Rant zur Klimaidiologie //2139

Ich muss mal wieder einen Rant rauslassen, gerade auch, weil ich mich sonst mit dem Thema zurückhalte.
Diese Klimahysterie nervt mich inzwischen. Die wollen sich mit ihrem sinnlosen, aber kostspieligen Aktionismus doch nur als moralisches Vorbild aufspielen.
Wir befinden uns am Ende einer Eiszeit. Ich freu mich drauf, wenn es etwas wärmer wird.
Das Klima ist ein hochkomplexes, rückgekoppeltes, nicht-lineares System, das von einer Unzahl sich gegenseitig beeinflussenden Variablen abhängig ist. Es ist anmaßend und absolut unwissenschaftlich, anzunehmen, man könne es langfristig vorausberechnen. Kein seriöser Wissenschaftler kann ernsthaft behaupten, er wisse wo es lang geht. [Wer schon mal versucht hat, den Verlauf seines Menstruationszykluses für ein Jahr vorauszuberechnen, weiß, dass das höchstens durch Zufall mal klappen könnte. – Und das war noch ein vergleichsweise äußerst triviales Beispiel.]
Der aktuelle Kohlendioxidgehalt ist sehr niedrig, wenn man nicht nur die letzten paar hundert Jahre betrachtet (wie das manipulativerweise gerne gemacht wird), sondern den Verlauf seit Erdentstehung. Der größte Teil wird durch Vulkanausbrüche freigesetzt. Das bisschen, was der Mensch dazu beiträgt, ist kaum der Rede wert.
Sämtliche Aktionen, die man gegen Kohlendioxid-Emissionen ausführt, können durchaus nach hinten losgehen.
Für die Flora ist eine höhere Kohlendioxidkonzentration förderlich. Pflanzen wachsen und gedeihen dann besser. Durch Photosynthese wandeln sie CO2 wieder in Sauerstoff um, was das Kohlendioxid wieder vermindert. Die Natur regelt vieles selbst, ohne dass sich der Mensch da narzistisch-anthropozentrisch überschätzen sollte.

Natürlich muss man etwas für den Erhalt der Umwelt tun, und seinen Abfall nicht achtlos wegschmeißen. Aber diejenigen, die hier am lautesten schreien, Forderungen aufstellen und Schule schwänzen, sind nicht unbedingt die, die mit unserer Natur am umsichtigsten und schonendsten umgehen.
Ich habe beispielsweise schon so lange ich denken kann Strom gespart, indem ich elektrische Verbraucher nicht länger laufen ließ als notwendig.
Mittlerweile habe ich z.B. meine gesamte Beleuchtung auf LEDs umgestellt (die quecksilberbelasteten Energiesparlampen waren dagegen ein Irrweg).
Plastiktüten habe ich nie nach einmaligem Gebrauch weggeworfen, sondern ich hebe sie auf zur Wiederverwendung. Inzwischen habe ich davon schon zwei große Kisten voll.
Ebenso sammle ich alte Zettel. Die Rückseiten von Reklame oder unwichtigerer Post taugen noch einwandfrei, um darauf etwas auszudrucken, das man nur vorrübergehend braucht. Gebrauchte Briefumschläge nutze ich als Schmierpapier oder Notizzettel.
Ich habe kein Auto. Wenn ich ein Ziel nicht zu Fuß erreiche, dann bevorzuge ich öffentliche Verkehrsmittel. Etwa ein- bis zweimal pro Jahr muss ich geschäftlich fliegen. Das kann ich leider nicht vermeiden. In den Urlaub fliegen wir nur, weil wir ins Warme wollen. Wenn tatsächlich die globale Erwärmung kommt, dann ist es hoffentlich hier warm genug, dass wir hier in der Gegend bleiben können und der Urlaubsflug nicht mehr notwendig ist.
Ein Smartphone habe ich zwar, nutze es aber nur in Ausnahmefällen.
Das waren jetzt nur ein paar Beispiele. Sollen mir das diese bigotten Klimaheuchler erst mal nachmachen!

Unsere Energiepolitik ist ja auch zum Heulen. Ich hatte mir schon vor sehr langer Zeit vorgenommen, nicht mehr darüber zu diskutieren, weil bei diesem Thema die Vehemenz der Forderungen negativ korreliert mit der Fachkompetenz der Person ist.
Ganz kann ich es mir aber doch nicht verkneifen. Da werden etablierte, saubere Technologien aus populistischen Gründen einfach auf den Müllhaufen der Geschichte geschmissen.
Sonne und Wind sind nicht grundlastfähig. Wenn man an einem windstillen Winterabend keinen Stromausfall will, muss man halt Strom aus Osteuropa einkaufen – und nicht nur dann.
Die Strompreise explodieren, und somit auch die Preise von allem, für dessen Herstellung man Strom braucht.
Tja, der hochgelobte Solar – oder Windstrom .. wisst ihr, welchen hochgiftigen Chemiecocktail man für die Herstellung von Solarzellen braucht? Und für die Magnete der Windräder braucht man seltene Erden wie Neodym. Deren Einsatz ist nicht nachhaltig, mal ganz davon abgesehen, dass Windräder das Mikroklima beeinflussen und für Vögel, Fledermäuse und Insekten eine Gefahr sind.

