Zwölfhundertsechsundzwanzig

Aus der Reihe „Das kommt davon, wenn ..“, heute die Geschichte eines guten Bekannten – ich nenne ihn hier Roland -, der in der Erwachsenenbildung tätig ist.

Er arbeitet als Freiberufler, und lässt sich von Unternehmen und anderen Institutionen buchen, um sein Fachwissen – üblicherweise in Form von In-house-Kursen – weiterzugeben.
So gibt es eine Institution, die ihn schon seit längerem regelmäßig dreimal im Jahr für spezielle Kurse engagierte. Diese Kurse dauerten einige Tage, und wurden von mehreren Referenten gehalten, die jeweils einen Teil der Stunden übernahmen.

Organisiert und geplant wurde das Ganze von einer Mitarbeiterin der Institution, die diese leitende Position erst vor wenigen Jahren übertragen bekommen hatte, und zwar – laut Roland – nur deshalb, weil sie eine Frau ist.
Sie selbst übernahm ebenfalls einen Teil der Kursstunden, obwohl ihre Qualifikation nicht wirklich passend ist, und hat wohl auch fachliche Lücken – zumindest war sie nicht die optimale Besetzung. (OK – dies schrieb ich mit Vorbehalt. Roland hätte nämlich selbst nur zu gerne ihre Stunden mitübernommen, weil diese sehr gut bezahlt wurden.)

Vor einiger Zeit erwartete Roland wieder ein Angebot der Institution, wie üblich bei diesen Kursen zu unterrichten. Aber das Angebot blieb aus. Nachdem er etwas abgewartet hatte, informierte er sich bei einem weiteren Ansprechpartner dieser Institution, und siehe da: Es wird dieses Jahr keine derartigen Kurse geben, weil die Mitarbeiterin schwanger ist, und bei dem üblichen Termin bereits in Mutterschutz ist. Auch nächstes Jahr finden keine Kurse statt, weil sie dann in Elternzeit sein will. Was danach ist, bleibt offen.
Da anzunehmen ist (oder auch nicht), dass sie nach der Familienpause wiederkommt, wird ihr Arbeitgeber solange keine Vertretung einsetzen (zum einen wäre es schwierig, kurzfristig jemanden mit halbwegs passender Qualifikation zu finden, zum anderen – was macht man mit der Vertretung, wenn die Mitarbeiterin tatsächlich nach zwei Jahren oder so wieder arbeiten will?).

Ihr Arbeitgeber hat einen Schwarzen Peter, weil er nicht sicher planen kann, und die Kurse ausfallen lassen muss (was ihm geringere Einnahmen und eventuell Probleme mit seinen Kunden beschert).
Die potentiellen Kursteilnehmer haben ein Problem, weil es (mindestens) zwei Jahre lang keine passenden Kurse gibt, die aber für viele notwendig für ihre berufliche Fortbildung sind.
Und Roland ärgert sich, weil ihm (sowie auch den anderen Referenten) diese lukrativen Einnahmen, bei auch ansonsten angenehmen Bedingungen, entgehen.

Und die Moral von der Geschicht‘? Die dürft ihr euch gerne selbst überlegen.

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Über breakpoint AKA Anne Nühm

Die Programmierschlampe.
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100 Antworten zu Zwölfhundertsechsundzwanzig

  1. aliasnimue schreibt:

    Wenn er Freiberufler ist, soll er doch ein passendes Angebot für die Vertretung machen.

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    • Nein. Das ist keine Option. Obwohl es Überschneidungen in den Tätigkeiten gibt, hat sie auch noch ganz andere Aufgaben gehabt.
      Außerdem wohnt er woanders, und überhaupt .. nee, das passt nicht.

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      • aliasnimue schreibt:

        Tja, da scheinen ihm wohl auch einige Qualifikationen zu fehlen. 😉
        Wenn es sich für die Firma lohnen würde, dann würden sie die Stelle auch solange besetzen. Schließlich gibt es heute ohnehin kaum noch Festanstellungen.

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        • Er könnte ihren Job schon übernehmen, wenn er wollte.
          Aber er hat keine Lust, irgendwelchen Verwaltungskram und organisatorisches Zeug zu machen.
          Er ist zufrieden mit seiner freiberuflichen Lehrtätigkeit, und will auch nicht ein paar hundert Kilometer umziehen für eine (befristete) Festanstellung.

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          • aliasnimue schreibt:

            Das relativiert doch seine Bemerkung, die Frau hätte den Job nur wegen ihres Geschlechts bekommen.

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            • Inwiefern?
              Als ihr Vorgänger in Rente ging, wurde sie intern aus einer Handvoll Mitarbeitern ausgewählt, die teilweise schon länger dort beschäftigt und wohl auch besser qualifiziert, aber eben männlich waren.

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            • aliasnimue schreibt:

              Und daraus schließt Du, das die Entscheidung wegen ihres Geschlechts getroffen wurde?
              Das fällt mir schwer zu glauben.
              Ganz neutral betrachtet, wird sie wohl die Anforderung an die Aufgabe schlichtweg am meisten erfüllt haben.

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            • Sie hat ein Studium, das für die benötigten Themen – sagen wir mal – nur sehr marginal relevant ist.

              Als sie vor wenigen Jahren die Position übernahm, hatte ich mich schon mal mit Roland darüber unterhalten.
              Damals hätten sich alle gewundert, dass ausgerechnet sie, die einen ganz anderen Studienabschluss hat, ausgewählt wurde.

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  2. Claudius schreibt:

    Ich denke, es liegt nicht primär an der Frau sondern an der Institution. Beinahe jede Person, die in Elternzeit ist, kann durch einen Zeitvertrag vertreten werden. Das ist auch in unserer hochspezialisierten Branche absolut üblich.

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    • Naja, ihr Job ist schon sehr speziell. Ich weiß nicht alle Einzelheiten.
      Jedenfalls lässt die Institution die Kurse ausfallen (die gehören auch nicht zu deren Kernaufgaben und haben deshalb geringere Priorität).

      Ich glaube nicht, dass auf die Schnelle jemand extern zu finden wäre, der vom nötigen Hintergrundwissen zur Vertretung geeignet wäre, UND bereit ist, in einer doch eher unattraktiven Gegend befristet dort zu arbeiten.
      Sie hat auch intern nur wenige Kollegen, die einen ähnlichen Job (aber mit ganz anderem Schwerpunkt) machen. Offenbar ist keiner dabei, der als Stellvertreter einspringen könnte.
      Ich nehme an – ohne es zu wissen – dass sich ihre Kollegen während ihrer Abwesenheit ihre wichtigsten Aufgaben untereinander aufteilen. Für die Kurse aber gibt es niemanden, der einspringen könnte (oder wollte ?).

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  3. Molly L. schreibt:

    Die Moral von der Geschichte ist … dass es Frauen nach wie vor übel genommen zu werden scheint, wenn sie außer Haus arbeiten und Kinder bekommen wollen. Wozu übrigens i.d.R. auch ein Mann gehört.

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    • Die Moral von der Geschichte ist .. dass es ein enormes Risiko ist, Frauen verantwortungsvolle oder hochspezialisierte Aufgaben zu übertragen.

      Wozu übrigens i.d.R. auch ein Mann gehört

      .. der aber überlicherweise seinen Arbeitgeber nicht gleich hängen lässt, nur weil er Vater wird.

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      • Molly L. schreibt:

        Ach, und was sollen Frauen Deiner Meinung nach tun? Nie „richtig“ arbeiten gehen oder nach Höherem streben, nur weil sie irgendwann vielleicht einmal ein Kind haben möchten oder ungeplant schwanger werden könnten?
        Spaßkeks!
        Und was heißt hier „nur weil er Vater wird“ läßt ein Mann seinen Arbeitgeber nicht hängen? AFAIK muss der Mann das kleine Baby auch nicht 9 Monate in sich tragen und dann unter Schmerzen herauspressen oder herausgeschnitten bekommen!
        Und was hat das mit „hängen lassen“ zu tun? Eine Frau, die ein Kind bekommt, sorgt immerhin für dringend benötigten Nachwuchs in diesem schönen Land. Oder soll die Menschheit aussterben, aber dafür haben wir Top-Firmen? Oder sollen nur noch schlechtqualifizierte oder dumme oder ungebildete Frauen Kinder bekommen?

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        • AFAIK ist es nur in Deutschland so, dass Frauen mit Mutterschutz und Elternzeit so viele Freiheiten haben.
          In anderen Ländern ist das bei weitem nicht so, und berufstätige Frauen unterbrechen ihre Arbeit nicht auf unbestimmte Zeit, sondern arbeiten entweder schon bald weiter, oder hören ganz auf.

          You can’t have your cake and eat it.
          Familie und Beruf lässt sich hierzulande vielleicht noch einigermaßen vereinbaren.
          Aber nicht Familie und Karriere. Da muss eine (ambitionierte) Frau sich eben entscheiden.

          Männer haben diese Wahl i.A. überhaupt nicht, und meist ist es so, dass gerade Familienväter loyaler gegenüber ihrem Arbeitgeber sind als Singles.

          Ein Arbeitgeber investiert viel in seine (guten) Mitarbeiter, und wenn ein Arbeitsplatz mit jemandem besetzt ist, der seine Arbeit ordentlich macht, dann will der Arbeitgeber den auch behalten, und nicht vertröstet werden: „In zwei Jahren komm‘ ich (vielleicht) wieder.“

          Aus Arbeitgebersicht kann ich mir nur drei Szenarien vorstellen, bei denen es sinnvoll ist, eine Frau einzustellen:
          * Der Job benötigt keine speziellen Kenntnisse oder Einarbeitungszeit (austauschbar)
          * Feinmotorische Geschicklichkeit wird benötigt. Da sind Frauen meist besser als Männer.
          * Für die Stelle gibt es keinen geeigneten männlichen Bewerber (alternativlos)

          Aber selbstverständlich steht Frauen die Option offen, sich beruflich selbständig zu machen, sei es freiberuflich oder gewerblich.
          Dann müssen sie aber auch selbst das Risiko tragen, und können es eben nicht auf den Arbeitgeber abwälzen.

