Elternwonnen //2552

„Ist er nicht wonnig?“
Wir standen vor dem Bett, in dem Johannes ruhig und friedlich schlief.
Carsten hatte seinen Arm um meine Taille gelegt, und betrachtete ebenfalls sein zufrieden schlafendes Kind. „Ja, das ist er“, bestätigte er, „wir haben ihn prima hingekriegt.“

Er schlang seine Arme von hinten um mich, und küsste meinen Hals. Ich schmiegte mich enger an seinen Körper, wendete den Kopf nach hinten, und wir küssten uns.
Carsten raffte meinen Rock nach oben und schob mich gegen die Wand.
Ich versuchte, mit allen Kräften, ihn von mir weg zu drücken. Aber er hatte bereits seine Hose geöffnet und nach unten geschoben. Obwohl es in meinem Unterleib fast unerträglich pochend zog, versuchte ich, ihn abzuwehren.
In der Folge lag ich dann auf dem Boden und er über mir, wo mir ins Auge fiel, dass der Teppich wieder mal eine Reinigung nötig hätte.
Carsten hielt meine Hände auf den Boden gedrückt fest, während er hart in mich hineinstieß. Ich machte noch einige Male einen Versuch, mich zu befreien, gab aber schließlich auf, und genoss einfach, wozu man als Eltern viel zu selten ungestörte Muße hat.
Zum Glück hat Johannes einen tiefen Schlaf, aus dem ihn so schnell kein Geräusch reißt. So verschlief er auch die orgasmischen Schreie seiner Mutter.
Schließlich rollte Carsten von mir herunter und rappelte sich wieder auf. Er reichte mir die Hand, und zog mich vom Boden hoch. Wir richteten unsere Kleider wieder, und umarmten uns noch kurz, bevor wir getrennt wieder anderen Tätigkeiten nachgingen (den Teppichboden zu säubern gehörte nicht dazu).

Es ist so toll, dass wir eine so vernunftbasierte, kumpelhafte Beziehung zueinander haben, ohne romantische Erwartungen oder irgendwelche unlogischen Sentimentalitäten. Gemeinsam können wir unsere Lust ausleben, aber wir lassen einander noch genügend individuellen Raum, um eine mentale Unabhängigkeit zu behalten.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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10 Antworten zu Elternwonnen //2552

  1. Mia schreibt:

    Endlich mal eine Beziehung, in der die Liebe keine Rolle spielt. Hach ja …

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    • Leser schreibt:

      Ich glaube ja, das ist Definitionssache. Während die beiden ihre Beziehung als „nicht Liebend“ bezeichnen und empfinden, so würden andere Menschen in einer ähnlichen Beziehung, die ähnlich funktioniert und auf ähnlichen Dingen aufbaut, vielleicht trotzdem von „Liebe“ sprechen. Letztlich ist dieser Begriff nur ein Wort, dem, wie vielen Worten, zu viele unterschiedliche, einander widersprechende Bedeutungen zugewiesen wurden, als dass er sich als Begriff noch irgend eine Aussagekraft erhalten hätte. Stattdessen ist es arbiträr geworden, also geradezu be-lieb-ig 😉

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Dann kannst du nun dem Johannes später mal erzählen, dass er bei der Zeugung seines Geschwisterchens dabei war 🙂

    P.S. Staubsaugen kannst du auch. Ist nicht schwer und es fällt kein Brillant aus deiner Krone *lol*

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