May the force //1532

Für die beiden offenen Stellen hatte ich inzwischen schon einige Vorstellungsgespräche. Es war aber noch kein Bewerber dabei, der mich genügend überzeugt hätte, ihm einen Arbeitsvertrag anzubieten.

Einer der Kandidaten kam an, gekleidet in Jeans und Shirt. Nun ja – das ist bei einem Bewerbungsgespräch unüblich, aber für einen Job ohne Kundenkontakt reicht solche Kleidung im Alltag problemlos aus. Das fiel mir zwar auf, beeinflusste mich aber nicht weiter.
In völlig anderem Zusammenhang hatte ich einmal darauf hingewiesen, dass man Nerds nicht an ihrer Kleidung erkennt, sondern daran, was in ihrem Kopf ist.
Wenn jedoch jemand meint, er könne sich als Nerd tarnen, indem er sich so kleidet, wie er meint, dass es dem Klischee entspräche, so durchschaue ich so etwas schnell.

Ein anderer Bewerber hatte eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet, die er mir unbedingt vorführen wollte. Das lehnte ich ab. Das dauert zu lange, und wenn er es nicht schafft, mich in einem normalen Gespräch von seiner Eignung zu überzeugen, dann will ich ihn hier nicht haben.

Dann hatte ich auch einen Asperger-Betroffenen noch im Gespräch. Der ist sogar noch im Rennen, ich warte nur noch zwei andere Vorstellungen ab.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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13 Antworten zu May the force //1532

  1. heubergen schreibt:

    Reicht für ein IT Job den Shirt und Jeans nicht (mehr)? Dann sollte ich meine Strategie wohl bei der nächsten Jobsuche überdenken 🙂

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Kleider machen auch Leute, ob nun Nerd oder nicht.

    In Jeans und T-Shirt hätte ich kein langes Gespräch geführt. Schließlich ist er nicht Zuckerberg, aber der hat ja auch nur graue Shirts.

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    • Das kommt auf den Job an.
      Wenn es Kundenkontakt gibt, ist Anzug und Kravatte unerlässlich.
      Aber bei diesem Entwicklerjob sehe ich das lockerer, und ich mag es grundsätzlich, wenn jemand individuelle Akzente setzt, indem er vom üblichen abweicht.

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      • Irenicus schreibt:

        Ich habe mich auch mit Jeans und Pullover als Entwickler beworben. Einmal auch in kurzen Hosen und T-Shirt. Als Entwickler wäre das ja auch die Arbeitskleidung.

        Als Projektleiter, abteilungsleiter oder Vertrieb fände ich das dagegen unvorstellbar.

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      • Undercover123 schreibt:

        Ich finde das hat ein wenig mit Respekt zu tun. Auf Beerdigungen oder Gast bei einer Hochzeit laufe ich ja auch nicht rum wie Lumpy. Krawatte ist ja nicht nötig. Vlt auch keine Stoffhose… vlt auch erst gar kein Sakko. Aber Jeans und Hemd sollte als ITler bei der ersten Bewerbungsrunde schon sein. Wenn er dann merkt dass alle in kurzer Hose und Muskelshirt rumrennen dann kann er immer noch auf das wechseln in Runde zwei.
        Man wäscht sich ja auch wenn man zum Arzt geht und sich untersuchen lässt und stinkt nicht nach 3 Tage ungewaschen.
        Ebenso beim ersten Date, da rasiert man sich und versucht einen gepflegten und ordentlich Eindruck zu hinterlassen.
        Oder wenn man vor Gericht geladen wird rennt man auch nicht wie ein Klischeeschwerverbrecher in Ledermantel und Goldkette und Schlagringen rum…
        oder wenn man im Restaurant sitzt und es Besteck gibt fängt man auch nicht an mit den Fingern zu wühlen oder zu rülpsen und schmatzen … auch wenn es gefällt …
        gehört sich einfach nicht …
        ebensowenig wie man im Aufzug pupst 🙂

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        • Respekt ist sicher wichtig.
          Normalerweise ist bei Vorstellungsgesprächen ein gewisser Dresscode üblich.
          Dieser scheint aber in den letzten Jahren aufzuweichen. Etliche Kandidaten kommen mittlerweile schon ohne Krawatte.
          Das finde ich nicht schlimm, und davon habe ich keinen Nachteil.
          Es kommt auf die Arbeitseinstellung an.

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  3. ednong schreibt:

    Also ich komme immer in schwarzen T-Shirts …
    … also zur Arbeit,wenn ich dürfte. Aber selbst da trage ich in einem Bewerbungsgespräch Hemd. Allerdings kurzärmelig.

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  4. Pingback: Status Updates //1558 | breakpoint

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