Zugriffe im Fluss //2518

Dass ich Zahlen-Fan bin, wisst ihr. Und so macht es mir auch immer Spaß, zu verfolgen wie sich die Zugriffszahlen auf mein Blog entwickeln.
Etliche Jahre waren die Zugriffe recht stabil bei über 200 Aufrufen pro Tag. Zeitweise auch deutlich drüber bis um die 250 oder gar 300. Als Faustregel galt: bis Mittag sind es (mindestens) 100. Eigentlich gingen sie höchstens mal an den Wochenenden unter 200. Ganz selten auch mal unter 100. Das war dann meist zur Urlaubszeit, oder wenn ich verreist war.
Seit einiger Zeit jedoch sind die Aufrufe rückläufig. Über 200 pro Tag sind inzwischen die Ausnahme. An Blogtagen komme ich für gewöhnlich noch auf über 150, an Tagen, an denen ich nicht blogge, insbesondere am Wochenende, oft nicht einmal auf 100.

Jetzt wäre es interessant zu sehen, ab wann etwa diese Entwicklung einsetzte. Plausibel wäre der Zeitpunkt, an dem ich anfing, nur noch jeden zweiten Tag zu bloggen. Aber da sehe ich in den Zeitverläufen eigentlich noch keinen Effekt. Die Zugriffszahlen scheinen dagegen etwa ab September zurückgegangen zu sein – etwa zu dem Zeitpunkt, als ich Mutter wurde.
Ist das jetzt nur eine zufällige Koinzidenz? Oder befürchteten Stammleser die Mutation zum Muttiblog? Oder gibt es andere Gründe, die mir nicht ersichtlich sind?
Wenn wirklich regelmäßige Besucher aufgehört haben, hier zu lesen, werden sie es mir nicht mitteilen können, weil sie meine Frage gar nicht sehen.

Es kommt mir ja nun wirklich nicht auf große Reichweite an. Es ist mir auch so schon manchmal kritisch, etwas öffentlich zu machen, weil alles meine Annenühmität gefährden könnte. Da ist eine kleine Leserschaft bestimmt sicherer.
Aber als Zahlenmensch, der immer nach Mustern, Regelmäßigkeiten, Zusammenhängen, Strukturen, Systematiken sucht, ist es mir ein (vermutlich unzubefriedigendes) Bedürfnis, die Gründe herauszufinden.

Als ich neulich die Kiloantwort-Kommentarstatistik veröffentlicht habe, fielen mir wieder die Namen einiger Kommentatoren ins Auge, die früher regelmäßig oder auch nur sporadisch hier kommentiert haben, und von denen ich schon länger nichts mehr gehört habe.
Von mindestens zwei dieser Kommentatoren habe ich erfahren, dass sie leider verstorben sind. Das macht einen betroffen. Und ich frage mich, ob es den anderen verschollenen Kommentatoren gut geht. Vielleicht fehlt ihnen die Zeit oder sie haben das Interesse verloren. Oder ob ich sie mit irgendetwas verärgert habe? Möglicherweise haben sie auch einfach keine Lust mehr, sich hier zu äußern – was auch OK wäre. Ich wüsste es nur gern, damit ich mir keine Sorgen machen muss.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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33 Antworten zu Zugriffe im Fluss //2518

  1. macross2013 schreibt:

    Ich versuche zwar überall wo ich in der Vergangenheit gelesen habe, auch jetzt noch zu lesen, aber da ich inzwischen gefühlt jeden Tag 10h mindestens am Rechner sitze (IT Consultant) und auch jedes Meeting nur über Rechner stattfindet, wird es weniger.

    Dazu kommt bei mir tatsächlich, ich habe dich morgens beim Kaffee auf Arbeit gelesen, ich gehe jetzt weder zur Arbeit, noch sind deine Beiträge so früh da.

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    • Stimmt. Ein Punkt ist sicherlich, dass ich tendenziell erst etwas später blogge. Zum einen mache ich ja auch meist Homeoffice, und habe früh weniger Druck aus dem Haus zu gehen. Zum anderen ist da natürlich das Baby, das auch versorgt werden muss, und meine Zeitplanung oft ziemlich durcheinanderwirbelt. Das Blog muss dann hintanstehen.
      Der Effekt des späteren Bloggens ist also sicherlich da. Ich hätte nur nicht gedacht, dass dies etwas ausmacht.

