Schreiben //2127

Seltsam .. mir ist gerade bewusst geworden, dass ich momentan seit, langer, langer Zeit an keinem größeren Projekt schreibe.

Ich weiß gar nicht, wie lange das schon her ist. Spätestens seit Ende meines Studium habe ich immer etwas geschrieben. Das ging los mit der Diplomarbeit. Danach als Angestellte habe ich zumindest Berichte geschrieben. Dann ging es los mit dem Codeschreiben. Specs, Manuals, sonstige Dokumente kamen hinzu. Als Beraterin gab es ebenfalls diverse Berichte und Whitepapers. Als ich in der Firma begann, habe ich immer noch Specs geschrieben, oder entsprechende Dokumente. Parallel dazu gab es mehrere Publikationen – die Papers und natürlich die Dissertation. Zwischendurch beschäftigte mich das Fachbüchlein, und vielleicht noch ein paar kleinere Elaborate, die ich jetzt nicht extra aufliste.
Aber aktuell ist es ruhig (vom Blog mal abgesehen). Weder Specs noch andere schriftliche Werke. Für den Spätsommer/Frühherbst sind wieder ein oder zwei Papers vorgesehen, aber die kann ich aus Gründen jetzt noch nicht richtig in Angriff nehmen.

Wenn ich es recht bedenke, habe ich schon viel früher mit dem Schreiben begonnen. Als ich das noch nicht konnte, diktierte ich meiner Mutter irgendwelche Geschichten, die sie in kleine Hefte schrieb (und alle verfügbaren Erwachsenen mussten korrekturlesen). Ich illustrierte sie selbst. Leider ist davon nichts erhalten geblieben.
In meiner Jugend begann ich dann, mehrere Romane zu schreiben. Das Genre ging in die Science-Fiction-Richtung, teilweise auch dystopisch. Ich habe aber nie eines der Werke beendet. Früher oder später kam es zu irgendwelchen Sexszenen (so wie ich mir das damals vorstellte), und danach war die weitere Storyline für mich uninteressant.
Jetzt fällt’s mir wieder ein, dass ich sogar einmal angefangen hatte, ein Kinderbuch zu schreiben. Eigentlich sollte es um mehrere Tiere gehen. Alles schön gereimt in Versform (und mit dilettantischen Illustrationen). Aber im wesentlichen beschrieb ich dabei doch nur das Paarungsverhalten von Katzen.

Tja, und jetzt sitze ich da ohne ein größeres Schreibprojekt. Es ist nicht so, dass ich sonst nichts zu tun hätte. Ganz im Gegenteil – der ganze organisatirische Management-Kleinkram zermürbt mich. Mich auf ein einzelnes Projekt zu konzentrieren, hat meinem Alltag sonst eine gewisse Struktur gegeben. Jetzt ist hier mal eine Besprechung, dort muss ich seitenweise Dokumente anderer Autoren lesen, dann will ein Mitarbeiter was von mir .. vieles davon ist unplanbar, bzw. wird kurzfristig wieder umgestoßen. Die Flexibilitätsanforderungen und der unablässige Entscheidungsdruck reiben mich auf, während meine systematisierenden und kreativen Stärken brachliegen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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2 Antworten zu Schreiben //2127

  1. ednong schreibt:

    Hach ja,
    ich bedauere Dich aus tiefstem Herzen. Und das ist absolut ernst gemeint.

    Liken

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