Krankenbesuch mit dissonantem Schlussakkord //2032

Gestern um die Mittagszeit hatte ich wieder mal Sophie in der Klinik besucht. Ich bringe ihr da immer etwas Obst mit. Sie darf ja gar nicht alles essen, sonst würde ich ihr auch mal Kuchen oder Schokolade mitbringen, aber ein Apfel oder eine Banane sind OK.
Verena kommt gewöhnlich später, weil sie noch arbeiten muss. Ich dagegen kann mir die Zeit besser einteilen, und denke, dass es sinnvoller ist, wenn nicht mehrere Leute gleichzeitig bei ihr sind, sondern dafür öfter abwechselnd.

Da saß ich dann also an Sophie’s Bett und las ihr eine Geschichte aus einem Buch vor. Zwischendurch schaute mal eine Schwester nach ihr. Das ist nichts ungewöhnliches.
Sophie wird schnell müde, und so wollte ich nur noch das angefangene Kapitel zu Ende lesen, und dann wieder gehen.

Patrick’s Eintritt traf mich völlig unvorbereitet.

Ich hörte mich zu ihm sagen: „Sophie will jetzt schlafen. Ich bin gerade im Begriff zu gehen.“
Sophie war plötzlich wieder hellwach: „Papa, Papa!“, rief sie, und hob freudig die Arme, soweit es die Infusionsschläuche und Verkabelungen zuließen.

Ich verließ das Krankenzimmer und ging wieder ins Büro.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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4 Antworten zu Krankenbesuch mit dissonantem Schlussakkord //2032

  1. keloph schreibt:

    warum dissonant? ich habe da wohl was verpasst.

    Gefällt mir

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