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          • Molly L. schreibt:

            Ich finde es wirklich witzig, dass wir Beide dieses Diskussionspferd (ist ja nun nicht das erste Mal) von zwei völlig untertschiedlichen Seiten aufzäumen: Du aus Sicht eines Arbeitgebers, wohl durch Deinen Mann, und ich aus biographischen Gründen eben aus Sicht einer Mutter.
            Es ist aber nunmal so, liebe Anne, dass Frauen schwanger werden können. Sowohl gewollt, als auch ungeplant. Da kann ich auch fragen: Und nur wegen eventueller 2 Jahre „Ausfall“ soll eine Frau keine Karriere machen? Wenn wir von einer Arbeitsdauer von sagen wir mal knapp 40 Jahren nach einem Studium, nach einer Lehre sogar noch länger ausgehen? Ist doch lächerlich!
            Ich verstehe Deine Sicht und auch die Sichtweise, die ein Arbeitgeber haben muss. Aber ist doch einfach lächerlich – sorry! – daran herumzumäkeln, dass sich Menschen nunmal fortpflanzen oder vermehren. Da könntest Du auch sagen – berechtiger Weise, ist die selbe Logik – dass es sich nicht lohnt, Open Air-Events zu planen, weil es ja regnen könnte. Ja ich weiß: Jetzt wirst Du sagen: „Gut, aber man kann das Regenrisiko minimieren, indem man Open-Air-Events nur im Sommer plant, der regenärmer ist!“
            Dann könnte ich sagen: „Stimmt schon. Aber manche Dinge wie zB Frühjahrskirmes oder Herbstkirmes finden nunmal in regnerischeren Jahreszeiten statt. Oder willst Du das alles streichen?“
            Und dann könnte man auch noch darüber diskutieren, ob man das Ganze dann nur noch in geographisch günstigen Regionen veranstaltet, in denen es statistisch auch weniger regnet usw., usf.
            Das Leben ist, wie es ist: Manchmal einfach unkalkulierbar. Dann dürfte man auch keine Raucher einstellen, keine Fettleibigen, keine Diabetiker usw. Denn wenn die mal krank werden, fallen die auch für länger aus oder haben generell mehr Fehltage. Wie will man sowas berechnen?
            Und eine Frau, die ein Kind bekommen hat, hat etwas geleistet, die bleibt ja nicht zu Hause, um sich einen schönen Lenz zu machen. Ein Kind zu bekommen ist ein Dienst an der Allgemeinheit und auch einfach mal etwas total Natürliches. Wenn Firmen nicht damit zurechtkommen, kann ich es auch nicht ändern. Und wiederhole meine Frage von eben: Sollen denn gebildete Frauen keine Kinder mehr bekommen, sondern das den dummen oder wenig qualifizierten überlassen? Und was soll ich, Molly Logan, machen, sobald die Kinder größer sind? Soll ich zuhause bleiben und meinen Mann alles Geld verdienen lassen? Soll ich mir eine Stelle als Putze suchen? Denn – wie bewiesen ist – sind sowohl Herr L. als auch ich äußerst fruchtbar, eine Schwangerschaft ist schlicht und ergreifend nicht auszuschließen (ich wiederhole an dieser Stelle gerne noch einmal, dass 40% der Schwangerschaften ihn BRD ungeplant sind. Natürlich spielt da Dummheit mit rein,aber eben auch ein Versagen der Verhütungsmethoden).
            Oder soll ich mir einen normalen Job suchen und mir nur ein bisschen Mühe geben, damit ich nicht weiterkomme? Oder Beförderungen ablehnen, wenn es soweit ist? Und auf die Wechseljahre warten und dann, nachdem mich dutzende Kollegen schon überholt haben, zum Chef gehen und sagen: „Juchu, Chefchen, ich bin dann mal soweit, Karriere zu machen!“?
            Ehrlich Anne, ich verstehe Dich ja! Aber wie stellst Du Dir das in der Praxis vor?

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            • Du aus Sicht eines Arbeitgebers, wohl durch Deinen Mann

              Ja, versuch dich mal in einen Arbeitgeber einzudenken.
              Wenn eine Mitarbeiterin schwanger ist, kann das einer Katastrophe gleichkommen (obwohl man ihr und dem Nachwuchs selbstverständlich alles Gute wünscht).
              Zumindest ist das ein Problem, das sich nicht immer zufriedenstellend lösen lässt – insbesondere, wenn die Mitarbeiterin nicht nur einen 08/15-Job macht, sondern eine Schlüsselposition inne hat.

              Und nur wegen eventueller 2 Jahre „Ausfall“ soll eine Frau keine Karriere machen?

              Ein Ausfall von 2 Jahren wäre auch das Aus für die berufliche Karriere eines Mannes.

              Bzgl. Regenrisiko bei Open-Air:
              Natürlich hat vieles im Leben ein Risiko. Aber manche Risiken kann man vermeiden oder zumindest minimieren, andere nicht.
              Gegen manche Risiken kann man sich auch versichern.

              Dann dürfte man auch [..] keine Diabetiker

              Diabetiker gelten als schwerbehindert. Arbeitgeber sind verpflichtet, auch Schwerbehinderte einzustellen. Da sind gerade Diabetiker (sofern deren Diabetes gut eingestellt ist) angenehm, da sie sonst keine körperlichen Einschränkungen haben.

              Und eine Frau, die ein Kind bekommen hat, hat etwas geleistet, die bleibt ja nicht zu Hause, um sich einen schönen Lenz zu machen.

              Da stimme ich dir zu. Aber was hat ihr Arbeitgeber davon?

              Und wiederhole meine Frage von eben: Sollen denn gebildete Frauen keine Kinder mehr bekommen

              Darauf hatte ich schon eine Antwort gegeben: Selbständigkeit.
              Das ist auch eine Option für dich, auf die du dich mit ständiger Weiterbildung, Recherche, etc. vorbereiten kannst.
              Ich wünsche dir dazu viel Erfolg!

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            • Molly L. schreibt:

              Selbstständigkeit ist nicht für jedes Berufsfeld eine Option!
              Ich erzähle mal noch ein Beispiel, um meine Meinung zu veranschaulichen:
              Es war einmal ein Ort, der lebte vom Wintersporttourismus. Es ging dem Ort gut, die EInwohner waren wohlhabend und fröhlich und alles war gut. Doch dann passierte irgendwas und die Schneefallggrenze verschob sich ein Stück weiter nach Oben.
              „Kein Problem“, sagten die Leute, „es ist genug Schnee zum Ski- und Snowboard fahren da, alles in Ordnung!“
              Und so war es auch. Und viele Jahre lang ging das tatsöchlich gut. Zwar stieg die Schneefallgrenze jedes Jahr ein wenig nach Oben, aber immer waren es nur wenige Zentimeter und die Leute sagten: „Alles in Ordnung, das macht nichts aus!“
              Aber irgendwann machte es doch etwas aus: Die Monate, in denen die Winterporttouristen genug Schnee hatten, wurden weniger, die Einnahmen schrumpften entsprechend und dem Dorf ging es immer schlechter.
              Und was machten die Dörfler? Suchten sie einen Ausweg? Nein! Stattdessen schrien sie um Hilfe.
              Bekamen sie Hilfe? Nein. Sie bekamen Subventionen. Viel Geld wurde in neue Anlagen wie Skilifte und höher gelegene Pisten gesteckt und als der nächste Winter kam, stiegen die Einnahmen der Menschen wieder. Das Problem aber war damit nicht gelöst, denn dass der Schnee immer weniger wurde, dagegen konnte keiner etwas tun. Und so fragten sich manche, ob es nicht klüger gewesen wäre, das Geld, dass dem alten Modell hinterhergeworfen worden war und auch keine Dauerlösung, sondern nur eine kurzfristige (und teure) Lösung gewesen war, zu nutzen, um sich neu zu orientieren und sich den neu gegebenen Umständen derart anzupassen, dass man nach einer anderen Art der Einnahmequelle dieses Dorfes suchte und dort hinein investierte.
              Was ich mit diesem Beispiel veranschaulichen will, liebe Anne, ist Folgendes: Die Zeiten haben sich nun einmal geändert! Den meisten Männern und Frauen steht es hierzulande frei, welchen Beruf sie wählen möchten, und das ist gut so. „Wir“ haben nunmal die früheren zukünftigen Hausfrauen vom Herd weg geholt und sie vernünftige Ausbildungen machen oder ein Studium absolvieren lassen. Aber Fakt ist eben auch, dass weiterhin Frauen die Kinder bekommen werden. Wie also mit dieser noch neuen, aber immer mehr steigenden Zahl bestens qualifizierter Frauen umgehen? Den Kopf in den Sand stecken und Männer bevorzugen, oder sich selbst ändern?
              Wir sprachen schon einmal darüber und Du sagtest glaube ich, dass es bei Euch Positionen gibt, die eben nicht in Teilzeit besetzt werden könnten. Da frage ich mich aber, warum die Unternehmer so starr und unflexibel sein müssen? Ich denke wirklich, dass sich da auf Arbeitgeberseite auch etwas tun muss. Es ist ein Geben und Nehmen und wenn jeder einen Schritt macht, können alle nur profitieren.

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            • Selbstständigkeit ist nicht für jedes Berufsfeld eine Option!

              Das weißt du aber, bevor du dich für ein konkretes Studium oder Ausbildung entscheidest, und du kannst nicht die Gesellschaft für eventuelle Fehlentscheidungen verantwortlich machen.

              Bzgl. Wintersportbeispiel:
              Des einen Leid ist des anderen Freud.

              es bei Euch Positionen gibt, die eben nicht in Teilzeit besetzt werden könnten

              Darüber will ich irgndwann mal einen Blogpost schreiben.
              Zumindest für Führungsaufgaben ist Teilzeit auf Dauer (also nicht nur vorübergehend) meiner Erfahrung nach nicht möglich.

              warum die Unternehmer so starr und unflexibel sein müssen

              Sh. meine Antwort hier irgendwo an Ella.

              dass sich da auf Arbeitgeberseite auch etwas tun muss.

              Der Arbeitgeber ist nicht zuständig für die Lebensplanung seiner Angestellten.
              Die Arbeitnehmer arbeiten, dafür bekommen sie Geld. So weit, so gut. Win-Win.
              Wenn jetzt ein Arbeitnehmer einfach auf unbestimmte Zeit aussetzt, hat der Arbeitgeber das Problem, dass er Ersatz braucht (denn irgendjemand muss die Arbeit ja machen), und im Falle von Elternzeit, den Arbeitsplatz trotzdem für die eventuelle Rückkehr freihalten muss.
              Das Problem kann man jetzt verharmlosen, oder Moralparolen bringen, Fakt ist aber, dass der Arbeitgeber auch weiterhin verantwortlich für seine gesamte Belegschaft ist. Wenn es dem Arbeitgeber schlecht geht, hat das auch Auswirkungen auf alle seine Arbeitnehmer. Und wenn’s hart auf hart kommt, auch auf deren Familien.
              Insofern ist es naiv, den Arbeitgeber als den bösen Sündenbock hinzustellen, der sich aus egoistischen Motiven weigert, Frauen einzustellen.

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            • idgie13 schreibt:

              Hm – ich finde, ihr seht das beide recht extrem. Sowohl Molly als auch Anne.

              Ich finde das deutsche System mit 3 Jahren Arbeitsplatzgarantie grundfalsch und viel zu unflexibel. Das blockiert Arbeitgeber und verhindert oft, dass eine Frau einen Job überhaupt bekommt.

              Meine Erfahrung ist, dass eine Frau, die ihren Job gut macht, vom Arbeitgeber gern auch freiwillig später wieder genommen wird – wenn er Bedarf hat. Wenn er keinen Bedarf hat, ist ohnehin niemandem geholfen. Das ist wie mit dem Kündigungsschutz. IMHO werden mit solchen Systemen nur Zeitarbeit und befristete Verträge salonfähig statt kündbaren unbefristeten Arbeitsverträgen.

              Das schweizerische System finde ich recht gut. Hier hat man nur wenige Wochen nach der Geburt Mutterschutz. Dann muss man sich entscheiden, ob man kündigt oder mit dem Arbeitgeber eine andere Regelung findet. Hier arbeiten relativ viele relativ früh wieder – allerdings nur zu z.B. 20-40%. Im Gegenzug reduzieren viele Männer auf 80%, um den 1 Tag der Frau abdecken zu können.

              Der Vorteil: die Frau ist gar nicht vom aktuellen Job und verliert den Bezug zur Arbeitswelt nicht. Der Arbeitgeber hat Sicherheit und muss für Spezialaufgaben niemanden einlernen. Wenn jemand anders temporär einspringt, kann man immer nachfragen. Finanziell lohnt es sich allerdings meist nicht wirklich. Aber wenn es einem ums Geld geht, sollte man eh keine Kinder bekommen.

              Viele Frauen bleiben hier allerdings auch komplett daheim. Die Kindergärten / Krippen sind hier extrem teuer.

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            • Ja, nach den schweizer Gesetzen ist das Risiko für den Arbeitgeber leichter zu tragen als hierzulande.

