Zuverlässigkeit //2280

Bei den Menschen in meinem Umfeld lege ich großen Wert auf Zuverlässigkeit.
Es ist mir wichtig, dass Zusagen auch eingehalten werden, so wie sie gemacht wurden.
Freilich kann auch mal etwas unvorhergesehenes dazwischen kommen, so dass dies nicht möglich ist. Darum geht es mir nicht. Bei einer nachvollziehbaren Begründung habe ich Verständnis dafür, wenn mal etwas nicht so klappt, wie ursprünglich versprochen.

Ich selbst bemühe mich ja auch, meine Zusagen einzuhalten. Ich plane von vornherein Zeitpuffer ein, und versuche mögliche Erschwernisse von Anfang an einzukalkulieren. Normalerweise mache ich nur Versprechungen, die ich auch wirklich gedenke einzulösen. Ich möchte keine unberechtigten Erwartungen wecken, und niemanden enttäuschen, wenn ich berechtigte nicht erfüllen kann.
Wenn ich mir nicht völlig sicher bin, so mache ich bei meinen Ankündigungen Einschränkungen oder äußere Vorbehalte, z.B. dass ich etwas nur „voraussichtlich“ so handhaben werde. Lieber sage ich zehnmal unnötig Nein, als einmal zu viel Ja, das ich dann nicht halten kann. Ein Nein bedeutet oft nur, dass ich mich zum aktuellen Zeitpunkt nicht definitiv festlegen kann.
Das Bemühen um die eigene Verlässlichkeit ist Zeichen des Respekts gegenüber seinen Mitmenschen.
Es ist nicht schlimm, wenn ausnahmsweise mal etwas anders läuft, als gedacht, so dass man es nicht schafft, seine Ankündigungen in die Tat umzusetzen.

Schlimm wird es jedoch, wenn die Ausnahme zur Regel wird.
Ich misstraue Personen, die immer wieder Ankündigungen und Versprechungen machen, deren Umsetzung dann aber wiederholt hinauszögern oder auch ganz bleiben lassen.
Solche Personen gibt es, die das immer wieder tun. Das hat bei denen System.
Wenn man sich nicht grundsätzlich auf ihre Worte verlassen kann, möchte ich persönlich mich nicht dauerhaft mit ihnen abgeben. Da fehlt der Wille, zu den eigenen Worten zu stehen, und meist ist bei denen noch nicht einmal ernsthaftes Bedauern zu erkennen, dass sie es nicht geschafft habe, ihre Zusagen einzuhalten.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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7 Antworten zu Zuverlässigkeit //2280

  1. keloph schreibt:

    dieser text könnte von mir sein. wort. für. wort.

    Gefällt 2 Personen

  2. mijonisreise schreibt:

    Kann ich auch nur zustimmen.

    Gefällt 2 Personen

  3. Plietsche Jung schreibt:

    Enttäuschte Erwartungen passen in heutiger Zeit zu Selbstüberschätzung.
    Es macht das Leben nicht einfacher.

    Gefällt 1 Person

  4. Leser schreibt:

    Es kommt mir auch immer wieder so vor, als würde das – vor allem jüngere Menschen – gar nicht mehr stören. Nicht nur mangelnde Zuverlässigkeit, sondern auch mangelnde Gewissenhaftigkeit, eine allgegenwärtige Egal-Haltung, und sich nicht mal an ein Detail zu erinnern, was man 5 Minuten zuvor erwähnt hat… Irgendwie scheint sich da gerade eine Menge zu wandeln, und ich weiß nicht, ob unsere Gesellschaft weiter so funktionieren kann – ich meine, wenn auch Menschen mit sicherheitskritischen Jobs so arbeiten, oder Ärzte, Kraftwerksfahrer, Lokomotivführer, ….?
    Interessante Zwickmühle: Die Digitalisierung nimmt den Menschen immer mehr das Denken ab, und zugleich scheint die Denkfaulheit der Menschen der Digitalisierung immer mindestens eine Nasenlänge voraus zu traben.

    Gefällt 1 Person

  5. Pingback: „Sei du selbst!“ //2301 | breakpoint

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