Diskussing with SWERFs //2305

Kurz vor Weihnachten (und teilweise auch noch in diesem Jahr) war ich auf Twitter an einer mehr als ausufernden Diskussion über ein Sexkaufverbot beteiligt, das einige Diskussionsteilnehmer vehement forderten.
Eigentlich hatte ich mit diesem Thema nichts persönlich zu tun, es machte mir aber Spaß, diese SWERFs (Sex Worker Excluding Radical Feminists) ein wenig im Glauben zu lassen. Wenn es beruflich anderweitig nicht geklappt hätte, so wäre es durchaus eine Option für mich gewesen, meinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu verdienen, anstatt meinen Eltern oder dem Staat auf der Tasche zu liegen. Da ich andererseits aber nie „was mit Menschen“ arbeiten wollte, wäre ich für diese Tätigkeit wohl genauso ungeeignet gewesen wie für jeden anderen sozialen Beruf, hätte ich aber trotzdem lieber gemacht, als z.B. putzen zu gehen.
Davon abgesehen brauche ich nicht persönlich betroffen zu sein, um mich für eine aufgeschlossene, freiheitliche Gesellschaft einzusetzen. Staatliche Einmischung ins Privatleben der Bürger endet da, wo ordnungsgemäß die Steuern abgeführt werden. Es geht uns alle an, wenn sexuelle Kontakte überwacht und kontrolliert werden, um Verstöße gegen ein Sexkaufverbot aufzudecken. Es fehlt dann nicht mehr viel bis zu flächendeckenden Razzien in Hotelzimmern oder Privatwohnungen.

Nun ja, diese SWERF-Dämchen steigerten sich in das Thema rein, wurden zwischendurch immer wieder mal ausfallend, wenn sie nicht gerade derailten oder Strohmänner abfackelten, blockten bei wiederholtem Widerspruch, zeigten sich aber sofort als Mimöschen, wenn sie mal einstecken mussten, statt auszuteilen. Und hielten sich dabei noch für die einzig wahren Weltverbesserer. Auf solche puritanischen Pharisäer (#Pharitaner) reagiere ich allergisch, insbesondere, wenn diese bornierten Heuchler allen anderen ihre verkorkste, restriktive Sexualmoral überstülpen wollen.
Die selbstgerechte Missgunst, eine Erwerbstätigkeit, die andere Menschen glücklich macht, abzuwerten, zu ächten und zu stigmatisieren, ist das, was SWERFs auszeichnet.
Ich will das hier gar nicht im einzelnen rekapitulieren. Vielleicht haben einige von euch die Diskussion mitgekriegt, oder waren sogar selbst beteiligt. Das Thema ist wirklich vielschichtig. Man kommt da vom Hundertsten ins Tausendste, und auf viele andere Aspekte, selbst ohne mutwillig vom Thema abzulenken.

Jedenfalls sind SWERFs das menschenverachtendste Gesindel, mit dem ich je zu tun hatte. Im Gegensatz zu meinen sonstigen Twitter-Gepflogenheiten stellte ich verbale Distanz her, indem ich diese (nach Eigenbezeichnung) „Abolitionistinnen“ siezte.
Sie sprechen es o.B.d.A. Frauen ab, ihre eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen. Ein Sexkaufverbot würde gewerblichen Dienstleisterinnen ihre Geschäftsgrundlage entziehen, da sie dann großzügigerweise ihre Dienstleistungen zwar noch ausüben dürften, von ihren Kunden aber nicht mehr bezahlt werden. Die zahlungswilligen Kunden fallen dann weg. Es bleiben nur noch per definitionem Kriminelle.
Ich fand mich plötzlich in der kuriosen Situation, dafür geblockt worden zu sein, dass ich für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen eingetreten war. Sonst passiert mir das nur, wenn ich bekunde, dass auch Männer Menschen sind, und ihnen die gleichen gesetzlichen Rechte und der gleiche Respekt wie Frauen zustehen sollten.
Diejenigen, die nicht blocken, spammen einen mit substanzlosen, oder längst widerlegten, immer wieder ähnlichen Replies voll, so dass man allein aufgrund der Menge ihnen irgendwann das letzte Wort überlassen muss.

O.B.d.A. Männer sind für SWERFs ohnehin nur Schwerverbrecher. Sie haben keinerlei Verständnis dafür, dass nicht jeder jederzeit eine willige Partnerin für Gratissex hat (von Behinderten, Kranken und Pflegebedürftigen mal ganz zu schweigen). Sollen die halt Kuchen essen, wenn sie kein Brot haben. Wie kann man nur so kaltschnäuzig potentiellen Kunden diese Option nehmen wollen, bei der zwei erwachsene Menschen einvernehmlich Sex für einen marktgerechten Preis vereinbaren?
Welch lustfeindliches Weltbild steckt dahinter? Welche hassistische Agenda rechtfertigt es, Menschen Freude und Vergnügen zu nehmen, die bereit wären, andere freiwillige Personen für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse zu bezahlen? Das Konzept „Sex gegen Geld“ ist doch eine Win-Win-Situation, bei der beide Seiten profitieren, wie bei jedem anderen fairen Geschäft. Man muss sich von der vermeintlichen Konkurrenz persönlich schon sehr bedroht fühlen, um derart dagegen vorzugehen.
Was in deren Kopf so vor sich geht, geht über Projektion noch weit hinaus. „Ich find’s eklig, und also müssen alle anderen das mindestens genauso eklig finden und verbieten!“ Na, gut, dann verbieten wir Rosinen. Hergestellt, angeboten und gegessen dürfen sie ja noch werden, aber wehe!, es bezahlt jemand dafür.

