Fünfzehnhundertacht

Schon seit längerem beabsichtige ich ja, mir einen neuen Rechner zuzulegen. Bei meinem aktuellen habe ich Zweifel an seiner Zuverlässigkeit. Da er aber in letzter Zeit ohne (ungeklärten) Crash lief, besteht kein wirklicher Druck. Im Notfall kann ich ja auch auf meinem Notebook oder einem Firmenrechner arbeiten. Mein Sicherungskonzept ist recht verlässlich, so dass ich auch im worst case mit keinem nennenswerten Datenverlust rechnen muss.

Dringend ist ein Wechsel also nicht. Und doch .. er wäre fällig.
Also habe ich mich jetzt ein wenig umgeschaut, welche Hardwarekomponenten derzeit das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten, und habe auch schon akzeptable Bauteile gefunden, so dass ich mir einen Rechner zusammenstellen könnte.

Bloß .. und jetzt kommt das große Aber:
Mir sagt kein Betriebssystem so richtig zu. Das Supportende von Windows 7 naht unvermeidlich. Windows 10 dagegen hat eine Oberfläche, die mich abstößt, und ist mir vom Datenschutz her erst recht unsympathisch.

Was also tun?
OK. Manchmal muss man mit alten, liebgewordenen Gewohnheiten brechen. Ich gebe Linux eine Chance. Früher hatte ich damit zwar schlechte Erfahrungen gemacht, weil es aus nichtigstem Anlass immer wieder abstürzte, ich manche Medien nicht mounten konnte, und es auch Treiberprobleme gab.
Aber, tja, ich nehme an, dass es sich diesbezüglich weiterentwickelt hat. Und falls die Probleme trotzdem überhand nehmen, kann ich ja dennoch wieder zu Windows zurückkehren.

Entwickeln kann ich weiterhin wie gewohnt, da ich dies eh meist auf virtuellen Maschinen gemacht habe. Auch auf einem Linux-Host kann ich Windows-VMs benutzen.
Ist nur noch die Frage, welches Linux. Ubuntu? Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht? Könnt ihr mir eine bestimmte Distribution empfehlen?

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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31 Antworten zu Fünfzehnhundertacht

  1. stefanolix schreibt:

    Ein Ubuntu mit Long Term Support wäre schon gut: breite Hardware-Basis, viele Austauschmöglichkeiten mit der Nutzergemeinde, relativ sicher.

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  2. Plietsche Jung schreibt:

    Oh. Linux ist erwachsen und läuft ziemlich stabil (nicht nur Ubuntu). Ich mag außerdem die Konsole 🙂

    Deinen „alten“ Rechner kannst du gern in meinem Arbeitszimmer entsorgen.

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  3. Der Maskierte schreibt:

    Und ich kann mich mit Linux auf dem Desktop immer noch nicht anfreunden. Windows 10 ist so schlecht nicht und die Datenschutzthemen bekommt man mit ein paar Klicks auch gelöst.

    Dafür hat es endlich mal einen richtig guten Multimonitor-Support.

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  4. Pendolino70 schreibt:

    Bevor ich 2011 auf OS X wechselte, habe ich 2 Jahre Ubuntu genutzt und war schon damals zufrieden.
    Zwar wird es Linux nie mehr auf Desktop den Durchbruch schaffen, im Gegensatz zu allen anderen Plattformen, aber immerhin hat Microsoft Ubuntu bei Windows 10 gleich mit eingebaut. https://www.golem.de/news/microsoft-ubuntu-laeuft-nativ-in-windows-10-1603-120042.html
    Ich hoffe, dass war jetzt nicht einfach ein 1. Aprilscherzpost 😉

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  5. Dieter schreibt:

    Nunja… bei solchen Anwandlungen half mir meistens einfach ruhig in einen bequemen Sessel setzten und eine Pfeife rauchen.
    Wünsche dir auch enen schönen 1. April 🙂
    VG Dieter

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  6. idgie13 schreibt:

    Ich dacht mir schon, dass das ein Aprilscherz ist – wollte Dir aber den Spass nicht verderben.

    Linux kommt mir nicht auf den Rechner.

