Unterkritisch //1951

Massemäßig ist wieder alles im erwünschten Bereich. Bestimmt hat auch meine zurückliegende Geschäftsreise dazu beigetragen, denn da kam ich nicht dazu, besonders viel zu essen. Und außerdem hatte ich eine kleine Magenverstimmung am Montag, nachdem ich zur Feier eines Geschäftsabschlusses kalten Sekt getrunken hatte. Aber egal. Es passt jetzt wieder.

Es erscheint mir dennoch sinnvoll, für alle Fälle in Zukunft meine Masse im Auge zu behalten. Ich habe weder Zeit noch Lust, mich täglich zu wiegen, noch halte ich dies für besonders aussagekräftig.
Deshalb habe ich beschlossen, mich etwa einmal monatlich, zu einem genau definierten Zeitpunkt zu wiegen, und das Ergebnis zu dokumentieren (für eventuelle spätere weitergehende Analyse). So etwas ist schwierig zu merken, deshalb werde ich es immer am Morgen nach dem Einsetzen meiner Menstruationsblutung machen. Auf diese Weise eliminiere ich zyklusbedingte Schwankungen. Die Wägung mache ich dann gleich früh nach dem ersten Toilettenbesuch, noch bevor ich irgendetwas zu mir genommen habe. So dürfte diese Fehlerquelle auch minimal sein.
Manchmal ist so ein absolviertes Physikstudium schon ein Fluch. Da macht man sich komplizierte Überlegungen, an die andere Leute keinen Gedanken verschwenden.

Wenn ich mir meine Verwandtschaft so ansehe, wird eine Überwachung meiner Masse früher oder später vielleicht notwendig.
Auf mütterlicher Seite sind die jüngeren Frauen eigentlich alle mehr oder weniger schlank. Nach etwa den Wechseljahren dagegen haben sie aber alle Übergewicht, teils erhebliches. Bei den Männern erkenne ich kein Muster.
Manche Kinder haben „Babyspeck“, aber der verwächst sich normalerweise spätestens in der Pubertät.
Meine Verwandten väterlicherseits dagegen sind alle ziemlich schlank, oder haben höchstens geringes Übergewicht, unabhängig von Geschlecht und Alter. Blutsverwandte Ausnahmen fallen mir zumindest nicht ein.

Wenn ich in die Wechseljahre komme werde ich mir ein anderes Vorgehen überlegen müssen (vielleicht in kürzeren Abständen wiegen, und dabei hormonelle Effekte in Kauf nehmen), aber vorläufig reicht es so.
Falls meine ermittelte Masse oberhalb des Sollbereichs liegt, kann ich sofort gegensteuern. Auf diese Weise sollte es kein Problem geben, auch weiterhin rank und schlank zu bleiben.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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23 Antworten zu Unterkritisch //1951

  1. keloph schreibt:

    ich wige mich immer mal, wenn ich im heimischen bad bin, so wie es gerade passt und merke es mir einfach, in welcher range ich mich befinde…..die üblichen hochs und runters eliminieren sich dabei naturgemäss von alleine, auch wenn es nur als reine kopfarbeit ohne notizen passiert. aber jeder findet seinen weg.

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  2. idgie13 schreibt:

    Ich wiege mich täglich morgens und führe eine Exceltabelle 😎

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    • Täglich ist mir zu oft. Aber zumindest vorerst protokoliere ich die Werte auch in Excel.

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    • Carnofis schreibt:

      „Ich wiege mich täglich morgens und führe eine Exceltabelle

      Ich habe mich als Twen täglich gewogen und das Ergebnis als Strich auf einem Bogen Millimeterpapier festgehalten. Excel gab es damals nämlich noch nicht 😉

      Messung und Protokollierung waren für mich aus demselben Grund – Masse(Gewichts-)kontrolle, aber in der anderen Richtung. Standardmäßig wog ich 54 kg (1,77 m) und sackte sofort ab, wenn ich nicht meine Mahlzeiten einhielt.
      Auch sonst lief es bei mir eher antizyklisch.
      Im Gegensatz zum Rest der Welt nahm ich jedes Jahr über die Weihnachtsfeiertage signifikant ab 🙂

      Und ich kann Euch sagen, dass Untergewicht für einen Mann genauso Scheiße ist, wie Übergewicht für eine Frau.