              Wenn die Arbeitsplatzgarantie während der Elternzeit gelockert würde, wäre es sicher ein Anreiz, mehr Frauen einzustellen.
              Ein weiterer Hemmschuh sind die Einkommensgrenzen für den Bezug von Elterngeld.
              Dadurch verzichten viele Mütter auf die Möglichkeit, während der Elternzeit wenigstens stundenweise beim Arbeitgeber weiterzuarbeiten, um dort Kontakt zu halten, und nicht völlig aus der Arbeitswelt herauszukommen.

              Das sind alles Privilegien, die Frauen in Deutschland haben, aber die haben eben auch den Preis, dass Arbeitgeber ungern Frauen einstellen, wenn auch Männer zur Verfügung stehen.
              Die Gesetze hier sind zwar gut für (werdende) Mütter, aber schlecht für Frauen mit Karriereambitionen.

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            • idgie13 schreibt:

              Ja – das ist so. Hab ich auch selbst so erlebt in D.

              Auch wenn das geschlechterdiskriminierend und nicht erlaubt ist. Das schützt überhaupt nicht davor, weil der Arbeitgeber dann halt einen anderen Grund vorschiebt.

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            • Was heißt hier, „vorschieben“?
              Die Qualifikation setzt sich aus etlichen einzelnen Aspekten zusammen. Keine zwei Bewerber sind wirklich „gleich“ qualifiziert. Also setzt der Arbeitgeber den Schwerpunkt auf die Aspekte, die ihm wichtig sind.
              Und – ganz ehrlich – ich würde nicht irgendwo arbeiten wollen, wo ich im Grunde nicht erwünscht bin.

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            • idgie13 schreibt:

              Wenn ein Arbeitgeber dich nicht einstellt, weil er halt keine Frau einstellen will (aus welchen Gründen auch immer), wird er dir GENAU DEN Grund nicht nennen, sondern irgend etwas anderes.

              Ist ja auch logisch. Er will ja nicht verklagt werden.

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            • Bei Absagen muss man glücklicherweise überhaupt keinen konkreten Grund nennen, und ein Unternehmen tut generell gut daran, auf eine Begründung zu verzichten.

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            • idgie13 schreibt:

              Ah. Muss man nicht?

              Ich hab seit 1999 keine Absage mehr bekommen.

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            • Nein, muss man nicht.
              Höchstens intern rechtfertigen.

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            • Blublubla schreibt:

              „Aber wie stellst Du Dir das in der Praxis vor?“
              Ich bin zwar nicht gemeint, aber im Prinzip ist das halt einfach schwer. Ich glaube Deutschland hat im Prinzip ein gutes System. In Summe ist es ein Nullsummenspiel, dass sich immer ausgleicht. Mehr Schutz => höhere Hemmschwelle, niedrigere Hemmschwelle => weniger Schutz. Eine ideale Balance zu finden ist schwer, weil Menschen egoistisch sind und auf ein persönliches Optimum streben. Der Versuch ein globales Optimum per Gesetz zu finden ist noch schwerer und kann es bestenfalls verschieben. IRGENDWER wird immer durchs Raster fallen.

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            • Molly L. schreibt:

              Ja, da hast Du vermutlich Recht. Aber wenn man nicht drüber diskutiert, kann auch nichts besser werden, oder? 😉

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            • idgie13 schreibt:

              Molly, warum trifft Dich das eigentlich so?

              Darf ich neugierig sein? Wie lange hast Du zwischen Studium und Kindern gearbeitet?

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            • Molly L. schreibt:

              Warum mich das so trifft? Na, weil ich eine Frau bin, eine studierte noch dazu, und gefälligst aufgrund meiner JETZIGEN Kompetenzen (und natürlich auch Nicht-Kompetenzen) und Fähigkeiten beurteilt werden möchte und nicht nach etwas, das vielleicht nie sein wird.

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            • idgie13 schreibt:

              Das Leben ist kein Wunschkonzert.

              Ich hab mich bei der 1. Stelle extrem schwer getan, obwohl ich unter Regelstudienzeit mit einem 1-Komma-Schnitt abgeschlossen hab.

              Im Maschinenbau ist die männliche Konkurrenz halt gross. Ich kann die Arbeitgeber schon verstehen.

              Du hast mir meine indiskreten Fragen nicht beantwortet, aber wenn ich Deinen Blogtitel richtig deute, ist die Anzahl wohl 0.

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            • Molly L. schreibt:

              Oh, sorry. Genau Zahlen sage ich nicht, wegen der Anonymität, aber ich habe immer „dazwischen“ gearbeitet, also auch „zwischen den Kindern“. Allerdings nie Vollzeit. Mein Mann und ich haben für uns – etwas, das jeder selbst wissen muss – entschieden, dass einer zuhause bleibt, so lange die Kinder jung sind, und max. ein bisschen was nebenher macht. Der grobe Deal war, dass derjenige mit dem besseren Vollzeitjobangebot dann „draußen“ arbeiten geht. Und das war mein Mann.

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            • idgie13 schreibt:

              Danke für die Info!

              Das Modell ist ja nicht verkehrt, wenn es für beide Seiten stimmt.

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            • Irenicus schreibt:

              „Diabetiker gelten als schwerbehindert.“
              Diabetiker sind keineswegs schwerbehindert. Genaugenommen ist Diabetes überhaupt keine Behinderung. Lediglich bei auftretenden Folgekrankheiten (nervenschäden, Blindheit etc.) kann eine Behinderung anerkannt werden. Diese Krankheiten treten seit der Basis-Bolus-Therapie, aber deutlich seltener auf.

              Ansonsten finde ich eure Positionen beide als zu extrem. Gar keine Frauen einstellen kann genausowenig die Lösung sein, wie zu behaupten, dass das ja total unproblematisch ist.

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            • Ich kenne Diabetiker mit Schwerbehindertenausweis, die davon abgesehen überhaupt keine körperlichen Einschränkungen haben. Aber OK – ich weiß nicht, inwieweit das für andere Diabetiker genauso gilt.

              Gar keine Frauen einstellen kann genausowenig die Lösung sein

              Es gibt genug Stellen, bei denen man nicht um Frauen herumkommt, z.B. im Sekretariat.

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            • Molly, mir gefällt wie du dich ausdrückst.

              (1) Warum sollten Arbeitgeber für den Erhalt (der Zahl) der menschlichen Rasse verpflichtet sein?

              (2) Sollte man intelligente Frauen dafür bezahlen, Kinder zu kriegen? Warum nicht?

              (3) Sollte man Frauen denen es an Intelligenz mangelt das Kinder-kriegen untersagen, bzw. mit einer Art Strafsteuer belegen?

              (4) Wenn es einem Arbeitgeber zustünde, dich bei Schwangerschaft zu entlassen, warum sollte das bedeuten, dass dir jegliche „Karriere“ unmöglich ist? Ist es nicht so, dass dein Fortkommen und deine Möglichkeiten lediglich vergleichsweise eingeschränkt sind?

              (5) Wenn Arbeitgeber den produktivsten Kandidaten wählen können, steigert dass den allgemeinen Nutzen, für Kunden, und, im Gesamtsystem, für alle Markteilnehmer/Bürger. Warum soll das in Bezug auf Frauen nicht gelten?

              (6) Wenn andere Frauen sich vertraglich verpflichten, in einem bestimmten Zeitraum keine Kinder zu bekommen (Vertragsstrafe), und auf Kinder verzichten, warum solltest du diesen gleich gestellt werden?

              (7) Trade-offs. Warum solltest du die Vorteile einer Familie, von Sex, Zuneigung, Schwangerschaft, des Spiels mit Männern, und so fort, genießen können, die korrespondierenden Nachteile aber auf andere verlagern dürfen — die deine Vorteile nicht haben?

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            • Molly L. schreibt:

              Lach, oh Mann, Du hast ja Ideen!
              Ad 1) Ist das nicht irgendwie jeder? Nicht „verpflichtet“ in dem Sinne, aber … na ja, im Grunde geht es doch immer ums Überlegen der menschlichen Rasse: Beim Umweltschutz, bei Forschung, technischem Fortschritt … Hat immer das selbe Ziel oder nicht?
              Ad 2) Na ja, das tut man ja schon. Gut, dafür setze ich jetzt der Einfachheit halber mal „intelligent“ und „gutverdienend“ gleich. Das Elterngeld wird im prozentualen Bezug zum letzten Verdienst bezahlt und somit ein definitiver Anreiz für für gutverdienende (und intelligente?) Frauen geschaffen. Dumme, gut verdienende Frauen und intelligente, schlecht verdienende Frauen bleiben Außen vor.
              Ad 3) NEIN! Hallo????
              Ad 4) Hast Du eigentlich selbst Kinder? Ich finde erstmal vom moralischen Standpunkt her anstößig, eine Frau dafür zu bestrafen, dass sie schwanger wird. Und wie schon erwähnt: Da gehört auch (meist) immernoch ein Mann dazu. Es ist für eine Frau nach einer Schwangerschaft oft sehr schwer, wieder in den Beruf reinzukommen. Ohne Unterstützung von Seiten des Gesetzgebers, des Arbeitgebers oder einem verdammt guten sozialen Netz unmöglich, so lange das Kind klein ist.
              Ad 5) Na ja: Bin ich produktiv oder unproduktiv, nur, weil ich vielleicht irgendwann einmal schwanger sein werde oder nicht? Man kann doch Menschen nicht für eine Hypothese bestrafen, oder behandeln, als würden sie etwas tun, obwohl man gar nicht weiß, ob sie es tun. Zumal das, was sie ja vielleicht irgendwann einmal tun werden, nichts Schlimmes ist. Dies sind moderne Zeiten, in denen die gemeinsame Elternzeit gefördert wird: Will man dann auch bald keine jungen Männer mehr einstellen, weil die ja auch irgendwann einmal in Elternzeit gehen könnten?
              Ad 6) Ich weiß nicht, wo Du das her hast, aber hierzulande bzw. EU-weit wäre eine solche Vertragsklausel nichtig.
              Ad 7) Warum sollte ein Mann die Vorteile von Karriere UND Familie genießen dürfen und eine Frau nicht? Niemand sollte bitteschön für seine persönlichen Entscheidungen bezüglich seines privaten Familienlebens bestraft werden. Genauso blöd wäre es (wie es ja schon oft im Gespräch war und teilweise auch leider der Fall ist), Singles und Kinderlos dafür zu bestrafen, dass sie keine Kinder haben oder wollen. Das ist ganz allein Privatsache. Außerdem klammert Deine Frage all diejenigen Frauen aus, die ungeplant und vielleicht sogar ungewollt schwanger werden.

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            • Irenicus schreibt:

              Ad 4) Hast Du eigentlich selbst Kinder? Ich finde erstmal vom moralischen Standpunkt her anstößig, eine Frau dafür zu bestrafen, dass sie schwanger wird

              Die Frau wird nicht bestraft. Sie müsste nur mit den Konsequenzen leben. Wenn ich statt zu arbeiten lieber 2 Jahre durch die Weltgeschichte gebummelt wäre, und meinen Traum vom ewigen Reisen ausgelebt hätte, hätte ich auch kein Recht danach genauso behandelt zu werden, als ob ich 2 Jahre gearbeitet hätte. Und letztendlich ist es im Zeitalter von Verhütungsmitteln, die persönliche Entscheidung der Frau sie ein Kind will, und ob sie dann 2 Jahre zu hause bleibt oder nach 8 Wochen wieder arbeiten geht.
              Jetzt liegt es sicher im Interesse des Staates, dass prinzipiell Kinder auf die Welt kommen. Also kann der Staat Kinder kriegen unterstützen. Zum Beispiel durch Kindergeld und kostenlose Kindergartenplätze. Was der Staat aber nicht kann, ist den Unternehmen vorzuschreiben, dass sie die Frau hinterher so behandeln sollen, als ob sie gerade 2 Jahre durchgearbeitet hast. Das hast sie nämlich einfach nicht. Und damit verbunden hat sie auch die ganzen Risiken nicht getragen

              Ad 6) Ich weiß nicht, wo Du das her hast, aber hierzulande bzw. EU-weit wäre eine solche Vertragsklausel nichtig.