Eine der SWERF-Dämchen ist mir besonders negativ aufgefallen. Logik hatte sie wohl mit Löffeln gefressen, um diese dann unmittelbar danach wegen Unverträglichkeit wieder vollständig auszuvomitieren. Jedenfalls ist nichts davon in dem fast 50-jährigen Hirn der nach Eigenbezeichnung „Autorin“ hängengeblieben. Es würde mich fast wundern, wenn sie jemals in ihrem Leben einer produktiven, wertschöpfenden Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre.
Beispielsweise hält sie es für ein überzeugendes Argument, dass aus der Tatsache, dass man von einem Pizzaboten keinen Sex verlangt, folgt, dass Kaufsex menschenunwürdig und deshalb nicht zumutbar sei. Tja, man erwartet doch wohl umgekehrt auch nicht, dass eine Callperson frische Pizza mitbringt. Nach ihrer Logik wäre es also dem Pizzaboten ebenfalls nicht zuzumuten, Pizza auszuliefern. Aber vielleicht sollte man den Besteller der Pizza kriminalisieren, sobald er die gelieferte Pizza bezahlt.
Auf ihrem Twitteraccount (anscheinend bin ich selbst internetaffin genug, um dies trotz Block lesen zu können – doppelmoralischerweise zetert sie aber indigniert herum, wenn sie selbst mal geblockt wird) ließ sie sich dann noch sinngemäß darüber aus, wie gerne sie doch gefallene Mädchen retten würde. Sie selbst sei in der DDR sozialisiert worden und dort sei ihre „Autonomie als Frau“ „staatliches Erziehungsziel“ gewesen, und Sex „das erste, wo Frau sich emanzipieren kann“.
Sexuelle Freiheit bedeutet vor allem, dass zwei Menschen, die miteinander Sex haben wollen, dies [von staatlicher Seite aus] auch dürfen. In der DDR war man damals AFAIK wesentlich freizügiger als im „Westen“. Von damals gibt es ja sogar Nacktfotos der jetzigen Bundeskanzlerin.
Ich glaube, dass es in der DDR als säkularem Staat sexuell lockerer zuging, als in (großen Teilen) der BRD. Wenigstens aus diesem Teil des Lebens seiner Bürger hat sich der Arbeiter-und-Bauern-Staat herausgehalten, während eine selbständige Prostituierte wohl schon aufgrund ihres Unternehmerstatus geächtet worden wäre. Letztendlich wurden dort Religionen – Hauptquelle von Moralinsäure – staatlicherseits nicht unterstützt.

Jetzt hat mich die ganze Thematik natürlich zu Überlegungen veranlasst, warum ich selbst eine völlig andere Einstellung dazu habe.
Aufgewachsen bin ich in einem abgelegenen Provinzstädtchen – rückständig, hinterwäldlerisch und stockkatholisch. Sex war nie ein Thema, wurde tabuisiert und totgeschwiegen. Ich litt jungfräulich und unerfüllt im Stillen vor mich hin.
Als ich dann endlich dort herauskam und in eine größere Stadt (bei weitem noch keine Metropole), änderte sich das. Sex schien erreichbarer zu sein. Mein Problem war jedoch, dass – zumindest in meiner Wahrnehmung, die sich erst viel später als falsch herausstellte – niemand mit mir Sex wollte.
Als Incel überlegt man sich, welche Möglichkeiten es gibt, seine Bedürfnisse zu erfüllen. Ich hatte es durchaus erwogen, mir mal Kaufsex zu gönnen. Geld genug dafür gespart hatte ich. Diese Idee scheiterte an mangelnder Gelegenheit, da es (nach meiner oberflächlichen Recherche) selbst in meiner Studienstadt kein Angebot an Callboys gab, zumindest keine, die weibliche Kundschaft bedienten. Ob ich mich letztendlich getraut hätte, wenn es anders gewesen wäre, weiß ich nicht. Vermutlich hätte ich die Umsetzung doch bleiben lassen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Solange niemand sonst dadurch geschädigt wird, dürfen erwachsene Menschen mit ihrem Geld und Körper machen, was sie wollen, ohne dass der Staat oder wohlmeinende Dritte sich einmischen dürfen.


Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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63 Antworten zu Diskussing with SWERFs //2305

  1. MartinTriker schreibt:

    Immer das Gleiche. Ideologisch verblendete Personen im Internet versuchen Andere nieder zu machen, weil die eine abweichende Meinung haben. Entweder mit abstrusen Vergleichen, oder mit selektivem Lesen und anschließenden ad hominem-Versuchen. (Huhu, T.L!)

