Mails, die ich nicht wollte //2385

Immer wieder mal kriege ich Anfragen nach irgendeinem Support. Ich bin ja normalerweise durchaus hilfsbereit, insbesondere, wenn ich mit der anfragenden Person schon mal ins Geschäft gekommen bin.
Derzeit häufen sich nun die Bitten (üblicherweise sogar in höflichem Ton) um diverse Test- oder Beispieldaten. Ich habe eine umfangreiche Sammlung verschiedener Testdaten – teils selbst erstellt, teils von Kunden oder anderen Personen überlassen. Vieles von den in den Mails spezifizierten Daten habe ich allerdings auch nicht verfügbar, und wenn doch, habe ich nicht unbedingt die Berechtigung, diese Daten weiterzugeben.
Wie auch immer, um die jeweiligen Daten zu suchen, ggf. eine Mail als Antwort zu verfassen, brauche ich eine halbe Stunde Minimum. Eine halbe Stunde mag nicht viel sein, aber wie gesagt, aktuell häuft es sich, und wird mir zuviel, zumal die Kunden nicht signalisieren, dafür auch eine angemessene Aufwandsentschädigung zu zahlen. Und erst lang ewig nachzufragen und etwas auszuhandeln, bringt’s erst recht nicht.

Ich glaube, derzeit haben viele Kunden (bzw. ihre Mitarbeiter) nicht viel wichtigeres zu tun. Dann wird halt doch mal eine Arbeit in Angriff genommen, die nicht so dringend war, vielleicht auch nicht gerne gemacht wird, aber jetzt hat man ja Zeit dafür. Wenn dafür spezielle Daten gebraucht werden, kriegt man die ja vielleicht unentgeltlich bei mir.
Und schwupps! kann ich mich kaum noch vor solchen Anfragen retten.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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7 Antworten zu Mails, die ich nicht wollte //2385

  1. Mia schreibt:

    Diese Woche erst hattest du verkündet, dass deine Zeitsituation relativ entspannt sei. Jetzt werden dir die Kundenanfragen zu viel. Ja was denn nun?
    Vielleicht kann man sich einige lukrative Kunden herausfiltern und sich somit „warmhalten“? Ein abgelehnter Kunde ist gar kein Kunde.

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    • Das war einer der Texte, den ich bereits vor zwei oder drei Wochen geschrieben hatte, als meine Zeitsituation gerade enger gewesen war.
      Davon abgesehen – selbst wenn ich genügend Zeit habe, mag ich diese Zeit nicht ungedingt mit solchen fruchtlosen Angelegenheiten verbringen.

      Da mein Software- und Beratungsbusiness nicht mehr mein Kerngeschäft ist, und nur noch sehr am Rande nebenherläuft, muss ich mich in dieser Hinsicht nicht um Kunden kümmern, mache das höchstens noch aus Kulanz.

      Gefällt 2 Personen

  2. Plietsche Jung schreibt:

    Mach es wie Microsoft, kündige einfach den Support ab.

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