Es geht voran //1852

Manche Dissertationen sollen zig Seiten an Literaturverzeichnis haben.
Ich komme noch nicht einmal auf eine Seite.
Da sind ein paar allgemeine Standardwerke und eine Handvoll Publikationen – teilweise von mir selbst. Das ist es auch schon.
Aber auf was sollte ich auch viel refenzieren? Das ist etwas völlig Neuartiges, das erst mal bootgestrappt werden muss.

Geistes- oder sozialwissenschaftliche Dissertationen käuen im Wesentlichen nur (in hoffentlich wenigstens eigenen Worten) das wieder, was andere vorher bereits geschrieben haben. Bei wirklich originellen, kreativen Ideen ist das nicht möglich.
Dafür ist mein Machwerk rein ideell-abstrakt, ursprünglich entstanden aus einer kleinen Nerdspielerei, ohne irgendeinen absehbaren praktischen Nutzen oder Verwendbarkeit. Ich sehe zumindest derzeit nicht, dass man es irgendwie für die Stringtheorie, Dunkle Materie oder sonst eine Hypothese einsetzen könnte.

Seit geraumer Zeit habe ich es mir bereits angewöhnt, als Vorbereitung für die mündliche Prüfung täglich ein- oder zweimal etwa eine halbe Stunde in einem passenden Fachbuch zu lesen.
Das ist momentan nicht so viel Zeitaufwand, aber nach und nach kommt schon etwas zusammen, und was ich jetzt lerne, brauche ich nach der Abgabe nicht mehr (so detailliert) zu lernen.

Wenn ich – wie geplant – noch im Mai abgebe, sollte die Prüfung im Juli klappen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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7 Antworten zu Es geht voran //1852

  1. blindfoldedwoman schreibt:

    Wann wurde zuletzt etwas bahnbrechendes in der Mathematik oder Physik veröffentlicht?

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    • Kommt drauf an, wie weit du „bahnbrechend“ fasst.
      Kleine Fortschritte gibt es immer wieder.
      In die Schlagzeilen schaffen es höchstens experimentelle Nachweise (in den letzten Jahren z.B. Higgs-Boson, Gravitationswellen).

      Ob eine physikalische Theorie „bahnbrechend“ ist, entscheidet sich meist erst Jahrzehnte später.
      Und Mathematik ist eh nur relevant, wo sich sinnvolle Anwendungsgebiete finden.

      Gefällt 1 Person

  2. Talianna schreibt:

    Irgendwie bin ich nun neugierig – ich hoffe, es wird einen Weg geben, ohne Gefährdung Deiner Anne-Nühm-ität Deine Diss zu Gesicht zu bekommen.

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  3. yang schreibt:

    Wie kann frau denn eine Diss in Mathematik schreiben und dabei nicht wissen, dass Mathematik, jedenfalls wenns nicht um blosses rumrechnen geht, eine … GEISTESWISSENSCHAFT ist? Wie kann frau denn wissenschaftlich arbeiten, ohne die Quellen, auf denen die „neue Erkenntnis“ beruht oder beruhen soll zu nennen? Wissenschaft als Vertrauensübung?
    Mathematik ist nur relevant, wenn sich „sinnvolle“ Anwendungsgebiete finden???
    In die Schlagzeilen schaffen es nur experimentelle Nachweise ? (Die dann eben nicht mathematischer Natur sind, sondern zum physikalisch / chemischen Arbeitsfeld gehören. Merke: Die Geisteswissenschaft Mathematik liefert oft die Grundlagen für die Erkenntnisse der Physik… aber das ist Wissenschaftstheorie …)
    Nichts neues zur Poincaré-Vermutung? Keine Schlagzeile zu Fermat gefunden?
    Wirklich nichts zu P versus NP gefunden? Gut, das sind alles eher geisteswissenschaftliche Fragen aber….vielleicht solltest du gelegentlich eine Fachzeitung abonnieren?

    Eine Arbeit, die keine Referenz zu irgendwas hat, keine offene Frage beantwortet, keine neue Fragestellung stellt, ist keine wissens-schaffende Arbeit.
    Soviel Hybris.
    Ist das Wissenschaft oder kann das weg?

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    • Deinen Kommentar habe ich gerade erst aus dem Spam gefischt.

      Ob man Mathematik als Geisteswissenschaft kategorisieren kann, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Ich hatte an andere Stelle selbst darauf hingewiesen, dass sie keine Naturwissenschaft ist (und erhielt Widerspruch).
      Wie auch immer – du wirst mir sicher zustimmen, dass Mathematik eine einzigartige Stellung unter den Wissenschaften einnimmt, und dass sie zumindest bezüglich der von mir oben erwähnten Aspekte eine Sonderrolle (meinetwegen in den Geisteswissenschaften) einnimmt.

      Danke für die Beispiele. So richtig öffentlichkeitswirksam (das war der Kontext gewesen) waren die aber nicht.

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