Aufruhr in Femitopia //1642

Im August war es nicht nur hier ruhig zugegangen, sondern auch in meinem feminismuskritischen Blog.
Es hätte ein paar Themen gegeben, die mich gereizt hätten, sie aufzugreifen, aber keine Zeit.
Als ich nach dem Urlaub zurück war, war meine Zeitsituation entspannter, und ich hätte gerne wieder mal etwas veröffentlicht, aber ich fand kein aktuelles Thema, das sich gelohnt hätte, und ältere Kamellen wollte ich nicht aufwärmen.

Als ich auf Twitter den Tweet einer Informatikstudentin entdeckte, war es für mich mehr oder weniger ein Verlegenheitsthema, um dort überhaupt wieder einmal etwas zu schreiben. (Und ja, ich geb’s auch zu, dass ich gelegentlich ganz gerne feministische Texte auseinandernehme – rein zur mentalen Entspannung, da das keiner größeren intellektuellen Anstrengung bedarf, quasi als kleine Denkpause für zwischendurch.)
Der größte Teil meines Posts bestand aus einem längeren Zitat. Ich selbst schrieb nur relativ kurz, dass ich diesen Text für zumindest übertrieben hielte, und der Studentin – durchaus wohlgemeint – empfahl, sich ein anderes Tätigkeitsfeld zu suchen. Zugegebenmaßen in leicht provokantem, ironischen Ton – ihr kennt mich! – aber nichts wirklich schlimmes. Ich rechnete eigentlich nicht mit übermäßiger Resonanz. In ähnliche Richtung gehende Beiträge hatte ich schon gelegentlich veröffentlicht.

An feindselige Reaktionen von Feministinnen bin ich durchaus gewohnt, trotzdem erstaunte es mich, wie schnell vulgäre Beleidigungen (teilweise sogar in aller Öffentlichkeit) aus dieser Richtung kamen – Anfeindungen, wie sie meine Äußerungen sicherlich nicht rechtfertigen.
Ich schreibe dies hier nicht, um mich zu beklagen, denn Beleidigungen von Femis gehen mir nun wirklich an meinem Birnenpo vorbei, sondern um quasi zu Protokoll zu geben, wie unsachlich und einem konstruktiven Dialog abträglich feministischer Diskussionsstil ist.
Wieso muss man auf andere Meinungen gleich mit Beschimpfungen reagieren? Klar, wenn man nur anmerkt, dass man die Meinung nicht teilt, müsste man das ja noch begründen oder sogar nachvollziehbare, fundierte Argumente bringen. Wenn man das nicht kann, bleiben nur persönliche Angriffe und Verunglimpfungen, um den eigenen Ärger und Frust herauszulassen.

Meine harmlose Bemerkung mit der Objektorientierung brachte einige Leute besonders in Rage. Tja – ich habe in meinem Fundus noch viel mehr solcher Scherze. Das ist halt Nerdhumor. Wer den nicht nachvollziehen kann, und für „unsensibel“, „herabwürdigend“ oder „grausam“ hält, wird sich in einem Nerdumfeld niemals wohlfühlen.
Und warum wird es als frauenfeindlich oder frauenverachtend rezipiert, wenn ich einzelne Äußerungen einer einzigen Studentin anzweifle oder kritisiere? Während gleichzeitig die massive Männerabwertung in besagten Äußerungen ignoriert wird?
Amüsiert hat es mich allerdings, als einige Nachrichten meine vermeintliche „Männlichkeit“ in Frage stellten, oder mir ein #Fappygate andichten wollten. Und nie habe ich auf Twitter in so kurzer Zeit so viele neue Follower bekommen.

