Can The Canoe //1875

Ich habe ja wirklich den guten Willen, meinen Mitarbeitern die Kanufahrt zu ermöglichen. Aber nach einem Gespräch mit der Personalabteilung scheinen da mehr Stolperfallen im Weg zu liegen, als ich angenommen hatte.

Es ist vorgesehen, den Ausflug ganztägig durchzuführen, damit es sich auch lohnt. Dazu werde ich wohl einen kleinen Bus anmieten. Das ist gemütlicher, als wenn jeder selbst fährt, oder sich Fahrgemeinschaften bilden. Eigentlich soll der Tag als Arbeitszeit anerkannt werden.
Vormittags plane ich eine Besichtigung. Was genau ist noch zu klären. Das könnte ein anderer Betrieb sein, ein Museum, eine Tropfsteinhöhle, oder sonst etwas.
Mittags dann gemeinsames Essen in einer (einfachen) Gaststätte. Speisen und alkoholfreie Getränke zahlt die Firma. Alkoholische Getränke sind nicht erwünscht. Da es sich um eine betriebliche Veranstaltung handelt, werde ich Alkohol offiziell nicht erlauben – auch aus Sicherheitsgründen.
Am Nachmittag dann die Kanufahrt. Ich selbst bleibe Zuschauer, und werde vielleicht ein paar Fotos schießen.
Auf der Rückfahrt könnten wir – je nach Zeit – noch einen kleinen Umweg zu einer Sommerrodelbahn machen. Aber wer dort fahren will, muss das auf eigene Kosten tun.

So weit, so gut.
Die Personalabteilung hat mich jetzt darauf hingewiesen, dass die Mitarbeiter einen Teil der Kosten versteuern müssten. Daran führt wohl kein Weg vorbei, zumal der Freibetrag schon für unser Firmensommerfest draufgeht.
Außerdem sind sie nicht berufsgenossenschaftlich versichert, so dass ein eventueller Unfall nicht als Arbeitsunfall zählen würde.
Dass ich die Einwilligung jedes einzelnen brauche, falls ich die Fotos irgendwo (und sei es bloß im Firmen-Intranet) veröffentlichen möchte, war mir schon vorher bewusst.

Ich werde jetzt das alles zusammenschreiben, und dann an meine Mitarbeiter verteilen. Die sollen es sich gründlich durchlesen, und mir im Laufe der Woche unterschrieben zurückgeben.
Falls auch nur einer mit den Bedingungen nicht einverstanden ist, wird der ganze Ausflug nicht stattfinden.
Als Arbeitgeber hat man es nicht leicht, seinen Angestellten etwas Gutes zu tun.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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13 Antworten zu Can The Canoe //1875

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Wenn es als teambuilding Event deklariert ist, ist es eine Firmenveranstaltung und steuerlich nicht relevant.
    Die BG versichert alles, was der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer anordnet. Dabei ist nur auf die persönliche Schutzausrüstung zu achten (Schwimmweste).

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  2. herzinfuckedblog schreibt:

    Unsere Ausflüge und sämtliche Feiern werden von der Firma pauschal für die Mitarbeiter versteuert.

    Gefällt mir

  3. Alex ii schreibt:

    Obacht, nicht nur in der sommerrodelbahn muss man bremsen, sondern auch bei auswahl dieser – manch eine mag sich gerade im Umbau befinden.

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Exkursion ohne mich //1918 | breakpoint

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