Erwünschte Belastung //2454

Gelegentlich bestelle ich Waren online. Es gibt ja verschiedene Zahlungsoptionen, die ich je nach Art der Ware und Dringlichkeit nutze.
Paypal finde ich vor allem praktisch, wenn es schnell gehen soll. Ich muss nur mein Passwort eingeben, und das war’s. Dem Empfänger wird das Geld sofort gutgeschrieben, und in der Regel verschickt er dann auch die Ware unverzüglich.
Das kann bei Vorkasse über das Bankkonto schon mal länger dauern, zumal ich dann erst umständlich auf der Website der Bank die Überweisung eingeben muss. Ebenso bei Kauf auf Rechnung. Lastschrift wäre noch eine Möglichkeit, aber nach meiner Erfahrung ist auch das langsamer als Paypal.
Eigentlich wäre also Paypal die Bezahlmöglichkeit erster Wahl. Allerdings habe ich dort nicht immer genügend Guthaben (weil ich dort keine größeren Beträge zusammenkommenlassen will, und deshalb gelegentlich umbuche), und manchmal möchte ich den Bezahlvorgang aus unterschiedlichen Gründen lieber über ein anderes Konto laufen lassen.

Kürzlich wollte ich etwas bestellen. Die Website bot Paypal und Kauf auf Rechnung an. Eigentlich wollte ich die Ware lieber über mein Bankkonto bezahlen, aus irgendwelchen Gründen ging das aber nicht. Also entschloss ich mich, halt doch Paypal zu benutzen. Ich gab also an der passenden Stelle mein Passwort an, und sah dann auf der folgenden Seite die Option, statt mein Guthaben für den Bezahlvorgang zu nutzen, das Geld per Lastschrift von meinem Konto abzubuchen. In diesem Fall kam das meinen Wünschen entgegen, so dass ich diese Option wählte.
Ich finde diese neue Möglichkeit interessant. Keine Ahnung, ob es die schon länger gibt. Zumindest habe ich sie jetzt erst entdeckt. Die Vorteile sind, dass das Geld sofort beim Verkäufer ankommt, und ich mich nicht um eine Überweisung kümmern muss. Trotzdem kommt das Geld vom Bankkonto.
Je nach Fall werde ich dies wohl in Zukunft gelegentlich nutzen, wenn ich nicht ausdrücklich mit Paypal-Guthaben bezahlen will.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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30 Antworten zu Erwünschte Belastung //2454

  1. mijonisreise schreibt:

    Ich bin etwas verwirrt. Ich habe PayPal vor Jahren zu nutzen begonnen und hatte dort von Anfang an meine Bankdaten hinterlegt, um von dort die Gelder abbuchen zu lassen. Konnte auch noch, auf Wunsch, ein anderes Konto einsetzen. Die Möglichkeit PayPal als direktes Konto zu nutzen, war bisher nur zweimal eine wirkliche Option.

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  2. sempersolus2 schreibt:

    Ist Lastschrift oder automatische Belastung vom Kreditkartenkonto bei PayPal nicht Default? Im Übrigen empfehle ich gerade da 2FA.

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    • Als ich das Paypal-Konto dort vor etlichen Jahren (keine Ahnung mehr, was damals der Default war) ursprünglich eingerichtet habe, wollte ich Kunden außerhalb der SEPA eine einfache Zahlungsmöglichkeit bieten.
      Dass ich selbst mit dem Guthaben bezahlen konnte, war ein angenehmer Nebeneffekt, und mir kam nie in den Sinn, das Geld anderweitig einziehen zu lassen.

