Im zweiten Anlauf //2442

Wegen Corona war unser 3T-Meeting ein halbes Jahr lang ausgesetzt gewesen. Wenn ich noch länger hätte abwarten wollen, wäre ruckzuck das ganze Jahr vorbeigewesen. Also setzte ich ein 3T-Meeting nach der Urlaubssaison an.
Da mir momentan alles schon sehr beschwerlich ist, und ich noch nicht einmal sicher wusste, ob ich tatsächlich noch würde teilnehmen können, beauftragte ich Ulrich, die Vorbereitung teilweise und die Moderation ganz zu übernehmen.
Es ist mir wichtig, dass auch Mitarbeiter anderer Standorte teilnehmen. Bei Standort 6 hatte sich das letztes Jahr ganz passabel eingespielt. Die neuen Mitarbeiter von Standort 7 hatte ich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass erwartet wird, dass mindestens ein Mitarbeiter jedesmal teilnimmt, und dass bei diesem ersten Termin ein Mitarbeiter einen kurzen Vortrag darüber halten soll, was sie überhaupt so bei Standort 7 machen. Die anderen Standorte sind weiter entfernt, aber wenn Mitarbeiter von dort sowieso gerade hier zu tun haben, was hin und wieder vorkommt, sind sie ebenfalls im 3T-Meeting willkommen. Die Geschäftsleitung begrüßt ihre Teilnahme. Zuschaltung per Video würde allerdings dem Charakter des 3T-Meetings zuwider laufen. Das ist eine rein anneloge Präsenzveranstaltung. Grundsätzlich steht es aber jedem interessierten Mitarbeiter der technischen Abteilungen offen.

Ich habe mir schon lange angewöhnt, zu Besprechungen hier im Hause just-in-time zu erscheinen. Der Weg ist kurz, so dass ich keine zusätzliche Pufferzeit benötige.
Diesmal war ich gerade im Begriff, mich auf den Weg zu machen, als mich unvorhergesehen noch einmal ein dringendes menschliches Bedürfnis ereilte, so dass ich die Toilette aufsuchen musste.
Deshalb, und auch weil ich schon ziemlich langsam geworden bin, war ich dann zwei Minuten zu spät dran. Als ich die Tür des Besprechungsraums öffnete, war dieser unerwartet voll. Offenbar waren nach der längeren Pause mehr Mitarbeiter als sonst interessiert an der Teilnahme. Zudem war von Standort 2 eine kleine Gruppe anwesend, was eigentlich nicht so gedacht war.
Jedenfalls waren sämtliche Stühle besetzt (zumal wir zwecks Abstandshaltung veranlasst hatten, einen Teil der Stühle zu entfernen). Ein paar Männer standen sogar hinten an der Wand.

Eigentlich sollen die Mitarbeiter, die beabsichtigen, am 3T-Meeting teilnehmen, sich vorher anmelden, bzw. sich in eine Online-Liste eintragen, aber so genau hatten wir das nie genommen, und auch noch kurzfristig zusätzliche Teilnehmer akzeptiert. Wäre absehbar gewesen, dass so viele Mitarbeiter erscheinen würden, hätte ich einen größeren Besprechungsraum vorgesehen gehabt. Aber der kleine Raum ist deutlich gemütlicher und für kleinere Meetings angenehmer.
Einige Männer sprangen auf, um mir ihren Stuhl anzubieten, aber ich winkte dankend ab. Mir war eingefallen, dass der Vorführraum neben unserem Showroom geeignet für diese Anzahl an Personen wäre, so dass ich veranlasste, in den Vorführraum zu wechseln.

Es dauerte ein Weilchen, bis sämtliche Teilnehmer hinunter zum Showroom gegangen waren, und sich im Vorführraum niedergelassen hatten, so dass das Meeting endlich wie vorgesehen stattfinden konnte.
Tatsächlich war der Raum für diese Anzahl von Personen passender als der ursprüngliche Besprechungsraum.
Da ich mir einige Notizen machte, lohnte es sich nicht, mein (inzwischen fast fertiges) Strickstück herauszunehmen.

Für so viele Anwesende ist das 3T-Meeting wirklich nicht konzipiert. Die meisten Teilnehmer hörten nur passiv zu. Es ergab sich kaum einmal eine lebhafte Diskussion. Zukünftig werde ich die Teilnehmeranzahl begrenzen. So einen Fall hatten wir bisher halt nicht, und vermutlich wird sich solch ein Andrang nicht so bald wiederholen. Aber trotzdem. Lieber Klasse als Masse.
Insgesamt war es aber doch zweckmäßig gewesen, wieder ein 3T-Meeting abzuhalten, auch wenn es weniger produktiv war als meistens sonst. Ich hoffe, dass es heuer noch zwei bis drei 3T-Meetings geben wird, so dass wieder eine gewisse Kontinuität und Regelmäßigkeit einkehren kann.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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6 Antworten zu Im zweiten Anlauf //2442

  1. Mia schreibt:

    „Die meisten Teilnehmer hörten nur passiv zu.“
    Unter den Teilnehmern war sicher eine(r), die/der mit Strickzeug umzugehen weiß. Sie/Er hätte sicher gerne deine Strickarbeit fertiggestellt, wo du doch unüblicherweise mit der Abfassung von Notizen beschäftigt warst.

    Liken

  2. Plietsche Jung schreibt:

    Ich mag solche Meetings. Am liebsten aber, wenn es nicht so viele Slides in Präsentationen gibt, sondern man offen seine Themen bespricht und dann ggf. diskutiert und verteidigt.

    Kommunikation ist wichtig für jedes Team, nicht nur Emails und Deligieren oder Wegschieben von Aufgaben, weil niemand mehr den Mut hat, Verantwortung zu nehmen.

    Gefällt 1 Person

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