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  2. Mia schreibt:

    OT: Eben gelesen:
    „Was sind das nur für Eltern, die ihre Kinder kleiden und frisieren, so dass man deren Geschlecht nicht eindeutig oder gar unzutreffend erkennen kann?
    Wie kann man es seinen eigenen Kindern nur antun, ihre Geschlechtlichkeit so zu ignorieren!“

    Wie sollten Eltern denn ihre Kinder frisieren und kleiden, dass es ins Bild passt?
    Mädchen mit Zöpfchen und Röckchen und Jungen mit Kurzhaarschnitt und Lederhose?
    Ist es nicht Sache der Eltern und auch der Kinder selbst? Es gibt Jungen, die tragen ihre Haare bewusst gerne länger, und es gibt Mädchen, die mögen lieber Hosen als Röcke. Na wenn schon!

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  3. Dieter schreibt:

    Könnte es vielleicht auch daran liegen, dass nicht alle deiner Beiträge im Reader der Abonnenten erscheinen?
    Ich habe zum Beispiel deine Kommentarstatistiken längere Zeit vermisst und erst durch deinen Link davon Kenntnis nehmen können.
    Bei mir sind die Schwanken jedoch deutlich größer, zwischen 150 und 700, wobei ich festgestellt habe, dass es, wenn es über 200 geht, mindestens 50% mit IP-Adressen aus der USA sind.
    Aber ebenso denke ich, bloggen im Moment deutlich mehr, was es fast unmöglich macht, alle Beiträge zumindest aufzurufen oder gar ganz durchzulesen.
    VG Dieter

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  4. idgie13 schreibt:

    Ich lese den Blogeintrag meist in der Mail – wenn ich nichts dazu zu sagen habe (oder gerade keine Zeit), gehe ich nicht auf den Blog selber.
    Bei kontroversen Themen, bei denen mich auch die Antworten der anderen interessiert, lese ich dazwischen öfter mal mit, sofern es zeitlich grad drin liegt.
    Generell ist meine Blogpräsenz von meiner eigenen Arbeitslast abhängig, weniger von den Blogeinträgen selber.

    (Eine Zeitlang hatte ich „Kommentier-Abstinenz“ geübt, weil ich mir auf einem anderen Blog vorwerfen lassen musst, ich würde ja _immer_ so absolut sein. Dabei hatte ich nur eine abweichende Meinung, die ich auch nicht als allgemeingültig hingestellt hatte.
    Das ist übrigens etwas, das ich hier sehr schätze: es kommen Meinungen verschiedener Art zu Wort und man kann zivilisiert miteinander diskutieren.)

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    • Individuelle Unterschiede einzelner Kommentatoren sollten sich zumindest wochen- oder monatsweise rausmitteln.
      Aber da ist insgesamt ein Trend nach unten.

      „_immer_“ ist natürlich überhaupt nicht „absolut“. Klar. 🙄

      Andere Meinungen sind mir immer willkommen, solange sie sachlich und in zivilisiertem Ton geäußert werden.

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  5. Leser schreibt:

    Bei mir ist es tatsächlich so, dass ich weniger Zeit habe, um hier lange zu lesen und zu kommentieren. Zugleich kam dann die Ankündigung, mit der Veröffentlichungsfrequenz von Blogbeiträgen runterzugehen bzw. auch eine gewisse Unregelmäßigkeit einzuführen. Da ist es mir dann tatsächlich mehrmals passiert, dass ich gar nicht mehr daran gedacht habe, dass ich dieses Blog ja regelmäßig lese, und dementsprechend habe ich mal eine Woche „verpasst“ bzw. dann erst später gelesen. Dann zu kommentieren macht oft auch nur noch wenig Sinn, also habe ich es gelassen. Also hat eine Kombination aus beiden Faktoren, einerseits meine Zeit, andererseits die Häufigkeit der Blogbeiträge die „Wichtigkeit“ des Lesens auf dem Blog einfach etwas herabgestuft. Ich bin Dir aber weiterhin wohlgesonnen, und lediglich meine rebellische Ader verspürt manchmal den Wunsch, scherzhaft mit Beleidigungen um sich zu werfen, was ich, weil eines Erwachsenen nicht gebührlich, getrost unterdrücke.

    Gefällt 1 Person

    • Also Unregelmäßigkeit kannst du mir nicht attestieren. Trotz gelegentlicher Widrigkeiten blogge ich streng periodisch an jedem geraden Tag, und das fast immer im Zeitfenster zwischen 6:30 und 8:00 Uhr – OK, das hat sich tendenziell ein wenig nach hinten verschoben, ist aber immer noch voraussehbar).
      Größere Abweichungen, if any, kündige ich meistens zwecks größtmöglicher Transparenz und auch für die spätere Nachvollziehbarkeit vorher an.

