Kleine Begebenheiten von unterwegs //1575

Als ich letztes Wochenende ohne Carsten (weil er aufgrund seiner Geschäftsreise noch einiges an Arbeit nachholen musste) spazieren war, sah ich schon aus einiger Entfernung zwei Radfahrer auf dem Weg stehen, und sich über eine Landkarte gebeugt beraten.
Als ich an ihnen vorbeikam, sprach mich einer an, und fragte nach dem Weg zu einer kleineren Stadt in der Umgebung.
Seit wann fragen Männer nach dem Weg? Insbesondere seit es Navigationsgeräte gibt?
Zerstreut wie ich war, deutete ich erst mal in Richtung Autobahn. Dann wurde mir bewusst, dass diese Option für Radfahrer nicht wirklich optimal ist, und ich erklärte ihnen einen anderen Weg, der aber dafür etwas weiter war.

Als Carsten und ich gestern zum Essen gingen, kamen wir an einem Kinoplakat vorbei, bei dem der neue Wonderwoman-Film beworben wurde.
„Wie gefällt dir Wonderwoman?“, fragt ich Carsten.
„Gesicht ganz hübsch, Haare schön, Brüste OK, aber der Körperbau ist für meinen Geschmack zu rustikal, und ähnlich plump wie die Schauspielerin bei Titanic.“
„Wie würdest du ihr Aussehen auf einer Skala zwischen 0 und 10 bewerten?“, hakte ich nach.
„5 Komma 5“, antwortete er nach kurzer Überlegung, „du weißt doch, dass ich auf große, grazile Frauen mit langen, schlanken Beinen, schmaler Taille und Prachthintern stehe.“ Zur Bestätigung gab er mr einen Klaps auf den letztgenannten.
Die Antwort lieferte keine Veranlassung für einen weitergehenden Shittest. Deshalb beließ ich es dabei.

Am bevorstehenden Wochenende bin ich größtenteils offline (möglicherweise sogar völlig).
Für morgen habe ich wiederaufbereitete Tweets, für Sonntag einen Wayback-Eintrag vorgeplant.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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14 Antworten zu Kleine Begebenheiten von unterwegs //1575

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Männer fragen nicht nach dem Weg.
    Männer haben ein Smartphone, orientieren sich am Sonnenstand oder am Moos an den Bäumen. Zur Not gehen auch Wegweiser.
    Männer lernen das spätestens bei der Bundeswehr. Alle anderen sind nur Frauen mit Zipfel.

    Wonderwoman ? Who cares ?

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  2. rotepilleblog schreibt:

    Inhaltlich will ich mir Wonderwoman gar nicht vorstellen. Die „starke, unabhängige Frau“ erschlägt sicherlich im Alleingang alle (männlichen) Bösewichte mit Links und wird gefeiert. Männer sind wahrscheinlich ausserdem trottelig und müssen sich ein Bein ausreißen um bei ihr zu landen. Und am Ende kommt dann noch ihr Superman, der sie abbekommt und sich unheimlich glücklich schätzen darf.
    Typischer Hollywood-Feminismus.

    Klasse übrirgens, wie Carsten den kleinen Shit-Test gemeistert hat – genauso mache ich das auch immer gerne 😉

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    • Bei unserer Unterhaltung haben wir Wonderwoman ja rein auf ihr Aussehen reduziert. 😈

      Hast du die feministische Aufregung mitgekriegt, weil Cinemaxx bei der Männervorstellung ein Playboy-Heftchen ausgeben wollte?
      Leider haben die inzwischen wohl wieder einen Rückzieher gemacht.

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      • Broken Spirits schreibt:

        Auf Twitter haben sich wohl die üblichen Verdächtigen auch aufgeregt, weil ein Mann (Journalist oder sowas) die Frauenvorstellung besuchen wollte. Finde gerade den Link nicht mehr…
        So schnell kann feministin sich also widersprechen 😛

        Ansonsten die Handlung… was ich mitbekommen habe: die wohnt auf ner einsamen Insel fernab der Zivilisation und erfährt per Zufall vom ersten Weltkrieg und kämpft da dann mit und gewinnt. Oder so.

        Hm.
        Sehr realistisch. Dieses Szenario ist ja nicht neu – mir fallen da einige Filme ein, die eine ähnliche Stoßrichtung haben. Sei es, weil jemand sich einfrieren ließ und vergessen wurde und in der Zukunft aufwacht o.ä.
        Da hat aber nix auf Anhieb geklappt in diesem neuen Umfeld.
        In Idiocracy hat man ein vergleichbares Szenario glaubwürdiger hinbekommen.

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        • Feministinnen ist grundsätzlich nichts recht zu machen. Irgendwas finden die immer zu meckern.

          Soweit ich das verstehe, ist Wonderwoman eine Heldin mit Superkräften – ähnlich wie Super- oder Batman.
          Das ist ein Genre, das ich eh nur schaue, wenn ich so gar nichts interessanteres zu tun habe.

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  3. blindfoldedwoman schreibt:

    1,78 ist klein? Das Plakat ist wohl stark bearbeitet, hab mir mal Bilder angeschaut, sie ist recht mager und grazil. Eher so der mädchenhafte Typ. Modell halt.
    Aber Carsten hat gut gekontert. Brav.

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    • Auf dem Plakat, das wir sahen, waren die Beine unten abgeschnitten.
      Der Rumpf wirkte – möglicherweise wegen der Kampfrüstung – eher gedrungen und kompakt. Zumindest war von einer Taille kaum etwas zu sehen.

      Keine Ahnung, wie groß die Schauspielerin ist.
      1.78m ist nicht klein, sondern überdurchschnittlich, aber groß bei Frauen beginnt für Carsten erst ab mindestens 1.80m.

      Gefällt 1 Person

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