Dreizehnhundert

Seit Freitagabend ist Carsten zwar wieder da, aber allzu viel Zeit haben wir noch nicht miteinander verbracht. Dazu trug bestimmt auch das regnerisch-kühle Wetter bei.
Obwohl ich während seiner Abwesenheit einiges für ihn miterledigt habe, ist gerade diese Woche über etliches aufgelaufen, wo er selbst ran muss.
Und da wir außerdem versprochen haben, heute nachmittag bei einer Familienfeier zu erscheinen, war er gestern fast den ganzen Tag über beschäftigt.
Sogar am Abend werkelte er noch herum. Wenn es wärmer gewesen wäre, hätten wir bestimmt noch einen Abendspaziergang machen wollen, da die Gelegenheit für Outdoor optimal gewesen wäre. Da es dazu aber eh zu kühl und feucht war, nervte ich ihn nicht damit.

So jedoch zappte ich (nachdem ich selbst noch ein paar bereits länger vor mich hergeschobene Angelegenheiten erledigt hatte) alleine ein wenig am Fernseher herum, und traf dabei auch auf dieses Fußballdingens.
Da waren viele von diesen Werbefuzzis, die hinter einem sphärischen Objekt herrannten, und kaum hatten sie es erreicht, gaben sie ihm einen Tritt, dass es wieder weiter flog.
Dieser Cola-Typ stand unter einem rechteckigen Rahmen, hinter dem ein Netz aufgehängt war.

Ich zappte weiter, fand aber nichts, was mich interessierte. Als ich nochmals kurz zu Carsten ging, reagierte der recht gereizt, und vertröstete mich auf später.
Ich erwog, trotzdem einen Verführungsversuch zu starten, ließ es aber dann, da er bei Erfolg im Nachhinein doch sauer auf mich gewesen wäre, weil ich ihn von der Arbeit abgehalten hätte, und ich mich wohl besser schon mal auf die geplante Verschärfung der entsprechenden Gesetze einstellen sollte.

Irgendwann ging ich ohne ihn ins Bett. Als er endlich nachkam, war er so müde (und jetlaggt), dass wir nur noch ein wenig löffelten, bevor er einschlief.
Heute morgen begannen wir den Tag zwar auf gewohnte Weise, aber jetzt hat er sich schon wieder in seinem Arbeitszimmer verschanzt, um bis nachher, wenn wir los müssen, noch recht viel zu schaffen.

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Über Anne Nühm (breakpoint)

Die Programmierschlampe.
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8 Antworten zu Dreizehnhundert

  1. baerlinerinn schreibt:

    Ach, Anne. Du hast sicher Verständnis für ihn. Ich vermute aber, so ganz zufriedenstellend ist die derzeitige Situation nicht für dich. Mein Männe hat mich auch schon einmal gefragt, ob es mal Tage gäbe, wo ich keine Lust hätte. Aber sorry, nein. Weder bei ihm noch bei meinen Partnern davor. Kein Arbeitsstress und kein monatlich eintreffendes Ereignis könnten noch davon abhalten. 😉 Da ticken Männer wohl anders, oder? Oder auch nicht. Denn wenn an wenigen Tagen (von seiner Seite angestrebt) abgemacht ist, nur kuschelnd und früh zu Bett zu gehen, reize ich es doch vorsichtig aus oder stelle mich müde und halb schlafend und zack, bekomme meinen Willen und Befriedigung. :-p

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    • Er war ja schon immer ein Workaholic, hat seine Arbeitszeit aber in den letzten Jahren deutlich reduziert.
      Momentan kommt halt einiges zusammen, aber in diesem Ausmaß ist es denn doch die Ausnahme.

      Was soll ich machen? Wenn er viel zu tun hat, hat er einfach keinen Sinn für irgendetwas anderes.
      Und da wir nachher zu der Feier müssen, geht ihm diese Zeit ab, und er ist wohl sehr im Stress und unter Zeitdruck.

      Wir hatten am Freitagabend noch einiges nachgeholt, und gestern hat es zwischendurch auch für ein paar Quickies gereicht.
      Es ist also nicht so, dass gar nichts läuft. Aber nachdem er 5 Tage lang weg war, hatte ich halt für das Wochenende auf intensiveren Umgang und mehr Zweisamkeit gehofft.

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  2. ednong schreibt:

    Tsts. Selbstständig – das kennst du doch auch. Und bei einem Unternehmen an der Backe ist es dann gleich noch mal eine Größenordnung höher.

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  3. Pingback: Dwidder mal widder //1490 | breakpoint

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