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      • Vor wenigen Jahren hatte ich ja auch noch das Problem, dass ich (vor allem bei Ärger, Stress, Gesundheitsbeschwerden) leicht ins Untergewicht rutschte, und nur schwer wieder herauskam.
        Da ist mir der jetzige Zustand wesentlich lieber. Den kann ich wenigstens selbst steuern und kontrollieren.

        Slimshaming kenne ich nur zu gut.

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  3. blindfoldedwoman schreibt:

    Alleine durch das Menstruieren verbraucht der Körper 300 kcal jeden Tag! Zudem verlangsamt sich mit den Wechseljahren der Stoffwechsel. Da hilft nur Ernährungsumstellung plus mehr Bewegung gegen den Muskelschwund.
    Der Körper verändert sich. „Schwabbelarme“, weniger Taille, mehr Busen. Das kann man leider kaum verhindern.
    300-500 kcal weniger am Tag ist auf Dauer wirklich eine Herausforderung.

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    • Klar, älter werden wir alle, und manche Veränderungen lassen sich beim besten Willen nicht verhindern.

      Ich bin mir aber dennoch sicher, dass ich auch in zwanzig Jahren nicht adipös sein werde.
      Das lässt sich vermeiden, wenn man konsequent nicht mehr isst, als der Körper verbraucht.
      Und wenn mein Körper weniger Energie braucht, weil ich älter werde, dann esse ich einfach weniger. Darin sehe ich kein Problem. Das ist reine Gewohnheit.

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Mal eben 500 kcal weniger zu essen, da braucht es viel Disziplin. In Deinem Fall ade Teigteilchen und Kuchen.

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        • Kein Problem. Dann spare ich mir von vornherein den Gang zum Bäcker.

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          • Carnofis schreibt:

            „Dann spare ich mir von vornherein den Gang zum Bäcker.“

            Falsche Antwort!

            Den Weg musst Du trotzdem tun, soll es helfen. 😀

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            • Der Umweg ist nur sehr gering.
              Viel aufwendiger ist das Anstehen und der Verkaufsvorgang.

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            • Carnofis schreibt:

              „Viel aufwendiger ist das Anstehen und der Verkaufsvorgang.“

              Kann ich sehr gut nachvollziehen.
              Und genau deshalb pflege ich eine ganz spezielle Form der Faulheit.
              Wo immer ich in vertretbarer Zeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad hinkomme, benutze ich diese Fortbewegungsmittel. Wenn ich etwas bis aufs Mark hasse, dann sinnloses Herumstehen, sei es vor einer Ampel, oder in einem Stau.
              Und bevor ich mir die klammen Hände beim frühmorgendlichen Eiskratzen auf der Windschutzscheibe abfrier, um mir danach auf dem Sitz Frostbeulen zu holen und die Geschehnisse auf und an den Straßen durchs beschlagene Milchglas mehr erahne, denn sehe, lass ich 10x eher das Auto stehen und geh die 4 km zur Arbeit zu Fuß.
              Dann komm ich dort warm und gutgelaunt an und hab vielleicht sogar noch irgendwas Interessantes unterwegs entdeckt.

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            • Verstehe ich gut. Meistens halt ich’s genauso, habe aber einen nur etwa halb so langen Weg zur Arbeit.
              Das dauert zwar länger als mit dem Auto, ist dafür aber auch viel gesünder. Ich nutze die Zeit zum Nachdenken, und habe dabei oft neue Ideen.

              (Wobei ich allerdings gerade bei starkem Frost dann doch lieber daheim bleibe, sofern ich keinen wichtigen Termin habe.)

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  4. Pendolino70 schreibt:

    Ich halte es mit täglichen Wiegen ganz gut. Ändert nichts an gewissen Hoch- und Tiefs im Bereich von 5-7 %, je nach Ferien, Stress oder Faulheit 😂

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