#breakpointUrlaub2018, 3. Teil: Rollenspiele auf Entzug //1927

Weil es vor unseren Urlaub so heiß war, hatte ich begonnen, meinen Kaffeekonsum teilweise auf Wasser zu switchen. Am Tag unserer Anreise kam ich ohnehin kaum in den Genuss, Kaffee zu trinken. Außerdem ist es im Urlaub immer fraglich, ob man dort überhaupt einen vernünftigen Kaffee bekommt, der den Namen verdient. Das erwähnte ich Carsten gegenüber, als wir auf das Boarding warteten.
„Versuch‘ doch mal ganz auf Kaffee zu verzichten. Ich würde fast wetten, dass du keine ganze Woche durchhältst.“
„Ich bräuchte keinen Kaffee, wenn es sein müsste. Falls es dort keinen g’scheiten Kaffee gibt, würde ich wohl eine Alternative suchen müssen. Hin und wieder habe ich schon einen ganzen Tag ohne Kaffee überlebt, ohne Schaden davonzutragen.“
„Aber keine ganze Woche. Probier‘ das doch mal. Gerade im Urlaub dürfte dir das leichter fallen.“
„Ich sehe aber nicht ein warum. Trinken muss ich ja auf jeden Fall etwas. Und nur Wasser ist zu öde. Mit alkoholischen Getränken will ich es auch nicht übertrieben, und so saure Fruchtsäfte oder klebrige Softdrinks mögen gelegentlich OK sein, ersetzen mir aber nicht dauerhaft ein Durstgetränk.“
„Wie wäre es mit Tee?“
„Ginge vielleicht im Urlaub, aber daheim ist mir die Zubereitung zu aufwendig.“
„Mit anderen Worten, du hältst keine Woche ohne Kaffee aus.“
„Das würde ich, wenn ich wollte, aber ich will nicht. Ich mag Kaffee, und ich muss niemandem etwas beweisen.“
Es gibt keinen vernünftigen Grund, etwas mir lästiges oder potentiell unangenehmes zu tun, also lasse ich mich auch nicht dazu überreden. Genauso wenig habe ich als Vierjährige dem Druck der Nachbarsmädchen nachgegeben, die mir nicht glauben wollten, dass ich bis 1000 zählen konnte. Nur weil die zu doof waren, diesen Zahlenraum zu erfassen, und nicht kapierten, das die Zählung einfach viel zu langwierig gewesen wäre, muss ich nicht beweisen, dass ich etwas mir selbstverständliches kann.
Was den Kaffee im Urlaub betrifft, so habe ich weniger getrunken als daheim – nur zum Frühstück, und ab und zu einen Cappuccino. Das dürfte in etwa höchstens dem Konsum eines Normalverbrauchers entsprechen. Im Urlaub ließ sich das gut in den Tagesablauf integrieren, weil ich da lieber Cocktails (oder meinetwegen auch Longdrinks – was immer der exakte Unterschied sein mag – am liebsten sind mir eh Longcocks) getrunken habe. Daheim sehe ich es nicht ein.
Immerhin gab Carsten auf dem Rückflug zu, dass ich sicher auch ganz ohne Kaffee ausgekommen wäre.

„Du glaubst nicht, wie heiß der Sand war.“
„Doch. Das glaube ich dir schon.“
„Nein, also so heiß, das kannst du nicht glauben.“
„Ich glaub’s dir doch.“
„Der war unglaublich heiß.“
„Glaube ich.“

Wir waren abends noch unten in der Nähe des Pools gesessen und hatten verschiedene Cocktails genossen. Irgendwann hatte ich angefangen, über den Tisch hinüberzulangen, und Carsten’s Hemd aufzuknöpfen. Weil ihm das etwas peinlich war, knöpfte er immer wieder zu.
Daraufhin rutschte ich mit dem Stuhl neben ihn, und begann, an seinem Ohr herumzuknabbern und herumzulutschen.
Schließlich entschieden wir, nach oben in unser Zimmer zu gehen. Wir waren alleine im Aufzug, so dass ich meinen Körper eng an den seinen drückte, und zärtlich in seinen Schritt fasste. Er zog mich mit einem Arm näher an sich, und griff mir mit der anderen Hand zwischen die Beine.
Inzwischen waren wir bereits in unserem Stockwerk angekommen, wo wir so schnell wie möglich zu unserem Zimmer eilten.

