Nur ein wenig Frust //2208

Als ich vor Jahren im Begriff war, mich selbständig zu machen, war es klar, dass ich dafür auch eine Website brauchte. Es traf sich gut, dass mein Internet-Provider auch Hosting anbot.
In all den Jahren fand ich es immer ungemein praktisch, dass mein Internetzugang und meine Webspace von derselben Firma bereitgestellt wurden, so dass ich beides aus einer Hand erhielt, und über das gleiche Webportal beides konfigurieren und verwalten konnte (auch wenn die Oberfläche zeitweilig recht unübersichtlich war).

Dann – das ist inzwischen schon wenige Jahre her – spaltete diese Internetfirma sich auf. Das Hosting wurde jetzt in Kooperation mit einem anderem Unternehmen gemacht.
Für mich bedeutete das, dass ich mich nicht mehr wie üblich, auf einer bestimmten Seite anmelden konnte, und dann einfach das Produkt switchen konnte. Nein, es gab jetzt zwei verschiedene Logins, von denen ich mir das neue einfach nicht merken konnte.
Mein FTP-Zugang wurde umgestellt (immerhin jetzt secure), mit einer Adresse, die ich mir ebenfalls nicht merken kann. Das machte alles deutlich komplizierter.

Wenn ich etwas an meinem Internetzugang nachschauen oder ändern wollte, dann ging alles noch wie gewohnt. Aber sobald ich an meinen Websiteeinstellungen Änderungen machen wollte, war es jedesmal eine halbe Odyssee, bis ich dahin kam, wo ich wollte.
Gewohnheitsmäßig hatte ich mich ganz normal eingeloggt, bekam aber dann nur den Hinweis, dass ich mich auf dem anderen Portal noch mal einloggen müsse.
Nach mehrmaligen Irrungen hatte ich mir zumindest das gemerkt. Also wollte ich mich jetzt gleich auf dem für die Website zuständigen Portal einloggen. Ich hatte die Seite noch nicht gebookmarkt, also suchte ich über Google, folgte dem Link, loggte mich ein .. nur um die Meldung zu lesen, dass ich mich über das Portal meines Landes einloggen müsse. Immerhin war dahin verlinkt. Die hätten mich aber auch einfach weiterleiten können. Das wäre für mich wesentlich komfortabler gewesen.

Es begab sich gerade, dass ich ein paar Ergänzungen bei meiner Datenbank machen wollte (wenigstens der Aufruf von SQLadmin ist jetzt leichter zu finden). Bei der SQL-Ansicht pastete ich meine vorbereiteten SQL-Queries mit den Insert-Statements in das entsprechende Feld – bloß um die Meldung zu kriegen, dass ich erst die Datenbank auswählen soll. Das hatte ich eigentlich – zumal ich nur eine nutze. Naja – dann klickte ich halt erst noch ein wenig herum, und beim zweiten Versuch ging es dann.

Auch wenn das jetzt etwas off topic ist, möchte ich darauf hinweisen, dass ich derzeit Kontaktnachrichten oder Mails , die mir auf meinen breakpoint-Account zugeschickt werden, zwar lesen, aber nicht beantworten kann. Ich habe aktuell an dem dafür genutzten Rechner immer wieder technische Probleme (wäre ein Eintrag für sich!), und möchte nach einer Neuinstallation vorläufig – bis hoffentlich wieder alles stabil läuft – den Mailclient dafür noch nicht einrichten.
[Man kommt da übrigens vom Hundersten ins Tausendste: Weil ich Englisch als User-Language eingestellt hatte, bekam ich wieder längst gelöst geglaubte Probleme mit den Umlauten bei gewissen Unicode-Konvertierungen – aber das ist jetzt völlig off topic.]

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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3 Antworten zu Nur ein wenig Frust //2208

  1. Leser schreibt:

    Ich weiß welche Firma das ist. Ich habe da mal im Hosting Technik Support gearbeitet. Absolter Drecksladen. Zugleich weiß ich heute aus leidvoller Erfahrung, dass deren sftp Zugang bzw. Server bei größeren Dateiübertragungen (also z.B. ein ganzes CMS mit hunderten von MB und hunderttausenden von Dateien) mittels Filezilla öfters mal Dateien „verliert“, die man dann manuell raussuchen muss. mc ist da als (s)ftp Client weitaus besser für geeignet. Wenigstens haben sie keinen Bug, wie ihr größter Hosting-Konkurrent hierzulande, dass man eine sftp-Verbindung mit mc aufbaut, und dann im root-Verzeichnis des Servers landet, anstatt in dem Verzeichnis, in das man will (und zugleich auch keine Berechtigungen, um in das entsprechende Verzeichnis zu wechseln), dann muss man immer den Support anrufen, dass die das fixen.
    Kurzum: Diese Platzhirsche bei den Hosting-Anbietern sind Schrott. Lieber einen kleinen Anbieter wählen, der nur Hosting macht, dafür aber professionell ist und wo alles ordentlich funktioniert.