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  7. jobern schreibt:

    Ich habe kürzlich diverse Distributionen durchprobiert und die m.E. beste war „Netrunner“ (Debian mit KDE). Sieht optisch sehr gut aus und hatte in meinen VM auch sehr gute Performance. Alle anderen waren für mich mehr oder weniger unbrauchbar. Trotzdem ist das Handling noch umständlicher als bei Windows, das ist aber wohl nur Gewohnheit. Bei Windows 7 hänge ich dennoch fest, weil ich ein paar Programme brauche, die es nicht auf Linux gibt. Unter anderem gibt es kaum Scanner-Treiber.

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  8. ednong schreibt:

    Waaah? Ich dachte schon, du bist krank. Aber ist ja nur der 1. April …

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  9. Leser schreibt:

    Ohje, da kommt eine total sinnvolle Entscheidung – und dann, „April, April!“ war es doch nur ein Scherz. Naja: Jedem das Seine, wie es so schön heißt…
    Ernsthaft: Ich würde wirklich kein Windows mehr auf meinem Rechner haben wollen, das ist einfach nur grausam, unübersichtlich/undurchsichtig und nervig. In einer VM hab ich zwar noch eins, aber das brauche ich zum Glück auch nur so 1-2 mal im Jahr, sonst würde ich vermutlich auch daran emotional zerbrechen, weil es mich so nervt.
    Trotzdem, einen Aprilscherz zu machen mit „Ich installier mir jetzt wieder Windows“, ich weiß nicht, ob ich jemals auf die Idee käme. Wäre einerseits zu unglaubwürdig, andererseits ein gefühltes Downgrade zum 386er.
    PS: Mein Linux-Desktop läuft idR. mind. 3 Wochen durch, und dann boote ich auch nur mal neu, weil ich faul bin, und die dauerhaft laufenden Browser den RAM vollgemüllt haben. Abstürze hatte ich ohne Hardwarefehler allerdings zuletzt vor 6 oder 7 Jahren. Und automount funktioniert nur bei Datenträgern mit dem proprietären exfat-Dateisystem nicht out-of-the-box, man muss halt erst den entsprechenden FUSE-Treiber installieren, das hat aber eben eher rechtliche als technische Gründe (die Hersteller proprietärer Software werfen halt der freien Welt immer noch gerne überall dort Knüppel zwischen die Beine, wo sie es können).

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    • Dass du Linux-Fan bist, war mir klar.
      Aber nicht jeder kann deine Begeisterung teilen.
      Obwohl Windows durchaus Nachteile und Macken hat, ist es mir dennoch lieber als Linux.

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    • Alex ii schreibt:

      „PS: Mein Linux-Desktop läuft idR. mind. 3 Wochen durch, und dann boote ich auch nur mal neu, weil ich faul bin, und die dauerhaft laufenden Browser den RAM vollgemüllt haben. “

      Oha, ich glaub ich hab mein System Weihnachten als ich mal weg war ausgeschalten gehabt – nachts auf Standby und gut ist.
      Aber meine Software stammt auch von Entwicklern, die hoffentlich von ihrem AG davon abgehalten werden betrunken zu programmieren 🙂

      Gefällt 1 Person

      • Alex ii schreibt:

        Hmm, ich sehe gerade, dass ich mein Excel Sheet das ich zum Start einer Einkauffssuchaktion aufgemacht habe noch offen habe – das müsste ich im November gestartet haben – also wohl doch kein Neustart um Weihnachten..

        EventVwr findet vom „restartmanager“ Einträge vom 29.11.16 – seit dem müsste dann meine Uptime „ticken“ ..

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      • Normalerweise boote ich nur, wenn mal wieder ein Update fällig ist, oder ich etwas installieren muss (lege ich gerne auf eine Zeit, wenn eh ein Update dran wäre).
        Nachts lasse ich die Arbeitsrechner gewöhnlich hibernaten, mein Server läuft durch – bis zum nächsten Update.

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        • Fiete schreibt:

          Na gut, bei so vielen Kommentaren mit ernsthaftem Grinterhund, nehme ich die Frage im Post auch einfach mal wörtlich.

