Der Glücksalgorithmus //2345

Viele Menschen sind unzufrieden mit ihrem Leben. Ihnen ist nichts recht zu machen. Sie jammern und beklagen sich, geben nur $Suendenbock die Schuld, statt auch mal die eigenen Unzulänglichkeiten zu erkennen. Sie stellen Ansprüche, ohne selbst etwas beitragen zu wollen, und erwarten von anderen, ihnen den roten Teppich auszurollen. Statt Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen, wollen sie, dass andere ihre Probleme lösen.
Das Leben ist weder Rosenhof noch Ponygarten. Aber – in gewissem Rahmen – hat es jeder selbst in der Hand, sein Leben zu gestalten.

Geht es nur mir so? Aber auf mich wirken Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung wesentlich sympathischer als solche Miesepeter und Jammerliesen.
Klar hat jeder mal schlechte Laune. Manche Leute haben auch massiv belastende, ernsthafte Probleme. Und wer schon am frühesten Morgen, übersprudelnde Fröhlichkeit verströmt, ist mir eh suspekt.

Trotzdem hilft es ungemein, sich an ganz alltäglichen Kleinigkeiten noch erfreuen zu können. Freut euch über ein leckeres Essen. Freut euch über schönes Wetter. Freut euch über eine interessante Beschäftigung. Freut euch über ein Erfolgserlebnis. Freut euch über schöne Kleider. Freut euch, dass ihr in einer gemütlichen Wohnung lebt. Freut euch über einen Spaziergang. Freut euch, dass ein Vorhaben geklappt hat. Freut euch, wenn ihr gesund seid. Freut euch, mit nahestehenden Menschen zusammen zu sein. Freut euch ..
Irgendetwas Gutes findet sich immer, wenn man nur will, und nicht alles für selbstverständlich erachtet. Sucht euch an jedem Tag mehrfach etwas, über das ihr froh und dankbar seid, und freut euch ausdrücklich und bewusst darüber.

Und wenn dann mal an einem Tag gar nichts klappt .. früh verschlafen, Milch alle, Kaffee verkleckert, Mistwetter, in irgendwelchen Dreck getreten, dann noch ein unangenehmer Brief .. dann erst recht! Mundwinkel nach oben! Alleine durch das Anspannen der dafür nötigen Muskeln werden Glückshormone ausgeschüttet. Und das Immunsystem wird ebenfalls gestärkt.
Trainiert diese Muskeln. Das kann man immer mal wieder zwischendurch. Wer nur will, findet jeden Tag mehrfach Gelegenheit dazu. Einfach mal die Mundwinkeln nach oben ziehen. Das kann wirklich jeder (nur Personen mit Gesichtslähmung o.ä. ausgenommen) tun. Selbst wenn dadurch die äußeren Umstände nicht verändert werden, ändert sich nach und nach eure innere Einstellung dazu. Das wirkt sich allmählich auch auf euer Wohlbefinden und eure Ausstrahlung aus, und somit wie andere Menschen auf euch reagieren.
Ich glaube ja, dass die Sache mit dem Karma gerade auf so einem Phänomen beruht. Da ist ein Stück Placebo-Effekt kombiniert mit einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Das kleine Glück könnt ihr in euch selbst finden.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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4 Antworten zu Der Glücksalgorithmus //2345

  1. mijonisreise schreibt:

    Du sprichst mir aus der Seele 👍

    Gefällt 1 Person

  2. jezek schreibt:

    Aufmunternde Worte in schweren Zeiten, danke dafür.

    Es sind die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen; leider übersieht man das zu oft in der täglichen Routine.

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Tweetreise nach Coronistan //2452 | breakpoint

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