    Lustig ist auch, die DSL-Kunden hatten früher auch mal Webspace in ihren Verträgen, aber weder PHP noch mySQL-Datenbanken…
    Aber ja, die Abteilungen waren schon immer sehr weit voneinander getrennt – so weit, dass die meisten Kunden, die beides hatten, sogar meist unterschiedliche Kundennummern hatten, weil sie eben nicht darauf geachtet haben, alles zu zentralisieren. Damit war dann die Umstellung auf eine neue Marke für viele auch weniger ein Problem (nehme ich mal an – meine Zeit dort liegt inzwischen mehr als eine halbe Dekade zurück, ich war damals froh, dass der Vertrag befristet war und ich somit da wieder einfach rauskam, elende Schinderbude…hat mich in ne Depression gestürzt, der Job).

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    • Insgesamt war ich eigentlich immer recht zufrieden mit dieser Firma.
      Meine FTP-Uploads habe ich aber auch immer nur händisch gemacht (und mache immer noch). Das sind bei mir auch jedesmal nur einzelne Dateien und höchstens 20MB groß.

      Meine erste kleine Homepage habe ich damals auf dem beim DSL-Vertrag enthaltenen Webspace erstellt. Mit Server Side Includes lässt sich auch so einiges bewerkstelligen.

      Deine Nachricht habe ich erhalten. Diese Mailadresse nutze ich aber schon seit langem nicht mehr.

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      • Leser schreibt:

        Die einzelnen Dateien sind auch meist <1kB groß, aber es sind halt 60.000 oder 420.000 oder sowas – das kommt bei einem CMS schon mal zusammen (z.B. ein Shopsystem, oder selbst eine umfangreiche WordPress-Site – Typo3 bei diesem Hoster soll wohl die absolute Hölle sein, deshalb wurde das bisher immer gründlich umschifft). Wenn dann von diesen vielen vielen Dateien, z.B. bei 60.000 Stücj, 6 Dateien fehlen, irgendwo in der Verzeichnisstruktur der Website (mit hunderten von Unterverzeichnissen), dann ist das zwar nur 0,1 Promille Fehlerrate, aber eben schon zu viel, um damit produktiv zu arbeiten, denn man braucht zu lange, um die sich von Hand rauszusuchen…

        In meiner Zeit in deren "Support" habe ich auch abenteuerliches erlebt. Das beste war ein Kunde, der mehrere Verträge vor Jahren gekündigt hatte, und dem immer wieder seltsame Abbuchungen des Unternehmens auf seinem Konto aufgefallen sind, und als er es dann endlich mal klären wollte, hat er nach etlichen Anrufen in den verschiedensten Abteilungen dann mich dran gehabt, und ich war der erste, der den Job ernst genug genommen hat, dass ich mich dahintergeklemmt und das Chaos in der Kunden-Datenbank zu verstehen versucht habe, um ihn dann erst an eine höhere Stelle weiterzuleiten. Ich glaube, die Rückzahlung, die der erhielt, war mind. 4-stellig. Weil die Firma einfach weiter abgebucht hat, trotz gekündigter Verträge…!
        Bei so einem Verein möchte ich wirklich nicht Kunde sein (das haben übrigens die damaligen Kollegen aus der DSL-Abteilung auch gesagt, die sozusagen "hands on" mitbekommen haben, was dort so alles schief lief). Andererseits ist auch die Frage, ob die anderen DSL-Anbieter irgendwie besser sind, und nach meinem Anbieterwechsel im letzten Jahr weiß ich zumindest, dass der Anbieter, den ich verlassen habe, ähnlich drauf ist…

        Und: Dann kannst Du mir ja mal eine Mail von der neuen (bzw. aktuellen) Adresse schicken, wenn Du wieder kannst! 🙂

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