Gerichtet, gerecht und gelinkt auf der Lichtung //1523

Am Wochenende machten wir einen ausgedehnten Spaziergang. Das Wetter war zwar recht kühl, aber immerhin trocken und sogar etwas sonnig. Carsten hatte sein Navi-Gerät dabei, so dass wir uns als Pfadfinder betätigten, und einige neue Wege ausprobierten.

Ich war inzwischen ziemlich abgeschlafft, als wir an eine Weggabelung kamen. Ich wusste, dass der kürzeste Weg nach Hause nach lechts ging, und noch etwa anderthalb bis zwei Kilometer lang wäre.
Aber Carsten zeigte nach rinks: „Theoretisch könnten wir ..“
„Nein“, fiel ich ihm ins Wort, „ich will nur noch heim.“
„Nach rinks ist es kaum weiter.“
„Hast du schon mal ‚was von Vektoraddition gehört?“
„Ja. Und du vom Manhattan-Problem?“
„Und du von der Dreiecksungleichung?“
„Von der Luftlinie?“
„Pythagoras? Ich geh‘ jetzt hier lechts entlang. Du kannst ja den anderen Weg nehmen. Mal sehen, wer zuerst daheim ist.“

Ich wartete nicht lange ab, wie er reagieren würde, sondern lief alleine weiter. Mir war klar, dass der andere Weg zwar länger, aber Carsten dafür auch deutlich schneller (sofern nicht durch mich gebremst) war als ich. Es war also bei weitem nicht sicher, dass ich vor ihm wieder zurück sein würde.
Nach ein paar Metern ging mir Carsten aber doch nach, so dass wir wieder einmal gleichzeitig (heim) kamen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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12 Antworten zu Gerichtet, gerecht und gelinkt auf der Lichtung //1523

  1. Plietsche Jung schreibt:

    Du kannst ja zickig sein 😊

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  2. Fred schreibt:

    Wenn Du so weitermachst, wirst Du ihn bald betaisiert haben.

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    • Unsinn! Das war doch kein Machtkampf.
      Er hat einen Vorschlag gemacht, auf den ich nicht eingegangen bin, weil ich müde war (übrigens weil ich vorher schon etliche Male die von ihm vorgeschlagenen Wege ohne Murren gegangen war).
      Wäre er den andere Weg gegangen, hätte ich ihm das auch nicht übel genommen.

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  3. Pingback: In den April getwittert //1714 | breakpoint

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