Vierzehnhundertsieben

Als ich vor mehreren Jahren mit dem Bloggen hier angefangen habe, hielt ich es für das einfachste, meine Einträge durchzunummerieren. Auch auf Tags verzichtete ich. Kategorien gab es bei blog.de überhaupt nicht.
Zwar hat so eine streng algorithmisch determinierte Titelvergabe durchaus ihre Vorteile, trotzdem habe ich es schon manchmal bereut, dass ich nicht doch normale Titel vergebe. Denn so ein Index sagt halt überhaupt nichts über den Inhalt aus, und es fällt mir schwer, im Nachhinein ältere Einträge zuzuordnen oder wiederzufinden.
Schon mehrmals habe ich mir deshalb überlegt, ob ich mein Vorgehen nicht ändern soll. Aber all die alten Einträg umzubenennen ist viel zu viel Aufwand. Das will ich mir nicht antun. Inkonsistent soll das Blog aber auch nicht werden. Dagegen sträubt sich die sheldonische Perfektionistin in mir.

Jetzt ist mir eine Art Kompromiss in den Sinn gekommen, den ich in Zukunft beabsichtige umzusetzen.
Ich werde den Posts den Titel geben, mit dem ich sie auch bei Twitter verlinke. Dafür muss ich mir ja eh was passendes oder auch unpassendes überlegen. Das hat sogar den Vorteil, dass ich sie automatisch twittern lassen kann, ohne selbst tätig zu werden.
So kann jeder leichter erkennen, ob der Inhalt ihn vielleicht interessiert. Wobei ich schon darauf hinweise, dass es mich reizt, den Titel etwas irreführend zu formulieren. Er kann also täuschen – aber nicht immer.
Die Tags lasse ich zumindest vorerst unangetastet. Die zu vergeben fällt mir auch bei den anderen Blogs schwer, obwohl ich es dort zumindest versuche.

Nach einigen Tagen, wenn das Interesse daran ziemlich abgeflaut ist, benenne ich die Einträge dann wieder ins übliche Schema um, so dass nur die jeweils neuesten mit aussagekräftigem Titel stehen bleiben. Ich denke, es wird reichen, wenn ich dies einmal die Woche für alle betroffenen Einträge durchführe.
In der URL bleibt der Titel ja erhalten, so dass ich daran ungefähr erkennen kann, um was es in dem Post geht.

Und falls mir dieses neue Vorgehen nach einiger Zeit lästig wird, oder sich andere, unerwartete Nachteile zeigen, kann ich ja immer noch zum altbewährten zurückkehren.

Irgendwelche Einwände, weitergehende Vorschläge oder sonstige Anmerkungen?

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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34 Antworten zu Vierzehnhundertsieben

  1. Leser schreibt:

    Zwei Fragen: 1. Warum zurück umbenennen? Können doch auch so stehen bleiben, mit der Nummerierung dahinter (numerisch) in Klammern – so wie bei diesem Titel hier?
    2. Blogeinträge automatisch twittern lassen? Und dafür WordPress Dein Twitter-Passwort geben? Oder hat Twitter eine Funktion, dass es den RSS-Feed Deines Blogs abonniert und die Überschriften der neuen Einträge jeweils postet? Weil, anders herum, mit Passwort irgendwo eingeben, das wär mir ja gar nix…

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  2. keloph schreibt:

    das ist eine menge zusatzaufwand und erfordert sorgfalt denke ich. your choice, ich wäre zu faul dafür 🙂

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  3. janxb schreibt:

    Ich finde die Durchnummerierung eigentlich ganz nett, von mir aus muss daran nichts geändert werden..

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  4. ednong schreibt:

    LOL – der erste Schritt ist getan. Und ich wage mal die Voraussage, dass du das Rückändern des Titels auch nicht all zu lange machen wirst 😉

    Ich bin gespannt.
    Und ja, sprechende Namen als Titel sind aussagekräftiger – wenn auch ggf. in die falsche Richtung.

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  5. Miria schreibt:

    Ich denke auch, dass es wenig Sinn macht, den Titel zurückzuändern…
    Wenn du später dann anhand des Inhalts wieder etwas finden möchtest, hast du ja das gleiche Problem wie jetzt bei rein numerischer Benennung.
    Ich würde den Titel einfach so lassen wie den, von diesem Post mit der Nummer in Klammern.

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    • Meist finde ich ja den Inhalt alter Blogeinträge über ein oder zwei Stichworte (wobei es hilfreich ist, wenn ich den Zeitraum einigermaßen eingrenzen kann).
      Auch an den Titel müsste ich mich erinnern können, und das ist ebenfalls schwierig, denn wenn ich mir meine alten Tweets mit Eintragsverlinkungen ansehe, sind die doch oft mehrdeutig.

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  6. knipserei schreibt:

    Warum dann wieder den Titel zurücknehmen? Macht Arbeit und ist unnötig. Da ich es bei meinem Bildern es auch nicht immer mit Titel habe, nummeriere ich sie einfach durch und wenn mir etwas einfällt, dann schreibe ich nach einem Gedankenstricht einen Titel hinzu, siehe hier: https://durchdiezeit.com/2016/11/20/362-lust/. Wäre das eine Alternative?

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  7. blindfoldedwoman schreibt:

    Im Reader erscheinen ohnehin die ersten drei Zeilen des Posts. Für mich braucht es das also nicht.

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  8. kittygirl1988 schreibt:

    Jeder sollte es so handhaben, wie er es möchte und dann ist das auch ok. Finde ich. Da du aber fragst… das ganze Leben ist Weiterentwicklung und Veränderung. Nichts bleibt, wie es ist. Was spricht dagegen, eine Veränderung dann so stehenzulassen, selbst wenn du es dann nochmal irgendwann änderst? Ist doch dann wie eine Art Lebensabschnitt. 🙂

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