              Aber mit nichten. Angenommen du bist selbständig und ich schließe mit dir einen Vertrag ab, dass du mir bis Ende nächsten Jahres 10.000 irgendwas produzierst. Außerdem legen wir eine Vertragsstrafe fest, für den Fall, dass du das nicht schaffst. wenn du jetzt schwanger wirst, und deshalb nicht liefern kannst, ist das dein Problem.
              Wenn du aber bei mir angestellt bist, ist es auf einmal mein Problem. In meinen Augen sit das eine Ungleichbehandlung.

              Ad 7) Warum sollte ein Mann die Vorteile von Karriere UND Familie genießen dürfen und eine Frau nicht?

              Wo kann denn der Mann beides genießen? Wäre mir neu, dass ich gleichzeitig Karriere machen kann und zwei Jahre Erziehungsurlaub nehmen kann. Ich muss mich entscheiden.
              Und wo ist denn die Rede davon Kinderlose zu „bestrafen“. Wenn überhaupt möchte der Staat kinderlose stärker besteuern, oder höhere Renten-/Pflegebeiträge haben. Was auch finanziell sinnvoll ist, da er bei Menschen mit Kindern ja die Kinder finanziell zur Kasse bittet, bevor er selbst zum Beispiel Pflegekosten oder Rentenaufstockung bezahlt.
              Genau aus dem Grund gibt es auch ein Ehegattensplitting. Weil da erstmal der Partner finanziell versorgt.

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  4. Blublubla schreibt:

    So sehr ich deine, Anne, Einstellung auch teile:
    Der Moral von der Geschichte ist, dass hierzulande viel zu sehr auf (Einzel)Personen gesetzt wird.
    Ich kenne hier einige Firmen, Unis, FHs und auch große Vereine, die zumachen können (bzw. die Fachgebiete/Abteilungen), wenn eine Person ausfällt. Und ich rede hier nicht nur von Profs, sondern auch von Sekretärinnen. Wenn die weg sind, dann steht der Laden.

    Ok, nun ist eine Schwangerschaft vlt. wahrscheinlicher als ein schlimmer Unfall/Krankheit, aber die Problematik besteht trotzdem. Unabhängig davon ist der Mutterschutz/Elternzeit von Frauen in Deutschland schwer zu kalkulieren, bzw. der Arbeitnehmerschutz sehr stark. Ich will net sagen, dass das schlecht ist – würde keine amerikanischen Verhältnisse wollen – aber man muss dann auch so fair sein und „erschwerte“ Bedingungen akzeptieren, wenn man eine Stelle will. Nur Vorteile abgreifen funktioniert auf Dauer einfach nicht, bzw. geht halt zu Lasten aller. Ob man das will?

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    • dass hierzulande viel zu sehr auf (Einzel)Personen gesetzt wird.
      Ich kenne hier einige Firmen, Unis, FHs und auch große Vereine, die zumachen können (bzw. die Fachgebiete/Abteilungen), wenn eine Person ausfällt.

      Ja, stimmt. Man muss halt bedenken, dass jede Redundanz, also zusätzliche Arbeitskräfte, Geld kosten.
      Das rechnet sich meist nicht, denn in den meisten Fällen geht es ja gut.

      schlimmer Unfall/Krankheit

      So etwas kann leider jeden treffen, gehört zu den unvermeidbaren Risiken. Bei Frauen kommt das Ausfallrisiko aufgrund von Schwangerschaft aber noch additiv dazu.
      Und Mutterschaftsausfall ist meist schwerer zu überbrücken und zu planen als Ausfall durch Unfall/Krankheit, denn man weiß nicht, ob die Arbeitnehmerin tatsächlich nach der angekündigten Zeit zurückkommt, oder ganz aufhört, oder inzwischen bereits das nächste Kind im Anmarsch ist.

      „erschwerte“ Bedingungen akzeptieren, wenn man eine Stelle will. Nur Vorteile abgreifen funktioniert auf Dauer einfach nicht, bzw. geht halt zu Lasten aller.

      Eben. Wenn man diesen starken Schutz von Schwangeren und Müttern will, wie er in Deutschland aktuell besteht, muss man eben im Kauf nehmen, dass Arbeitgeber sehr zurückhaltend sind, wenn es um die Einstellung und Beförderung von Frauen geht.
      Daran wird auch die Frauenquote nichts ändern, denn von der profitieren nur sehr wenige Frauen (von denen viele es sonst gar nicht verdient hätten).

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      • Irenicus schreibt:

        „Und Mutterschaftsausfall ist meist schwerer zu überbrücken und zu planen als Ausfall durch Unfall/Krankheit, denn man weiß nicht, ob die Arbeitnehmerin tatsächlich nach der angekündigten Zeit zurückkommt“

        Das weißt du aber bei nem schweren Unfall/Krankheit auch nicht.

        Und theoretisch kann dir auch der Mann 3 Jahre Elternzeit ausfallen. Auch wenn das eigentlich so gut wie nie passiert. Insofern sollte man nur schwule Männern einstellen 😀

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        • idgie13 schreibt:

          Schwule Männer dürfen doch auch Kinder adoptieren, odr?

          Ich persönlich finde die 3 Jahre einfach zu lang und habe schon oft erlebt, dass dann noch 1-2 Kinder „nachgeschoben“ werden und *schwupps* sind es 8 Jahre.

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          • Irenicus schreibt:

            Schwule Männer dürfen doch auch Kinder adoptieren, oder?

            Ach mist. Und ich dachte ich hätte DIE Lösung gefunden.

            Ich persönlich finde die 3 Jahre einfach zu lang

            Die drei Jahre sind mMn auf jeden Fall zu lang. Ich finde 12 Monate insgesamt (und nur direkt innerhalb eines Jahres nach der Geburt) angebracht. Das geht allerdings nur, wenn es gute öffentliche Kindergärten, mit genügend Plätzen und einem guten Betreuungsschlüssel, gibt.

            Deren Anzahl ist zu gering, um den Bedarf zu decken.

            Ach da findet sich bestimmt eine Lösung. Zum Beispiel eine Quote. Jeder fünfte Mann wird schwul oder so 😀

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        • Das weißt du aber bei nem schweren Unfall/Krankheit auch nicht.

          Deshalb schrieb ich „meist“.
          Außerdem sind Unfälle/Krankheiten weitestgehend geschlechtsunabhängig.

          Und theoretisch kann dir auch der Mann 3 Jahre Elternzeit ausfallen.

          Theoretisch kann viel passieren, was keine praktische Relevanz hat.

          Insofern sollte man nur schwule Männern einstellen

          Deren Anzahl ist zu gering, um den Bedarf zu decken.

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  5. tom174 schreibt:

    Bei aller Liebe. Ein wichtige Jobposition kann nicht über ein Jahr lang unbesetzt sein. Die Moral von der Geschicht ist, dass das Unternehmen den Job als nicht wichtig genug ansieht. Mitarbeiter fallen immer mal aus, aus den unterschiedlichsten Gründen. Und Schwangerschaft ist da nicht das einzige (wenn auch mit das am besten beherrschbare Szenario, da man da ordentlich Vorlaufzeit hat). Ein Unternehmen, dass nicht in der Lage ist, einzelne Mitarbeiter temporär zu ersetzen, hat echte Probleme.
    Ich weiss nicht, wie ihr da so drauf seid, aber bei uns greifen die Sabbaticals immer mehr um sich. Bei extrem anspruchsvollen Jobs, bei denen man auf die die wirklich guten Talente angewiesen ist, kommt man kaum mehr dran vorbei, das auch anzubieten. Die Alternative ist die Kündigung und der Mitarbeiter arbeitet dann, nachdem er so lange Pause machte, wie er das wollte, bei der nächsten Firma. Elternzeit ist da echt eher ein kleines Ding, imho.

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    • Wie gesagt .. ich kenne nicht alle Einzelheiten.
      Ihre wichtigsten Aufgaben werden wohl von ihren Kollegen miterledigt (so ähnlich wie das bei uns in der Personalabteilung läuft, seit die Personalchefin unerwartet wegen Risikoschwangerschaft krankgeschrieben wurde, und inzwischen in Elternzeit ist).
      Die Kurse werden offenbar nicht als so wichtig angesehen – eher ein Nice-to-have als ein Must-have.

      Um eine temporäre Auszeit (länger als ein ausgedehnter Urlaub) hat bisher bei uns noch niemand gebeten.
      Aber ich schätze, mit einer angemessenen Vorlaufzeit wäre das schon drin, insbesondere, wenn man genau weiß, dass und wann der Mitarbeiter wiederkommt – was so bei Elternzeit überhaupt nicht gegeben ist.

      Ich vermute auch, dass es in der Spieleindustrie teilweise lockerer zugeht, als in stark reglementierten Branchen.

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      • marenleinchen schreibt:

        Na was denn nun? Ist das Unternehmen nun aufgrund der Schwangerschaft vom Untergang bedroht, oder läuft das dann einfach weiter, sobald die entsprechende MA wieder da ist, ohne dass da größere Schwierigkeiten aufgetreten sind?
        Im übrigen würde ich da Tom zustimmen, dass ein Unternehmen mit sowas einfach umgehen können muss, da führt kein Weg dran vorbei.

        BTW, bin ich die Einzige, für die der Beitrag irgendwie pissig klingt? So nach „Meh, ich hab Verdienstausfälle wegen dieser doofen Schwangeren.“?
        Wobei man festhalten sollte, dass die Ausfälle nicht die Schuld der MA sind, sondern die des Arbeitgebers, der es nicht geregelt kriegt, den Ablauf weiterzuführen.

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        • Blublubla schreibt:

          BTW, bin ich die Einzige, für die der Beitrag irgendwie pissig klingt? So nach „Meh, ich hab Verdienstausfälle wegen dieser doofen Schwangeren.“?

          Nein, wobei ich das nicht schlimm finde. Persönlich darf sich jeder über alles aufregen. Trotzdem gibt es natürlich einen Unterschied zwischen Ursache und Verantwortung.
          Das Leben ist halt unfair.

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        • Ist das Unternehmen nun aufgrund der Schwangerschaft vom Untergang bedroht,

          Ein Unternehmen muss nicht gleich „vom Untergang bedroht“ sein, um solche Situationen als äußerst problematisch zu erleben.
          Und ja – für manche Unternehmen, gerade kleinere, die vielleicht auch noch andere Probleme haben, kann so ein Ausfall existenzbedrohend sein.
          (Ist im öffentlichen Schuldienst wohl nicht so. Da gibt es genug Lehrerinnen, die gerne einspringen, und der Steuerzahler finanziert es ja.)

          sobald die entsprechende MA wieder da ist

          Du meinst „falls“. Denn ob die Mitarbeiterin tatsächlich wieder kommt, weiß man bis fast zum Schluss der Elternzeit nicht wirklich sicher.

          da führt kein Weg dran vorbei.

