Auf Berges Halde //2166

Dieses Jahr hatte ich es vermeiden können, das hiesige Volksfest zu besuchen. Dort sind mir viel zu viele Leute, es ist zu eng, zu laut, und ein Bier kann ich auch anderswo trinken, wenn mir danach ist.
An die Belegschaft hatten wir trotzdem zwecks Mitarbeiterbindung Biermarken verteilt. D.h. das sind eigentlich Gutscheinhefte. Außer Marken für zwei Bier (bzw. andere Getränke) sind auch noch Essenscoupons dabei.
Carsten hatte in seinem Büro noch ein Heftchen gefunden, und so machten wir ausnahmsweise mal früher Feierabend, um die Gutscheine im betreffenden Bierkeller einzulösen. Es war zwar ziemlich kühl, aber einen anderen Zeitraum hätten wir vorläufig nicht gefunden, und bei brütender Hitze wäre so ein Ausflügchen auch nicht erholsam gewesen.

Unser Weg führte uns zunächst in einen öffentlichen Garten in der Nähe des Volksfestgeländes. Die Wege sind dort sehr steil und es gibt ziemlich skurrile Skulpturen. Meistens ist dort nicht viel los, aber diesmal liefen mehr Leute herum als üblich.
Wir hielten uns also nicht allzu lange auf, sondern gingen gleich weiter zum Bierkeller, der den ganzen Sommer über geöffnet hat. Dabei liefen wir über das Gelände des Volksfestes. Im Vorfeld hatten wir gehört gehabt, dass etliche Bäume hätten gefällt werden sollen, da sie der vorige trockene Sommers arg mitgenommen hatte, so dass ihre Stabilität nicht mehr sicher gewährleistet werden konnte. In der Tat muss einer der Bäume bei stürmischem Wetter bereits umgestürzt sein. Wir sahen also einige Bäume, denen die Krone geköpft worden war, und von denen nur noch ein jeweils drei bis vier Meter hoher Stumpf übriggeblieben war. Es ist schade um diese Bäume, hatten sie den Besuchern und Passanten doch immer angenehmen Schatten gespendet.

Wir lösten eine der Biermarken ein, und kauften uns eine Brezel sowie etwas Emmentaler, bevor wir die Treppe nach oben stiegen, um uns dort an einem der Tische niederzulassen.
Mir fiel auf, dass ein Bier jetzt nur noch 7 Euro kostete. Eine Biermarke hatte aber 9.50 Euro gekostet, da dies während des Volksfestes der Preis für ein Bier gewesen war. Als ich das kritisierte, meinte Carsten gleichgültig: „Würde dir das Bier denn besser schmecken, wenn es teurer wäre?“
Ich ging nicht auf diese Fangfrage ein, sondern erinnerte bedauernd daran, dass die wichtigste lokale Brauerei kürzlich geschlossen hatte.
Als wir fertig waren, gaben wir den Bierkrug wieder ab und erhielten das Pfandgeld zurück. Es war noch früh am Abend, so dass wir einen weiteren Spaziergang zu einer kleinen Anhöhe machten. Hier ist fast nie etwas los, und auch diesmal war alles ruhig.

Unter den Bäumen drückte ich mich eng an Carsten, bevor ich seine Hose öffnete. Bei mir selbst ist das viel einfacher, mich untenrum frei zu machen. Zumindest im Sommer muss ich nur den Rock ein wenig hochschieben. Mit einem geübten Griff schob er seinen Freudenspender tief in mich hinein.
Im Gegensatz zu ihm hatte ich an der genauen Stelle aber keinen festen Stand, so dass ich ihm bedeutete, ein Stückchen weiterzugehen, um mich am Geländer anlehnen zu können. Leider war das Geländer aber so niedrig, dass ich doch nicht ganz abschalten konnte, denn dahinter ging es steil den Berg hinunter, so dass ich etwas Aufmerksamkeit dafür vorsehen musste, mein Gleichgewicht zu halten.
Als wir uns gerade so schön aneinander erfreuten, hörten wir plötzlich Stimmen. Carsten ist da leider übervorsichtig, und zog sich sofort zurück. Ich war so enttäuscht, dass mir Tränen in die Augen stiegen, während Carsten bereits seine Hose wieder verschloss.
Als die Leute sich endlich entfernt hatten, nahmen wir unsere Vergnügung wieder auf, und konnten sie diesmal erfolgreich zum Abschluss bringen.

Erst jetzt spürte ich, dass es eigentlich recht kühl war, und ich fröstelte.
Carsten legte seinen Arm wärmend um mich, als wir uns langsam auf den Heimweg machten.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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7 Antworten zu Auf Berges Halde //2166

  1. Christian_who schreibt:

    Das hört sich nach einem gelungenem Feierabend an 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Leser schreibt:

    Carsten: Kurz warten bis die Leute weg sind.
    Aber Dir steigen dabei die Tränen in die Augen? Ist das irgend eine hormonelle Reaktion, oder sowas? Weil, von der Ratio her weißt Du ja, dass es gleich weitergeht, bzw. allerspätestens zuhause…?

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  3. Mia schreibt:

    Was für ein ficktiefer Interruptus!

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