Freizeit mit Kindern //2201

Carsten hatte es Sophie und Niklas schon vor längerem versprochen, mit ihnen einen Freizeitpark zu besuchen. Es wurde höchste Zeit, das Versprechen einzulösen, da der Sommer sich dem Ende nähert.
Da Carsten ja seinen Arm noch schonen soll, blieb die Autofahrt an mir hängen.
Verena hatte dringend einige andere Erledigungen zu machen (für die sie mal unabgelenkt durch die Kinder sein wollte), so dass sie nicht mitkam. Sonja ist für ein paar Tage weggefahren, solange noch Schulferien sind.
Die Betreuung der Kinder war also Carsten’s und meine Aufgabe.

Wir holten sie am Vormittag ab und fuhren dann gemeinsam zum Freizeitpark. Das war ein ziemlicher Umweg, ließ sich aber nicht vermeiden.
Während der Fahrt erzählte Sophie, dass sie sich schon sehr auf die Schule freue. Einige ihrer Freundinnen werden in die gleiche Klasse kommen, nur leider ihre liebste Freundin, ein indisches Mädchen, nicht, da diese mit ihren Eltern wieder zurück nach Indien gezogen ist.
Nach aktuellem Stand ist ja abzusehen, dass Sophie nur ein Jahr lang die hiesige Schule besuchen wird. Dann will ihre Mutter wieder wegziehen. Ein vorheriger Umzug war daran gescheitert, dass diese selbst erst ihre Berufsausbildung abschließen muss.
Es war insgesamt ein recht unbeschwerter Tag. Niklas hatten es vor allem die Autoscooter angetan (wobei es mir zufiel, etliche Runden mit ihm zusammen zu drehen). Auch die Knappenschule begeisterte ihn. Sophie gefielen besonders die vielen Tiere, die man beobachten und teilweise sogar streicheln konnte.

Mittags aßen wir hauptsächlich Pommes Frites.
Während des Essens erwähnte Carsten, dass die von mir eigenhändig hergestellten, selbstgeschälten und geschnittenen Pommes Frites viel besser schmeckten. Das tun sie allerdings, beschäftigen mich aber (je nach Menge) schon leicht zwei Stunden. Das Schälen und insbesondere das Schneiden der Kartoffeln empfinde ich als recht meditativ und entspannend, weshalb ich mir diese Tätigkeit auch nicht nehmen lasse.
Carsten hat die Kinder jetzt eingeladen, uns das nächste Mal, wenn ich Pommes Frites mache, zu besuchen. Naja, frühestens wenn es neue Kartoffeln gibt. Erfahrungsgemäß irgendwann Mitte September, und auch dann nicht sofort. In jedem Fall ist Sophie bis dahin ein Schulmädchen.

Wenn wir sonst den Freizeitpark besucht hatten, hatte Carsten es sich nicht ausreden lassen, eines der Ruderboote zu benutzen (mit mir als unfreiwilligem Passagier). Diesmal wären Sophie und Niklas gern mitgefahren, aber Carsten lehnte zunächst ab, da sein Arm das noch nicht mitmacht.
Als aber die Kinder bettelten („ach, bittebitte, Öpilein!“), gab er doch nach, und fuhr ein Stück mit ihnen.

Es ist wohl nicht erstaunlich, dass wir mehrmals für eine Familie gehalten wurden. Ich gehe vom Alter her locker als ihre Mutter durch, wirke außerdem sogar noch deutlich jünger, als ich bin. Und bei Männern gibt es ja kein Alterslimit, zumal die Ähnlichkeit von Carsten und seinen Enkeln frappierend ist.
Wie machen das eigentlich Paare mit leiblichen Kindern – also richtige Eltern? Wenn sie pausenlos auf ihre Kinder aufpassen müssen, finden sie doch überhaupt keine Gelegenheit, sich mal ungestört zu einem Schäferviertelstündchen zurückzuziehen.

Am Spätnachmittag waren die Kinder merklich müde, und Carsten und ich hatten auch mehr als genug. Also fuhren wir wieder zurück. Wir lieferten die Kinder wieder daheim bei Verena ab, und traten selbst den Heimweg an, um das längst fällige Schäferhalbstündchen nachzuholen..
Erst am Abend gab Carsten zu, dass sein Arm sich wieder deutlich verschlechtert hat. Das sind wohl die Folgen der Ruderei, und war abzusehen gewesen.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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16 Antworten zu Freizeit mit Kindern //2201

  1. Athropos schreibt:

    Nicht umsonst werden Kinder manchmal scherzaft als biologisches Kontrazeptivum benannt

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    • Ja, allerdings. Wundert mich gar nicht, dass es so viele Einzelkinder gibt.
      Aber wie war das früher, als noch Familien mit vielen Kindern üblich waren?

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      • Athropos schreibt:

        Da waren die Kinder imo öfter allein an der frischen Luft (bzw. in Gruppen mit den Nachbarskindern. Und das Fernsehprogramm war damals auch nicht so umfangreich (bzw. überhaupt vorhanden, je nachdem wie weit du den Begriff spannen willst – in dem Fall waren wahrscheinlich auch weniger Skrupel dabei, wenn man dem Buch von (gerüchteweise) Felix Salten glauben will).

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  2. mijonisreise schreibt:

    Nun … als Paar plant man den Sex dann oder nutzt jede sich bietende Gelegenheit 😁
    Geht, wenn man will 😎

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  3. ednong schreibt:

    Diese Gedankengänge 😉
    Na, dann wollen wir mal hoffen, dass der Armi sich dann wieder schnell erholt von den Strapazen, damit die Heilung nicht noch unnötig lange braucht.

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  4. blindfoldedwoman schreibt:

    Pommes zweimal frittiert und welches Fett nimmst Du?

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  5. Pendolino70 schreibt:

    Verena hat die Zeit sicher gut genutzt 😉

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  6. Pingback: Kartoffeln und Würstchen //2237 | breakpoint

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