          Oh doch. Indem ein Unternehmen versucht, die Anzahl (insbesondere hochqualifizierter) Frauen gering zu halten, minimiert sich die Eintrittswahrscheinlichkeit für schwangerschaftsbedingten Ausfall.

          So nach „Meh, ich hab Verdienstausfälle wegen dieser doofen Schwangeren.“?

          Mein Bekannter ist deshalb tatsächlich verdrossen. Schließlich bricht ihm (sowie den anderen Referenten) ein wesentlicher Teil ihres Einkommens weg, ohne dass sie daran das geringste Verschulden trifft.
          Aber das darfst du natürlich als Somebody Else’s Problem abtun.

          dass die Ausfälle nicht die Schuld der MA sind, sondern die des Arbeitgebers

          Mein Mitleid mit diesem Arbeitgeber hält sich auch in Grenzen. Er wollte unbedingt eine Frau für diesen Job. Jetzt merkt er, was er davon hat.

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          • marenleinchen schreibt:

            *Du meinst “falls”. Denn ob die Mitarbeiterin tatsächlich wieder kommt, weiß man bis fast zum Schluss der Elternzeit nicht wirklich sicher.*

            Da die Stelle bis dato unbesetzt bleibt, kann man, denke ich, davon ausgehen. Das ist aber eine Sache zwischen AG und MA.

            *Indem ein Unternehmen versucht, die Anzahl (insbesondere hochqualifizierter) Frauen gering zu halten, minimiert sich die Eintrittswahrscheinlichkeit für schwangerschaftsbedingten Ausfall.*

            Das ist aber geschlechtsbedingte Diskriminierung und damit rechtswidrig. Auch wenn das für dich offenbar total kein Ding ist, einen Job nicht zu kriegen, bloß weil deine Eierstöcke noch funktionsfähig sind.

            *Schließlich bricht ihm (sowie den anderen Referenten) ein wesentlicher Teil ihres Einkommens weg, ohne dass sie daran das geringste Verschulden trifft.
            Aber das darfst du natürlich als Somebody Else’s Problem abtun.*

            Ja. Genauso wie du die Tatsache, dass Frauen aufgrund von hypothetischen Schwangerschaften als schlechtere Arbeitnehmer angesehen werden als Somebody Else´s Problem abtust.

            Zumal: Dein Bekannter könnte ein schönes sicheres Einkommen im staatlichen Schuldienst haben. ^^

            *Mein Mitleid mit diesem Arbeitgeber hält sich auch in Grenzen. Er wollte unbedingt eine Frau für diesen Job. Jetzt merkt er, was er davon hat.*

            Eine schwangere MA. The Horror!

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            • Da die Stelle bis dato unbesetzt bleibt, kann man, denke ich, davon ausgehen.

              Kann man eben nicht. Denn häufig ist es so, dass sich Mütter dann doch noch im letzten Moment entschließen, daheim zu bleiben.

              Das ist aber geschlechtsbedingte Diskriminierung

              Solange die deutschen Gesetze derart eindeutig Frauen begünstigen, ist es nur logisch, wenn Arbeitgeber die Einstellung von Frauen vermeiden.
              So denke übrigens nicht nur ich, sondern viele Arbeitgeber. Aber öffentlich kann das aus verständlichen Gründen keiner zugeben.

              und damit rechtswidrig

              Rechtswidrig ist es nur bei „gleicher Qualifikation“. Aber die Bewertung der Qualifikation und Gewichtung der einzelnen Komponenten ist immer noch die Freiheit des Arbeitgebers.

              Auch wenn das für dich offenbar total kein Ding ist, einen Job nicht zu kriegen

              Es steht jeder Frau frei, sich selbständig zu machen.

              dass Frauen aufgrund von hypothetischen Schwangerschaften als schlechtere Arbeitnehmer angesehen werden

              Nicht aufgrund potentieller Schwangerschaften, sondern vor allem, weil die diesbezüglichen Gesetze den Arbeitgebern dann extrem belasten.
              In vielen anderen Ländern sind Schwangerschaften der Mitarbeiterinnen deutlich weniger negativ für den Arbeitgeber.

              Dein Bekannter könnte ein schönes sicheres Einkommen im staatlichen Schuldienst haben.

              Mein Bekannter will aber keine Schulkinder unterrichten – hat dafür auch gar nicht die pädagogische Ausbildung.
              Stattdessen hat er ein äußerst anspruchsvolles Spezialwissen, dessen Weitergabe für unsere Gesellschaft notwendig ist.

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        • „Im übrigen würde ich da Tom zustimmen, dass ein Unternehmen mit sowas einfach umgehen können muss, da führt kein Weg dran vorbei.

          BTW, bin ich die Einzige, für die der Beitrag irgendwie pissig klingt? So nach “Meh, ich hab Verdienstausfälle wegen dieser doofen Schwangeren.”?
          Wobei man festhalten sollte, dass die Ausfälle nicht die Schuld der MA sind, sondern die des Arbeitgebers, der es nicht geregelt kriegt, den Ablauf weiterzuführen.“

          Das ist nicht „im Übrigen“, dass ist die essentielle Grundlage deiner ganzen Haltung, die du – erheiternderweise – verkennst.
          Es sind wirtschaftliche Nachteile, die durch die Schwangere entstehen. Ihre Schwangerschaft ist regelmäßig ihre Entscheidung. Regelmäßig ist sie nicht die Entscheidung ihres Vertragspartners/Arbeitgebers (unless they had sex). Das der Arbeitgeber dafür zuständig ist den Schaden zu minimieren, den die Schwangere veursacht, und dass ihm Kosten ihrer Schwangerschaft auferlegt werden (Umverteilung) entspringt schlicht deiner Phantasie von „Gerechtigkeit“. Ich würde nicht sagen „meh, du bist doof“ (du wärst nicht die Einzige), aber ein Glanzstück intellektueller Kunst sind deine Anwandlungen nicht. Ich würde es als Prinzessinnenprivileg bezeichnen. Aber Prinzessinnen klingen weniger pissig als du. Regelmäßig.

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  6. ednong schreibt:

    Hm,
    klingt ein bißchen polarisierend, dein Post.
    Ich würde in diesem Fall auch eher denken, dass die Institution kein eigentliches Interessse an den Kursen hat. Ansonsten läßt sich die Orga sicher vom Vorjahr übernehmen – Pläne, Referenten, Hotels, etc. – und ein Ersatz-Referent für die ausgefallene MA. Und wenn der Bedarf nach den Kursen da ist, dann sollte von seiten der Kurswilligen auch entsprechend nachgefragt werden – das sollte die Institution doch bemerken. Für 2 Jahre läßt sich das sicher so machen.

    Pauschal davon zu sprechen, dass Schwangerschaften die Besetzung mittels Frau unattraktiv machen, würde ich nicht. Es kommt sicher auf den Arbeitsplatz an. Und ob man als Belegschaft und Arbeitgeber bereit ist (und akzeptiert), dass im Falle eines Schwangerschaftsausfalls eben etwas mehr Jonglage und Aufwand notwendig ist, um des Ausfall zu mildern. Auch in D kann man Arbeitsverträge von vornherein befristen – so wäre eine Befristung auf den Zeitpunkt Wiedereinstieg plus 1 Monat (für die reibungslose Übergabe) sicher möglich. Und ermöglicht eine weitere Befristung, wenn kein Wiedereinstieg erfolgt.

    Und klar, natürlicherweise sind Frauen dadurch etwas benachteiligt. Allerdings muß das Umdenken eben auf beiden Seiten erfolgen. Und auch die Frau sollte sich dann eben mMn etwas eher entschieden haben, um dem AG eine gewisse Sicherheit zu geben. Da finde ich die Fristen für die Rückmeldung einfach zu großzügig.

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    • klingt ein bißchen polarisierend, dein Post

      Sonst wär’s ja wohl langweilig. :-p

      dass die Institution kein eigentliches Interessse an den Kursen hat

      Zumindest haben die Kurse nur niedrige Priorität. AFAIK haben die aber irgendwelche Verträge oder Vereinbarungen mit bestimmten Unternehmen, „regelmäßig“ solche Kurse durchzuführen.
      Wie diese Unternehmen auf den Ausfall reagieren, wüsste ich ja auch gern. Aber vermutlich werden die sich schon irgendwie arrangieren.

      läßt sich die Orga sicher vom Vorjahr übernehmen – Pläne, Referenten, Hotels, etc. –

      Genau das war die Aufgabe der Mitarbeiterin, und das lässt sich nicht einfach übertragen.
      Dazu gehört viel mehr, z.B. Kommunikation mit den Teilnehmern und deren Arbeitgeber, etliche Formalitäten, und was-weiß-ich.

      und ein Ersatz-Referent für die ausgefallene MA.

      Das wäre das geringste Problem. Roland etwa würde das gerne übernehmen.

      Und wenn der Bedarf nach den Kursen da ist

      Ein Bedarf besteht zweifellos. Die Frage ist nur, ob sich potentielle Teilnehmer darauf einlassen, zwei Jahre zu warten, oder ob der Bedarf bei anderen Anbietern gedeckt werden kann.

      dass im Falle eines Schwangerschaftsausfalls eben etwas mehr Jonglage und Aufwand notwendig ist, um des Ausfall zu mildern

      *seufz* .. wenn’s nur „etwas mehr“ wäre!

      Auch in D kann man Arbeitsverträge von vornherein befristen – so wäre eine Befristung auf den Zeitpunkt Wiedereinstieg plus 1 Monat (für die reibungslose Übergabe) sicher möglich. Und ermöglicht eine weitere Befristung, wenn kein Wiedereinstieg erfolgt.

      Wenn’s doch so einfach wäre! Funktioniert vielleicht manchmal, aber nicht immer.
      Außerdem halte ich solche Befristungen schon für recht unfair gegenüber dem Mitarbeiter auf Zeit – gerade wenn er seine Arbeit gut macht, und trotzdem kann man ihm keine Perspektive bieten.
      Zumal wird kaum jemand, der wirklich gut ist, auf einen befristeten Vertrag eingehen, weil er auch unbefristete Alternativen findet.

      auch die Frau sollte sich dann eben mMn etwas eher entschieden haben, um dem AG eine gewisse Sicherheit zu geben.

      Ja, ganz egal, was sie bezüglich ihres Rückkehrtermins ursprünglich – und mit eigener Überzeugung – sagt, man kann sich als Arbeitgeber nie darauf verlassen, dass sie sich es nicht anders überlegt, die Familienpause verlängert oder das Arbeitsverhältnis doch noch abbricht.
      Es ist einfach ärgerlich, keine Planungssicherheit zu haben. Dabei hat sie Anspruch bei ihrer Rückkehr zu den gleichen Bedingungen weiterbeschäftigt zu werden.

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      • Irenicus schreibt:

        „Ja, ganz egal, was sie bezüglich ihres Rückkehrtermins ursprünglich – und mit eigener Überzeugung – sagt, man kann sich als Arbeitgeber nie darauf verlassen, dass sie sich es nicht anders überlegt, die Familienpause verlängert oder das Arbeitsverhältnis doch noch abbricht.“
        Das ist doch aber bei jedem Arbeitnehmer so. Der kann jederzeit (unter Einhaltung der entsprechenden fristen) kündigen. Die Frage wäre also, wie viele Frauen tatsächlich nicht zurückkommen. Da wäre eine Statstik nett.

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        • Das ist doch aber bei jedem Arbeitnehmer so. Der kann jederzeit (unter Einhaltung der entsprechenden fristen) kündigen.