    Deine Meinung zum Sexkauf ist durchaus durchdach und nachvollziehbar. Wieso diese Verteufelung? Es gibt doch nicht ausschließlich verschleppte Zwangsprostituierte, sondern eben auch Frauen und Männer, die sich den Job bewusst ausgesucht haben. Gegen Zwangsprostitution gibt es Gesetze, die auch durchaus durchgesetzt werden.

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    • Wenn ich solche oder ähnliche Diskussionen führe, frage ich mich ja immer, wie man zu derartig einseitigen, radikalen Überzeugungen kommen kann.
      Diese Leute halten ihre Forderungen für berechtigt, und glauben tatsächlich, der Gesellschaft damit etwas Gutes zu tun.
      Gegenargumente gehen ins eine Ohr rein, und verpuffen dann im intellektuellen Vakuum auf dem Weg bis zum anderen Ohr raus.

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    • carnofis schreibt:

      „Immer das Gleiche. Ideologisch verblendete Personen im Internet versuchen Andere nieder zu machen, weil die eine abweichende Meinung haben.“

      Nicht nur im Internet.
      Irgendwie scheint der Gesellschaft – weltweit – die Mitte abhanden gekommen zu sein. Wer eine Überzeugung hat, der teilt sie nicht nur, er FORDERT von seinen Mitmenschen deren Übernahme. Und wenn das nicht klappt, ist Gewalt legitim. Ich fürchte, dass den heutigen Überzeugungstäter auch nur der Rechtsstaat vom Mord abhält. Schwächelt dieser, dann sollte man besser auf der richtigen Seite stehen, sonst sieht es ganz duster aus.Zwischen „Kopf ab!“ und „Freispruch!“ wird es dann keinen Platz mehr geben.
      Eigentlich merkwürdig: als der Ost-West-Konflikt Anfang der 90er Jahre endete, wähnten wir uns für eine Handvoll Jahre fast im politischen Paradies.
      Aber offensichtlich benötigen viele Menschen radikale Positionen als Anker für das eigene Leben. Und wenn der äußere Feind fehlt, dann wird er im Inneren gesucht.

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  2. keloph schreibt:

    danke. das darf und muss gesagt werden. imho ist die grenze dort, wo das geschäft erzwungen wird durch zuhälter/innen. ansonsten eine volles jawoll!!! dass twitter nicht die geignete plattform für eine sinnvolle auseinandersetzung zu diesem thema ist habe ich längst begriffen und halte mich deswegen komplett raus. twitter ist für sachdienliche diskussion eh zu jedem thema die falsche plattform.

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  3. Leser schreibt:

    Hat jemand diesen SWERFs schon mal das Argument entgegengebracht, dass eine Ehe im klassischen Rollenbild – der Mann geht arbeiten, die Frau bleibt zuhause – auch nicht viel anderes ist, als Kaufsex? Es gibt nämlich durchaus verheiratete Männer, die so denken. Da höre ich dann Aussagen wie: „Du bezahlst immer für Sex, egal ob Du zu einer professionellen Sexarbeiterin gehst, oder ob Du in der Werbungsphase ein teures Geschenk machst, oder ob Du verheiratet bist, und Deiner Frau ihren Lebensunterhalt finanzierst“ …

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    • Aus ihren Äußerungen habe ich, was die Ehe (oder meinetwegen feste Beziehungen) betrifft, ein sehr romantisch verklärtes Weltbild herausgelesen.
      Da hat man Sex nur aus reinster Liebe, und Geld ist etwas widerlich profanes.
      Am liebsten würden sie casual Sex auch noch gleich mitverbieten, oder anderen Menschen zumindest verleiden.

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      • Leser schreibt:

        Ja, dass da ein empörter Aufschrei „Das ist doch was ganz anderes!“ kommen wird, ist mir klar. Ich würde mir halt von diesen Leuten gerne mal darlegen lassen, in wiefern das was ganz anderes ist (außer, dass man als „offizieller Kunde“ nicht darauf festgelegt wird, immer bei derselben Dienstleisterin zu kaufen, und auch fairer behandelt wird, denn wenn sie nicht will, muss man auch nicht bezahlen)…

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  4. Rick schreibt:

    Grundsätzlich bin ich deiner Meinung, bis auf die Tatsache das mir meine Zeit zu schade wäre mit solchen Menschen rum zu diskutieren wenn es um nichts anderes geht wie Recht zu haben.

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  5. Christian_who schreibt:

    Die schwarz-rot-grüne Gutmenschen Gesinngspolizei rückt an. Immer mehr und immer übergriffiger. Es ist echt entsetzlich.

