Allein zwischen Medizinern //2050

Auch wenn ich es schon länger nicht mehr erwähnt habe, habe ich dennoch immer noch das Medizinerprojekt an der Backe.

Als ich als Ehrengast zu einer Veranstaltung eingeladen wurde, konnte ich schlecht absagen.
Gleich beim Eintritt bei der Registrierung gab es Probleme. Ich stand nicht auf der Anmeldungsliste, und hätte den Teilnahmebetrag entrichten sollen. Das sehe ich natürlich überhaupt nicht ein. Ich wurde ausdrücklich eingeladen, bin also kein regulärer Teilnehmer. Ich bin Hauptsponsor der Veranstaltung (es gibt noch ein paar kleinere Sponsoren, und ein Teil der Kosten wurde auch auf die Teilnehmer umgelegt). Als ich gerade wieder gehen wollte, sah mich einer der Ärzte, der mich kannte, und der bei der Organisation der Veranstaltung mitgewirkt hatte, kam zur Registrierung, und regelte, dass ich endlich eintreten durfte.
Ich holte mir einen Kaffee und setzte mich dann bereits in den Versammlungssaal.

Die Begrüßung zog sich hin. Als mein Name genannt wurde, um mir für die finanzielle Unterstützung zu danken, stand ich auf, und lächelte huldvoll in die Runde. Die Moderatorin erzählte weiter, wie die vorgesehene Agenda sei, wo die Toiletten und die Garderobe seien, und blablabla. Bis das Programm dann endlich losging, war fast eine dreiviertel Stunde vorbei.
Der Hauptvortrag wurde von einem Referenten gehalten, der vor allem Selbstdarstellung betrieb. Immer wieder wies er auf seine zwei oder drei Bücher hin, und sprach ansonsten ziemlich monoton und langatmig. In einigen Punkten hätte ich ihm widersprechen können, hatte aber in dieser Umgebung, in der ich mich eh schon deplaziert fühlte, nicht den Nerv dazu. Also hielt ich mich zurück.

Mir war vorher nicht klar gewesen, dass es mittags ein veganes „Buffet“ geben würde. Das scheint derzeit im Trend zu liegen. Schon öfters habe ich in letzter Zeit von vegetarischen oder gar veganen Buffets gelesen. Mit fleischlosem bzw. vegetarischem Essen habe ich ja gar kein Problem. Ich lege keinen sonderlichen Wert auf Fleisch. Es gibt auch viele leckere Gerichte, die ohne Fleisch oder Fisch auskommen. Aber vegan? Da gibt es dann weder Eierspeisen noch Milchprodukte. Das schränkt die Auswahl dann schon sehr ein. Ausschließlich veganes Essen möchte ich nicht, bzw. will ich selbst entscheiden, ob und wieviel tierische Produkte ich esse.
Ich aß dann eine Art Chili sin carne, und vermisste vor allem einen sahnigen Nachtisch und leckere Torte zum Kaffee (mit Sojamilch statt Kaffeesahne).
Ein weiterer Vortrag plätscherte dahin. Eigentlich verschwendete ich hier meine Zeit. Ich hatte mich ja sehen lassen, das sollte reichen. Bevor die nächste Referentin begann, verließ ich die Veranstaltung.

Außer dem veganen Buffet hatte mir auch sehr missfallen, dass das Handout von Gendersternchen nur so wimmelte. Dieses ewige „$Xinnen und $X“ während der Vorträge hatte mich sowieso genervt. Kann man einmal bei der Begrüßung machen, aber bitte nicht in jedem zweiten Satz.
Falls ich wieder so eine Veranstaltung sponsoren soll, werde ich mir im Vorfeld solche Details ein wenig genauer ansehen. Ein veganes Buffet werde ich nicht mehr finanzieren. Und Genderitis unterstütze ich erst recht nicht.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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8 Antworten zu Allein zwischen Medizinern //2050

  1. blindfoldedwoman schreibt:

    Richtig so. Dem muß man sich mit aller Kraft entgegen stellen. Ich bin doch sehr erstaunt, dass es sich so bei Medizinern durchgesetzt hat. Die ich kenne, sind da glücklicherweise nicht infiltriert.

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  2. Dldksk schreibt:

    Jau. Richtig so. Im letzten Satz alles gesagt. Humbug da…. m/w/d …

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  3. Plietsche Jung schreibt:

    Tja, wenn man Ideologen machen lässt, entwickelt es sich eben so wie du es erlebt hattest. Der Trend ist ungebrochen und wird anhalten bis es eine Lebensmittelkrise geben wird (Krieg, Heuschrecken, Hungersnot, etc).
    Den Deutschen geht’s zu gut und die Sonne scheint ihnen aus dem Hintern.

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