Elektroautos werden als Lösung ohne CO2-Ausstoß angepriesen. Weil der Strom ja bekanntlich aus der Steckdose kommt. Leute, unser Stromnetz ist überhaupt nicht dafür ausgelegt, dass jetzt ein großer Teil der Autofahrer vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb umschwenkt.
Die Ökobilanz sieht aufgrund der Akkus auch nicht berauschend aus. Sinnvoll wären Elektroautos nur in großen Städten, um dort lokal die Feinstaubbelastung zu verringern.
Noch besser für diesen Zweck wäre der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel. Dafür dürfte der Staat (also im Endeffekt wir Steuerzahler) ruhig mal was spendieren. Wenn Busse und Bahnen häufiger fahren und dabei deutlich preisgünstiger werden, hätten viele Autofahrer einen Anreiz umzusteigen.
Erst mal nur in den Städten. Auf dem Land ist das Thema leider komplexer, und Ergebnisse kostspieliger. Grundsätzlich sollte das Ziel darin bestehen, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen als den motorisierten Individualverkehr.

Aber jetzt habe ich genug gerantet. Es reicht. Bevor ich noch weiter abschweife, höre ich lieber auf.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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18 Antworten zu Rant zur Klimaidiologie //2139

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Tja.. so schaut es aus.
    Man sieht, wie moderne Propaganda selbst in der heutigen Zeit wirkt.

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  2. idgie13 schreibt:

    Mir geht’s da genauso wie Dir. Mich nervt die Hysterie auch.
    Noch dazu wird man dann als Landbewohner mit Gemüsegarten (ohne Gift und zubetonierte Flächen), der selber kocht, auch noch als rückständig bezeichnet.
    Die Demos sind hat grad hip – Smartphones, Billigklamotten, Flugreisen, Fastfood und Internetbestellungen en masse werden aber nicht in Frage gestellt.

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  3. Talianna schreibt:

    Dass erdgeschichtlich Warmzeiten die Norm und nicht die Ausnahme waren, ändert nichts daran, dass wir eine Kultur der Ausnahme sind – die Anpassung wird verdammt schwer.

    Die Unterstellung, dass eh eine Warmzeit kommt, zieht auch nicht. Kaltzeiten der Erde waren stets in Zeiten stärkster Vereisung und Zwischenzeiten strukturiert, die kühler als die „normalen“ Warmzeiten, aber deutlich wärmer als die Zeiten der Vereisung waren. Ob die Warmzeit ohnehin käme, ist also zumindest fraglich.

    Eine deutliche Beschleunigung der Erwärmung koinzidiert zumindest frappierend mit dem Menschen, der massiv fossiles CO2 in die Atmosphäre pumpt. Man mag von Schulausstand wegen des Klimawandels halten, was man will. Dass aber die Generation der heutigen Schüler mit dem zunehmenden Abgleiten in eine Warmzeit zu leben und die fundamentalen Veränderungen der Menschheit (allein an altuell stark bewohnter Küstenfläche) und ihrer Kultur zu stemmen hat, ist ebensowenig zu leugnen wie die Tatsache, dass fossile Brennstoffe zu verfeuern zumindest nicht hilft, die Kaltzeit zu verlängern, auf die unsere Zivilisation adaptiert ist.

    Ich persönlich würde unterstellte oder echte Bigotterie der Überbringer nicht mit der Falschheit oder Irrelevanz der Botschaft gleichsetzen wollen.

    Gefällt 1 Person

    • Ob es in den nächsten Jahrzehnten tatsächlich signifikant wärmer wird, ist völlig offen. Es gibt ja auch Prognosen, dass aufgrund sinkender Sonnenaktivität wieder eine kleine Eiszeit bevorsteht.
      Ich persönlich halte es da mit dem Klimaagnostizismus, und halte viele Forderungen der sog. Klimaschützer für weit überzogen, meist unwirksam oder unrealisierbar und teilweise sogar schikanös. Das Schüren von Panik und Verbreiten von Weltuntergangsängsten ist verantwortungslos.

      Völlig unabhängig davon ist ein resourcensparender, pfleglicher und vernünftiger Umgang mit unserer Erde natürlich enorm wichtig und notwendig – denn wir haben nur die eine.