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  6. ronin schreibt:

    Die Haltung der SWERFs hat 3 Ebenen: Eine öffentliche, eine bewusst-heimliche und eine unbewusst-heimliche.
    – Öffentlich sollen Frauen vor Ausbeutung geschützt werden. Unbestreitbar gibt es diese Ausbeutung, aber das liegt einfach daran, dass man in Tätigkeiten, für die keine besondere Qualifikation nötig ist, immer anfällig für Ausbeutung ist – ganz einfach weil das Angebot an Arbeitskräften höher ist als die Nachfrage.
    Stichwort Arbeiterstrich: Ungelernte Arbeitskräfte werden weit unter Mindestlohn, ohne Kündigungs- oder Arbeitsschutz, ohne Sozial- und Krankenversicherung auf dem Bau oder Feld eingesetzt. Arbeitnehmerrechte sind ihnen entweder nicht bekannt oder sie können sie nicht durchsetzen, weil sie sich selbst in der Illegalität befinden. Das ist auch Ausbeutung, aber warum ist es für SWERFs etwas ganz anderes? Konsequenterweise müssten sie entweder auch eine Kriminalisierung von Bau- und Feldarbeit fordern, oder bei Prostitution Konzepte fordern, die sie für Frauen sicherer machen, statt sie total zu verbieten. Der Unterschied ist: Arbeiterstrich betrifft hauptsächlich Männer, und Prostitution betrifft Sexualität.
    – Damit wird klar, worum es wirklich geht: Nicht primär um Schutz vor Ausbeutung, sondern um eine sexualfeindliche Einstellung: Sex ist ekelhaft und keine Frau würde ihn freiwillig gegen Geld, oder wahrscheinlich sogar überhaupt, haben, oder überhaupt irgendwas freiwillig machen (in dieser Ideologie gilt die Frau an sich als schwach und unmündig und muss vor allem beschützt werden).
    – Die dritte Ebene wird ebenfalls verschwiegen, ist den SWERFs aber wahrscheinlich selbst nicht bewusst. Unbewusst empfinden sie Prostitution als Bedrohung durch die Konkurrenz. Sie gibt Männern die Möglichkeit, Sex zu haben ohne sich in eine Beziehung zu geben, und Sexualpraktiken zu erleben, die ihre Freundinnen oder Ehefrauen ihnen nicht bieten können oder wollen.

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    • Ganz genau!

      Wer würde schon freiwillig einer Erwerbstätigkeit nachgehen, wenn er das Geld nicht bräuchte.
      Der Kanalarbeiter oder der Bombenentschärfer machen das auch nicht aus reiner Spaß an der Freude.
      Jeder Beruf hat Vor- und Nachteile, sollte aber von jedem (im Rahmen seiner Qualifikation und des Bedarfs) frei gewählt werden dürfen.

      Die Befürchtung, durch Prostitution als Konkurrenz bedroht zu sein, sehe ich ebenfalls als wesentlichen Antrieb, dagegen vorzugehen.

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      • Rick schreibt:

        „Wer würde schon freiwillig einer Erwerbstätigkeit nachgehen, wenn er das Geld nicht bräuchte.“
        Es sei denn er macht das gerne, aber dann nennt sich das Hobby oder Leidenschaft.

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        • Ja, eben.
          Ändert aber nichts daran, dass man Geld für seinen Lebensunterhalt braucht, und das Geld irgendwo herkommen muss.
          Wenn man es einnehmen kann auf eine Weise, die einem Spaß macht, umso besser.
          Ansonsten gibt es wohl keinen Job, der nicht zumindest zeitweise auch lästige Elemente enthält. That’s life.

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  7. idgie13 schreibt:

    Irgendwie ist in den letzten Jahren in D scheinbar ein entspannter Umgang mit abweichenden Meinungen und Ansichten verloren gegangen. Wo ist das „Leben und leben lassen“ nur hin?

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  8. blindfoldedwoman schreibt:

    Es gibt zu dem Thema einen guten Text von terre des femmes. Die sieben Mythen der Prostitution.
    Lesenswert.
    Hinzuzufügen ist ausserdem, dass nach einer Studie bis zu 90% der Prostituierten als Kind missbraucht wurden.

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    • Ich hab das gegooglet. Mit Verlaub – das ist keine unvoreingenommene, seriöse Quelle.

      Unstrittig ist, dass Zwangsprostitution kriminell ist, und dass dagegen staatlich vorgegangen werden muss.
      Allen freiwilligen Sexdienstleisterinnen jedoch würde mit einem Sexkaufverbot („Nordisches Modell“) massiv geschadet.

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Die Begründung ist allerdings realitätsnah. Es mag einige wenige Frauen geben, die das wirklich freiwillig machen. Der Grossteil tut es nicht. Das wäre naiv zu glauben. M.E. sollten die Kunden bestraft werden. Nicht die Frauen.
        Zwangsprostitution einzudämmen ist nahezu unmöglich.

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        • Leser schreibt:

          Beziehst Du in das „nicht freiwillig machen“ des Großteils auch solche „Gründe“ ein, warum die Wahl des Prostituiertenjobs nicht freiwillig ist, wie „wurde als Kind missbraucht“ oder „braucht das Geld und kann nichts anderes“, bzw. die Unterkategorie davon „möchte gehobenen Lebensstandard mit Schuhen für 700€ usw. halten“?

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          • blindfoldedwoman schreibt:

            Sicher. Anders wäre eine objektive Betrachtungsweise nicht möglich.
            Ich bestreite nicht, dass es Ausnahmen gibt. Allerdings steht wohl organisierte Kriminalität im Vordergrund. Und Prostitution ist immer noch eine Haupteinnahmequelle.

