Nomen est omen //1723

Einige Male hatte ich hier im Blog schon erwähnt, dass ich mit meinen Mitarbeitern gemeinsam debuggte, wenn Fehler aufgetreten waren.
Dies brachte mich auf die Idee, nicht erst abzuwarten, bis sich ein Problem ergibt, sondern auch ohne akuten Anlass gelegentlich, wenn ich nichts dringenderes zu tun habe, etwa eine halbe Stunde bei einem Mitarbeiter zu sitzen, und zuzuschauen, was er genau macht, und eventuell auch mich selbst zu beteiligen.
Das hört sich jetzt vermutlich schlimmer an, als es ist. Jeder Mitarbeiter kommt so alle sechs bis acht Wochen einmal dran, und das ganze läuft völlig entspannt in ruhiger, freundlicher Atmosphäre ab. Ich glaube nicht, dass ein Mitarbeiter dabei den Eindruck hat, ich würde ihn kontrollieren wollen, sondern es zeigt schlicht mein Interesse an den Arbeitsabläufen an.
Die meiste Zeit reden wir über die konkrete, aktuelle Aufgabe, aber auch manchmal über anderen Nerdkram, oder ganz allgemeine Themen. Sogar private Angelegenheiten kommen hin und wieder zur Sprache.
So halte ich mich auf dem Laufenden, kriege eventuelle Probleme frühzeitig mit, und signalisiere den Mitarbeitern, dass ich mich um sie kümmere. Außerdem verliere ich nicht ganz den Kontakt zur Programmiererei, denn ich selbst komme kaum noch dazu.

Warum ich das jetzt alles so ausführlich schreibe?
Nun .. Debugsessions mit meinen Mitarbeitern haben für mich auch einen großen Nachteil: Jedesmal, wenn der Begriff „Breakpoint“ fällt, zucke ich in Gedanken zusammen.
Als ich damals vor bald sechseinhalb Jahren mit diesem Blog begann, wollte ich einen Nickname, der einen Bezug zur Softwareentwicklung hat. Da erschien mir Breakpoint als wundervolle Wahl (so sehe ich das im Grunde immer noch – das ist die Stelle, an der die üblichen Abläufe unterbrochen werden, man innehält, und schaut, wo man sich befindet, und wie es weitergeht).
Im Laufe der Zeit ergab sich dann der Bedarf nach einem normal klingenden, „bürgerlich“ erscheinendem Pseudonym. Ich nannte mich also auch „Anne Nühm“, aber das war erst der sekundäre Alias. Ich brachte das dadurch zum Ausdruck, dass ich WordPress so konfigurierte, als Name „breakpoint AKA Anne Nühm“ anzuzeigen.

Die Tatsache, dass ich IRL immer wieder durch Nennung meines Nicknames irritiert werde, hat mich letzte Woche veranlasst, als Anzeigename „Anne Nühm (breakpoint)“ einzustellen (übrigens auch auf Twitter, wo aber nach wie vor mein Profilbild nicht dargestellt wird, und ich – trotz gegenteiliger Einstellungen – nicht mehr per Mail über Benachrichtigungen informiert werde). Dies hat nach wie vor einen Bezug zur Programmierschlamperei, in erster Linie wird aber „Anne Nühm“ als Name wahrgenommen.
Der Blogname bleibt unverändert.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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12 Antworten zu Nomen est omen //1723

  1. ednong schreibt:

    Pfft.
    Ich werd‘ dich weiterhin Breakpoint nennen … 😉

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Ich mag Anne auch. Ein schöner (Nick-)Name.

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  3. wollesgeraffel schreibt:

    Oha, sei bitte Vorsichtig. Bleib in Deckung, wenn es sein muß mach Urlaub vom Blog, bis Du das wieder trennen kannst.

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  4. Fiete schreibt:

    Anne finde ich klasse! Als Nick, wohlgemerkt 😉
    Kurz, prägnant, schnell getippt und recht wertfrei. Und – klingt weiblich, was ja bei Frauen noch nicht als Straftat zu werten ist ( hust …). Hoffen wir, daß das nicht bald verboten wird. Es gab da doch vor ein paar Tagen eine Meldung bei sciencefiles, wo sich eine Feministin beschwert und gefordert hat, daß „diese ganzen alten Nazinamen“ verboten und durch „genderneutrale“ ersetzt werden müßten.
    https://sciencefiles.org/2017/12/03/maximilian-nazi-vorname-deshalb-verbieten-keine-ahnung-grose-klappe-debile-mischung/

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    • Was mich an „Anne“ ein wenig stört, ist, dass der Name recht häufig ist. Da gibt es immer wieder Verwechslungsgefahr.
      Andererseits trägt gerade das auch zur Anonymität bei. Der Name ist unauffällig, und man kann sich leichter verstecken als mit einem ungewöhnlichen Namen.

      Von den im verlinkten Text zitierten Alternativnamen gefällt mir besonders „Abeer“.. ich hätte gern a beer. Prost!

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  5. Pingback: Mehr oder weniger TWitzig //1909 | breakpoint

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