Sahniger Genuss //1814

Seit ich öfter selber koche, habe ich schon die eine oder andere kulinarische Köstlichkeit neu kreiert. Häufig entwickelt sich so etwas als Resteverwertung, und schmeckt dann um Klassen besser als in einem Sternerestaurant.
Das Rezept für ein besonders leckeres Dessert (sowie seine Entstehungsgeschichte) möchte ich euch nicht vorenthalten. Es hat ein wenig Ähnlichkeit mit Granatsplitterfüllung, Tiramisu oder Trüffel, kommt aber in der allereinfachsten Variante mit nur drei Zutaten aus, und ist mit recht geringem Aufwand zuzubereiten.

Ich hatte noch einen alten Tortenboden übrig, der leider teils zerbrochen war, so dass ich immer aufgeschoben hatte, ihn zu verwenden. Inzwischen war er auch schon trocken und ziemlich hart. Ich zerbröselte ihn grob in eine Schüssel, und schüttete einen Schuss Baileys (kann man auch ganz weglassen, oder stattdessen nach Belieben z.B. Eierlikör, Nusslikör, abgekühlten Kaffee nehmen) darüber, ließ es etwas einwirken und rührte ab und zu um.
Dann hatte ich noch irgendwoher eine Tafel Zartbitterschokolade (igitt!). Ich schüttete zwei Becher süße Sahne in einen kleinen Topf, und gab die in Brocken zerkleinerte Schokolade hinzu. Den Topf erhitzte ich solange unter gelegentlichem Umrühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen war. Nachdem die Schokoladensahne halbwegs abgekühlt war, schüttete ich sie auf die Tortenbrösel und vermischte beide Zutaten.

Hm, .. zugegeben, dass das Ergebnis ziemlich wie Durchfall aussieht, aber es schmeckt superlecker.
Wer will, kann auch noch zusätzlich Schlagsahne unterheben .. *lechtz* .. oder Kokosraspeln darüberstreuen .. oder einen Teil der Bitterschokolade (nicht alle, wird sonst zu süß) durch Noisette oder Weiße Schokolade ersetzen (sieht dann nicht mehr wie Durchfall aus, sondern wie Erbrochenes) .. oder statt Tortenboden andere Kuchenreste nehmen .. oder ..

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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34 Antworten zu Sahniger Genuss //1814

  1. claudius2016 schreibt:

    Liest sich sehr lecker. Nicht alles, was lecker ist, sieht auch gut aus, bei uns im Norden z. B. Labskaus. Da scheiden sich die Geister, weil es auch unschön aussieht. Ist aber so lecker, dass es eines meiner Lieblingsessen ist, zumindest, wenn ich es gekocht habe.

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    • Labskaus ist bei uns nicht üblich, weshalb sich für mich bisher noch nie die Notwendigkeit (Gelegenheit aber wohl schon) ergeben hat, es zu probieren.
      Da ich Rindfleisch, Matjes und Rote Bete nicht sonderlich mag, bezweifle ich auch, dass mich eine Mischung davon begeistern würde.

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  2. wollesgeraffel schreibt:

    Sowas nenne ich kochen aus der Hüfte und das zusammengerührte Ergebnis ist reiner Junggesellenfraß, diesmal die süße Variante. Respekt, Du machst Dich. Hihihi

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  3. idgie13 schreibt:

    *würg*
    Damit kannst Du bei mir nicht punkten. Sorry 😉

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  4. keloph schreibt:

    kein kokos bitte!

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  5. blindfoldedwoman schreibt:

    Du bist wirklich sehr einfach zufrieden zu stellen. 😉

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    • Ich mag nun mal grundsätzlich Sahnetorten, Eis, Pralinen und ähnliches.
      In gewisser Hinsicht bin ich dabei aber durchaus anspruchsvoll und habe meinen ganz eigenen Geschmack.

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      • blindfoldedwoman schreibt:

        Na da hoffe ich, dass ihr einen Pralinenladen in der Nähe habt, wo man frische selbstgemachte Pralinen bekommt. So eine oder zwei kann ich dort auch essen, am liebsten mit so einer sahnigen Füllung. Die gibts aber im Sternerestaurant auch zum Abschluß. 😉
        Dann kannst Du Dir ja demnächst eine Eismaschine wünschen. Es muß ja nicht gleich ein Pacojet sein. (der Traum jeden Hobbykochs).

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        • idgie13 schreibt:

          Als begeisterte Hobbyköchin träum ich nicht von so einem Pacodings… 😉

          Die Zutaten machen es aus! Alter gekaufter Tortenboden. Bäh.

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          • FAKE blindfoldedwoman schreibt:

            Der Pacojet ist auch nicht für jede Hobbyköchin etwas. Man muss ihn schon zu würdigen wissen und ihn sich leisten können. Ein Freund von mir hat so ein Gerät – einfach traumhaft.

            [editiert: Account ist gefälscht!]

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          • blindfoldedwoman schreibt:

            Damit bekommt man halt Konsistzenzen hin, Cremes, Eis, Saucen, Pürees…, die man ohne einfach nicht erreichen kann. Zudem lassen sich so Aromen konservieren. Man kann z.B. frische Kräuter feinst pürieren und einfrieren, ohne dass sie an Geschmack verlieren. Schweizer Ingenieurskunst.

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            • idgie13 schreibt:

              Ich bin nicht so der feinstpürier-Fan und mag Kräuter gern in einer Form, in der man sie noch erkennt. Und ich mag saisonnales Essen.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Es setzt halt Aromen frei. In der gehobenen Gastronomie kann man wohl nicht darauf verzichten. Man muß es jetzt nicht haben, aber ist schon ein feines Gerät, auch wenn es einen Höllenlärm macht.

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          • Jonas schreibt:

            Manche Menschen stopfen eben alles in sich rein und nennen das dann auch noch „Essen“. Bäh.

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        • Eismaschine? Ich will das Eis doch essen, nicht selbst machen.
          Bisher konnte ich es immer vermeiden, ein Waffeleisen, Fondueset, o.ä. zu bekommen. Dabei soll es auch bleiben.

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          • blindfoldedwoman schreibt:

            Also das beste Eis hab ich in Mailand gegessen. Die Unterschiede sind gravierend, So richtiges frisches und feines Eis (ohne künstliche Aromen) bekommt man in Deutschland kaum.

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            • idgie13 schreibt:

              Das beste Eis macht meine Eismaschine. Obst aus dem Garten und null Konservierungsstoffe / Aromen. Zum Reinlegen.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Ich hab beim letzten Sterne-Besuch ein Eis von Gänseleberparfait gegessen. Wirkich spannend und überraschend gut.
              Aus dem eigenen Garten ist natürlich unschlagbar. Was habt ihr denn für Obst?
              Künstliche Aromen bemerke ich sofort. Das liegt wohl daran, dass ich ohne aufgewachsen bin.

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            • idgie13 schreibt:

              Gänseleber… brrr

              Wir haben Erdbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Äpfel und leider nur wenig Kirschen.

              Das mit den künstlichen Aromen ist bei mir auch so.

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            • blindfoldedwoman schreibt:

              Apfeleis mit Brombeersauce….wann kann ich vorbei kommen? 😉

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  6. Plietsche Jung schreibt:

    Diesmal bitte kein Foto.

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  7. Jonas schreibt:

    Das verstehst du unter Zubereitung von Essen? Und das Ergebnis heißt bei dir dann Nahrungsmittel? Verstehst du auch etwas von richtigem Kochen? Ich meine, wo man am Ende das Essen auch als Essen erkennen kann?

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  8. Pingback: Im Märzen der Twitterer //1987 | breakpoint

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