Warum ist da Stroh in der Küche? //1893

So manches, was ich erlebe, bewegt sich zwar nicht mehr innerhalb der alltäglichen Routine, lohnt aber einen eigenständigen Blogeintrag nicht.
Also habe ich mal wieder ein paar derartige Begebenheiten zusammenkommen lassen, die ich in einem Sammeleintrag veröffentliche.

Mein Zahnarztbesuch ist schon wieder einige Wochen her (und heuer habe ich gar keinen meiner üblichen Zahnarztwitzchen gemacht). Ich saß auf dem Behandlungsstuhl, während die Dentalassistentin in meinem Mund herumwerkelte. Schließlich war sie fertig, und gab mir zu verstehen, ich dürfe jetzt erst mal den Mund ausspülen.
Im gleichen Moment lief der dafür vorgesehene Becher, der neben mir auf der Ablage des Ausspülbeckens stand, über, und verursachte eine Überschwemmung.
Die Assistentin beeilte sich, das übergelaufene Wasser auf der Ablage und dem Boden aufzuwischen, während ich meinen Mund ausspülte. Sie holte dann eine Kollegin, die ihr erklärte, dass die Vorrichtung für den Wasserspender manchmal klemme, wenn die Flasche nicht richtig eingesetzt sei.
Bisher hatte ich immer gedacht, dass das Wasser zum Mundausspülen irgendwo aus der Wasserleitung käme. In Wirklichkeit ist das jedoch eine Art Mineralwasserflasche (Plastik, höchstens zwei Liter) mit speziellem Verschluss.
Die Kollegin erklärte nun der ursprünglichen Assistentin, wie man diese Flasche (die völlig leer gelaufen war) wechselt, und ich konnte direkt zusehen. Besonders erinnere ich mich an die Aussage, man müsse „den Schlauch ganz zart einführen“.

Ich erinnere mich, dass Getreidefelder früher etwa hüfthoch wuchsen. Wenn mir heuer Getreidefelder auffielen, so waren die nur noch höchstens kniehoch, trugen aber kräftig Korn.
Ich nehme an, das ist eine neue Züchtung, die darauf optimiert ist, Korn zu tragen, und weniger in den Wuchs der Stiele investiert. Früher brauchten die Bauern noch mehr Stroh, heutzutage wird das viel weniger genutzt (außer im Kopf mancher Personen).

In der Lebensmittelabteilung eines Warenhauses, wo ich gelegentlich einkaufe, habe ich eine ganze Schachtel mit zwölf 250g-Packungen Babybrei für jeweils 1 Cent gekauft. Eine Packung kostet sonst drei oder vier Euro. Das ist ein richtiges Schnäppchen. Der Preis des Breis (Mist! – das könnte ich nur mit höchster Konzentration korrekt aussprechen) wurde wohl reduziert, weil er kurz vor dem Mindestablaufdatum steht.
Hach, ich esse so gerne Babybrei. Der ist so schön lecker, und schnell und einfach zubereitet. Ich muss ihn nur mit etwas Wasser, Fruchtsaft oder (Geheimtipp!) Likör anrühren, schon ist er verzehrfertig. Ein Löffel genügt – ich brauche weder Equipment wie Schneebesen, noch muss ich erst warten. Das ist äußerst praktisch, wenn ich mal wieder zu faul bin, selbst etwas zu kochen, oder keine Lust habe, essen zu gehen.
Warum gibt es so etwas ähnliches nicht auch für Erwachsene zu einem akzeptablen Preis? Einen Euro würde ich pro Packung schon ausgeben, um es regelmäßig zu konsumieren. Oder vielleicht sogar zwei Euro, dann aber nur gelegentlich. Aber der reguläre Preis ist einfach überteuert. Für Erwachsene müssten nicht so strenge Vorschriften eingehalten werden wie für Babys, und es müssten keine extra Vitamine hinzugefügt werden. Da ließe sich dieser Brei weit günstiger herstellen.

Uns schließlich habe ich noch eine Frage, zu der mir vielleicht jemand von euch einen Tipp geben kann:
In der Firma haben wir einen ganzen Schwung Flash-Animationen, die vor etlichen Jahren mal zur Visualisierung der Funktionalität unserer Geräte erstellt wurden.
Ich mochte Flash ja noch nie. Inzwischen wird es auch immer weniger genutzt, und Adobe hat den Support aufgekündigt.
Wir müssten die Flash-Dateien (Sourcen vorhanden) also in ein anderes, zukunftsfähiges Format konvertieren.
Die Animationen laufen eigenständig, also nicht im Browser.
Ist da eine Konvertierung in HTML5 (vielleicht als Hypertext Application?) überhaupt sinnvoll? Gibt es empfehlenswerte Tools, die die Konvertierung vollautomatisch durchführen, oder uns zumindest dabei unterstützen?
Ich habe noch keine Ahnung. Das Problem hat sich ganz kurzfristig ergeben, und da ich selbst auf keinem Rechner Flash installiert habe, kann ich mir die Animationen auch nicht anschauen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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17 Antworten zu Warum ist da Stroh in der Küche? //1893

  1. Leser schreibt:

    Das zukunftsfähige Format für Flash dürfte SVG sein, „scaleable vector graphics“ (AFAIK).
    Anscheinend gibt es für Flash direkt einen „animated svg exporter“ von Adobe: https://creative.adobe.com/addons/products/7232#.VppX1DYyzww – keine Ahnung, ob der das kann, was Du suchst, aber wenn ja, dann viel Erfolg!

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    • Danke für den Tipp. Meine Jungs sollen sich das mal ansehen.
      Ich bin skeptisch, ob SVG genügt. Das sind richtige Anwendungen mit Benutzeroberfläche und untereinander verlinkt.

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      • Leser schreibt:

        OK, das klingt dann eher nach Neuentwicklung – hierfür bietet sich neben SVG für die Animationen natürlich HTML5 fürs GUI mit JavaScript für die Programmlogik an. Ich vermute aber, dass sich da nicht so viel einfach konvertieren lässt, hierbei handelt es sich ja um zwei grundsätzlich verschiedene „Programmiersprachen“. Wie sieht es da aus, kann man z.B. C++ Anwendungen einfach in VB konvertieren? Ich glaube fast nicht… 😉

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Zart Einführen ist manchmal hilfreich.

    Stroh hat eine begrenzte Nutzbarkeit. Ist wahrscheinlich eine bessere Züchtung.

    Google Swiffy 

    YouTube war früher auch alles in Flash. Das Konvertieren der Videos war sicher ambitious.

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  3. bpmkuh schreibt:

    Hallo,
    wenn noch die https://helpx.adobe.com/animate/using/creating-publishing-html5-canvas-document.html#converting-to-html5 Anleitung zum Umwandeln.
    Liegt den Stroh bei euch in der Küche ?

    Viele Grüße

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  4. ednong schreibt:

    Stroh effektiv im Kopf? Hätte ich auch lieber anstelle der Zahnschmerzen …

    Babybrei – hoffentlich führt das deine Entwicklung nicht zurück 🙂

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  5. keloph schreibt:

    Ich habe Babybreipulver ohne Zutaten gefuttert wie ein Weltmeister. Deswegen bin ich wohl kräftiger im Körperbau als meine sonstigen Verwandten. Ich liebe es noch heute. Geld gebe ich nicht mehr dafür aus.

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