Brakepoint //1917

Eigentlich sollte ich gut gelaunt sein. Der Urlaub steht bevor. Ich habe in den letzten Monaten einiges geleistet und Herausforderungen gemeistert.
Verschiedene Projekte konnte ich rechtzeitig abschließen, und ich könnte jetzt eigentlich aufatmen, mich entspannen und schon mal auf den Urlaub einstimmen.
Allein .. wie soll ich sagen? .. irgendwie scheint die Belastung zu plötzlich weggebrochen zu sein. Es ist nicht so, dass ich dem Stress nachtrauern würde, aber es wäre mir wohl besser bekommen, wenn ich nicht so extrem hätte herunterbremsen müssen, sondern die Anstrengung langsamer hätte ausklingen lassen können.
Das hört sich alles ziemlich inkohärent an, ich weiß. Es liegt mir auch fern, deswegen herumjammern zu wollen. Aber wenn ich das Blog nun schon mal habe, dann soll es auch meine aktuellen Gedanken und Befindlichkeiten aufnehmen. Und die sind momentan recht niedergeschlagen.

Ich habe euch auf dem Blog schon gestern eine Information unterschlagen, und schreibe auch heute nicht darüber (vermutlich morgen, sofern sich die Angelegenheit dann nicht bereits erledigt hat, was leider unplausibel ist). Auf Twitter hatte ich es dagegen mal erwähnt.
Jedenfalls hat die Sache die Auswirkung, dass ich eine Planung umdisponieren musste, und stattdessen gestern und heute daheim im Home Office sitze. So richtig habe ich nichts zu tun. Ein wenig Papierkram hat sich zwar angesammelt, von dem ich einen Teil heute erledigen sollte. Aber das füllt mir nicht den ganzen (Arbeits-)Tag aus. Noch nicht einmal Hausarbeit kann ich heute machen, höchstens vielleicht ein paar Flickarbeiten.

Ihr braucht euch keine Sorgen um mich zu machen. Das ist nur ein vorrübergehender Durchhänger. Das wird schon wieder.
Ich habe nun wirklich keinen Grund zur Klage. Beruflich bin ich erfolgreich (in mancher Hinsicht erfolgreicher als ich es je beabsichtigt hatte), privat bin ich mit einem superlativwürdigen Mann zusammen, wirtschaftlich habe ich keine Sorgen, und gesundheitlich ist alles in Ordnung (von temporären Einschränkungen mal abgesehen). Es geht mir gut, und dessen bin ich mir bewusst.

Wenn ein System längere Zeit auf Volllast läuft, und dann ziemlich abrupt heruntergedrosselt wird, so wirken Nicht-Gleichgewichtsdynamiken und es ergeben sich nicht-lineare Effekte, die sich als Überschwinger manifestieren können.
Wenn ich also aktuell nicht gut drauf bin, so muss das solch ein Phänomen sein. Im Grunde genommen bin ich ja glücklich, aber trotzdem ist da ein lokales Minimum. Es kommt mir vor, als sei ich in einen Potentialtopf gefallen, aus dem es mir noch nicht gelungen ist herauszutunneln.
Mein momentaner Zyklusstand trägt bestimmt auch nicht zu meiner Aufmunterung bei.

Ich muss mich erst darauf einstellen, dass ich jetzt eine ruhigere Zeit habe (bevor es spätestens im September wieder stressiger wird).

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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11 Antworten zu Brakepoint //1917

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Koch doch etwas Schönes, geh Einkaufen und chill danach ein wenig auf der Terasse.
    Das lenkt ein wenig ab.
    Werd‘ nicht krank.

    Gefällt 1 Person

    • Da ich immer noch ein paar Reste vom Wochenende habe, brauche ich nicht zu kochen, sondern muss die nur aufwärmen.
      Einkaufen gehen kann ich heute nicht, wäre mir dafür eh zu heiß.
      Aber heute Abend werde ich mich wohl ein wenig auf den Balkon setzen. Dazu ein Eiskaffee ist ja auch schön.

      Ich glaube nicht, dass ich krank werde. Es hat doch jeder mal Zeiten, in denen seine Stimmung schlechter ist.
      Danke, Plietschi.

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  2. ednong schreibt:

    Hm, klingt nicht gerade begeistert. Stimmungstiefs sind allerdings nach so einem abrupten „Absetzen“ des Stresses normal – kann ich nur bestätigen. Bei dir dürfte ja dann auch die Gefahr des zu tiefen Falls nicht gegeben sein, vermute ich.

    Also setze dich raus in die Natur und genieße sie einfach mit geschlossenen Augen …

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  3. Wol Sche schreibt:

    Gute Besserung wünsche ich Dir. Tiefs nach Stress sind normal. Also Kopf hoch.

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Happy Wife, Happy Life //1919 | breakpoint

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