Tropfende Brüste //2481

Der Wochenfluss ist inzwischen längst versiegt, und mit der kleinen Nahtnarbe hatten wir nur anfangs geringfügige Probleme. Dennoch ist es für ein Elternpaar nicht so einfach, ein ausgiebiges Sexualleben zu führen.

Der Hauptgrund ist die Anwesenheit des Babys. Selbst wenn es schläft und ruhig ist, muss man immer mit einer Unterbrechung rechnen. Das kann frustrierend sein.
Wir haben uns also entschlossen, uns möglichst nicht stören zu lassen. Meist ist das Baby ja ganz zufrieden und nimmt es völlig gelassen hin, wenn seine Eltern sich miteinander vergnügen. Und etwas anderes als Blümchensex machen wir eh nicht, wenn es etwas davon mitkriegen könnte. Wenn es Hunger hat, geht immer noch Löffeln.
Das ist sehr entspannend, gerade in der Nacht, wenn es neben mir liegt. [Ich habe nun wirklich keine Lust, nachts aufzustehen. Deshalb liege ich in der Mitte. Das Bett haben wir gegen Herausfallen gesichert. Mit etwas Übung ist es leicht möglich, beide Seiten zu geben, ohne bei jedem Wechsel die Plätze tauschen zu müssen.]

Eine weitere Einschränkung ist der Milchfluss. Ich habe es sonst immer sehr genossen, wenn er an meinen Brüsten herumgespielt hat. Aber jetzt fließt dort sofort die Milch, spritzt teilweise mit hohem Druck heraus und macht das ganze Bett nass (ja, ja, ich lege dort schon immer eine Moltonwindel unter). Es stört mich. In gewisser Weise sind Berührungen an meinen Brüsten nur noch asexuell akzeptabel. Und auch ganz ohne direkte Stimulation irgendeiner Art kann es immer passieren, dass meine Brüste beginnen zu tropfen. Erregung begünstigt dies durch Oxytocinausschüttung.
Irgendwie nimmt mir das einen sehr schönen Teil meines Sexuallebens. Ich hoffe, dass es nach der Stillzeit wieder wird wie vorher.

Dann wird das Kind auch in sein eigenes Reich ausquartiert, so dass wir hoffentlich wieder genügend Privatsphäre für intime Zweisamkeit haben werden.
Ja, zwar bin ich zur MILF muttiert, und Carsten folglich zum Motherfuc?er, trotzdem sind körperliche Interaktionen momentan schon recht zahm, und auch die Outdoor-Saison ist noch so weit.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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66 Antworten zu Tropfende Brüste //2481

  1. mijonisreise schreibt:

    Nach dem Stillen wird es schnell wieder angenehm sein, wenn man mit den Brüsten auch wieder anders spielt und sie stimuliert.
    Was den Sex an sich angeht … Spontanität bekommt dabei eine ganz andere Bedeutung … 😁

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  2. Sempersolus schreibt:

    Das ist fraglos Sache der beteiligten Individuen und wird vermutlich bis in alle Extreme gelebt: So wie es Menschen geben mag, die den ungewohnten Milchfluss begeistert in ungeahnte Fetischphantasien und ihr Sexualleben einbeziehen wird es auch Menschen geben, die nach der Geburt des Nachwuchses überhaupt nicht mehr zur gemeinsamen Sexualität zurückgefunden haben und seitdem nur noch als asexuelle Elterntiere stumm nebeneinander her vegetieren. Diese Klippe habt ihr offensichtlich bereits umschifft. Herzliche Glückwünsche zur Vollzugsmeldung.

    Tatsächlich gibt es ja nicht all zu viele Mütter, die über Jahre hinweg stillen, damit erledigt sich dieses Problem meist auf natürlichste Weise und ganz von selbst, ebenso wie der Auszug des Nachwuchses aus dem Ehebett zumindest physikalisch wieder einen Teil der altbekannten Freiräume gewähren sollte, die Gelegenheiten zu Bondagepraktiken auf dem Küchentisch werden allerdings vermutlich seltener.

    Auch das allgemeine Zeitmanagement verändert sich wohl unabdingbar dauerhaft.

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    • Es war uns schon klar gewesen, dass es eine Herausforderung werden könnte, wieder sexuelle Beziehungen aufzunehmen.
      Deshalb haben wir es auch so bald wie möglich probiert, und es hat praktisch auf Anhieb wieder geklappt.
      Naja, momentan müssen wir noch Abstriche machen und uns halt mit den Einschränkungen arrangieren.
      Die Stillzeit geht vorbei, das „allgemeine Zeitmanagement“ .. tja .. es wird wohl auch besser werden. In ein paar Jahren.

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      • Michael schreibt:

        Es sört Babys absolut nicht, was die Eltern beim Stillen sonst noch machen. Es hat da nämlich sehr wenige, dafür aber absolut vorrrangige Bedürfnisse: Schlafen, Nuckeln, Windel vollmachen. Und das abwechselnd. Der Rest kommt dann nach ein paar Monaten, bei manchen schneller, bei anderen langsamer. Solange ihr nicht rumschreit dabei oder „rammelt“ (mit entsprechend starker und schneller körperlicher Bewegung), wird euer Baby das einfach ignorieren.
        Es wird schlimmer sein, wenn ihr gerade beschäftigt seid und das dann 4-5-jährige Kind ins Schlafzimmer kommt und nicht weiß, was da abläuft.
        Mein Schwiegervater und seine Geschwister brauchten da keine Aufklärung. Deren Eltern hatten nämlich nur 2 Zimmer: Küche und Schlafzimmer. und im Schlafzimmer haben alle geschlafen. Und die Eltern auch miteinander. Und keiner hat davon einen Schaden bekommen, wie ja heute so gerne behauptet wird.

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  3. Sempersolus schreibt:

    „In Deutschland betrug das durchschnittliche Alter beim Auszug aus dem Elternhaus im Jahr 2019 bei Männern 24,4 Jahre und bei Frauen 22,9 Jahre.“ (Quelle: de.statista.com)

    Das lässt doch hoffen. Und vorher gibt es ja noch Großelternwochenenden, sleep-over-events, Kita, Schule – vor allem, damit die erschöpften Eltern endlich ´mal ausschlafen können.

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  4. keloph schreibt:

    es wird sich alles finden 🙂

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  5. blindfoldedwoman schreibt:

    Hast Du Dir schon Gedanken darüber gemacht, wie lange Du stillen willst oder bevorzugst Du die natürliche Entwicklung (besser Abwicklung? und lässt das Kind entscheiden?

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  6. ednong schreibt:

    Was für eine geile Titelzeile…

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  7. Plietsche Jung schreibt:

    Hauptsache, du stillst nicht bis in ein Alter >10 Jahre.
    Ich empfinde es bei Kindergartenkinder schon mehr als befremdlich.

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