Shopping mit Breakpoint //2331

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die Unmengen an Kleidern und Schuhen haben.
Je nach Saison habe ich jeweils zwei oder drei, höchstens vier Favoriten für Büro und Freizeit, die ich gern und immer wieder abwechselnd anziehe. Außerdem noch einiges für spezielle Anlässe, aber nicht übermäßig viel.
Wenn Kleider für’s Büro allmählich abgetragen sind, taugen sie manchmal noch für die Freizeit. Aber hin und wieder muss ich trotzdem ein Stück aussortieren, weil es irreparabel kaputt ist.
Einiges könnte ich online bestellen, aber insbesondere Schuhe muss ich anprobieren, weil sie sonst nicht unbedingt passen.
So kommt es vielleicht zwei- bis dreimal im Jahr vor, dass ich shoppen gehe.

In unserer Innenstadt hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Einige Geschäfte, in denen ich manchmal gekauft habe, haben geschlossen. Dafür gibt es auch wieder neue, bei denen ich aber noch nicht so recht Zeit, Gelegenheit und Mut gefunden habe, sie mir mal anzuschauen.
Ein Café, das ich früher gerne besucht habe, hat umgebaut. Jetzt finde ich es überhaupt nicht mehr gemütlich.

Es gibt zwei oder drei Läden, in denen erfahrungsgemäß die Suche nach passenden Kleidern oder Schuhen erfolgsversprechend ist.
Wenn ich so einen Shoppingbummel mache, so unterscheide ich zwischen Dingen, die ich dringend brauche (derzeit eigentlich nichts), die ich früher oder später brauchen werde (aktuell Nachthemd, Unterhemd, Hausschuhe, Sandalen, bis zum Spätherbst Winterjacke), und solchen, die irgendwann in der Zukunft – wenn es sich halt ergibt – meine Kleidungsfavoriten ersetzen sollen. Für letztere habe ich keinen Plan, sondern schaue mich einfach nur um, ob mir etwas gefällt.

Angenommen, mir gefällt beispielsweise eine Bluse. Dann schaue ich zuerst auf den Preis. Ist der akzeptabel, probiere ich sie an. Passt sie mir gut, dann kaufe ich sie.
Sachen, die mir einigermaßen gefallen, gibt es schon eher selten. Aber für dieses „einigermaßen“ bin ich nicht bereit, viel zu bezahlen. Wenn mir mal etwas wirklich gut gefällt (sehr selten), gehe ich mit der Preisakzeptanzgrenze höher. Die nächste Hürde ist aber dann noch die Passform. Wenn es nur halbwegs passt, nehme ich dann vielleicht trotzdem noch Abstand vom Kauf.

Ja, ich bin da sehr wählerisch, anspruchsvoll und geizig. Entsprechend verlief die jüngste Shoppingtour auch völlig ohne Neuerwerb.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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13 Antworten zu Shopping mit Breakpoint //2331

  1. Mia schreibt:

    Du brauchst Mut, um in ein Geschäft zu gehen? Hast du Angst, die Verkäufer/Innen könnten dir was antun oder dich gar ansprechen? : )))

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  2. blindfoldedwoman schreibt:

    Günstig ist relativ. Qualität und Passform haben meist ihren Preis. Gerade wenn man ein Kleidungsstück länger als eine Saison tragen möchte.
    Beispielsweise eine Bluse nach diesen Kriterien dürfte kaum für unter 80 € zu bekommen sein, wenn sie nicht reduziert ist.

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    • So gut kann mir eine Konfektionsbluse gar nicht gefallen und passen, dass ich bereit wäre, dafür 80 Euro auszugeben. Das ist ja Wucher! Solche Preise unterstütze ich nicht.
      Da wäre es ja sogar bei meiner Schneiderin noch preiswerter.

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Ein gutes Herrenhemd kostet 200 €.
        Eine Bluse bei der Schneiderin kostet sicher mehr. Überleg mal, wie viel Stunden Arbeit das kostet, plus Stoff und Knöpfe.

        Du musst doch wenigstens im Betrieb gut gekleidet sein. Das verstehe ich nicht. Gerade bei schlichter Businesskleidung sieht man deutlich die Qualität.

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        • Bei der Schneiderin habe ich bisher vor allem Röcke, einige Kleider und wenige Kostüme gekauft. Das reicht für einige Jahre.
          Die Kosten setzen sich aus Materialien (Stoff, Reißverschluss, ..) und ihrer Arbeitszeit zusammen.
          Da hat sie ihre Schnittmustervorlage, die auf meine Maße abgestimmt ist. Ich mag einfache Schnitte, ohne viel zeitaufwendiges drumherum und Geschnörksel. Da sie geübt ist, sitzt jeder Handgriff und das Nähen geht schnell.
          Für solche individuelle Maßkleidung (nach meinen eigenen Entwürfen!) bin ich auch bereit, deutlich mehr zu zahlen als für Konfektion. Ich unterstütze dadurch sogar die regionale Wirtschaft.

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  3. keloph schreibt:

    Wenn ich etwas haben will, spielt der Preis keine Rolle. Dafür trage ich es viele Jahre. Mein ältestes Stück sollte beinahe 30 Jahre alt sein.

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    • In überteuerter Kleidung fühle ich mich überhaupt nicht wohl. Ich mag alltagstaugliche Kleidung, die strapazierfähig, waschmaschinenfest und bügelfrei ist.

      Ich habe auch noch ein paar Kleidungsstücke aus meiner Jugendzeit und dem Studium, die mir immer noch passen, und die ich im Sommer in der Freizeit gelegentlich anziehe.

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  4. Plietsche Jung schreibt:

    Kleidung muss zu dir passen, dein Ego unterstreichen und du musst dich gut fühlen darin.
    Ich berate dich gern.

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