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  3. Leser schreibt:

    Ich benutze PayPal auch seit über 10 Jahren auf diese Weise, dass es direkt vom Bankkonto abgebucht wird (meist erst 1-2 Tage nach der eigentlichen Paypal-Zahlung, obwohl der Verkäufer das Geld sofort auf seinem Paypal-Konto hat, d.h. Paypal geht hier in Vorleistung), und finde es auch seltsam, dass Du das nicht schon vorher gemacht hast. Bei der Anmeldung des Paypal-Kontos ist dafür lediglich notwendig, die Zeichenkette aus dem Verwendungszweck einer €0,01 Überweisung auf das zu registrierende Konto auf deren Website einzugeben. Funktioniert immer und problemlos. So kann man übrigens auch mit unterschiedlichen E-Mail-Adressen unterschiedliche Paypal-Konten für unterschiedliche Bankkonten haben. Oder man könnte wohl theoretisch auch verschiedene Bankkonten in ein und demselben Paypal-Konto registrieren, aber das finde ich nicht so sinnvoll (man muss darauf vertrauen, dass sie tatsächlich bei jedem Zahlungsvorgang fragen, welches Konto man benutzen will – und wie ich Paypal kenne, verändern die immer mal wieder was an ihrem UI, so dass ich nicht davon ausgehen würde, da immer gefragt zu werden).
    Was (für mich relativ) neu ist, ist, dass, wenn man Rückerstattungen erhält, weil man z.B. etwas zurückgesendet hat, oder weil eine Ware defekt ist und man sich dagegen entscheidet, sie austauschen zu lassen, diese Zahlung nicht erst auf dem Paypal-Konto verweilt, sondern auch gleich auf das Bankkonto transferiert wird – so finde ich das extrem praktisch.

    Was jedoch in letzter Zeit nervt ist diese Bettelei um eine Telefonnummer. Ich habe denen meine Festnetznummer gegeben, aber damit sind sie nicht zufrieden, sie wollen eine Handynummer haben, um 2FA per SMS zu machen. Daraufhin habe ich 2FA mittels OTP eingerichtet, und sie betteln immer noch um eine Handynummer, diese elendigen Datenkraken…

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    • sempersolus2 schreibt:

      Immerhin bieten sie beides an: OTP und Handynummer, wobei einem die modernen Browser die Handylösung schmackhaft machen, weil sie bequemer ist, die per SMS empfangene Authentifizierungsnummer wird z. B. von Safari automatisch zum Einsetzen in das Anforderungsfeld vorgeschlagen, verlockend einfach, aber auch potentiell unsicher.

      Und natürlich kann ich verstehen, dass automatische Lastschrift vom Konto auch Tücken hat: Im Grunde kann PayPal oder ein einmal eingedrungener Bösewicht damit das Konto abräumen. Wer schon einmal mit dem Kundenservice von PayPal befasst war weiß: Das kann durchaus zäh werden.

      Immer eine nicht ganz einfache Entscheidung zwischen sicher und bequem.

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      • Leser schreibt:

        Das mit dem „Code per SMS automatisch einsetzen“ würde bei mir nicht funktionieren, da beides nicht auf demselben Gerät läuft – ich nutze Banking nicht per Smartphone, sondern nur am PC, und dieser empfängt keine SMS.
        Wenn jemand das Konto leerzuräumen versuchen würde, würde es als allererstes per Rücklastschrift zurück gehen, und dann würde ich mich erst mit Paypal in Verbindung setzen. Wobei ich deren Telefonsupport als gar nicht mal soo schlecht in Erinnerung habe.

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    • Da ich eh Guthaben auf dem Konto habe, ist es normalerweise das einfachste, ebendieses auch zur Bezahlung zu nutzen.

      Diese Bettelei um eine mobile Telefonnummer nervt mich auch. Ich habe ihr bisher aber noch nicht nachgegeben, fürchte jedoch, dass ich irgendwann nicht drum rum kommen werde.