Ich weiß nicht, ob das in unserem Urlaubsland so üblich ist, aber im Bad unseres Hotelzimmers war die Klopapierrolle auf einer ganz niedrigen Höhe (ca. 20 Zentimeter über Boden) angebracht.
Keine Ahnung, wie ihr das macht (ich will es auch wirklich nicht wissen!), aber wenn ich Klopapier benutze, so stehe ich normalerweise (wenn auch in gebeugter oder gebückter Haltung) neben der Rolle. Die ergonomischste Höhe ist dann irgendwo zwischen Hüft- und Brusthöhe. Bei dieser Klopapierrolle musste ich mich also immer weit hinunterbeugen. Nun ja – andere Länder, andere Sitten, aber bequem ist das nicht.

Als ich aus dem Bad kam, stand er nackt vor der Tür.
„Du wartest wohl schon außenständig auf mich.“
„Ja, ganz aufrichtig.“
Wie herrlich!

2 B cont.

Inzwischen habe ich auf meinem privaten Boudoirblog ein paar Urlaubsfotos veröffentlicht. (Interessierte, die ich kenne, schalte ich normalerweise nach ihrer Bitte auf Zugriff frei. Mir unbekannte Personen jedoch nicht. Sonst stille Leser werden gebeten, sich mir kurz vorzustellen, sofern sie mein Boudoirblog besuchen möchten. Ich möchte wenigstens wissen, mit wem ich es zu tun habe, bevor ich den Zugriff gewähre, zumal es immer wieder mal hier Trollbefall gibt, und ich auch schon Probleme mit gefakten Accounts und Sockenpuppen hatte.)

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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18 Antworten zu #breakpointUrlaub2018, 3. Teil: Rollenspiele auf Entzug //1927

  1. keloph schreibt:

    ich stürbe ohne kaffee 🙂

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  2. Leser schreibt:

    Ich merke schon manchmal, dass ich Kopfschmerzen bekomme, wenn ich längere Zeit auf ein koffeinhaltiges Getränk verzichte. Die Kopfschmerzen gehen dann auch irgendwann wieder vorbei, aber angenehm ist das nicht.

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    • Gelegentlich habe ich auch mal Kopfschmerzen. Aber ein Zusammenhang mit meinem Kaffeeverbrauch ist mir bisher noch nicht aufgefallen. Ich werde in Zukunft mal darauf achten.

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      • Leser schreibt:

        Ist mir auch nur mehr so durch Zufall aufgefallen – weil ich mal irgendwo gelesen habe, dass diese als „Entzugserscheinung“ von Koffein auftauchen. Ich habe normalerweise praktisch nie Kopfschmerzen (außer ich missbrauche Alkohol, was aber im Normalfall nicht vorkommt), doch dann hatte ich mal welche, und das war so untypisch, dass ich mich gewundert habe. Und dann war da die Frage, wann hab ich eigentlich zum letzten mal einen Kaffee getrunken? Ach, heute (bzw. in den letzten x Stunden) noch gar nicht? Na dann mal einen Kaffee trinken – zack, waren sie weg. Alles klar!
        Wobei der „Entzug“ sicher erst deutlich nach 8+ Stunden einsetzen dürfte, denn ansonsten würde man ja auch nachts mit Kopfschmerzen aufwachen.

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  3. claudius2016 schreibt:

    Alternative, grade in Griechenland, ist Frapé, dort ein Allerweltsgetränk. Das ein kalter, geeister Kaffee, sehr erfrischend. Mußt mal im Netz suchen… Freu mich schon drauf, heute in einer Woche um diese Zeit werden wir dort sein…

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  4. Pendolino70 schreibt:

    Ich unternehme immer mal wieder Anläufe meinen Konsum an Cola Zero und Energy Drinks mit Tee zu substituieren. Geschafft habe ich es bisher noch nicht, aber ich nehme wieder einen neuen Anlauf 😁

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  5. Mia schreibt:

    Uns zieht es dieses Jahr auch nach Griechenland. Gar nicht mal so günstig, wobei Fünf-Sterne-Hotels ja in den seltensten Fällen Schnäppchen sind. Egal wo.
    BTW: Es ist schon hart an der Grenze zur Peinlichkeit, wenn eine angeschickerte 40jährige Frau in aller Öffentlichkeit ihrem deutlich älteren Mann das Hemd aufknöpft und am Ohr herumleckt.^^ Sowas will man selbst im Urlaub nicht wirklich sehen müssen. Gut, dass ihr euch rechtzeitig in euer Zimmer verzogen habt.

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  6. quasimodo4884 schreibt:

    Nette Bilder, mit der Büste von Nikos Kitsikis in der Inselhauptstadt der Insellügner.
    🙂

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