          Bei einer Kündigung hat man Planungssicherheit, und aufgrund der Kündigungsfrist noch Zeit (wenn auch nicht immer genug), um einen Nachfolger zu finden.
          Man muss auch nicht davon ausgehen, dass der gekündigt habende Arbeitnehmer nach zwei Jahren wieder vor der Tür steht, und einen Rechtsanspruch auf seinen alten Arbeitsplatz hat.

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      • ednong schreibt:

        Hm,
        bzgl Befristungen
        „Wenn’s doch so einfach wäre! Funktioniert vielleicht manchmal, aber nicht immer. Wenn’s doch so einfach wäre! Funktioniert vielleicht manchmal, aber nicht immer.“
        sehe ich das anders. Ich habe bisher erlebt, das immer befristet werden konnte, wenn wollte. Und man kann die STellen schließlich auch als Befristete ausschreiben.

        Klar, ist fraglich ob sich in einer ländlichen Idylle (gibt es hier auch zuhauf) dann jemand drauf einläßt. Aber es gibt so viele Vorstellungen auch manchmal seitens der AN, dass da eine Wahrscheinlichkeit, die nicht niedrig ist, gegeben ist.

        Wenn der Bedarf an solchen Kursen gegeben ist, müssen sich die Kurswilligen eben bemerkbar machen. Alternativ kann sich Roland ja an die Zielgruppe oder die Unternehmen, deren MA Teilnehmer waren/wären, wenden, um dann gezielt seinen Teil, ggf. in Kooperation mit den anderen bekannten Referenten, anzubieten. Ist natürlich etwas mehr Arbeit, dafür dürfte dann abera cuh etwas mehr Honorar hängen bleiben …

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        • Dass es für relativ einfache Arbeitsplätze befristete Arbeitnehmer gibt, glaube ich schon.
          Aber nicht für hochspezialisierte Arbeitsplätze, für die man besonderes Know-How braucht.
          Außerdem hätte ich auch Zweifel, ob es gut ist, jemandem, der nur vorrübergehend da ist, größere Verantwortung zu übertragen.

          Ob die potentiellen Kursteilnehmer „kurswillig“ sind, weiß ich nicht. Ich glaube, dass die eher müssen.

          Irgendwie beißt sich die Katze in den Schwanz, denn diese Institution hat die Lernenden und Lehrenden zusammengebracht.
          Bei der schwangere Mitarbeiterin liefen die Kontakte zusammen.
          Da selbst etwas auf die Beine zu stellen, halte ich für äußerst unrealistisch, zumal das etliche behördliche Genehmigungen voraussetzt, die auch wieder Vorlauf brauchen.

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  7. ellasblickwinkel schreibt:

    Dies, „…Ein Ausfall von 2 Jahren wäre auch das Aus für die berufliche Karriere eines Mannes…“, trifft aber nicht pauschal zu. Ich kenne in meinem persönlichen Umfeld zwei Männer, die trotz Elternzeit (1,5 und 2,5 Jahre) die Karriereleiter nach oben klettern. Genauso kenne ich Akademikerinnen, die trotz Kind(er) ihre guten Positionen nicht verloren haben und deren Arbeitgeber die Schwangerschaft(en) recht gelassen nahmen. Mit einem guten Plan in der Hinterhand geht alles und gerade Schwangerschaften sind – wie einer der Vorkommentatoren schrieb – wenn alles Normal verläuft, ein gut planbares Szenario. Nur kannst du als Mitarbeiterin noch so gute Vorschläge machen für die Zeit während der Schwangerschaft und die Überbrückungszeit zwischen Mutterschutz und Rückkehr zum Arbeitsplatz, wenn der AG nicht will, will er nicht. Und gerade deutsche Arbeitgeber sind in meinen Augen da recht unflexibel, dabei könnte mit mehr Flexibilität (werdenden) Müttern gegenüber mehr machbar sein, wovon beide Seiten profitieren. Zum Glück nicht alle AG und zum Glück bieten sich heutzutage so viele Möglichkeiten, dass eine schwangere Mitarbeiterin, selbst in Führungsposition, keine Katastrophe darstellt.

    Kinder sind nicht nur Frauensache. Auch hier gilt, mehr Flexibilität und Umdenken in so machen Köpfen, würde einiges erleichtern. Aber dazu müssten neue Strukturen und Prozesse geschaffen werden, nee lieber nicht… in meinen Augen wieder so ein Problem der deutschen Unternehmenskultur.

    Aus Arbeitgebersicht sehe ich das weniger drastisch. Es gehört zum Risiko, den Ausfall von leistungsstarke, fähige und/oder schwangere MitarbeiterInnen ganz oder vorübergehend zu ersetzen.

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    • Sicher findet man schon Fälle von Menschen, die trotz einer längeren beruflichen Unterbrechung noch Kariere gemacht haben.
      Jedoch sind das Ausnahmen, und man sollte sich hüten, sie zu verallgemeinern.

      Tendenziell gilt, dass je länger die Pause, umso schwieriger wird es, wieder Fuß zu fassen.
      Das grundsätzliche Wohlwollen des Arbeitgebers ist essentiell.
      Man sollte versuchen, nicht den Anschluss zu verpassen, indem man Kontakt mit dem Arbeitgeber hält, und sich weiterbildet.
      Die Chancen dürften auch stark abhängig von der Branche und dem Arbeitgebertyp abhängig sein.

      Die von dir kritisierte Unflexibilität von Arbeitgebern ist größtenteils Folge des rechtlichen Korsetts. Die Arbeitgeber würden durchaus manchmal anders wollen, aber die geltenden Gesetze zwingen sie zu starrem Verhalten.
      Auch will sich kein Arbeitgeber gerne ich eine rechtliche Grauzone begeben. Bei vielen Punktes existiert eine beträchtliche Rechtsunsicherheit – ich nenne hier exemplarisch das Stichwort „Scheinselbständigkeit“.

      Kinder sind nicht nur Frauensache.

      Natürlich nicht. Dennoch ist es in sehr vielen Fällen so, dass die Mütter sich ein Monopol auf die Erziehung anmaßen.
      Auch Väter, die aufgeschlossen sind, sich an der Erziehung zu beteiligen, werden von den Müttern häufig zurückgedrängt.
      Nicht jedem Vater, der gerne einen Teil der Elternzeit übernehmen würde, wird das auch von der Mutter zugestanden.

      Solange das so ist, und Elternzeit von Vätern nicht einen deutlichen Schwellenwert (m.E. mindestens 20 bis 30%) überschreitet, werden sich Arbeitgeber bei der Einstellung von Frauen zurückhalten.

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  8. Jezek1 schreibt:

    Und die Moral von der G’schicht?

    Roland, sei clever: Nimm Kontrakt auf mit den anderen Referenten, organisiert euch und biete dann die Kurse unter eigenen Namen an. Wenn der Markt vorhanden ist gehört er auch abgeschöpft.

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  9. marenleinchen schreibt:

    *Kann man eben nicht. Denn häufig ist es so, dass sich Mütter dann doch noch im letzten Moment entschließen, daheim zu bleiben.*

    Unfug. Elternzeit muss im Vorfeld beantragt werden, mit den entsprechenden Zeiten und Planungen.

    *So denke übrigens nicht nur ich, sondern viele Arbeitgeber. Aber öffentlich kann das aus verständlichen Gründen keiner zugeben.*

    Überraschen täte es mich nicht.

    *Es steht jeder Frau frei, sich selbständig zu machen.*

    Sag mir mal Anne, wie „selbständig“ ist man so als Gattin des Chefs, die offenbar fast ausschließlich in dessen Unternehmen arbeitet?Angeblich…

    *In vielen anderen Ländern sind Schwangerschaften der Mitarbeiterinnen deutlich weniger negativ für den Arbeitgeber.*

    Dafür deutlich negativer für die Schwangeren. Ich hab es schonmal gesagt, ich sag es wieder: Wenn eine MA Familie und Kinder haben will, dann ist das ihr Recht. Sie ist nicht für ihren AG auf der Welt, auch wenn der das gerne hätte.

    *Stattdessen hat er ein äußerst anspruchsvolles Spezialwissen, dessen Weitergabe für unsere Gesellschaft notwendig ist.*

    Wenn das so wichtig ist, dürfte er doch kein Problem haben, dieses unfassbar wertvolle Gut woanders loszuwerden?
    Oder ist es eher so, dass diese Firma seine einzige Möglichkeit ist, weil es sonst kein Schwein interessiert? ^^ Na ist ja eigentlich egal.

    @stephan
    *Das der Arbeitgeber dafür zuständig ist den Schaden zu minimieren, den die Schwangere veursacht, und dass ihm Kosten ihrer Schwangerschaft auferlegt werden (Umverteilung) entspringt schlicht deiner Phantasie von “Gerechtigkeit”.*

    Auch für dich, ich weiß nicht ob du Unternehmer bist oder nicht: Die Zeiten, wo Arbeitnehmer der Willkür ihres Arbeitgebers unterstanden, sind hier vorbei.
    Wenn du der Meinung bist, in D bei der jetzgen Gesetzeslage keine Unternehmen führen zu können, dann tus nicht.

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    • „Dafür deutlich negativer für die Schwangeren. Ich hab es schonmal gesagt, ich sag es wieder: Wenn eine MA Familie und Kinder haben will, dann ist das ihr Recht. Sie ist nicht für ihren AG auf der Welt, auch wenn der das gerne hätte.“

      Es ist ihr Recht, konzeptionell als negative Freiheit (Autonomie) gefasst. Allerdings hat sie keinen Anspruch darauf, dass sie irgendjemand unterstützt (positive Freiheit, positive Rechte). Ihr Arbeitgeber ist nicht für sie auf der Welt. Sie hat weder einen Anspruch darauf, dass sie jemand toll findet, noch darauf dass jemand ihr Geld schenkt, sich um ihr Kind kümmert, sie zum Essen einlädt, oder sie romantisch behandelt.

      „Die Zeiten, wo Arbeitnehmer der Willkür ihres Arbeitgebers unterstanden, sind hier vorbei.“ Das ist so nett. Jetzt unterstehen sie der Willkür ihrer Arbeitnehmer, bzw. der des Staates. Begreifst du im Ansatz, dass staatliche Umverteilung, die Beschränkung von Privatautonomie und Vertragsfreiheit, Eingriffe in Rechte sind? Die Willkür soll durch einen (hypothetischen) Gesellschaftsvertrag aufgehoben sein, der sämtliche Gesetze legitimieren soll. Offensichtlich ist das Teil hypothetisch. Gesetze sind auch die des Grundgesetzes. Wobei die Grundrechte ursprünglich Freiheitsrechte – Abwehrrechte gegen den Staat – waren, die Privatautonomie schützten nicht beschränkten. Die Umkehr ist ziemlich unterhaltsam. Kontrahierungszwänge gab es kaum, prinzipiell auf Grundlage von § 826 BGB (vorsätzliche sittenwidrige Schädigung). Das hat sich geändert. Du solltest dir vor Augen führen, dass Gesetze willkürlich sind. Wir könnten eines erstellen, dass es Männern gebietet Tanzkurse mit ihren Frauen zu machen. Das einzige was dem im Weg steht, ist das es dafür keine demokratische Mehrheit geben wird. Wir könnten Gesetze erstellen, die den Lohn festsetzen. Da sind „wir“ dabei, was die Absurdität des „comparable worth“ aufbringt. Es gilt Inkommensurabilität/Relativismus. Den „gerechten Preis“ (iustum pretium) gibt es nicht. Entsprechend moderater hat sich das Recht bisher auch nur am Wucher orientiert (und dieser bezieht sich auf den freien Marktpreis, nicht auf Phantasien von Technokraten und Prinzessinnen). Menschen den Wert von irgendetwas vorzugeben, wie auch die Gleichheit ist, objektiv gesehen, lächerlich, weil es unmöglich ist. Es ist Willkür. Den Wert der Schönheit einer Frau, den Wert einer männlichen, und einer femininen Stimme, den Wert von Kunst festzulegen, all das ist willkürlich. Und diese Willkür steht nur dem Einzelnen zu. (Beachte, dass es ebenso willkürlich ist, festzulegen, dass alles gleich [viel] wert ist.)

