Dreizehnhundertsieben

Letzte Woche konnte ich mich nicht am Webmasterfriday beteiligen, weil ich verreist war. Aber das damalige Thema über SEO-Plugins sprach mich ohnehin nicht an. Entweder hätte ich es also ausfallen lassen, oder über SEO abgelästert. Denn schließlich schreibe ich für menschliche Leser, und nicht für irgendwelche Suchmaschinen.

Diese Woche geht es um Bilder am Arbeitsplatz.
Das ist jetzt auch etwas, was mich nahezu überhaupt nicht interessiert.
Ich lege Wert darauf, einen übersichtlichen Kalender in Sichtweite zu haben, das ist es aber auch schon.
Wenn ich sonst mal über ein bestimmtes Thema einen graphischen Überblick haben möchte, schaue ich in Dokumenten auf meinem Rechner oder im Internet nach.
Ich mag überhaupt keine Staubfänger in meinem Umkreis, habe also auch keine Bilderrahmen mit Fotos oder so auf meinem Schreibtisch stehen.
Als Desktop-Hintergrundbild habe ich irgendso ein Standardfoto eingestellt. Aber das kriege ich eh kaum zu Gesicht, weil es meist durch Fenster verdeckt wird.

Ja, sehr unergiebig das Thema, aber auf irgendwelche Bilder lege ich halt keinen Wert. Die würden mich eher ablenken oder stören. Wenn mir mal nach Katzenbildern, Feynman-Diagrammen oder was-weiß-ich ist, weiß ich, wie ich sie im Internet blitzschnell auffinde.

Früher hatte ich mal einen geknüpften Wandbehang an der Wand hängen, aber der ist dann im Laufe der Zeit verstaubt, und waschen konnte man ihn nicht.
Eine Zeitlang hatte ich eine Art Image-Poster aufgehängt, auf dem ich die wichtigsten meiner Projekte ansprechend graphisch dargestellt hatte. Das diente ein wenig Marketing-Zwecken, und ein bisschen der Selbstmotivation. Irgendwann war es aber zerrissen, und ich habe es dann nicht durch ein neues ersetzt.

Neuerdings bin ich auch recht sensibilisiert, was Bilder betrifft, die mit mir zu tun haben – egal, ob man mich heimlich am Nacktbadestrand fotografiert, oder den Screenshot eines meiner Tweets in einen völlig neuen, von mir unbeabsichtigten, falschen Zusammenhang gebracht, und somit sinnentstellend, an anderer Stelle weiterverbreitet, und sogar im Fernsehen zeigt.
Aber obwohl mir das gar nicht gefällt, nehme ich es hin, weil ich Meinungsfreiheit (und nur darum, und gegen Zensur oder Doppelmoral ging es mir) höher werte.
Wenn ich behaupte, dass seriöse, unvoreingenommene journalistische Arbeit anders aussieht, so ist das meine persönliche Meinung.
Eigentlich wollte ich gar nichts weiter dazu sagen, denn diese Darstellung haben sicherlich nur ein paar Leute gesehen, nur wenig es registriert, und die meisten die Angelegenheit bereits wieder vergessen.
Und ich brauche auch keinen Streisand-Effekt, der diese Sache erst bewusst macht und aufbauscht.
Dass ich es jetzt doch erwähne, hat nur den Grund, auf meinungsbildende Manipulation hinzuweisen, und darauf aufmerksam zu machen, dass man auch bei angesehenen Medien nicht leichtgläubig sein soll, und nicht alle angebotenen Informationen so übernehmen kann, wie die Darstellung es suggeriert, ohne sie zu hinterfragen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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14 Antworten zu Dreizehnhundertsieben

  1. Molly L. schreibt:

    Eieiei. Vielleicht sollte ich mal einen Mollymasterfreitag starten. Uninspirierender kann es ja nicht werden, 😉

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  2. ednong schreibt:

    Von welchem Account haben die denn da stibitzt?

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  3. Leser schreibt:

    Das ist ja mal ne krasse Nummer. Klar, wehren kann man sich dagegen nicht, aber Du wirst da in ein Licht gerückt, als würdest Du ausländerfeindliche Parolen verteidigen, während ich der Überzeugung bin, dass diese (in sich allein stehend völlig legitime und korrekte) Aussage im Rahmen einer „Feminismusdiskussion“ gefallen ist, während Du mit rechten Hetzern sicher nichts zu tun hast.
    Deshalb lese ich auch gerne als „Rundumüberblick“ mal Fefe’s Blog, da gibts zwar keine Kommentare und Trackbacks, aber die Sichtweise mal ein bisschen zu verschieben kann sehr erhellend sein.

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    • Ja, ganz genau so.
      Mein Tweet („Es ist natürlich einfacher, kritische Meinungen als #hatespeech zu bezeichnen, als sich damit auseinanderzusetzen.“) war völlig allgemein gehalten. Ich hatte lediglich so halb im Hinterkopf, dass manche Personen jegliche noch so sachlich begründete Kritik an ihren Äußerungen sofort als Hatespeech abtun, anstatt selbst sinnvolle Argumente zu bringen.
      Das war keineswegs eine Reaktion auf diesen BKA-Einsatz, wie es behauptet wird. Dazu hatte ich mich niemals geäußert. Es wird jetzt aber so dargestellt, als würde ich Maßnahmen gegen radikale Hetze kritisieren und ablehnen.
      Von dieser Interpretation und Unterstellung distanziere ich mich natürlich, finde es aber schon dreist und ungehörig, meine ursprüngliche Aussage dermaßen zu verfälschen und zu zweckentfremden, und mich dadurch in ein so negatives Licht zu stellen, wo ich mit radikalen und extremen Ideologien – gleich welcher Art – doch überhaupt nichts am Hut habe.

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  4. Pingback: No Sweets, but Tweets //1502 | breakpoint

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