Ein neues Projekt //2413

Schon seit einiger Zeit beteilige ich mich an einem Arbeitskreis innerhalb meines Spezialthemas. Mit ein Grund dafür war auch, dass die Dokumentation dort teilweise grottig schlecht und fehlerhaft ist. Ein bisschen hatte ich die Hoffnung, dass ich in dieser Hinsicht vielleicht etwas ausrichten könne.
Erst kürzlich gab es dann wieder Erweiterungen, die inkonsistent mit bestehenden Regelungen waren. Kann ärgerlicherweise mal passieren, so dass ich es zähneknirrschend zur Kenntnis nahm. Dafür waren andere Arbeitsgruppen zuständig, auf die ich keinen Einfluss habe. Ein paar Tage später dann kam es zu neuen Diskrepanzen an der gleichen Stelle. Die hätten nun wirklich nicht sein müssen, wurden aber wenigstens zeitnah behoben.

Ich habe den Eindruck, dass die koordinierende Stelle mehr und mehr überfordert wird. Das Thema wird zunehmend umfangreicher und komplexer. Immer mehr Personen sind beteiligt, und niemand weiß, in welche Richtung die anderen ziehen. Die Folgen sind Kuddlmuddl und Wirrwarr.
Dazu kommt noch, dass es keine einheitlichen Richtlinien für Schreibweise und Formatierung gibt. Unterschiedliche Behandlung von Whitespace, Groß- oder Kleinschreibung, Zeilenumbrüchen, Tabulatoren oder anderen Trennzeichen, Zusammenschreibung von Begriffen, oder mit Bindestrich, oder ganz auseinander – alles völlig beliebig und unvorhersehbar. Dafür verbindliche Schreibweisen konsequent durchzuziehen, mag pedantisch wirken, ist aber unerlässlich, wenn man die Verarbeitung automatisieren möchte. Das ginge, wenn die Dokumentation in einem festen, standardisierten Format geschrieben wäre. Aber stattdessen ist es mal so, und mal so, und mal ganz anders. Und spätestens beim nächsten Update ist es sowieso wieder über den Haufen geworfen.
Oder sie vergeben eindeutige Kennzeichen, die unverwechselbar sein müssen, mehrfach – eine Todsünde! Und manchmal werden bestehende Zuweisungen rückgängig gemacht, und völlig intransparent durch andere ersetzt. Ein furchtbares Hin- und Her. Man merkt, dass mehrere, unterschiedliche Autoren daran rumpfuschen.
Und ja – vielleicht rege ich mich darüber weit mehr auf, als es eigentlich wert ist.
Ich bin mir nicht ganz schlüssig, ob Bequemlichkeit und Nachlässigkeit der Verantwortlichen die Ursache für all diese Inkonsistenzen ist, oder ob da nicht vielleicht im Hintergrund irgendeine Art Editwar tobt, den sämtliche Nutzer dann letztendlich ausbaden müssen.

In meiner Verärgerung darüber kontaktierte ich Sebastian, der ja im gleichen Fachgebiet arbeitet. Er setzt zwar andere Schwerpunkte als ich, dafür hat er aber schon viel länger Kontakte in dieser Organisation. Als wir telefonierten, stimmte er mir zu, dass diese Zustände untragbar sind. Gemeinsam überlegten wir, was man dagegen machen könnte.
Ich fürchte, wir sind da ziemlich machtlos, wollen aber trotzdem in Zukunft diesbezüglich ein kleines gemeinsames Projekt beginnen (und wenn alles klappt, springt vermutlich eine hübsche, kleine Datenbankapplikation für meinen Server als Nebenprodukt heraus).
Ihr müsst akzeptieren, dass ich nichts genaueres darüber schreiben werde.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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4 Antworten zu Ein neues Projekt //2413

  1. Mia schreibt:

    „Ihr müsst akzeptieren, dass ich nichts genaueres darüber schreiben werde.“
    Wir werden es überleben. 😉

    Gefällt 1 Person

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