Zukunftstag des Jahres #Boysday #Girlsday //1840

Da ich selbst heuer anderweitig eingespannt bin, blieb mir nichts anderes übrig, als die Durchführung des diesjährigen Schüler-Techniktages zu delegieren. Mit der Organisation, Planung und Vorbereitung (soweit nicht bereits selbst erledigt) hatte ich Werner (Assistent der Geschäftsleitung) beauftragt. Die Moderation übernahmen Ulrich (Leiter Geräteentwicklung) und Joachim (Leiter IT).

Die eigentliche Agenda wollte ich im Wesentlichen an die von letztem Jahr anlehnen, aber da ich selbst weniger Zeit dafür aufwenden wollte, gab es doch ein paar Änderungen. Statt drei parallelen Sessions gab es nur zwei. So übernahm ich nur eine einzige Gruppe, der ich die Softwareentwicklung versuchte nahe zu bringen.
Beim Mittagessen nahm ich teil, und stand für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Carsten ist zur Zeit ja verreist, so dass er diesmal nicht anwesend sein konnte.
Obwohl im Grunde alles glatt ablief, war das Feedback der Schüler weniger begeistert als letztes Jahr.

Ich bin jetzt wirklich am Überlegen, ob wir uns überhaupt noch einmal am [Girl|Boy]s‘ Day beteiligen sollen. Und wenn, dann vielleicht erst übernächstes Jahr.
Das Problem ist einerseits, dass strenggenommen Jungen keinen Anspruch auf Schulfreistellung haben, und ich deshalb nie vorher weiß, wie viele tatsächlich kommen dürfen.
Zum anderen habe ich den Eindruck, dass einige Jugendliche nur deshalb teilnehmen, um mal einen Tag nicht in die Schule zu müssen und vielleicht ein paar Werbegeschenke zu bekommen. Echtes Interesse ist nicht bei allen vorhanden.

Beide Problematiken würde ich umgehen, wenn ich stattdessen einen Techniktag für Schüler in die Ferien legen würde. Dadurch bräuchten die Schüler keine ausdrückliche Genehmigung der Schule mehr, und ich ginge sicher, dass nur diejenigen einen Ferientag investieren würden, die ein aufrichtiges Interesse in dieser Richtung haben.
In den Allerheiligen- oder Faschingsferien dürften auch kaum welche verreist sein.

Und überhaupt, sehe ich eigentlich gar keinen richtigen Grund, mir einen konkreten Tag vorgeben zu lassen. Wenn ich etwas für MINT-interessierte Schüler (und zwar insbesondere für Jungen, weil die ja sonst immer benachteiligt und diskriminiert werden) tun will, dann kann ich das dann machen, wann es mir selbst am sinnvollsten erscheint.

Nun ja, das muss alles nicht sofort entschieden werden.


Exklusiv für Boudoirblog-Leser ist hier der vereinfachte Zeitplan zu sehen:

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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6 Antworten zu Zukunftstag des Jahres #Boysday #Girlsday //1840

  1. Talianna schreibt:

    Wir hatten bei meinem früheren Arbeitgeber ein ähnliches Bild mit dem zunehmenden Desinteresse von Jahr zu Jahr und haben uns dann irgendwann nicht mehr beteiligt.

    Im Rahmen des Supports der Uni haben wir damals allerdings nur am Girls Day teilgenommen. Im Gegensatz zu reiner Wissenschaft hatten wir auch die Arbeit im Strahlenlabor mit Unterrichtsreaktor gezeigt – kann aber durchaus sein, dass ich als Uni-Dozentin (damals) vielleicht nicht den richtigen Nerv getroffen hatte.

    Wesentlich befriedigender war der etwas später durchgeführte Vormittag für eine Abiturklasse einer Walldorf-Schule, oder zumindest einen Anteil davon. Das hat richtig Laune gemacht … die waren interessiert und fanden auch klasse, dass sie praktisch selbst was machen durften – und irritierenderweise auch für den Sicherheits-Aspekt sehr gut zu haben, der ja doch eher langweilig erscheint.

    Gefällt mir

    • Öffentliche Institutionen wie eine Uni haben ja ganz andere Beweggründe als ein privates Wirtschaftsunternehmen.

      Im Vergleich zu letztem Jahr musste der Tag bei uns eine Nummer kleiner ausfallen. Da ist es kein Wunder, dass auch das Feedback etwas verhaltener ist.

      Eine ganze Klasse möchte ich nicht einladen. Meine Zielgruppe sind Schüler (ab etwa der 10. Klasse), die ernsthaft erwägen, einen MINT-Beruf zu ergreifen. Diesen Schülern möchte ich einen Einblick geben, wie verschiedene technische Tätigkeiten ablaufen – so wie das halt in unserem mittelständischen Technologieunternehmen möglich ist.
      Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zur Einsicht, dass diese Motivation eigentlich nicht zum [Boy|Girl]s‘ Day passt.

      Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Kurz notiert – KW 17/2018 | ☨auschfrei

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