Vorbilder – #Blogparade //1635

Da heute der letzte Tag der Blogparade „Kapitän oder Teamplayer – wer ist Ihr Führungsvorbild?“ ist, beeile ich mich, noch schnell etwas dazu beizutragen, auch wenn ich mich kürzer fasse als sonst.

Ich möchte das Thema in zwei Blöcke aufspalten, die eigentlich voneinander unabhängig sind, und beginne mit dem Aspekt der Vorbildfunktion von Führungskräften im unternehmerischen Umfeld.
Mitarbeiter orientieren sich in gewissem Umfang an ihren Vorgesetzten. Es ist deshalb unabdingbar für Führungskräfte, die eigenen Termine und Zusagen einzuhalten. Sollte dies ausnahmsweise einmal aus bestimmten Gründen nicht möglich sein, sollte sich die Führungskraft bemühen, die Gründe transparent zu machen, und sich ggf. bei betroffenen Mitarbeitern entschuldigen. Nur als verlässlich wahrgenommene Führungskräfte können auch darauf hoffen, dass ihr Vorbild auf die Mitarbeiter abfärbt. Wer selbst seine Abmachungen nicht einhält, kann nicht erwarten, dass die Mitarbeiter sich daran halten.
Führungskräfte sollten zumindest soviel Ahnung von der Tätigkeit ihrer direkt unterstellten Mitarbeiter haben, dass sie mitreden können und einen Überblick haben. Sie müssen sich nicht mit allen Details auskennen. Das ist Aufgabe der Mitarbeiter. Wer als Vorgesetzter als fachlich inkompetent angesehen wird, braucht sich über fehlenden Respekt nicht zu wundern. Besondere Fähigkeiten des Vorgesetzten dagegen motivieren die Mitarbeiter, sich anzustrengen und ihr Bestes zu geben.

Der andere Punkt, über den ich zu diesem Thema schreiben will, bewegt sich vom beruflichen Umfeld weg, und betrifft eventuelle Vorbilder der Kindheit und Jugend, die junge Menschen für deren späteren Lebensweg beeinflussen können.
Wenn ich überhaupt ein Vorbild hatte, so war das Mr. Spock, der sachlich und nüchtern komplexeste Vorgänge analysierte und auswertete, ohne sich von persönlichen Befindlichkeiten beeinflussen zu lassen. Seine Intelligenz, Ratio und Logik, sowie das Fehlen irgendwelcher Sentimentalitäten und Rührseligkeiten haben mich schon als Kind sehr beeindruckt, so dass ich danach strebte, dem nachzueifern.
Was ich ganz bestimmt nicht hatte, das waren irgendwelche Role Models als Vorbild. So etwas braucht man nicht. Mr. Spock war noch nicht einmal ein Mensch, sondern (Halb-)Vulkanier , dennoch hat mir seine Art imponiert. Warum sollte nur ein Vorbild, das einem möglichst ähnlich ist, eine Wirkung haben? Entweder beeinflusst einen das, was diese Person kann und tut, oder eben nicht. Das ist weitgehend unabhängig von den sonstigen Eigenschaften dieser Person. Man kann auch einzelne Fähigkeiten einer Person bewundern, andere Eigenschaften aber ablehnen.
Umgekehrt bedeuten Gemeinsamkeiten auch noch lange nicht, dass jemand als Vorbild taugt.

Wer einen Beruf nur aufgrund eines Vorbildes ergreift, hat diesen mit hoher Wahrscheinlichkeit verfehlt.
Ich glaube, dass es stark überschätzt wird, wie eventuelle Vorbilder auf Kinder und Jugendliche wirken. Warum sollte man irgendein Vorbild kopieren wollen, wenn man doch sein eigenes Original und Unikat sein kann, mit seinen höchst individuellen, persönlichen Alleinstellungsmerkmalen.
Das Fehlen von Vorbildern kann Ansporn sein, selbst Pionier und Vorreiter zu werden.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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14 Antworten zu Vorbilder – #Blogparade //1635

  1. Imion schreibt:

    Das ist ein Typisches Frauenproblem. Frauen sind einfach zu Faul, ein Individuum zu sein, deshalb kaufen sie ja auch die ganzen Frauenzeitschriften, denn dort steht drin, wie sie sich verhalten sollen und was sie anziehen sollen. Genauso beim Beruf, sich selbst gedanken machen, welchen Beruf Frau machen möchte und sich zu informieren, das ist zu viel, da überhitzt dann das Köpfchen.

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    • blindfoldedwoman schreibt:

      Du bist echt ein lustiges Kerlchen.

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    • Möglicherweise haben viele Frauen weniger Pioniergeist, oder den Ehrgeiz, mal die Erste zu sein, so dass sie es sich nur zutrauen, in bereits bestehende Fußstapfen zu treten.

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      • Imion schreibt:

        @anne
        Ja, so wenig,das wir Männer jede Firmengründung von Frauen mit mind. 20 000 Euro unterstützen müssen, damit Frauen es schön bequem haben und direkt eine GmbH gründen können, während Männer hier permanent das volle Risiko tragen müssen. Und noch viel mehr Diskriminierende Regelungen, die den Markt verzerren und uns Männer Geld kosten. Und wenn man dann noch weis, das mind. 1/3 der Firmen die Frauen gründen von vornehrein nicht dafür ausgelegt sind, irgend wann mal Gewinn zu erwirtschaften, kommt einem die Galle hoch.

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        • Als ich mich selbständig gemacht habe, habe ich das aus eigenen Mitteln getan.
          Je nach Branche gibt es unterschiedliche Fördermöglichkeiten für Existenzgründer, die in den allermeisten Fällen Männern ganz genauso offenstehen.

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          • Imion schreibt:

            @anne
            Auch hier gibt es aber wieder unzählige möglichkeiten, die nur Frauen offenstehen, um an Geld zu kommen, das sie nicht zurückzahlen und damit auch keine Zinsen zahlen müssen. Möglcihkeiten, die Männer nicht haben. Und das, obwohl die meisten Gründungen von Frauen die Wirtschaft nicht fördern.

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  2. blindfoldedwoman schreibt:

    Beliebte Frage bei Vorstellungsterminen für Azubis. Einmal hab ich provokant Rosa Luxemburg genannt. Dennoch bin ich in die letzte Runde gekommen.
    Aber ich hatte ohnehin nur 3 Bewerbungen geschrieben und konnte zwischen 2 Ausbildungsplätzen wählen.

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  3. idgie13 schreibt:

    Ich kann mich nicht erinnern, je Vorbilder gehabt zu haben. Bei uns wurde eh rund um die Uhr gearbeitet – da hatte ich gar keine Zeit dafür.

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  4. Pingback: DPG: „Checkliste für mädchengerechtes Verhalten“ | ☨auschfrei

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