      Es ist schön, wenn dir etwas gefällt. Mir sagt auch einiges am gegenwärtigen System zu. Allerdings wie ein durchgeknalltes, selbstgerechtes Nilpferd Behauptungen aufzustellen ist ziemlich nervtötend. Ich habe den Tanzunterricht angesprochen, mit den Prämissen der Sachen die dir gefallen, lässt sich auch ein positives Recht auf Sex (und die entsprechende Pflicht von Frauen) begründen, genauso wie das Verbot des vorehelichen Sex (Sittenwidrigkeit: was gegen die die Vorstellungen „aller billig und gerecht Denkenden“ ist), oder der „angewendeten“ Homosexualität. (Sittenwidrigkeit ist ein allgegenwärtiges Prinzip, allerdings nicht ausdrücklich. Ausdrücklich findet es sich in allen Polizeigesetzen, unter „öffentliche Ordnung“. Ob Peep-Shows, oder öffentliches Küssen verboten werden, ist eine Frage der gegenwärtigen Sitte.) Auf den selben Prämissen fussend, lässt eine Umverteilung zu Gunsten von Männern kodifizieren, weil die ja ein ungerechtes Sex-Defizit haben (Bedürfnis nach mehr Sex als Frauen), und fünf Jahre früher sterben. Wie viel Geld sind fünf Jahre Leben wert? Das kann dann ebenso willkürlich der Gesetzgeber festlegen. Gleichberechtigung war formell konzipiert. Die Wandlung zu materieller Gleichberechtigung lässt Gesetzgeber machen was sie wollen, denn sie können („wesentliche“) Gleichheit bzw. Ungleichheit behaupten wie sie wollen. Das ist Willkür. Die läuft für dich anscheinend momentan ganz nett. Das kann sich ändern. Es ist erst die Tyrannei der demokratischen Mehrheit, wenn es dir nicht mehr gefällt. Deine Willkür.

      (Mangel an Zeit bedingt Rechtschreibfehler. Sorry.)

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    • Elternzeit muss im Vorfeld beantragt werden, mit den entsprechenden Zeiten und Planungen.

      Die Botschaft hör‘ ich wohl ..
      Mir ist ein Fall bekannt, bei dem die Frau (übrigens hochqualifiziert und hochmotiviert) noch in der Probezeit schwanger wurde.
      Sie ging dann in – damals hieß das noch – Erziehungsurlaub. Nach gut zwei Jahren das zweite Kind, noch mal fast drei Jahre später das dritte.
      Nach weiteren drei Jahren schlug sie eine saftige Abfindung heraus, um das Arbeitsverhältnis zu beenden.
      In diesem Extrem ist das vielleicht noch selten, in abgeschwächter Form kommt es häufig vor, so dass die von der Mutter angegebenen Zeiten alles andere als verlässlich sind.

      wie „selbständig“ ist man so als Gattin des Chefs, die offenbar fast ausschließlich in dessen Unternehmen arbeitet

      Ich war schon lange bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, beruflich selbständig und erfolgreich.
      Unter Schwankungen arbeite ich etwa Halbe-Halbe für die seine Firma und andere Kunden.

      Wenn eine MA Familie und Kinder haben will, dann ist das ihr Recht.

      Stimmt.
      Dann soll sie aber auch einen sauberen Schnitt machen und kündigen.
      Ihr Arbeitgeber ist nicht dazu da, ihr ohne Gegenleistung ihre Selbstverwirklichung und ihr Familienleben zu finanzieren.

      er doch kein Problem haben, dieses unfassbar wertvolle Gut woanders loszuwerden?

      Der Bedarf besteht.

      diese Firma seine einzige Möglichkeit

      Wo hab‘ ich geschrieben, dass es sich um eine Firma handle?

      wo Arbeitnehmer der Willkür ihres Arbeitgebers unterstanden

      😯 Der Arbeitgeber darf zahlen, aber wehe!, wenn er erwartet, dass der Arbeitnehmer ordentlich seine Arbeit ausführt.

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  10. ludwig schreibt:

    Ich habe mich hier mal ein wenig in die Kommentare rein gelesen. Ich kann deinen Mann schon verstehen, aber die werdende Mutter ist doch nicht schuld daran das sie Schwanger ist. Die Verdienstausfälle sind wirklich „first world Problems“. Ich finde es fragwürdig wenn sich eine Frau darüber aufregt, dass eine andere Frau Schwanger wird und deshalb nicht mehr arbeiten kann. Dein Mann kann sich doch für die paar Tage frei nehmen oder eben um einen anderen Auftrag kümmern.

    Unser Land hat ein Problem. Es stirbt aus und wenn noch Kinder geboren werden, dann vermehrt in der Unterschicht. so kann kann ein Bildungsland wie Deutschland es ist keine Zukunft haben. Ich finde es müsste noch vielmehr für Frauen getan werden, die hochqualifiziert sind und Mütter werden wollen.

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    • Ich kann deinen Mann schon verstehen

      Es geht hier nicht um meinen Mann (der selbst Arbeitgeber ist, aber mit diesem Fall hier nichts zu tun hat), sondern um die Situation eines Bekannten, der mir davon ausführlich und glaubhaft erzählt hat.

      die werdende Mutter ist doch nicht schuld daran das sie Schwanger ist

      Von „Schuld“ ist auch gar nicht die Rede. Aber in gewisser Weise wird sie schon ursächlich an der Entstehung der Schwangerschaft beteiligt gewesen sein.

      wenn sich eine Frau darüber aufregt, dass eine andere Frau Schwanger wird und deshalb nicht mehr arbeiten kann

      Ich rege mich nicht darüber auf, sondern habe hier weitgehend sachlich darüber berichtet.

      für die paar Tage frei nehmen

      ?

      es müsste noch vielmehr für Frauen getan werden, die hochqualifiziert sind und Mütter werden wollen

      Was schlägst du denn vor?
      Kinder zu betreuen und aufzuziehen, ist – zumindest solange sie klein sind – mehr als ein Fulltime-Job.
      Da kann man nicht gleichzeitig noch anspruchsvoll und auf hohem Niveau arbeiten.
      Die Erziehung outzusourcen wäre eine Möglichkeit, doch die Mütter, die ich kenne, kümmern sich lieber selbst um ihre Kinder, anstatt dies anderen – und seien es die Väter, geschweige denn, Fremden – zu überlassen.

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      • Alex ii schreibt:

        “ “ es müsste noch vielmehr für Frauen getan werden, die hochqualifiziert sind und Mütter werden wollen „“

        Na, so schwer scheint Kinder kriegen nicht zu sein, das schaffen sicherlich auch hochqualifizierte Frauen !

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        • Sowohl Mutterschaft als auch berufliche Karriere (also nicht nur ein wenig dazuverdienen) sind Fulltime-Jobs, die vollen Einsatz benötigen.
          Keine Frau kann sich zerteilen und beides gleich gut machen. Nur ein Ziel kann Priorität haben.

          Outsourcen des Aufziehens der Kinder wäre allerdings eine Option. Da frage ich mich dann aber: wozu überhaupt?

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  11. Mike schreibt:

    Ich sehe hier die „Schuld“ klar beim Arbeitgeber, der offensichtlich schlecht organisiert ist.
    Es darf nicht sein, dass mehr oder weniger wichtige Funktionen durch den Ausfall einer Arbeitskraft komplett ausfallen.

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    • „Schuld“ .. tja .. ich kenne den Arbeitgeber nicht gut, aber er hat wohl keine allzu üppigen Resourcen.
      Diese Kurse waren AFAIK die Hauptaufgabe der Mitarbeiterin. Viel anderes hatte sie meines Wissens nicht zu tun. Ich bezweifle, dass sie normalerweise Vollzeit arbeitete.
      Noch einen Mitarbeiter als Redundanz einzustellen, der ihre Aufgaben notfalls übernehmen hätte können, wäre zu teuer gewesen, nur dafür, das zwei Leute die meiste Zeit des Jahres bloß untätig herumsitzen.
      Organisation hat ihre Grenzen.

      Wenn man eine relativ junge Frau auf so eine Position setzt, ist es keine Überraschung, wenn genau dieser beschriebene Fall eintritt.
      Das hätte ihr Arbeitgeber voraussehen können. Aber für ihn scheint der Ausfall der Kurse zwar ärgerlich, aber kein allzu großes Unglück zu sein.

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  12. Molly

    Als Grundlage der Unterhaltung, die gegenwärtige Rechtslage („de lege lata“) hat zwar gewisse (vor allem illustrative) Bedeutung, ist aber nicht touchstone. Ausgerichtet ist das Ganze an dem was gerecht ist (und als Gesetz gerecht wäre („de lege ferenda“)).

    „Ad 1) Ist das nicht irgendwie jeder? Nicht „verpflichtet“ in dem Sinne, aber … na ja, im Grunde geht es doch immer ums Überlegen der menschlichen Rasse: Beim Umweltschutz, bei Forschung, technischem Fortschritt … Hat immer das selbe Ziel oder nicht?“

    Das war dein Grundpfeiler. Aber weder ist die Förderung der Schönheit, noch der Kunst, oder der Kultur ein allgemein bindender Wert. Tatsächlich geht es oft um solche Aspekte, aber eher im Rahmen von persönlichen Vorlieben, und als Nebeneffekt. Weder Disneyland, noch das Theater, noch romance novels haben mit dem Überleben der menschlichen Rasse zu tun (naja, romance novels mittelbar — weshalb man sich fragen muss, warum die nicht staatlich gefördert werden). Wie dem auch sei, dein Arbeitgeber ist anscheinend nicht verpflichtet, deine Schwangerschaft zu fördern, denn es findet sich kein stabiles, objektives Prinzip, dass ihn bindet. Umfang und Art staatlicher Förderung sind vielfältig, und willkürlich. Dass ein Arbeitgeber zu Forschung und technischem Fortschritt verpflichtet ist lässt auch nicht erkennen. Noch scheint man verpflichtet zu sein, Arbeitgeber zu werden, um Forschung und Fortschritt zu verbessern. Würdest du eine Verpflichtung wollen die besagt, dass Menschen X produzieren müssen? Das ihnen Freizeit verbietet, und statt sie tun lässt was ihnen Freude macht, sie zwingt Produktivität zu maximieren? (Teilzeitarbeit verbieten, und Kitas für Eltern zur Pflicht machen, und Arbeitszwang?)

    „Ad 2) Na ja, das tut man ja schon. Gut, dafür setze ich jetzt der Einfachheit halber mal „intelligent“ und „gutverdienend“ gleich. Das Elterngeld wird im prozentualen Bezug zum letzten Verdienst bezahlt und somit ein definitiver Anreiz für für gutverdienende (und intelligente?) Frauen geschaffen. Dumme, gut verdienende Frauen und intelligente, schlecht verdienende Frauen bleiben Außen vor.“

    Clever. Warum keine direkte Bezahlung, Prämien für intelligente Kinder?

    Ad 3) NEIN! Hallo????