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            • Leser schreibt:

              Zunächst mal: Das ist durchaus freiwillig, wenn jemand die Wahl hat zwischen „zum Mindestlohn im Laden Regale einräumen“ oder Prostitution, und sich für zweiteres entscheidet.
              Zum anderen sprichst Du wieder die organisierte Kriminalität an, und um die ging es hier ja die ganze Zeit explizit eben nicht, denn Zwangsprostitution ist ja bereits völlig zu Recht verboten. Wenn eine Frau diese Job jedoch machen will, und sich deshalb jemanden sucht, der einen entsprechenden Raum mit Bett stunden-/schichtweise an sie vermietet, dann ist das durchaus legitim, und die Kunden sollten dafür nicht bestraft werden. Es wird nicht umsonst das „älteste Gewerbe der Welt“ genannt, und damit ist explizit klar, dass es schon existierte, noch bevor es überhaupt organisierte Kriminalität gab.
              Die genannten Faktoren wie „braucht das Geld und kann nichts anderes“ sind eben keine Zwangslagen, ebensowenig wie „möchte sich weiterhin einen gehobenen Lebensstil mit Schuhen für 700€ leisten“. Wer das aus diesen Gründen tut, obwohl sie auch einen anderen Job machen könnte, macht den Job freiwillig, und es wäre schlecht für das Geschäft, ihr die Kunden wegzukriminalisieren.

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        • Die Kunden einer freiwillig erbrachten Dienstleistung bestrafen?
          Das nützt niemanden, und treibt die Anbieterinnen weiter in den Untergrund, ohne eine Chance, sich eventuell gegen Verhalten wehren zu können, das über den vereinbarten Rahmen hinausgeht.

          Noch mehr Verbote einführen, weil sich schon die bestehenden nicht durchsetzen lassen, ist ja wirklich eine Schnapsidee.

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          • Leser schreibt:

            Vor allem könnte man sogar argumentieren, ein solches Verbot bzw. die Bestrafung der Kunden verstößt gegen die Menschenwürde, da der Trieb zur Arterhaltung eben in den männlichen Genen veranlagt ist. Und der besteht eben nicht darin, dem sozialen Konstrukt des „Familiegründens“ zu folgen, sondern darin, mit seinem Samen eine Frau zu befruchten. Das heißt, die Nutzung des Angebots der Prostitution ist in diesem Sinne das, was dem am nächsten kommt, und diesen Trieb befriedigen kann.

            Auch wenn das keine Legitimierung eines solchen Verhaltens sein soll, könnte ich mir sogar vorstellen, dass es Männer gibt, die durch so eine Kriminalisierung dann lieber direkt zum Triebtäter werden, wenn sie sich sagen „es ist doch so oder so strafbar“. Somit könnte man Prostitution sogar als Schutzmaßnahme ansehen, damit Männer, die sich sonst gar nicht beherrschen könnten, ein Ventil haben um ihren Druck abzubauen…

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          • blindfoldedwoman schreibt:

            Der Erwerb von Drogen ist auch strafbar.
            Es ist reichlich naiv zu glauben, Prostituierte könnten sich gegen Übergriffe wehren. Das sind romantische Vorstellungen a la pretty woman.
            Prostitution ist vor allem eine einträgliche Einkommensquelle des organisierten Verbrechens.

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            • Bei Drogen ist insbesondere der Verkauf strafbar. Genau der soll ja beim Sexkaufverbot legal bleiben. Es ist schon recht absurd, nur den Käufer kriminalisieren zu wollen.
              Drogen sind gesundheitsschädlich, Sex gesundheitsförderlich. Dein Vergleich ist also völlig daneben.

              Bei einem Sexkaufverbot wären Prostituierte erst recht völlig schutzlos. Nur die legale Ausübung gibt ihnen zumindest die Chance, sich ggf. an Polizei oder andere staatliche Stellen wenden zu können.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Sex ist gesund, wenn es dem eigenem körperlichen Wohlbefinden gilt. Bzw. dient es der Partnerschaft.
              Es gibt sicher Menschen, die es auch aus Nächstenliebe tun.
              Das sind wohl aber die wenigsten

              Prostituierte sind schutzlos. Daran wird sich nichts ändern.
              Oder wie stellst Du Dir das vor?

              Stell Dich mal der Realität.
              Und sieh mal dahinter. Diese Clans, die in Deutschland machen, was sie wollen. Woher haben sie ihr Geld?

              Deswegen sollte der Käufer auch unter Strafe gestellt werden. Weil er solche staatsfeindlichen Strukturen unterstützt.

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            • Ich wiederhole noch mal: Menschenhandel und Zwangsprostitution sind bereits verboten, und das ist gut so.
              Freiwillig ausgeübte Prostitution dagegen erlaubt es einerseits, den Dienstleisterinnen, selbst Geld zu verdienen (statt sonst evtll. dem Staat auf der Tasche zu liegen), und andererseits den Kunden, ihre Bedürfnisse für einen angemessenen Geldbetrag, aber ansonsten unverbindlich befriedigen zu lassen. Ein faires Geschäft und eine Win-Win-Situation für beide.
              Diese Möglichkeiten sollte man ihnen unbedingt in einem freiheitlichen Staat erhalten.

