Dreizehnhundertsiebenundsechzig

Nachdem beim Webmasterfriday nichts mehr zu laufen scheint, habe ich mich wieder mal anderweitig nach Blogparaden umgeschaut, und bin auf Socialmedia-Betreuung auf ein Thema gestoßen, über das ich schon länger mal (wieder) etwas schreiben wollte. Nämlich Twitter.
Ob mein Beitrag zu einem reinen Loblied wird, kann ich nicht versprechen.

Insgesamt mag ich Twitter. Das war gar nicht so sicher, als ich vor ein paar Jahren meinen Account dort einrichtete. Ich wollte es einfach mal ausprobieren. Allerdings ließ ich Twitter dann erst mal ein Jahr oder so brachliegen, bis ich allmählich anfing, gelegentliche Tweets zu verfassen.
Inzwischen sind es etliche Tausend geworden, und es vergeht kaum ein Tag, ohne dass ich twittere. Üblich sind so zwei bis vier Tweets pro Tag. Das kann auch schon mal erheblich mehr werden, wenn sich eine Diskussion ergibt.

Durch die Beschränkung auf 140 Zeichen ist man gezwungen, kurz und prägnant zu formulieren. Das hat seinen eigenen Charme, wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat.
Es ist kein Platz für irgendwelches Drumherum oder Spitzfindigkeiten. Trotzdem ist es manchmal erstaunlich, wie tiefsinnig manche Diskussionen dennoch verlaufen können. Zumal man berücksichtigen muss, dass mit jedem Twitterer, der sich am Gespräch beteiligt, einige Zeichen für die Mentions wegfallen, die dann nicht mehr im Text zur Verfügung stehen.

Man findet bei Twitter schnell Anschluss. Das geht wesentlich schneller als bei Blogs oder gar im RL. Einfach den Accounts folgen, die einem interessant erscheinen. Manche Twitterer folgen dann zurück, andere eher nicht (zu letzteren gehöre ich auch, denn meine TL ist inzwischen so voll, dass ich auch so längst nicht mehr alles mitkriege, und deshalb nur selten noch jemanden hinzufüge).
Es ist schon beeindruckend, wie schnell auf Twitter Ähnlichgesinnte zusammenfinden.
Twitter ermöglicht auch vertrauliche Gespräche, indem man sich gegenseitig DMs schickt.
Man kann – sofern man das will – auch Politiker, Journalisten oder Prominente anschreiben. Ob man eine Antwort erhält, ist wieder eine andere Frage.

Mit Retweets gehe ich nur sparsam um. Dafür sind sie aber dann auch wirklich als Empfehlung zu verstehen.

Über Twitter erfährt man schneller Neuigkeiten als über das Radio. Es ist ein sehr schnelles Medium, das davon lebt, dass die Nutzer aktuelle Nachrichten praktisch unmittelbar veröffentlichen können. So sieht man das Neueste zeitnah entweder in seiner Timeline oder in den Trends.
Die twittrige Schnelligkeit bringt es natürlich mit sich, dass man auch viele interessante Tweets verpasst. Aus den Augen, aus dem Sinn. Innerhalb weniger Minuten kann sich die TL wesentlich verändern, und man muss schon mehrmals täglich Twitter besuchen, um einigermaßen Schritt zu halten.
Zum Spaßfaktor von Twitter gehört es, sich über dämliche Hashtags gelegentlich lustig zu machen.

Das waren die Punkte, die mir persönlich bei Twitter gefallen und mir besonders wichtig sind. Es gibt zwar auch einige negative Aspekte, aber diese waren hier nicht das Thema, und ich habe weitgehend durchgehalten, diese hier auszublenden.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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15 Antworten zu Dreizehnhundertsiebenundsechzig

  1. Tina Gallinaro schreibt:

    Hallo Anne, vielen lieben Dank für die Teilnahme an meiner Blogparade. Da nicht immer alles Gold ist was glänzt, würden mich jetzt auch die negativen Aspekte von Dir interessieren 😉
    Hast du Erfahrungen mit automatisierten Nachrichten und Spam- oder Fake Accounts gemacht? Das wäre doch wieder prima Futter für einen weiteren Beitrag, findest du nicht?
    LG Tina

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    • Hallo Tina,

      als negative Aspekte hatte ich beispielsweise im Sinn, dass die Suchfunktionalität von Twitter verbesserungswürdig wäre. Es ist sehr schwierig bis unmöglich, bestimmte alte Tweets wiederzufinden.
      Ein anderer Punkt, der mir missfällt, ist, dass man Tweets von Accounts, die einen (warum auch immer) geblockt haben, nicht mehr sieht (ausgeloggt allerdings schon).

      Naja, das sind Kleinigkeiten. Im Großen und Ganzen nutze ich Twitter gerne.

      Schönen Tag und lg
      Anne

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  2. Pingback: Nenn mir einen Grund, warum du so gerne bei Twitter bist

  3. Plietsche Jung schreibt:

    Ich bin weder beim Fratzenbuch, noch bei Twitter oder Instagram.
    Alles suspekt und zu datenaffin.

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  4. Leser schreibt:

    Ich hätte auch gerne einen zweiten Teil über alle negativen Aspekte von Twitter gelesen. Dieser Blogbeitrag klingt ja schon fast wie Werbung, das habe ich dadurch bemerkt, dass ich mir beim Lesen an einer Stelle überlegt habe „Hmm, will ich das auch nutzen?“, aber dann kam der zeitfressende Aspekt, und der hat diesen Gedanken zum Glück schnell wieder geheilt 🙂

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  5. Pingback: Ein Füllhorn voller Tweets //1555 | breakpoint

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