Nicht für die Ewigkeit //2321

Hin und wieder (d.h. in eher sehr großen Zeitabständen) miste ich mal meine Sourcen aus.
Ich habe ein Verzeichnis mit inzwischen weit über einem Gigabyte Daten, aufgeteilt auf mehr als eine Myriade Dateien, in dem ich meine Sourcen aufbewahre (und einmal täglich sichere). Das sind wohlgemerkt hauptsächlich Textdateien und ein paar Resourcen (wie Graphiken oder Datenbanken, aber nicht allzu umfangreich). Es sind darin kaum kompilierte Daten bzw. Binaries enthalten.
Alle paar Jahre schaue ich mal grob durch, und versuche auszusortieren, was ich vermutlich nie mehr brauche. Denn da hat sich im Laufe der Jahre schon einiges angesammelt.
Eigentlich will ich etliches ganz löschen. Im Zweifel hebe ich es aber doch lieber in einem Langzeitarchiv auf.
Da ich mein SW-Geschäft nicht mehr aktiv betreibe, gibt es so viele veraltete Dateien in Projekten, die ich nicht mehr weiterentwickeln werde.

In einem Unterordner traf ich auf einen Schwung Sidebar Gadgets.
Da gab es vor einigen Jahren – manche Leser werden sich noch erinnern – die Sidebar auf Windows Vista und 7. Auf dieser Sidebar konnte man kleine Anwendungen („Gadgets“) installieren. Microsoft lieferte bereits einige interessante Gadgets mit. Beispielsweise ließ ich mir das aktuelle Wetter anzeigen, oder den Umrechnungskurs zum US-Dollar.
Diese Gadgets bestanden aus HTML, angereichert mit reichlich Javascript, die an bestimmtem Ort abgespeichert wurden. Natürlich war es eine Herausforderung (und teils vergnüglicher Zeitvertreib) für mich, mir selbst einige Gadgets zu schreiben.
Einige meiner Gadgets stellte ich auch Kunden zur Verfügung, andere behielt ich nur selbst für den Hausgebrauch.
Dann fiel es Microsoft mit Window 8 ein, die Sidebar aus Sicherheitsgründen einzustellen. Das hätte ich ihnen gleich sagen können, denn mit dem Javascript kann man im Prinzip alles auf dem Rechner anstellen. Aber ich wollte ja nur meine eigenen laufen lassen. Von denen wusste ich, dass keine Gefahr ausging.
Vergeblich suchte ich im Internet, nach einer Software, die die Sidebar nachbildete. Das einzige was ich fand, war eine Quasisidebar, die bereits fertige Gadgets mitbrachte. Meine eigenen konnte ich damit nicht zum Laufen bringen, dabei waren sie doch so praktisch!

Ähnlich ging es mir mit den Google Gadgets, die werden auch nicht mehr von Google unterstützt.
Ich kann meine Gadgets noch als ganz normale HTML-Seite oder als Hypertext Application laufen lassen, aber nicht mehr als kleine, kompakte Gadgets.
Mein Binäruhr-Gadget beispielsweise hatte ich bei blog.de als Widget in die Seitenleiste dieses Blogs eingefügt. Aber WordPress erlaubt mir nicht, eigenen Javascript-Code einzubinden.

Sei es, wie es sei: Die Gadget-Sourcen sind immer noch in meinem umfassenden Sourceverzeichnis enthalten. Ich habe es noch nicht über mich gebracht, mich von ihnen zu trennen.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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