      Liken

      • Talianna schreibt:

        Wie gesagt – unser derzeitiger Umgang mit Ressourcen ist ruinös, darin stimmen wir wahrscheinlich überein. Dass die Modelle die Komplexität des Klimas kaum voll abbilden können und daher Prognosen schwierig sind, ist auch wahr – ebenso wahr ist, dass eine erdgeschichtlich „normale“ Warmzeit und unsere derzeitige Nahrungsmittelproduktion, Lebensraumverteilung und einiges mehr nicht kompatibel sind.

        Es ist auch richtig, dass viele Einflussfaktoren auf das Klima einwirken. Dennoch sind ist das Tempo in Veränderungen von (allgemein als solche anerkannten) Einflussfaktoren durch menschgemachte Entwicklungen frappierend. Wir sind nicht mit einzelnen Vulkanausbrüchen vergleichbar, sondern eher mit der Entstehung von Flutbasalten wie das Dekkan-Plateau. Als Beispiel: würde ich mit heutigem Holz auf antike Weise eine Fälschung von Tut-Anch-Amuns Totenmaske herstellen, hätte ich gute Chancen, dass aufgrund der Menge (C-14-freien) fossilen CO2s in der Atmosphäre der C-14-Gehalt gering genug ist, dass die Fälschung mit der Radiokarbon-Methode als altägyptisch durchginge. Diese erdgeschichtlich in Bruchteilen eines Wimpernschlags geschehene Veränderung der Atmosphäre könnte vielleicht Rückstellkräfte erfahren, die sie zurückpendeln lassen, aber die Erdgeschichte lehrt auch, dass im Klima auch selbstverstärkende Effekte drin sind, die zu einem Gleichgewicht auf neuem Niveau ggf. unbekannter Lage führen. Insbesondere der kombinierte Effekt aus der Rückstrahlung von Energie durch polares Eis, Meeresspiegel-Niveau und Wolkenbildung dürfte kein „gleitendes“ Gleichgewicht haben, sondern mehrere stabile Punkte, die eventuell für die Möglichkeiten, wo und wie Menschen leben können, himmelweite Unterschiede bedingen können. Viele von uns sind ja schon mit durch unsere eigenen Vermehrungs- und Kultureigenschaften erzeugten Wanderungsbewegungen überfordert. Die Sonne gibt uns noch Zeit? Super. Ändert nichts dran, dass die klima-abhängige Menschheit im Moment die wohl schnellste Transiente in einem klima-beeinflussenden Faktor fährt – und das eigentlich nicht sein müsste.

        Wenn wir radikale Maßnahmen ergreifen, werden wir vermutlich eigene Probleme erzeugen. Aber im Klima-Agnostizimus liegt auch die Gefahr, dass wir nichts tun. Dann haben wir vielleicht Glück, weil wir aus Versehen oder recht spät das Richtige tun, vielleicht aber auch nicht. Wollen wir wirklich ausprobieren, ob unser Klima mit seiner an einigen Steuerhebeln sitzenden Bedienmannschaften eher ein RBMK-Typ (Tschernobyl) oder ein Leichtwasser-DWR (Three Mile Island) ist? Blinder Aktionismus wird’s nicht richten – Stillhalten und Zulassen des Fortgangs der derzeitigen Entwicklung vermutlich aber auch nicht.

        … und als Nachgang, wie ich mich hier eigentlich verstanden wissen möchte: Ja, ich stimme Dir zu. Das Klima und die Einflussfaktoren sind ziemlich komplex. Ja, auch in der Klimapolitik und deren zugehörigen Bewegungen sind Panikmache und übersimplifizierte, oft wirkungslose Schnellschüsse unterwegs – und gehören leider zu den lautesten Stimmen. Leider klingt aber auch der Klima-Agnostizismus für viele Menschen wie: „Hab‘ eh keinen Einfluss, wieso soll ich nicht den nächstgrößeren SUV kaufen, von dem Geld, das ich beim Abschaffen des ÖPNV-Monatstickets spare?“ Dass DU das anders siehst, geht aus Deinem Beitrag hervor – Stichwort ressourcenschonend. Klima-Agonstizismus wird aber auch ganz leicht (und bei vielen weniger differenziert denkenden Menschen) zur Entschuldigung, eben einfach nichts an dem Weg zu immer größerem Energie- und Ressourcenverbrauch hin zu ändern. Und das – ist nicht nur nicht ökologisch, sondern eigentlich auch ökonomisch ungünstig.

        Sorry für den Gegenrant.

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  4. keloph schreibt:

    du brauchst nicht aufzuhören. ich bin genau deiner meinung.

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  5. thrillerbraut schreibt:

    Du sprichst mir aus der Seele. Danke für diesen Beitrag!

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