              Du gehörst (keine Wertung, no offense) zu den Menschen, für die eine emotionale Verbundenheit Voraussetzung für Sex ist. Deshalb ist es für dich wohl nicht nachvollziehbar, wenn andere Menschen Sex als vor allem körperliche Interaktion sehen.
              Da ist es überhaupt kein Widerspruch, Sex gegen Geld auszuüben. Es darf aber niemand dazu gezwungen werden.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Da unterschätzt Du mich völlig.
              Ich bin viel sachlicher, als Du vielleicht denkst.

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            • Leser schreibt:

              Ich meinte eigentlich, andere Frauen, die nicht dem Beruf der Prostitution nachgehen, vor Übergriffen zu schützen (indem die Männer, die sowas tun würden, eben eine legale Möglichkeit haben, ihren Druck loszuwerden). Und wieder: Es geht nicht um organisierte Kriminalität, nicht um Banden und ähnliches sondern um frei schaffende Damen, die sich für diesen Beruf entschieden haben. Der ja sogar oft auch noch eine „sozialarbeiterische“ Komponente hat, weil sicher viele ihrer Kunden auch z.B. einfach einsam sind und jemanden zum reden suchen etc.
              Nicht um die Frauen, die einen „Vorgesetzten“ haben, der sie zu ihrer Arbeit zwingt. Das ist natürlich illegal, die Vorgesetzten gehören dann ins Gefängnis. Nicht jedoch die Kunden.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Und wie viele sind das? Das ist nur eine verschwindend kleine Gruppe. Und auch die kann man durch bestehende Gesetze nicht schützen. Naiv zu glauben, es wäre anders.

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            • Wie stellst du dir denn ganz konkret die praktische Durchsetzung eines Sexkaufverbots vor?
              Wie grenzt du zu einem ONS ab? Wie kontrollierst du, ob bei Casual Sex Geld fließt? Wie überprüfst du, ob Geldtransaktionen tatsächlich Sex bezahlen?
              Wie stellst du all das sicher, ohne Millionen sexueller Kontakte engmaschig zu überwachen?

              OT: Hat sich das mit dem anderen Kommentar geklärt?

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Das ist doch eine Scheindebatte.
              Niemand will einvernehmlichen Sex verbieten.
              Und wie bei jedem anderen Gesetz, kann der Staat unmöglich dessen Einhaltung ständig prüfen.
              Ein Gesetz dient dazu die Gesellschaft zu schützen.
              Deutschland ist der Puff Europas.
              Mit all dem wirtschaftlichen Schaden und der damit verbundenen Kriminalität.
              Die bestehendenden Gesetze sind nicht ausreichend, vor Zwangsprostitution zu schützen. Selbst die „Freiwilligen“ nicht.
              Genau so könnte ich fragen, wie man es anstellen soll, als Freier zu beurteilen, ob die Prostituierte das freiwillig macht.
              Würde sich jemand darum scheren, gäbe es das nicht.

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            • Du weichst meiner – ernsthaften und berechtigten – Frage aus.
              Ein Sexkaufverbot betrifft uns alle – zumindest alle, die hin und wieder Sex (außerhalb einer offiziellen Beziehung) haben.
              Wer schützt Singles vor Denunziationen? Wie können sie beweisen, dass kein Geld geflossen ist, bzw. dass Geldzahlungen nicht als Gegenleistung für sexuelle Handlungen erfolgten? Was ist mit (teuren) Geschenken?
              Wenn erst die Sittenpolizei im Schlafzimmer steht, ist es zu spät.

              Gesetze gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution gibt es längst. Es ist Aufgabe des Staates, sie auch durchzusetzen.
              Aufklärungskampagnen in den betreffenden Herkunftsländern wären wichtig, um zu informieren, dass Deutschland nicht das gelobte Land ist, in dem man ohne viel Aufwand viel Geld verdienen kann.

              Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der der Staat sich in die Sexualkontakte seiner Bürger einmischt.
              Was erwachsene Menschen einvernehmlich miteinander machen, geht ihn – verdammt noch mal! – nichts an, völlig egal, warum sie miteinander verkehren, und unabhängig davon, ob dabei Geld eine Rolle spielt, oder nicht.

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            • Renton schreibt:

              Ich versuche mal, den Stand der Diskussion zusammenzufassen:
              Anne möchte aus liberalen und menschenfreundlichen Überzeugungen Prostitution erlaubt sehen.
              blindfoldedwoman (bfw) hält dagegen, dass Prostitution in der Praxis fast stets sexuelle Ausbeutung bedeutet, und deshalb verboten gehört.
              Anne sieht ein Verbot allerdings nicht ohne noch schädlichere Auswirkungen auf die Gesellschaft für durchsetzbar.