          Nach 7 kommt logischerweise 8.1. Und das lässt sich noch ganz gut ( na ja, einigermaßen ) erziehen/abspecken. Es ist easy, es auf rein virtuellen Festplatten laufen zu lassen ( .vhd, bootet zuverlässig solitär ), was das Sichern locker macht und das Upgraden kann man ihm mittels eines kleinen Scripts abgewöhnen. Zu 10 gibt es noch keine hoffnungsvollen Ansagen, schätze, die Mädels vom CCC haben einfach kein Interesse daran, das mal genauer zu zerpflücken ( tja, svc2KP war leider vorgestern ).

          Mit Linux habe ich, seit ich vor fast 10 Jahren zwangsweise einen Rechner brauchte ( vorher absoluter IT-Analphabet ), Probleme. Alles was nicht Debian-basiert ist, ist zu exotisch und spricht entsprechende Fremdsprachen. Und die immer mehr werdenden Ausgabeleien nerven auch.
          Ein Kubuntu lief bei mir mal rund 5 Jahre mit wenig Macken, bis es sich bei einem Update ungefragt selbst komplett löschte ( inkl. aller Daten! ) und mir etwas vorsetzte, was ich als Beleidigung empfand ( so ’ne Art Xubuntuverschnitt mit Plasma-Oberfläche – widerlich ).
          Seitdem habe ich so drei bis fünf verschiedene Buntus, Suses u.ä. getestet, alles irgendwie Müll.

          Nach einem Versuch mit Mageia ( hübsch, aber redet nur RedHat-Kram ), habe ich jetzt angefangen ein Mint Mate gaaanz langsam einzurichten, hatte mir ein Programmer empfohlen, der es als Arbeitspferd für seine VMs benutzt.
          Läuft ( scheinbar, ist ja gerade erst einige Wochen alt ) gut, ist sehr schlank ( wer braucht EckigerSaftfon, oder wie das heißt? ) und entsprechend flott. Könnte also, in vlt. 1-2 Jahren, ein auch mal einfach so zu gebrauchendes OS draus werden. Ein einigermaßen funktionierendes Suchprogramm hat es serienmäßig ( natürlich kein „Everything“, aber immerhin eines, das fehlerfrei und recht zügig läuft, bei Linux schon fast eine Revoluton ), ’ne Zwischenablageverwaltung gibt es im Repository-Angebot ( quasi ClipX ), NTFS-Zugriff scheint auch keine Zickigkeiten zu haben. Bis auf einen vermurksten Wlanadaptertreiber ( scheint übergreifend zu sein, Mageia hatte das gleiche Problem, gibt es aber ’ne passende Lösung im Netz für ) bis jetzt einfach nur i.O.

          Und das alles auf einem Aldigerät mit UEFI, Spezialfirmware, der üblichen lustigen Medion-Hardwarezusammenstellung u.s.w…..
          Als Basis- und Notfallsystem ( brauche ich, alte Leute vergessen schonmal ein Passwort, oder zerschießen irgendwas ) reicht das erstmal.

          Fazit:
          Für Leute, die sich EDV als spannendes Hobby zulegen, ist Linux mit seinen Bastelkästen immernoch sehr zu empfehlen, auch hoch ausgebildete Experten können damit echt Spaß haben.

          Wer mal eben einen funktionierenden PC braucht, um damit irgendwas wichtiges sicher und unterbrechungsfrei zu machen, greift besser zu Windose.

          Angebissene Äppel sind kein Gesprächsthema, gehören auf den Kompost und fertig.

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          • Bei mir ist es weder Hobby, noch reines Anwendertum, ich brauche den Rechner (nicht nur aber zum großen Teil) beruflich – um SW zu entwickeln, um mit Kunden zu kommunizieren, um geschäftliche Daten zu dukumentieren, etc.
            Da bleibe ich bei Windows. Derzeit noch W7, aber irgendwann (ohne Umweg über W8.x) wird es wohl W10 werden.

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  10. Pingback: Ratwitter, ratwatter, ratwumm //1702 | breakpoint

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