. Covid ist keine Influenza, ein Apfel keine Birne, und eine Raute kein Trapez.

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            • Sempersolus schreibt:

              Das ist zwar eine allgemeine Annahme in der Öffentlichkeit – hat aber mit den tatsächlichen Zulassungswegen für Medikamente nicht viel zu tun. Langzeiteffekte sieht man nicht in den Zulassungsstudien, sondern erst im Rahmen der Anwendungsbeobachtung, die bei allen Medikamenten erfolgt und vorgeschrieben ist (nicht nur bei neuen) und die gerade bei den neuen Impfstoffen, wir erleben das ja gerade, ausgesprochen kritisch und umfassend erfolgt. Yellow Card reports in GB, die EMA, das PEI, das sind nur institutionalisierte Wege dieser Anwendungsbeobachtungen, daneben untersuchen die Hersteller selbst sehr interessiert (Beispiel: Biontech in Israel) mit unfassbar großen Zahlen wie bei sonst kaum einem Präparat.

              Mir ist bewusst, dass Hoaxes wie „die Impfung macht unfruchtbar“ trotzdem nicht aus der Welt zu schaffen sind, aber das trifft ja z. B. für … Gulasch … mit der gleichen Wahrscheinlichkeit zu.

              Ein Walnuss ist übrigens gar keine Nuss, sondern eine Steinfrucht und eine Banane zwar eine Beere, aber eine Erdbeere eine Sammelnussfrucht.

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            • Zufällig habe ein wenig Einblick, wie die Zulassung medizintechnischer Produkte abläuft. Die Annahme, ein neues Produkt könnte so einfach mal innerhalb weniger Monate auf den Markt kommen, ist völlig illusorisch. Selbst bei Produkten, die wesentlich weniger Impact auf den Körper der Patienten haben als ein Impfstoff.

              Die Behauptung, dass die Impfung zu Unfruchtbarkeit führt ist ein Strohmann, und völliger Blödsinn.
              Aber selbst wenn dem so wäre, wofür es keinerlei Hinweise oder ernstzunehmende Veranlassung zu dieser Vermutung gibt, könnte man das jetzt aktuell noch gar nicht wissen.

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            • Sempersolus schreibt:

              Ein Coulter Counter, ein Intensivmonitor oder selbst ein implantiertes SCS-Gerät oder ein Schrittmacher ist kein Pharmakon. Man darf auch nicht vergessen, dass die Entwicklung des Prinzips der mRNA-Wirkstoffe erfreulicherweise schon weit gediehen war.

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      • Mika schreibt:

        Ich bin kein Mediziner, aber ich kenne welche. Es ist harmlos. Wir haben Untersterblichkeit mit einigen Wellen. Pandemie ist, wenn Tote auf der Straße liegen. Hier sind die Kliniken nicht ausgelastet und bauen Personal ab.
        Du liest Mainstream? Achtung, das verursacht Hirnkrebs. Selbstständiges Denken kann schützen!
        Such mal nach Jobangeboten für Bestatter, die müssten doch verdammt viele Leute suchen.

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        • Mia schreibt:

          Dann kennst du die Falschen.
          Spätestens wenn du bäuchlings am Beatmungsgerät hängst, wirst du es einsehen. Dann ist es allerdings auch fast zu spät dafür.
          Schau nach Indien Da liegen „Tote auf der Straße“.

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          • Mika schreibt:

            In Indien liegen immer Tote rum. Das ist kein Argument.

            Ich hatte schon mal Grippe, ist einige Jahre her. Da gab es keinen Test. Es hat nicht interessiert. Ich lag 3 Wochen flach und das war es. Heute macht man eine Krise daraus. Warum?
            Und warum sollen wir drin sein, wenn wir uns dort infizieren? Denk mal nach, dafür hast du doch dein Hirn. Am Strand, im Wald und auf den Bergen kriegst du keine Grippe und genau da dürfen wir nicht hin.

            Merke: wenn Frauen was sagen, mach das Gegenteil und behandle Mediziner wie Frauen 🙂

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            • Mia schreibt:

              „… und das war es.“
              Bist du dir da sicher?
              Psychische Langzeitschäden im Gehirn nach einer Grippe-Erkrankung sind gar nicht mal so selten.

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            • Wenn du nach deiner Grippe gleich wieder fit warst, hattest du großes Glück.
              Es ist ja überhaupt nicht ungewöhnlich, noch Monate lang mit den Nachwirkungen von LongInfluenza kämpfen zu müssen.

              Frische Luft und Bewegung stärken das Immunsystem. Vitamin D, dass durch Sonnenlicht in der Haut gebildet wird, verhindert schwere Verläufe.
              Trotzdem werden wir ins Haus gesperrt, obwohl sich sämtliche Aerosolforscher einig sind, dass man raus ins Freie soll.

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  5. ednong schreibt:

    Hm, okay. wenn Teleworking da nicht funktioniert, gibt es vielleicht andere Möglichkeiten? Außer jetzt das Zusammensitzen zu fünft um einen PC.

    Bzgl. des Händelns der Pandemie durch die Regierung bzw. Kommunen stimme ich dir zu – das wirkt derzeit ziemlich chaotisch und hat nicht unbedingt das Ziel, die Pandemie schnellstmöglichst einzudämmen. Wobei das hinterher ja immer anders beurteilt – doch man sollte aus dem vorherigen Handeln schon lernen, was ich hier doch vermisse.

    Gefällt 2 Personen

  6. Plietsche Jung schreibt:

    Wir haben in einer Woche die Gesamtanzahl eines Jahres an Insolvenzanträgen verbucht.
    Das wird ein spannendes Jahr.

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