              Knackpunkte sind meiner Meinung nach:
              – Kriegt ihr euch auf eine gemeinsame Bedeutung von „sexueller Ausbeutung“ geeinigt? bfw definiert diesen Begriff ja sehr weit. Ohne gemeinsame Grundlage könnt ihr endlos aneinander vorbeireden. Da trennt ihr euch besser mit „let’s agree to disagree“, und das schon bei den Grundbegriffen.
              – Auf der Grundlage einer solchen gemeinsamen Definition: Stimmt bfws Aussage, dass Prostitution zu einem hohen Maß an sexueller Ausbeutung führt? Ansonsten ist die Forderung noch einem Verbot sinnfrei.
              – Hat Anne recht mit ihrer Warnung, dass ein solches Verbot nicht ohne a) gravierende Eingriffe in die Freiheitsrechte von uns Bürgern und b) eine Verschlimmerung der Situation der Prostituierten auch tatsächlich durchsetzbar ist? Man sollte schließlich nicht ein Übel gegen ein größeres eintauschen.
              – Zu guter Letzt: Gibt es keinen dritten Weg zwischen Sexkaufverbot und „Wir lassen alles, wie es ist“, um Zwangsprostitution etc. effektiver zu bekämpfen?

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            • Vielen Dank für die Zusammenfassung. Ich lasse das jetzt erst mal einfach so stehen.

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  9. Plietsche Jung schreibt:

    Wiedermal ein tolles Thema.
    Diese Femis sind anscheinend so hässlich, dass für sie noch nicht einmal jemand für Sex bezahlt, geschweige denn freiwillig mitgemacht. Der Neid auf „Professionelle“ ist ja unerhört groß.
    Ja, natürlich gibt es Prostituierte, die das freiwillig machen und natürlich ist Zwang zu verurteilen. Am Ende möchte jedoch der Staat an dieser Industrie finanziell teilhaben, weshalb auch der Beruf offiziell legitimiert wurden.

    Per Twitter eine Diskussion mit Überzeugungskraft anzustrengen, ist aber in jedem Fall leichtgläubig und naiv.

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    • Ich habe ja die Hypothese, dass viele dieser SWERFs Angst haben, die Macht und Kontrolle über männliche Sexualität zu verlieren, je stärker Prostitution etabliert ist.
      Deswegen würden sie sie am liebsten ganz abschaffen. Scheinheilig wie sie sind, streiten sie das ab, und bekämpfen (vorläufig) nur deren Bezahlung.

      Eine Twitter-Diskussion mag tatsächlich zu flüchtig sein, um irgendetwas zu bewirken.
      Es ist aber nicht das erste Mal, dass ich so ein Thema im Blog aufgreife, und da bleibt es zumindest dauerhaft stehen.

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      • Leser schreibt:

        „Kontrolle über den Männlichen Sex“, da fällt mir ein Witzbild ein, was in den 90ern im Internet herumging: Eine Frau mit einem T-Shirt „I have the pussy, I make the rules“ – und jemand hat dann das Wort „rules“ weg gephotoshoppt und durch „food“ ersetzt – die Bildunterschrift lautete „ftfy“ 😉
        Will sagen: Wenn man diese Leute darauf aufmerksam macht, dass sie letzten Endes, sofern sie in einer Beziehung sind, über ihren Mann mit dem Instrument des Sexentzuges Kontrolle und Macht ausüben, dann wollen sie das auch nicht wahrhaben, oder meinen, das wäre ihr gutes Recht. Das ist ganz schön männerverachtend, wie ich finde. Nicht umsonst löst sich das Akronym „Ehe“ auch in „Errare humanum est“ auf ;-P

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      • Plietsche Jung schreibt:

        Sich einzubilden, Kontrolle über irgendwelche Sexualität zu haben, ist schon etwas sehr naiv.
        Seit wann sollten Frauen, insbesondere diese Derivate, Kontrolle über männliche Sexualität haben?

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  10. beweis schreibt:

    Was ist das überhaupt für eine menschenfeindliche Übergriffigkeit von solchen SWERFs, die männliche Triebabfuhr unter Strafe stellen zu wollen, wenn dadurch niemand anderes geschädigt, sondern im Gegenteil eher gefördert wird? Das ist die Forderung nach Totalitarismus, der in die intimsten Bereiche der Menschen eingreift.

    Und das Gerede, Prostituierte seien schutzlos und ausgeliefert, ist Quatsch, soweit sie sich im legalen Rahmen bewegen. Die haben die gleichen Rechte wie alle anderen auch.

    Woher also diese Herrschsucht über die Intimität anderer? Ich glaube gar nicht, dass solche Frauen Konkurrenz ausschalten wollen. Selbst wenn, wäre so oder so der maßgebliche Antrieb, den Mann über seine Sexualität beherrschen zu können. Es geht den SWERFs also gar nicht um Sex, sondern ums Herrschen. Sonst würden sie sich ja nicht so dreist in fremde einvernehmliche Intimität einmischen.

    Herrschen wird in der Öffentlichkeit immer gerne in Verbindung mit Männern gesehen. Ist das aber wirklich so? Oder wird nicht auch sehr viel im Hintergrund geherrscht? Ich finde, bei dem Thema hier wird das deutlich.

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    • Im Grunde genommen steckt eine zutiefst sexfeindliche Einstellung hinter solchen Forderungen.
      Viele der Befürworter eines Sexkaufverbots können sich schlicht und einfach nicht vorstellen, dass manche Dienstleisterinnen gerne Sex mit Kunden haben, zumindest lieber, als z.B. putzen zu gehen.

      Das Konzept einer Dienstleistung scheint ihnen ohnehin völlig unverständlich zu sein.

