Vierzehnhundertachtundfünfzig

Plötzlich zeigte mein Computer einen Bluescreen: SFN_LIST_CORRUPT.
Als ich ihn wieder booten wollte, piepte es dreimal. Meine Liste mit den Beepcodes zeigte an, dass das RAM Probleme machte. Als ich auf einem anderen Rechner nach derr Bluescreen-Ursache googlete, deutete das ebenfalls auf Fehler im Arbeitsspeicher hin.
Ich entfernte die RAM-Riegel, setzte sie neu ein, und drückte auch an den anderen Steckern und Verbindungen herum. Dann startete ich den Rechner neu.
Er lief zwar hoch, aber ich hatte nicht allzu lange Freude daran. Bald gab es einen neuen Bluescreen: SYSTEM_SERVICE_EXCEPTION.
Google wusste, dass die Ursache dafür vielfältig sein kann. Speicherprobleme waren eine davon.
Ich drückte beim nächsten Neustart die F8-Taste, um in erweiterte Startoptionen zu kommen, die es mir ermöglichen würden, einen Memorytest durchzuführen.
Ein Basic-Memorytest lief anstandslos durch.

Zwei Monate lang lief der Rechner wieder problemlos.
Irgendwann begann er, nach dem Einschalten laute Geräusche von sich zu geben, die wohl vom Lüfter kamen. Aufschrauben und nachsehen, ob sich etwas verkantet hatte, oder Fremdkörper vorhanden sind, erbrachte kein Ergebnis.
Allerdings wurde der Rechner nach einigen Minuten beunruhigender Geräuschentwicklung wieder leise. Dies Verhalten wiederholte sich reproduzierbar. Ich nehme an, dass es sich um ein Temperaturproblem handelte, und der Lüfter sich erst warmlaufen musste. Weder CPU noch Festplatten überhitzten sich dabei.
Schließlich zog ich einfach den Lüfterstecker vom Mainboard ab. Jetzt war Ruhe, und der Temperaturverlauf von CPU und Platten hat sich seither nicht wesentlich geändert.

Eine Zeitlang später .. schwupps .. gab es wieder einen Bluescreen, und zwar mit der eindeutigen Meldung MEMORY_MANAGEMENT.

Tja, ich traue dem Rechner nicht mehr. Es ist wohl an der Zeit, mir einen neuen anzuschaffen. Schließlich ist er auch schon so um die fünf Jahre alt.

Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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48 Antworten zu Vierzehnhundertachtundfünfzig

  1. heubergen schreibt:

    Wieder Marke Eigenbau oder eine überteuerte und dafür enterprise-gerechte Fertiglösung?

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  2. netsmurf schreibt:

    Ich konnte meinen Rechner längere Zeit nicht aufrüsten. Vor zwei Jahren in November begann er dann Probleme beim Hochfahren zu machen. Wenn die Lüfter anfingen zu drehen machte er einen Neustart. Nach eins/zwei Anläufen bootet er dann.

    Vier Monate schaffte er es auch nach 20 Minuten nicht mehr zu booten – so musste ich mir dann einen neuen Rechner zulegen. Denke, dass es damals entweder das Netzteil oder ein Kugellager in einer Festplatte war (die dann beim Hochfahren zu viel Leistung brauchte) war.

    Zusammenbauen ist mir lieber, denn da weiß ich was ich drin hab. Habe mir einem einen Computer von der Stange gekauft und dann eigentlich rund erneuert. Neue Grafikkarte, neue Festplatte, neues Netzteil. Wäre einzeln billiger gewesen.

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  3. Pendolino70 schreibt:

    Wird es wieder ein Eigenfabrikat?

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  4. blindfoldedwoman schreibt:

    Für sowas hab ich meinen Nachbarn. 🙂

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  5. Leser schreibt:

    Das laute Lüftergeräusch kann tatsächlich mit einem abgenutzten (Kugel-)Lager des Lüfters zu tun haben, viele Lüfter sind da irgendwann einfach fertig (nicht alle haben ein Kugellager, die billigeren sind anders gelagert).
    Ansonsten: Was war das denn für ein Speichertest, der unter F8 „erweiterte Startoptionen“ erreichbar ist? Evtl. nochmal mit memtest86+ wiederholen (ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei Windows dabei ist), das ist *das* Standardprogramm dafür.
    Wobei, sporadische Fehler können natürlich von überall her stammen – meist ist es jedoch nur ein Teil, und als prominenteste Beispiele fallen mir da Netzteil und Festplatte (HDD, nicht SSD) ein, die am häufigsten sterben, während der restliche Rechner noch OK ist. Wobei man das bei einem derart sporadischen Fehlermodus noch nicht wirklich eingrenzen kann, also noch etwas warten, bis sich der Fehler „konkretisiert“ (den Rechner solange als Zweitrechner für weniger wichtige Aufgaben/Daten nutzen, um ihn so zu testen).
    Zum Wegwerfen ist er jedenfalls zu schade (wenn nicht Mainboard oder CPU eine Macke haben)!

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  6. Dieter schreibt:

    Dann drück ich die Daumen, dass er noch so lange einigermaßen durchhält, bis der neue bereit ist.

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  7. gr3if schreibt:

    Wahrscheinlich hat er den Zen /Ryzen Ruf gehört ist und vor Ehrfurcht gestorben 🙂

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  8. Jezek1 schreibt:

    Naja, ist ja bald Ostern; da darf man sich schon jetzt etwas wünschen.

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  9. Leser schreibt:

    Als Ersatz könnte man statt auf Eigenbau natürlich auch etwas richtig professionelles konfigurieren und ordern, z.B. ein Lenovo ThinkCentre oder etwas in dieser Klasse. Zwar würden manche da für „überteuert“ halten, aber idR sind da (ebenso bei den Profi-Kisten von Dell und HP) äußerst hochwertige Teile drin verbaut, so dass das Gerät deutlich länger als 5 Jahre halten dürfte.

    Wobei es ja (unabhängig davon, ob Selbstbau oder nicht) bei der aktuellsten Intel-CPU-Generation schon Schwierigkeiten mit der Treiberunterstützung unter Windows 7 gibt, d.h. die neue Hardware läuft eigentlich nur noch mit Windows 10 richtig, wenn man auf Windows angewiesen ist. Und Windows 10 hat ja bekanntlich einige grobe Mängel bezüglich Datenschutz, ich habe auch schon Stimmen gehört, die besagten, es sei für den Unternehmenseinsatz (egal ob Ein-Mann- bzw. Frau-Bude oder Großkonzern) in Deutschland gar nicht zulassungsfähg, weil sich manche Dinge nicht kontrollieren oder abschalten lassen. Aber IANAL, deshalb weiß ich natürlich nicht, was da dran ist.

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  10. Plietsche Jung schreibt:

    Ich würde ja mal anfangen, den Fehler zu suchen. Du hast bestimmt ein Riesen-RAM und die meisten PCs laufen auch mit einzelnen Streifen. Ich glaube aber eher an das Netzteil oder aufplatzenden Elkos auf dem Mainboard. An Überhitzung leidet der PC sicher nicht, das sieht anders aus. Auch wenn ein Lüfter nicht dreht, kommt eine andere Meldung.

    Die Kosten sind selbst für einen neuen PC nicht so wild, aber die ganzen Programme aufzuspielen, frisst einen halben Tag.

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