Fünfzehnhundertvier

Auch wenn die Zeitumstellung schon wieder ein paar Tage her ist, kann ich hiermit meine Meinung dazu noch kundtun.
Das Umstellungen der Uhren im Frühjahr und Herbst ist immer lästig. Der Computer und einige Uhren machen das zwar automatisch, bei vielen Uhren muss man dennoch händisch nachhelfen.

Ursprünglich war die Sommerzeit mal dafür gedacht, Energie zu sparen. Ha! Schon schnell stellte sich heraus, dass der Effekt praktisch 0 war. Was man abends an Beleuchtung und Heizung sparte (wenn überhaupt – schließlich ermuntern die langen Abende zum länger Aufbleiben), verbrauchte man morgens zusätzlich. Die Umstellungen erforderten zusätzlichen Aufwand, und für den Organismus ist es ein kleiner Jetlag.
Da Sommerzeit in ganz (?) Europa gilt, ist deshalb nicht zu erwarten, dass sie in den nächsten Jahren abgeschafft wird. Das würde ein einheitliches Vorgehen erfordern, denn kein Land will alleine der Vorreiter sein.

Nun, ich persönlich schätze es sehr, wenn es abends bis zehn Uhr hell ist. Deshalb finde ich es gar nicht wünschenswert, die Sommerzeit abzuschaffen. Morgens wird es zwar später hell, aber das ist nur die ersten ein oder zwei Wochen unangenehm, danach gibt es sich.
Eine Möglichkeit, um die Zeitumstellung zu umgehen, wäre auch, im Winter einfach die Sommerzeit zu belassen. Aber wenn ich mir dann vorstelle, dass es erst um neun Uhr am Morgen hell wird, tröstet mich auch nicht der Gedanke, dass es dafür zum Ausgleich bis fünf Uhr Nachmittag hell bleibt.
Dagegen könnte ich mir ein Szenario vorstellen, dass zwölf Tage lang jede Nacht die Uhr um fünf Minuten verstellt wird. Solange man das per Hand machen müsste, wäre es nervig. Aber es einem Computer oder einer Digitaluhr beizubringen, wäre kein Problem. Dann könnte man auch gleich die Zeiteinheiten flexibel strecken oder stauchen, nicht begrenzt auf zwölf Tage im Frühjahr oder Herbst, sondern kontinuierlich und ohne unstetigen Zeitsprung das ganze Jahr über, je nach dem, wie lange das Tageslicht andauert.

So ähnlich war es auch schon irgendwann früher. Da wurde die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang einfach in 12 gleichlange Teile geteilt.
Aber auch wenn man bei einer festen, linearen Skala bleibt, wäre es doch überlegenswert, im Sommer bereits um sieben Uhr (Zonenzeit) mit der Arbeit zu beginnen, und im Winter erst um acht. Dann bräuchte man nicht mehr die Uhr umzustellen, sondern die allgemeinen Arbeits- und Geschäftszeiten würden sich verschieben. Dadurch würden einzelne Personen durchaus an Flexibilität gewinnen, und man sparte sich das lästige Uhrenstellen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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26 Antworten zu Fünfzehnhundertvier

  1. keloph schreibt:

    ich finde die ursprüngliche umstellung der verfahren genauso überflüssig wie die diskussion um die abschaffung……ich akzeptiere es einfach so wie es ist und kümmere mich um dinge, die mir wichtiger sind 😉

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  2. idgie13 schreibt:

    Mir ist das wurscht. Ich find das Gejammer darüber nerviger als die Zeitumstellung selber.

    So ein Brimborium wegen der kleinen Verschiebung der Helligkeit. Was sollten denn die Finnen und Norweger sagen?

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  3. Plietsche Jung schreibt:

    Ich habe Vertrauensarbeitszeit, es ist egal, wann ich komme oder gehe. Hauptsache, ich schaffe meine Arbeit.

    ich mag es auch gern, wenn es abends länger hell bleibt. So ergeben sich deutlich mehr Möglichkeiten der freizeitlichen Nutzung außerhalb von Haus und Wohnung.

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  4. Leser schreibt:

    Die einzige Uhr, die ich noch manuell umstellen muss, habe ich auf Sommerzeit gelassen. Nicht nur das, als die Batterien im Winter leer waren, habe ich sie sogar wieder auf Sommerzeit eingestellt. Ich merke mir während der Winterzeit einfach, dass sie eine Stunde vorgeht, und das reicht. Und da sich alle anderen Uhren von selbst umstellen, ist das Thema inzwischen auch angenehm in den Hintergrund getreten.

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    • Vor einigen Jahren hatte ich im Sommer mal eine Uhr (das war die Vorgängerin der Binär-Uhr) auf Winterzeit gelassen, weil ihre Knöpfe sich nicht mehr verstellen ließen.
      Das geht schon. Man muss sich der Zeitdifferenz halt bewusst bleiben.

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      • Leser schreibt:

        Wobei auf Winterzeit lassen schwieriger ist, als auf Sommerzeit lassen. Im ersten Fall geht sie im Sommer eine Stunde nach, meine ging lediglich im Winter eine Stunde vor. Das heißt, dass ich im schlimmsten Fall, wenn ich mich nach der Uhr richtete, eine Stunde zu früh wäre…bei der Winterzeit-Uhr wäre man dann eine Stunde zu spät, aua…

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