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  11. Matze schreibt:

    Amnesty International hält das schwedische Modell für kontraproduktiv. Zwangsprostitution wurde dadurch nicht abgeschafft oder reduziert, sie ist nur in den Untergrund gegangen und schwieriger zu finden.

    The Coalition Against Trafficking in Women says Amnesty’s proposal would see it “advocate the legalisation of pimping, brothel owning and sex buying – the pillars of a $99bn (£64bn) global sex industry”.

    Amnesty says the proposed policy drew on “an extensive evidence base”, including UN agencies, sex workers, abolitionist organisations and anti-trafficking groups.

    https://www.independent.co.uk/news/world/europe/legalising-prostitution-has-swedens-law-prosecuting-buyers-not-sellers-worked-10446167.html

    The law is forcing women who sell sex into more dangerous situations, it said, arguing that transactions have become faster and more furtive because men are afraid of the police, leading women to jump into cars without first checking if the driver is drunk, high or otherwise threatening. And the number of Swedes in favor of a ban on the sale of sex as well as its purchase appears to have grown.

    The Swedish Association for Sexuality Education — known by its Swedish initials, R.F.S.U. — said the results of the research review raised questions about the law’s effectiveness, as well as its impact on prostitutes and on women like Daniella seeking to leave prostitution. The group said in February that it was “far from obvious that the legislation had had the intended effect.”

    It said the law had increased stigma and discrimination, putting women who sell sex “in an even more precarious position,” and should be changed to better protect their rights.

    A 2014 report published in Norway concluded that the law had had the desired effect, noting that prostitution had decreased by 20 to 25 percent since the legislation was voted through in 2009.

    But the report’s methodology and conclusions have been questioned.

    „Prostitution volumes are about the same as before the law,“ said Astrid Renland, who heads the Pion organisation representing Norway’s prostitutes, estimating their number at „between 2,500 and 3,000“.

    Street prostitution has clearly diminished as a result of the law, but the decline can also be attributed to increased efforts to expel illegal aliens and social programmes to help drug addicts get clean.

    But more importantly, the sex trade has flourished on the Internet and on smartphones, and now takes place hidden from view of authorities.

    https://www.thelocal.com/20160409/sex-trade-less-visible-but-alive-and-well-in-northern-europe

    Alles innerhalb weniger Sekunden findbar.

    Für Politikerist das Gesetz natürlich ideal, weil nach außen hin kann man behaupten das alles shiny ist.
    Und Feministinnen ist das Einzelschicksal von Frauen eh egal, solange es nicht für deren Zwecke benutzt werden kann. Das schwedische Modell ist bei ihnen nur so beliebt, weil dort Männer bestraft werden und man so tun kann als ob man Frauen nicht die Freiheit nimmt zu tun was sie wollen.
    Andere Länder werden da auch noch nachziehen, ungeachtet der realen negativen Seiten.

    Als nächstes kommen dann Pornos, wo auch gegen jeden Forschungsbestand dann einfach behauptet wird das diese schädlich sind.

    Wie deine schöne Analogie:

    „Na, gut, dann verbieten wir Rosinen. Hergestellt, angeboten und gegessen dürfen sie ja noch werden, aber wehe!, es bezahlt jemand dafür.“

    Es ist bescheuert. Prostituierte dürften für ihren Sex nackt auf deinem Schoss tanzen, um dafür aggressiv zu werben, aber sobald du bezahlst, bist du ein Krimineller.

    Mal sehe wie sich das weiter entwickelt und ob sie noch genau so hinter den Käufern her sind, wenn diese keine Vagina haben oder zur ‚guten‘ Religion gehören:

    https://sputniknews.com/europe/201711141059075174-sweden-prostitution-migrants/

    Vielleicht denken die auch wie die Grünen:

    „Vor allem in den sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen habe es Opfer außerfamiliären pädosexuellen Missbrauchs gegeben. Sie waren zwar unterschiedlicher Herkunft, es handelte sich aber immer um Jungen. Seitens der linken Männer habe es bis Ende der 1980er Jahre für diese Opfer so gut wie keine Unterstützung gegeben. Ihr wurde entgegnet: ‚Wir wollen doch niemanden diskriminieren. Bei Jungen ist es vielleicht nicht so schlimm, bei Mädchen viel schlimmer. Im pädosexuellen Bereich ist das ja einvernehmlich, wir üben keine Gewalt aus.’

    (S. 85)

    Klicke, um auf bericht_komm_aufarbeitung_gruene_berlin_.pdf zuzugreifen

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  12. apokolokynthose schreibt:

    Sexhandel, ok.
    Ich will aber, dass Rosinen endlich verboten werden! Wie kann irgendein menschliches Wesen so etwas ekliges nur freiwillig essen?!? Oder unfreiwillig nur, wenn Menschenfleisch alle ist? In der Antarktis, kurz vorm Tod?
    Und die DDR war natürlich sexpositiv, aber gegen Marktwirtschaft. Also Sex entweder gratis oder per 5-Jahres-Plan, damit alle mal dürfen – vllt. ist DAS das Problem, was die gewisse Dame damit hat?

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  13. Pingback: Berufswünsche (#Blogparade) //2360 | breakpoint

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