Sing-A-Song (Leet + 2^2 * 5^3) //1837

Jeder hat wohl seine eigenen Vorlieben, wie er sich während der Arbeit entspannt und kurz abschaltet. Ich habe in letzter Zeit verstärkt zu Youtube-Clips Karaoke gesungen. Das ist natürlich nur möglich, weil ich ein Büro für mich alleine habe, und die Tür gut schallisoliert ist (zumindest solange ich nicht wesentlich lauter als Zimmerlautstärke singe, reicht das). Und wenn mich doch jemand hört, so schiebe ich es auf den Chor, für den ich meine Stimme dadurch natürlich auch trainiere.
So zwischendurch zwei oder drei Songs tun mir gut, und was gut für mich ist, ist auch für mein Umfeld und meine Arbeit gut.

Meist suche ich erst in der Suchmaske nach einem bestimmten Lied, danach folge ich häufig einer Empfehlung von Youtube.
Man muss ein Lied aber schon ziemlich gut kennen, um die Karaoke-Version mitsingen zu können. Sonst kommt man bei der Metrik der Silben und der Betonung des Textes schnell ins Schleudern. Manchmal ist der Text auch etwas anders, als ich ihn bisher verstanden zu haben glaubte. Denn wenn man Musik immer nur nebenher auf dem Radio laufen lässt, kriegt man den Text höchstens bruchstückhaft mit und prägt ihn sich leicht unzutreffend ein. Ich habe bereits zu so vielen Kirchenliedern gesungen, dass ich die Bedeutung eines Textes beim Singen völlig ausblenden kann.

Was mir bei manchen Songs auffällt, ist, dass sie eine Terz oder gar Quarte tiefer sind als das Original. Während ich beim Original mit der Tonlage normalerweise gut zurechtkomme, sind mir die geänderten oft zu tief. Und wenn ich versuche, zu oktavieren, dann ist die doppelte Frequenz wieder zu hoch. Anscheinend transponieren die Macher die Songs so, dass sie für Mezzosopran (ich hab‘ mal irgendwo gelesen, dass es heutzutage viel weniger reine Sopranstimmen gibt als früher, weil die Stimmlage durch hormonelle Kontrazeptiva nach unten verschoben wird – deshalb dürfen professionelle Sopranistinnen angeblich auch nicht hormonell verhüten – die klarsten Sopranstimmen findet man ohnehin nur in Knabenchören, da bei erwachsenen Frauen grundsätzlich ein Hauch Erotik im Timbre AKA Klirrfaktor hinzukommt – dass in unserem Chor Altistinnenmangel herrscht, liegt noch innerhalb des statistischen Rauschens) optimiert sind. Dabei kann man mit etwas Übung durchaus höhere Töne singen, nach unten allerdings ist die Frequenz durch die Länge der Stimmbänder begrenzt.

Daheim singe ich erst recht (teils garniert mit einer Art verheißungsvollem Bauchtanz), aber häufiger zum Radio. Carsten gefällt das.
Leider sind wir schon länger nicht mehr dazugekommen, gemeinsam zu musizieren. Aufgrund der Umbaumaßnahmen war das Klavier im Landhaus zeitweise weggeräumt, und jetzt ist es verstimmt.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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14 Antworten zu Sing-A-Song (Leet + 2^2 * 5^3) //1837

  1. blindfoldedwoman schreibt:

    Im Alltag empfindet man hohe Stimmen als nicht so angenehm, während tiefere Tonlagen besonders sexy wirken. Vielleicht trauen sich deswegen keine Sopranistinnen in Deinen Chor, weil sie ob ihrer Stimme unsicher sind.

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    • Es gibt ja einen Unterschied zwischen Singstimme und Sprechstimme.
      Von Extremfällen abgesehen kann man eigentlich nicht von einem auf das andere schließen.

      Tiefe Tonlagen wirken nur bei Männern sexy. Bei Frauen dürfte eine mittlere Sprechstimme am angenehmsten erscheinen.

      Ich kenne in der Firma keine Frau, die wirklich eine schrille Quietschstimme hätte. Deshalb bezweifle ich deine Hypothese mit der Unsicherheit stark.
      Außerdem haben wir ja einige Sopranistinnen. Was uns fehlt, sind Altistinnen. Ich werde aber keine Tenöre bitten, im Alt mitzusingen.

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Welche Videos schaust du dabei ?

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  3. ednong schreibt:

    Was für Einschub in Klammern …
    Klaviere kann man stimmen (lassen).
    Seine Stimm(lag)e kann man leider auch nicht unendlich erhöhen 😦 Singst du Alt oder Sopran?

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    • Irgendwann wird das Klavier wohl mal wieder gestimmt werden. Hat nur keine Priorität.

      Von „unendlich“ erhöhen war nicht die Rede. Aber (in gewissem Maße) erweitert Übung den Tonumfang eher nach oben als nach unten. Unten ist eine grundsätzliche, physikalische Grenze.

      Ich singe Sopran. Bei Aufteilung in mehrere Sopranstimmen ersten Sopran. Aber dafür ist unser Chor zu klein.

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  4. Pingback: Ein Füllhorn voller Tweets //2010 | breakpoint

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