Soft Kitty //1716

Im Landhaus stehen Renovierungen an. Carsten will die Aufträge soweit möglich an lokale Handwerksunternehmer vergeben. Teilweise sind Entscheidungen zu treffen, welche Arbeiten genau gemacht und wie ausgeführt werden sollen.
Im Rahmen dieser Planungen musste Carsten einen Handwerkermeister am Wochenende in dessen Privatwohnung aufsuchen. Er wollte, dass ich ihn begleite, um ebenfalls meinen Input miteinzubringen. Eigentlich ist es mir völlig wurscht, wie das alles dann nachher aussieht, wenn’s fertig ist. Aber da Carsten mich darum bat, erfüllte ich ihm halt diesen Wunsch, und kam mit.

Die Frau des Meisters fragte, ob wir etwas trinken wollten, aber wir lehnten ab.
In einer Ecke des Raums saß eine Katze, die uns misstrauisch beäugte. Ich ging langsam und leicht gebückt auf sie zu, zeigte ihr dabei meine leicht ausgestreckte Hand. Dabei gab ich Zungenschnalzlaute von mir, bevor ich sie leise ansprach. Die Katze war auf dem Sprung, als ich mich ihr näherte. Sie schaute vorsichtig und skeptisch. Ich fuhr fort, sanft mit ihr zu reden, so dass sie sich schließlich herabließ, an meiner Hand zu schnuppern.
Carsten hatte inzwischen begonnen, mit dem Meister zu verhandeln. Über dicke Ordner und Materialproben gebeugt, standen die beiden Männer am Tisch.
Die Katze beendete ihre Distanziertheit, was ich ihr an den Ohren ansah. Sie stand auf, reckte ihren Schwanz nach oben, und ließ sich von mir zuerst am Kopf, dann am Rücken streicheln. Sie rieb ihren Kopf an meinen Beinen.
Ich setzte mich auf den mir angebotenen Stuhl, und klopfte ein paar Mal auf meine Oberschenkel. Die Katze verstand, sprang auf meinen Schoß, wo sie sich friedlich einrollte. Ich streichelte sie langsam weiter, und kraulte sie zwischendurch unter dem Kinn. Es gibt doch kaum etwas entspannenderes und beruhigenderes, als eine zufriedene Katze zu streicheln.

Kurz danach betrat die Frau wieder den Raum, und schien äußerst überrascht zu sein, die Katze auf meinem Schoß zu sehen.
„Die Minka ist doch sonst so scheu und geht nie zu Fremden!“
Ich erklärte ihr, dass ich Katzen sehr mag, früher selbst welche gehabt hatte, und Katzen es wohl spüren, wenn es jemand gut mit ihnen meint.
Die meisten Katzen mögen auch meine Stimme mit ihrer melodischen Sprachmodulation und fränkisch-weichen Konsonanten.

Danach unterhielt ich mich noch mit der Frau, wie ich es bisher noch niemals mit irgendjemandem aus der hiesigen Dorfbevölkerung geschafft hatte. Ich habe schon den Eindruck, dass sie ihr bisheriges Bild über mich deutlich revidierte.

Als Carsten zu uns trat, wollte er Minka ebenfalls streicheln. Aber sie legte die Ohren nach hinten und fauchte abwehrend. Carsten war klug genug, keine Kratzer zu riskieren. Derweil tätschelte ich besänftigend Minka’s Kopf, so dass sie sich wieder zutraulich an mich schmiegte.

Beim Abschied strich Minka um meine Beine herum. Ich streichelte sie noch einmal, bevor wir gingen.

Carsten meinte auf dem Heimweg, dass die Handwerkersfrau einigen Einfluss in der Dorfgemeinschaft hätte, und dass dies sicherlich ein Fortschritt, möglicherweise sogar der Durchbruch gewesen sei, was meine Akzeptanz dort beträfe.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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22 Antworten zu Soft Kitty //1716

  1. ednong schreibt:

    Was so eine Muschi Katze doch so bewirken kann …

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Miez miez miez …. du Katzenversteherin 🙂

    Netzwerkkabel – und dosen nicht vergessen ! *lol*

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  3. Alex ii schreibt:

    Ach, ich mag Muschis 🙂

    Gefällt 1 Person

  4. subbiwashere schreibt:

    Mit Katzen verstehe ich mich auch ganz gut. Sie machen was ich will.

    [editiert: Links entfernt]

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  5. ednong schreibt:

    Ach herrje, gibt es der//die/das Sub noch immer?

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