#Projektleiter2030 #Blogparade //1759

Um die Zukunft der Rolle des Projektleiters geht es in einer Blogparade des Projekt-Magazins.

Auch in absehbarer Zeit sehe ich eine Notwendigkeit für Projektleiter. Neue Projekte entstehen oft aus dem Nichts [wie die Entwicklung von Äpps für die Gerätebedienung – um ein aktuelles Beispiel zu nennen; übrigens werde ich die offizielle Projektleiter-Funktion an einen meiner Mitarbeiter delegieren, sobald ich mit der Req Spec fertig bin]. Da gibt es so viel zu überlegen, wie ein innovatives Projekt anzugehen und abzuwickeln ist. Darum wird sich auch 2030 noch ein Mensch kümmern müssen, um es zu konzipieren, die Mitarbeit anderer zu koordinieren und Entscheidungen zu treffen, die neuartige und unvorhersehbare Aspekte berücksichtigen.
Ein Projektleiter muss einen Überblick über sämtliche möglicherweise involvierten Themenbereiche haben, und abschätzen können, was relevant ist oder unbedeutend. Wo ihm selbst das Detailwissen fehlt, ist er legitimiert, sich Verstärkung zu holen.
Solche Tätigkeiten lassen sich nicht digitalisieren. Je strenger sich ein Prozess an wiederkehrende, reproduzierbare Abläufe hält, desto besser kann man seine Durchführung in Algorithmen zwängen. Bei Routinetätigkeiten geht das meistens, aber nicht bei Aufgaben, die eigenständiges, kreatives Denken erfordern. Und gerade letzteres ist beim Projektmanagement notwendig. So ist dies zumindest bei Entwicklungsprojekten der Fall.

Vielleicht gibt es jedoch auch Projekte mit stärker standardisierten Abläufen. Schon möglich, dass deren Management verstärkt von Computern erledigt werden kann (meiner Erfahrung nach ist Software für das Management von Terminen oder Roadmaps aber noch recht unflexibel bezüglich irgendwelcher Besonderheiten). Bis 2030 ist es allerdings nicht mehr so lange hin, so dass ich bezweifle, dass Projektleiter bis dahin obsolet werden.
Ich selbst werde jedoch voraussichtlich dann keine Projekte mehr leiten, sondern das Große und Ganze im Blick haben müssen, und das Zusammenspiel unterschiedlichster Projekte verantworten.

[Das Medizinerprojekt damals scheiterte übrigens daran, dass kein wirklicher Projektleiter vorhanden war. Ich war nur für die technische Koordination zuständig (und für die Einbindung des Sponsors), und da klappte auch alles. Beim Rest wollte jeder selbst seine Vorgaben durchdrücken, und so wurden sich die Beteiligten nicht einig. Ein eindeutig Verantwortlicher für die Durchführung des Projekts hätte das besser arrangieren können (auch wenn man ihm einen anderen Titel als Projektleiter verpasst hätte).]

Die Definitionsmacht, was ein Projekt ist, überlassen wir sicher nicht irgendwelchen Werbung für Baumarktketten.

[Gerne erinnere ich mich auch noch an mein inzwischen erfolgreich abgeschlossenenes GF-Projekt.]

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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2 Antworten zu #Projektleiter2030 #Blogparade //1759

  1. ittagebuch schreibt:

    Ich finde Projektleiter wichtig – die Idee zum Projekt ist meist plausibel, aber was dann kommt ist Kunst – die Kunst, mit dem unvorhersehbaren umzugehen ..

    Gefällt mir

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