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      • Leser schreibt:

        Das stimmt rückblickend zwar, aber angekündigt war eine größere Unregelmäßigkeit (zumindest war das meine Interpretation aus einem der Blogbeiträge), deshalb ist das in meinem Kopf jetzt so gespeichert 😉

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        • Die größere Unregelmäßigkeit bestand darin, dass ich einige Wochen lang den exakten 2-Tages-Rhythmus aufgab, und die Häufigkeit eher unwesentlich reduzierte.
          Das war im September so, und kurzzeitig über Weihnachten. Seit Ende Dezember bin ich wieder im vorgesehenen Schema (3 Tage Abstand nur am 31. Dez. und Jan., weil da zwei ungerade Tage aufeinander folgen).

          Also kannst du deinen Kopf jetzt wieder umspeichern. 😈

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  6. ednong schreibt:

    Die Zahlenfee wieder … 😉

    Also bei meinem Blog liegen die Zugriffszahlen deutlich höher (warum eigentlich?), aber auch da gab es Einbrüche. Wenn ich das richtig auslese, zu Beginn des zweiten Lockdowns halbierte sich das Ganze. Davor auch schon mal kurz auf unter die Hälfte. Inzwischen ist es wieder etwas über die Hälfte – bezogen auf die vorherigen, Covid-19-freien Zeiten. Vermutlich sind es bei mir die Faktoren Homeoffice und der Wegfall des Twitter-Tweets (weil Twitter mal wieder was ändern musste und irgendwie keinen neuen Key rausrückt).

    Ich bin mal gespannt, ob die Zugriffe wieder hochgehen, wenn das Leben sich wieder „normalisiert“ hat.

    Bei dir greife ich unregelmäßiger zu, weil du nicht mehr jeden Tag schreibst und ich das dann doch mal verpeile. So lese ich dann auch schon mal mehr als einen Eintrag in die Vergangenheit. Und ja, auch etwas müde beim Kommentieren bin ich mittlerweile – ist aber grad so der Allgemeinzustand bei mir. Erschöpft, desillusioniert, verärgert – da kommt dann nix Gutes mehr als Kommentar rum.

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    • Ob man dein evosoft-Blog mit WordPress vergleichen kann, ist fraglich. Der Zählalgorithmus dürfte unterschiedlich sein.

      Auch wenn ich pro Woche nur noch 3.5 Beiträge rausschreibe (statt vorher 6), ist doch der Zeitpunkt der Veröffentlichung ziemlich scharf definiert, und somit vorhersehbar.
      Ob es einen Unterschied in der Statistik macht, wenn man alle zwei Tage vorbeikommt, um nur einen Artikel zu lesen, oder nur einmal die Woche, und dann drei oder vier unmittelbar hintereinander liest, weiß ich allerdings nicht.

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  7. Plietsche Jung schreibt:

    Also mir geht’s gut. Ich arbeite inzwischen 100% im HO, aber das macht mir nix. Im Gegenteil: Ich gewinne mind. eine Stunde pro Tag für mich und kann sogar länger ausschlafen.

    Ich lese und schreibe hier regelmäßig, eigentlich und nahezu jeden Tag. Dieses Verhalten halte ich sogar bei sexunabhängigen Themen bei, man(n) glaubt es kaum. Dass du einen Muttiblog anstrebst, erwarte ich nicht, denn dazu muss man speziell sein und ich meine, dass ist weder deine Absicht, noch deine Passion.

    Also. Keep on. Alles wird gut.

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  8. beweis schreibt:

    Bei „Zugriffe im Fluss“ denke ich an einen Krebs, der mich beim Baden in den Zeh zwickt.
    Ich bin wie ganz viele kein regelmäßiger Besucher. Im Netz lasse ich mich immer treiben, klicke mal hie und mal da. Wenn mich etwas neugierig macht, springe ich kurz dahin. So wie heute, um zu ermitteln, wer da wen gekniffen hat oder übergriffig wurde.

    Ich habe für ganz viele Medien und Blogs RSS-Feeds, die ich immer mal wieder durchscrolle, bis mich etwas triggert. Da steht der Inhalt immer vor dem Autor. Beim Autor selbst ist die Sichtweise natürlich andersrum. Daher erwartet er Regelmäßigkeit. Wie bei einer Zeitung, die jeden Morgen im Briefkasten vergilbt.

    Vermutlich liegt es wirklich fast nur an dir, wie die Zugriffe sich verändern. Und wenn du gerade ein Kind bekommen hast, richtet sich die volle Kraft auf dieses. Ist doch super so.

    Übrigens: Bei einer Zeile „Seid ihr jetzt alle tot, nur weil ich ein Kind bekommen habe?“ hätte ich sicher auch geklickt.

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