Wachstum und Digitalisierung //2498

Ich habe langjährige eigene Erfahrungswerte für die Wachstumsgeschwindigkeit von
* Haaren: etwa 1 Zentimeter pro Monat
* Fingernägel: gut 1 Millimeter pro Woche
* Zehennägel: ca. 1 Millimeter pro Monat

Was die Nägel betrifft, so ist das beim Chefchen ähnlich. Entsprechend schneide ich ihm mindestens einmal pro Woche die Fingernägel, und alle paar Wochen die Zehennägel.
Das sind so winzige Fingerchen und Zehlein.

Zur erbaulichen Unterhaltung singe ich beim Fingernägelschneiden dann ein paar lustige Verse.
Bei der ersten Hand:
(Daumen) Das ist der Daumen,
(Zeigefinger) der schüttelt die Pflaumen,
(Mittelfinger) der liest sie auf,
(Ringfinger) der trägt sie nach Haus,
(kleiner Finger) und der kleine Hutzelbutzel isst sie alle auf.

Bei der zweiten Hand:
(Daumen) Das ist die Mutter lieb und gut,
(Zeigefinger) das ist der Vater mit dem frohen Mut,
(Mittelfinger) das ist der Bruder schlank und groß,
(Ringfinger) das ist die Schwester mit dem Püppchen auf dem Schoß,
(kleiner Finger) das ist das kleine Kindelein,
(ganze Hand schütteln) das soll die ganze Familie sein.

Wenn jemand etwas ähnliches in Englisch kennt, wäre ich dankbar für einen Hinweis. Oder auch in anderen Sprachen. „One man went to mow“ ginge in die Richtung, ist mir aber zu kumulativ. Also wer einen besseren Vorschlag hat – nur raus damit.

Finger eignen sich auch wunderbar, durch den Mere-Exposure-Effekt eine mentale Lookup-Table aufzubauen. Ich iteriere also durch sämtliche Fingerchen, ziehe leicht an jedem einzelnen und nenne dann eine einfache Rechenaufgabe. So lassen sich beispielsweise das Einmaleins, Quadratzahlen oder Zweierpotenzen einüben.
Mein Kind ist ein digital Native, der Arithmetik schon mit der Muttermilch einsaugt (das heißt, danach, wenn es satt ist).

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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21 Antworten zu Wachstum und Digitalisierung //2498

  1. keloph schreibt:

    charmant, ich kenne allerdings keine fremdsprachigen reime für solche tätigkeiten. ich habe das einfach immer gemacht.

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  2. Mia schreibt:

    Wie wär’s mit „Zehn kleine Negerlein“?

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  3. Sempersolus schreibt:

    itsy bitsy spider – spielt meine Tochter mittlerweile selbst, mit unseren Hunden in Ermangelung von Nachwuchs 😉

    Gefällt 1 Person

  4. Sempersolus schreibt:

    Himpelchen und Pimpelchen,
    oder
    Zehn kleine Zappelmänner

    Ich erinnere mich lebhaft an die Zeit, in der das in der PEKIP-Gruppe gesungen wurde. Dann verkündete die damalige Übungsleiterin allerdings: „Jetzt gerade wachsen die beiden Hirnhälften bei euren Kindern zusammen.“. Das schien uns weder besonders erstrebenswert noch physiologisch richtig und auch ein wenig gruselig, vor allem aber richtig blödsinnig.

    Wir haben jedenfalls viel gelacht in dieser Zeit.

    Gefällt 2 Personen

    • Es gibt ja so viele Kinderlieder und -reime. Ein paar habe ich auch noch im Hinterkopf, und werde die zu gegebener Zeit hervorholen.

      Die Vorstellung, dass die beiden Gehirnhälften zusammenwachsen, ist wirklich befremdlich.

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    • blindfoldedwoman schreibt:

      Du warst als Mann mit in der PEKIP-Gruppe? Wie exotisch.

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      • Sempersolus schreibt:

        Wir haben uns damals abgewechselt in unserem Leid, denn ein einzelner Mensch erträgt ja so viel geballte esoterische Energien auf einmal gar nicht und tatsächlich war das nicht nur exotisch, sondern am Ende sogar kurzweilig. Wir waren zufällig vier Leute aus der gleichen Berufsgruppe und haben uns über die paramedizinischen Aussagen der Kursleiterin regelmäßig vor Lachen abgerollt (natürlich heimlich, sonst hätten uns die „Berufsmütter“ der Gruppe sicher gelyncht, da verstehen die keinen Spaß). 😉

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        • blindfoldedwoman schreibt:

          Meine war Hebamme und glücklicherweise weder weltfremd noch ungebildet. Es hat sogar Spaß gemacht.

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          • Sempersolus schreibt:

            Oh, bitte nicht falsch verstehen: Sie war keineswegs ungebildet und weltfremd waren wir vielleicht, weil wir die weitreichenden Bedeutungen des Konzeptes nicht erkannt haben. Und Spaß hatten wir auch abseits von der schlichten Situationskomik.

            Um es auf einen normalen Level herunterzubrechen: solche Gruppen fand ich durchaus sinnvoll. Sie geben Selbstvertrauen und beruhigen, denn man erkennt, dass man mit seinen Elternherausforderungen nicht alleine ist, die Kinder haben Kontakt mit Gleichaltrigen und werden vielfältig angesprochen und es ergibt sich einfach eine ungestörte, gleichsam gebuchte Kinderzeit. Man muss ja weder die Kursleiterin noch die übrigen Eltern dort adoptieren oder heiraten.

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