Listen Mode //1999

Es gab schon Zeiten, da wusste ich kaum, was ich bloggen sollte, wenn ich nicht gerade ein aktuelles Thema hatte. Derzeit jedoch ist mein Vorrat an allgemeinen Themen wieder gut gefüllt, auch wenn etliche Themen recht banal und belanglos sind. Wenn ich also nicht gerade über etwas aktuelles bloggen kann oder will, so habe ich Alternativen.

Ich höre ja gerne nebenbei beim Arbeiten Radiomusik, die ich mir auf den Rechner streame. Eigentlich achte ich kaum auf den Text, aber manches lässt sich nicht überhören, und drängt sich ins Bewusstsein. Insbesondere wenn der Text deutsch ist (da reicht es, berieselt zu werden, während ich bei anderssprachigen Texten aktiv zuhören müsste), und der Song so aktuell ist, dass er mehrmals täglich gespielt wird.

Da gibt es Texte nach dem Motto „reim dich oder ich fress‘ dich“, oder andere, bei dem man sich fragt, wo das Versmaß abgeblieben ist. Manche Sänger schleif die letzt Silb so ab, dass man kaum versteht, was gemeint ist.
Bei manchen Texten darf man dagegen dankbar sein, wenn sie so vernuschelt und undeutlich ausgesprochen werden.

Vor längerer Zeit hat mich vor allem ein Song gestört, der aufforderte auf „die Stimme“ zu hören. Ein anderer Schwachsinn war die Behauptung, man wäre blöd, wenn man „nicht an Wunder“ glaubt.
Derzeit nerven mich vor allem kitschig-romantische Texte, die überhaupt keinen Realitätsbezug haben, und – bereits jetzt! – widerlich sentimentales, unerträglich-süßliches Weihnachtsgesäusel.

Was denken sich nur die Autoren dabei, solches Zeugs zu schreiben? Ihnen muss doch klar sein, dass es (insbesondere junge) Menschen gibt, die das alles kritiklos glauben, weil es in ein bisschen fetzige Musik eingebunden ist. Das ist hochgradige Verdummung der Bevölkerung. Nein, ich schlage hier keinesfalls Zensur vor. Auch hier gilt Meinungsfreiheit. Wer an irgendwelche Stimmen glauben will, soll das meinetwegen machen.
Ich frage mich jedoch, was Autoren dazu treibt, mit Schwachsinnstexten ihr Publikum zu manipulieren und zu beeinflussen. Und warum gefällt dieser Tand so vielen Leuten?

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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19 Antworten zu Listen Mode //1999

  1. keloph schreibt:

    ich habe das hören von chartmusik beim autofahren komplett durch deutschlandfunk ersetzt, das ist informativ und nervt überhaupt nicht.

    Gefällt 1 Person

  2. Leser schreibt:

    Ich finde Musik – zumindest, wenn sie Text enthält – zu ablenkend beim Arbeiten. Und wenn die typischen Radiomoderatoren anfangen zu sprechen, denke ich darüber nach, Katzenbabys zu quälen (as a figure of speech), weil mich deren hirnloses Gelaber so sehr die Wände hochtreibt. Kurz: Ich höre überhaupt kein Radio mehr, auch nicht mal mehr beim Autofahren.
    Aber ich sehe es nicht als Trend, um Gefühlsschmalz ging es bei Musik doch schon immer, auch in den 90ern als ich noch Radio gehört habe – und da haben sie „Hits der 70er und 80er“ gespielt.
    Wenn ich heute Musik höre, stelle ich mir meine Playlist selbst zusammen, und da habe ich dann natürlich die freie Auswahl. Passiert aber gar nicht so oft. Momentaner Lieblingssong:

    😉

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  3. ednong schreibt:

    Ich sag nur:Wham – Last Christmas …

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  4. Pendolino70 schreibt:

    Als Liebhaber elektronischer Musik ist man ziemlich abgehärtet was Texte angeht. 😂

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  5. jakobswegohnegeld schreibt:

    Music changea everything…..love and peace

    Gefällt 1 Person

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