Wer sich für einen Beruf entscheidet, muss nicht nur die nötige fachliche Begabung mitbringen, sondern sich auch im jeweiligen Umfeld zurechtfinden. Mit Bestärkung von Personen, die einen für sie unpassenden Weg eingeschlagen haben, ist ihnen nicht geholfen. Es ist nötig, selbstkritisch der Realität ins Auge zu sehen, und eventuelle Konsequenzen zu ziehen.
Mit solchem Gezeter (das wohl nur die eigene Unfähigkeit überdecken sollte) schädigen Frauen wie diese Studentin (die nur herumjammern, sich als Opfer inszenieren und maßlose Ansprüche stellen) das Ansehen der wirklich kompetenten und vernünftigen (unfeministischen) Frauen, und sie schrecken mit ihrer realitätsfernen Darstellung junge Mädchen ab, die vielleicht durchaus Potential und Begabung für einen solchen Beruf hätten.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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34 Antworten zu Aufruhr in Femitopia //1642

  1. blindfoldedwoman schreibt:

    Man kann nur hoffen, dass diese unsäglichen Nazifems mit den linken Parteien untergehen und die Parteien sich darauf besinnen, dass deren hohles Gelaber von der Mehrheit schlichtweg nicht ernst genommen wird.

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  2. floh_wien schreibt:

    Du bist eine Stimme gegen den Mainstream!
    Und abweichende Meinungen werden von (meist linken) Überzeugten bis zum Tode bekämpft! Die Wahrheit haben sie nun mal gepachtet und daher sind alle Andersdenkenden zu verurteilen!

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  3. Plietsche Jung schreibt:

    Es haben immer die Anderen Schuld, nicht wahr ? 🙂

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    • Was heißt hier „Schuld“?
      Es geht um Ursächlichkeit, Verantwortung und Konsequenzen.

      Eigentlich gehören zu einem Konflikt immer mindestens zwei.
      Mnache Personen schaffen das aber auch alleine.

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      • Carnofis schreibt:

        Ich denke schon, dass hier jemand für sich entdeckt, nicht für die Welt geschaffen zu sein, auf die sie hinstudiert hat, aber die Schuld bei anderen sucht.
        Und für ne Frau bietet sich immer das Patriarchat an.

        Zum Praxisschock: meine Diplomarbeit machte ich im Chemischen Institut eines Forschungszentrums. In derselben Zeit arbeitete dort eine junge Chemie-Ingenieurin auf demselben Gebiet, die sehr „taff“, im Sinne von feministisch war.
        Nach einer Wartung wollte sie mit einer HPLC (Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie) eine wässrige Mischung von Polymeren auftrennen und analysieren.
        Aber immer schaltete die Anlage nach kaum einer Sekunde auf Notaus, so oft die gute Frau sie auch wieder startete. Sie konnte sich beim besten Willen keinen Reim auf das Verhalten machen.
        Meine Einwürfe wies sie jedesmal sofort schroff zurück, ohne sie anzuhören.
        Mir war sehr schnell klar, wo das Problem liegen musste. Aus der sehr kurzen Reaktionszeit schloss ich, dass das Gerät faktisch in Echtzeit einen Überdruck aufbaute, der das Notaus auslöste. Das konnte nur im Falle einer verstopften Trennsäule passieren, oder wenn jemand die Ein- oder Auslassventile verkehrt herum in die Kanäle eingebaut hatte, so dass die Pumpe praktisch gegen eine geschlossene Wand drückte.
        Alle Versuche, der – in der theoretischen Funktionsweise perfekt bewanderten – Frau diese Möglichkeit beizubringen, scheiterten, weil sie mir nicht zuhörte.
        Ich ging deshalb den Umweg, dass ich einer dabeistehenden Laborantin meine Vermutung mitteilte, so dass die Ingenieurin sie hören konnte.
        Eine Minute später war das Problem gelöst und die Anlage lief reibungslos.

        Ich bin damals mehreren Ing-Absolventinnen begegnet, die in der Klausur jede Aufgabe fehlerfrei lösen konnten und auch entsprechende Noten hatten, aber im Praxistest Komplettversager waren, weil sie ihr Wissen nicht anzuwenden wussten.
        Sie haben es sich dann – jedenfalls, soweit ich ihre Vita verfolgen konnte – in Behörden kuschelig eingerichtet.

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        • Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis – nur in der Theorie gibt es keinen.

          Beim Troubleshooten solchen Aufbauten zählt halt Erfahrung viel. Ein Problem, das man schon einmal gelöst hat, löst man das nächste Mal schneller (Lernfähigkeit vorausgesetzt).
          Als Feminstin darf man sich das aber keinesfalls mansplainen lassen.