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      • Leser schreibt:

        Es gab doch da neulich eine Gesetzesänderung, die in Kraft getreten ist, und wo wohl drinstehen soll, dass Online-Banking-Dinge jetzt alle immer mit einem zweiten Faktor abgesichert werden. Beim normalen Onlinebanking ist das bei mir die Smartcard der Bank (früher hieß die EC-Karte) mit einem TAN-Generator, und bei Paypal ist es halt OTP – beides wird auch jeweils angeboten, durch andere Methoden zu machen, doch die sind unsicherer (SMS, bzw. bei der Bank eine TAN-App, die auf meinen Smartphones nicht mal laufen würde, weil sie nur auf Geräten läuft, die ich als nicht vertrauenswürdig klassifizieren würde, die TAN-Apps selbst jedoch meine, von mir als vertrauenswürdig eingerichteten Geräte, nicht als vertrauenswürdig anerkennt, weil da die entsprechende Spyware drauf fehlt) 😉

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        • Ja, lange werde ich mich nicht mehr davor drücken können.

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          • Leser schreibt:

            Wie gesagt: OTP funktioniert super, und ist vor allem plattformunabhängig. Selbst für die obskursten Nischen-Smartphone-Betriebssysteme gibt es Apps, die das können (und sogar quelloffen, d.h. vertrauenswürdiger sind). Da muss man dann keine Mobilfunknummer angeben, wenn man das nicht will. Sie meckern zwar weiter rum, aber man hat die gesetzliche Vorgabe erfüllt, und der Rest, naja, ist halt der übliche Spam, mit dem so datengetriebene Unternehmen ihre Nutzer belästigen.

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            • Dann werde ich das wohl das nächste Mal ausprobieren, wenn sie mich wieder damit nerven.

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            • Leser schreibt:

              Wie gesagt: Ich habe das eingerichtet, aber sie nerven mich trotzdem weiter, eben weil sie auch an die Daten wollen. Kriegen sie aber natürlich nicht. Der Support hat sich damit rausgeredet „ist eine automatische E-Mail, die an alle Kunden rausgeht, die keine Handynummer hinterlegt haben“, was natürlich Unsinn ist, denn man könnte ja problemlos die mit anderen 2FA Varianten ausschließen. Aber sie wollen ja an die Daten….einfach nicht nerven lassen, ist halt bei so einem datengetriebenen Konzern so, dass sie nicht anders können….ich sehe das schon fast so, wie jemand mit Tourette, die können auch nicht anders 😉

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  4. keloph schreibt:

    ich bestelle üblicherweise gegen rechnung. das ist m. e. der sicherste weg. ich bin bei paypal und ähnlichem ohne sachliche begründung skeptisch.

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  5. Mia schreibt:

    Das ist doch schon Jahre so, dass bei PayPal-Nutzung ein entsprechendes Referenzkonto hinterlegt ist, von dem dann das Geld abgeht, wenn auf dem PayPal-Konto nicht genügend Geld liegt.
    Wann hast du denn dann das letzte Mal aktiv PayPal genutzt, sag mal?

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  6. Horst schreibt:

    Die Möglichkeit gibt es schon lange, es besteht somit kein Grund, auf dem PayPal-Konto Guthaben vorzuhalten.

    Nur bei schlechter Bonität (geplatze Lastschriften und was sonst noch von Paypal fürs Scoring genutzt wird) signalisiert PayPal dem Händler erst nach erfolgreichem Bankeinzug die Zahlung. Dann kann es ein Paar Tage länger dauern.

    Vielen Dank für Ihren Blog und weiterhin viel Spaß beim Einkaufen!

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    • Da ich über Paypal mehr deutlich Einnahmen habe als Ausgaben, wächst das Guthaben allmählich an.
      Deshalb übertrage ich zwei- oder dreimal im Jahr den Überschuss auf mein Bankkonto.

      Es ist mir einmal passiert, dass Paypal mir mitgeteilt hat, dass die Zahlung des Kunden erst ein paar Tage später endgültig gutgeschrieben wird.
      Das war wohl so ein Fall, in der es mit dem Einzug beim Kunden Schwierigkeiten hätte geben können, lief aber bis auf die Verzögerung glatt.

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