          Bei uns werden neue Servicetechniker u.a. dadurch eingelernt, dass in den Geräten gezielt Fehler eingebaut werden, deren Ursache sie dann finden und beheben müssen.
          Für die häufigen Fehlerursachen funktioniert das ganz gut. Problematisch können selten auftretende Ursachen sein.

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          • Carnofis schreibt:

            „Beim Troubleshooten solchen Aufbauten zählt halt Erfahrung viel.“

            Und genau an dieser Stelle sehe ich einen der wenigen Vorteile, den ein Mann gegenüber einer (feministisch orientierten) Frau hat.
            Ich kann problemlos den Ratschlägen eines erfahrenen männlichen Kollegen zuhören und daraus lernen. Als Feministin überlagert die innere Stimme mit lautem „Mansplaining!!!“ alle gutgemeinten Hilfeangebote, weshalb sie sich nicht weiter entwickeln und Berufserfahrung aufbauen kann.
            In der Praxis macht nun mal das Lernen von Kollegen mindestens 50% der Berufserfahrung aus. Wer darauf verzichtet, der muss ggf. eben auch aus eigener Kraft das Rad neu erfinden.

            „Bei uns werden neue Servicetechniker u.a. dadurch eingelernt, dass in den Geräten gezielt Fehler eingebaut werden, deren Ursache sie dann finden und beheben müssen.“

            Eine sehr vernünftige Ausbildung.

            „Für die häufigen Fehlerursachen funktioniert das ganz gut. Problematisch können selten auftretende Ursachen sein.“

            Aber wenn man die eingebauten Fehler entdeckt und beseitigt hat, dann hat man auch ein gewisses abstraktes Verständnis entwickelt (zumindest sollte man es), mit dem man auch selten auftretende Ursachen finden kann.
            Der Mensch wächst mit den Aufgaben 😉

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            • Genauso sehe ich das auch.
              Von erfahrenen Kollegen zu lernen, ist meist effektiver, als sich alles mühsam selbst zu erarbeiten (es bleibt ja immer noch genug, bei dem einem niemand unterstützen kann).

              dann hat man auch ein gewisses abstraktes Verständnis entwickelt

              Im Prinzip ja. Trotzdem fällt es dem einen leichter, während ein anderer größere Schwierigkeiten hat.

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  4. wollesgeraffel schreibt:

    Deinen Blog verfolge ich schon eine Weile, wenn ich auch von Mathe und Nerdzeug nichts verstehe lese ich Dich gerne.
    Gesunder Menschenverstand ist rar geworden in unserer Zeit des Irrsins und wer davon nicht lassen kann, wird angefeindet. Mach Dir nichts draus. Diese minderen Geister studieren weit am Bedarf vorbei und wenn sie nicht in Politik oder öffentlichem Dienst unterkriechen, werden sie in Hartz IV landen. Soviele Jobs als Pizzataxifahrer und Regaleinräumerin im Supermarkt gibts nicht, um all die Master in Schwafelschwätz und Dummsprech unterzubringen.

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  5. Leser schreibt:

    Derweil genieße ich die Musik von DIE ANTWOORD, welche völlig politisch unkorrekt und sexistisch ist. Alles, ohne mir einen Kopf zu machen. Dabei bin ich weder rassistisch, noch misogyn oder sonst irgendwie eingestellt. Ich finde das Gehabe einfach nur lächerlich. Ja, wenn da was „frauenfeindliches“ vorkommt, dann ist es eben ein Teil des Lieds – deshalb muss ich das Lied doch nicht schlecht finden, noch muss ich die besagte frauenfeindliche Sichtweise im Alltag leben – schließlich ist es nur Musik (und in meinen Augen ziemlich gute), und wer denkt ich würde deshalb Frauen, Schwule, Schwarze oder sonst irgend eine Randgruppe verachten, dem kann ich nur ein geistiges Armutszeugnis ausstellen.
    ….und dann gibt es tatsächlich Leute, die den ganzen Mist ernst nehmen? Wie erbärmlich…!

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  6. Pingback: Es war einmal auf Twitter //1851 | breakpoint

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