    Wenn du nach gesamtgesellschaftlicher Wertschöpfung gehst, und darauf basierend Arbeitgeber dazu zwingen willst, die Schwangerschaft intelligenter Frauen zu fördern, warum nicht gesamtgesellschaftliche Kosten reduzieren, indem man „zu dummen“ Frauen und Männern Anreize gibt, keine Kinder zu haben (sei es durch Zwang, oder Belohnung)?

    „Ad 4) Hast Du eigentlich selbst Kinder? Ich finde erstmal vom moralischen Standpunkt her anstößig, eine Frau dafür zu bestrafen, dass sie schwanger wird. Und wie schon erwähnt: Da gehört auch (meist) immernoch ein Mann dazu. Es ist für eine Frau nach einer Schwangerschaft oft sehr schwer, wieder in den Beruf reinzukommen. Ohne Unterstützung von Seiten des Gesetzgebers, des Arbeitgebers oder einem verdammt guten sozialen Netz unmöglich, so lange das Kind klein ist.“

    Nein. (Ich mag feminine Frauen, also auch solche die schwanger werden wollen, und die von Kindern glücklich gefesselt sind. Mir gefällt auch deine moralische Neigung, und deine Empfindsamkeit. Dass ist aber kein irgendetwas an einer objektiven Analyse zu ändern. Ich behaupte auch nicht, dass ich mich an das objektiv richtige halte. Aber mein Eigeninteresse ändert nichts daran, ob etwas objektiv in sich schlüssig ist, allgemein gültig). Sollen wir deine Moral zum Gesetz erheben? Was verstehst du unter „Strafe“? Normalerweise, ist das der Entzug von etwas, dass dem Bestraften zustand, eine Verschlechterung seiner Position. Wie sind aber gerade dabei zu diskutieren, ob einer Schwangeren Förderung zusteht. Wenn ihre keine Förderung zusteht, ist es keine Strafe, sie nicht zu fördern. — Dann mag dir dein Mann etwas für deine Schwangerschaft schulden. Aber nicht dein Arbeitgeber. Wenn dein Arbeitgeber dein Mann ist, schuldet er dir womöglich etwas als dein Mann, aber nicht als dein Arbeitgeber. Wenn dir ein Mann dein Erdbeereis klaut, schuldet dir dein Arbeitgeber deswegen kein Erdbeereis, oder Erdbeereisförderung.

    „Ad 5) Na ja: Bin ich produktiv oder unproduktiv, nur, weil ich vielleicht irgendwann einmal schwanger sein werde oder nicht? Man kann doch Menschen nicht für eine Hypothese bestrafen, oder behandeln, als würden sie etwas tun, obwohl man gar nicht weiß, ob sie es tun. Zumal das, was sie ja vielleicht irgendwann einmal tun werden, nichts Schlimmes ist. Dies sind moderne Zeiten, in denen die gemeinsame Elternzeit gefördert wird: Will man dann auch bald keine jungen Männer mehr einstellen, weil die ja auch irgendwann einmal in Elternzeit gehen könnten?“

    Sei dir bewusst, dass die Gesellschaft probabilistisch ist. Ein Universitätsabschluss bedeutet auch nur mit gewisser Wahrscheinlichkeit, dass die Person geeignet, bzw geeigneter ist. Nehmen wir an eine Person ist mit 60% Wahrscheinlichkeit für den Job geeignet, eine andere Person mit 50%. Es ist gesamtwirtschaftlich sinnvoller, die mit 60% anzustellen. Das unterscheidet sich nicht von anderen Investitionen und von Risikomanagement. Auch ist es gerechter, die Person einzustellen die wahrscheinlicher geeignet ist, die Person zu belohnen die wahrscheinlicher Belohnung verdient, und die Person zu bestrafen, die wahrscheinlicher schuldig ist. Wenn Männer genauso ungeeignet sind wie Frauen, löst sich das von selbst. Wettbewerb, Allokation. (Die letzte Zahl zur männlichen Elternzeit die ich gesehen habe ist, am Rande, 1%.)

    „Ad 6) Ich weiß nicht, wo Du das her hast, aber hierzulande bzw. EU-weit wäre eine solche Vertragsklausel nichtig.“

    Siehe Einleitung, Gerechtigkeit, nicht gegenwärtiges Recht. Noch offen.

    „Ad 7) Warum sollte ein Mann die Vorteile von Karriere UND Familie genießen dürfen und eine Frau nicht? Niemand sollte bitteschön für seine persönlichen Entscheidungen bezüglich seines privaten Familienlebens bestraft werden. Genauso blöd wäre es (wie es ja schon oft im Gespräch war und teilweise auch leider der Fall ist), Singles und Kinderlos dafür zu bestrafen, dass sie keine Kinder haben oder wollen. Das ist ganz allein Privatsache. Außerdem klammert Deine Frage all diejenigen Frauen aus, die ungeplant und vielleicht sogar ungewollt schwanger werden.“

    Keine Strafe, siehe oben. Ein Mann genießt nicht die gleichen Vorteile von Karriere und Familie. Die meisten Männer haben sowohl andere Präferenzen als Frauen, als auch andere und weniger Zeit mit ihren Kindern. (Was mich sehr interessiert, aber weiter führt, glaubst du eine vollständige Liste der Vorteile von Männern und Frauen aufstellen zu können, und den jeweiligen (Un)wert festlegen zu können? Müssen sich andere deiner Bewertung unterordnen?) Wenn jemand klassische Musik mag, davon aber weniger angeboten wird als von Popmusik, soll der Staat jemanden zwingen mehr klassische Musik bereitzustellen. Soll der Staat Hausmänner bereitstellen? Es ist deine Privatsache, wie du dein Leben mit deinem Mann gestaltest. Es ist nicht die Sache des Staates, Dritte zu zwingen, dass du ein Märchenleben mit deinem Mann hast. Wenn du dich entscheidest deine work-life balance zu Gunsten von „life“ zu verschieben, sind die Nachteile deiner persönlichen Entscheidung eine Strafe? Sind Dritte vom Staat zu zwingen dir das auszugleichen?
    Warum sollte jemand dafür verantwortlich sein wenn dir ungeplant etwas schlechtes passiert? Muss dir ein Dritter eine Kugel Eis kaufen, wenn es dir dein Eis ungeplant runter fällt? Casum sentit dominus.

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  13. Der Maskierte schreibt:

    Da ist man mal beruflich ein paar Tage außer Landes und hat aufgrund von reichlich Geschäftsessen keine Zeit und Lust hier vorbeizuschauen und schon verpasse ich die schönste Diskussion.

    Wie schon bemerkt wurde, ist jede Schwangerschaft Privatsache, das Risiko trägt aber der Arbeitgeber. In meiner jetzigen Firma gibt es eine klare interne und unausgesprochene Richtlinie, dass wichtige Positionen nicht mit Frauen zu besetzen sind. Höchstens, wenn sie bereits mehrere Kinder haben, die im adoleszenten Alter sind. Da sind die Risiken eines Ausfalls durch Schwangerschaft deutlich minimiert. Daher arbeiten bei uns nur Frauen im gebärfähigen Alter in Positionen, wo sie einfach und flexibel ersetzt werden können. Nur kommen die Damen selten karrieremäßig weiter, solange die Gefahr besteht, dass sie nochmals Kinder in die Welt setzen könnten. Eine verdammt gute Mitarbeiterin hat zum Glück nach dem ersten Kind so die Schnauze voll gehabt, dass sie sich – nach eigenem Bekunden – Sterilisieren ließ. Die ist inzwischen Projektmanagerin.

    Und bevor einer uns umbarmherzig schimpft: Wir hatten einen Mitarbeiter, der an Krebs erkrankte. Glücklicherweise wurde dies im Frühstadium entdeckt und nach einer langwierigen Therapie ist er inzwischen vollständig genesen. Selbstverständlich haben wir ihm hier die 2 Jahre die Stelle offen gehalten, denn das sind wirkliche Schicksalschläge, für die keiner was kann. Und wir würden das jederzeit wieder tun – und wenn es 5 Jahre Therapie wären.

    Als ich noch einfacher Indianer war, der nix zu melden hatte, hab ich auch schon mehrfach unter Schwangerschaften „gelitten“. Mitarbeiterinnen, die wichtige Positionen besetzten und plötzlich weg waren. In anspruchsvollen Positionen, wo du nicht mal eben jemanden in paar Tagen einarbeitest, sondern wo wir von 1-2 Jahren reden, bis die Person vollständig produktiv ist. Aber der damalige Häuptling hatte ein Faible für hübsche und junge Frauen. Naja, die Firma gibt es heute nicht mehr und ich hab geschaut, dass ich dort schnell Land gewinne.

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    • und schon verpasse ich die schönste Diskussion

      Gräm‘ dich nicht, sie ist ja noch im Gange.

      Richtlinie, dass wichtige Positionen nicht mit Frauen zu besetzen sind

      Absolut vernünftig!

      dass sie sich – nach eigenem Bekunden – Sterilisieren ließ

      Das erscheint mir schon etwas drastisch.
      Zumal – auch bei – angeblicher – Unfruchtbarkeit wäre ich etwas skeptisch, ob es sich die Mitarbeiterin nicht anders überlegt, medizinische Maßnahmen die Fruchtbarkeit (wieder-)herstellen, oder das ganze nur ein Irrtum ist (ich unterstellte ihr keine absichtliche Falschinformation, aber im Laufe der Zeit kann sich dennoch einiges ändern).

      Selbstverständlich haben wir ihm hier die 2 Jahre die Stelle offen gehalten, denn das sind wirkliche Schicksalschläge, für die keiner was kann

      Finde ich gut!
      Ich wünsche natürlich niemandem solch eine schlimme Erkrankung oder Unfall, aber wenn so etwas mit unseren Mitarbeitern hier geschehen würde, würden wir dies auch versuchen.
      Mit so etwas kann niemand rechnen, und niemand macht es absichtlich oder vorsätzlich, oder auch nur billigend in Kauf nehmend – im Gegensatz zur Schwangerschaft einer Mitarbeiterin.

      In anspruchsvollen Positionen, wo du nicht mal eben jemanden in paar Tagen einarbeitest, sondern wo wir von 1-2 Jahren reden, bis die Person vollständig produktiv ist.

      Genau das ist ja das wirkliche Problem.
      Das Vierteljahr oder so Mutterschutz ist dagegen ein vernachlässigbares Problem. Wenn das alles wäre, könnte man diese Zeit noch einigermaßen überbrücken.

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      • Der Maskierte schreibt:

        Das erscheint mir schon etwas drastisch.
        Zumal – auch bei – angeblicher – Unfruchtbarkeit wäre ich etwas skeptisch, ob es sich die Mitarbeiterin nicht anders überlegt, medizinische Maßnahmen die Fruchtbarkeit (wieder-)herstellen, oder das ganze nur ein Irrtum ist (ich unterstellte ihr keine absichtliche Falschinformation, aber im Laufe der Zeit kann sich dennoch einiges ändern).

        Bei der guten Frau besteht kein Risiko. Die will wirklich kein weiteres Kind mehr. Und da wollte sie sichergehen. So konnten wir sie auch bedenkenlos befördern, da die Position frei war und sie wirklich die ideale Kandidatin ist. Und eben jetzt kein ernsthaftes Risiko mehr besteht, dass sie das Mutterglück nochmal überkommt und sie dann für Jahre weg ist oder gar nimmer kommt, wir aber in der Schwebe hängen.

        Das Vierteljahr oder so Mutterschutz ist dagegen ein vernachlässigbares Problem. Wenn das alles wäre, könnte man diese Zeit noch einigermaßen überbrücken.

        Bei einem viertel Jahr Mutterschutz würde keiner meckern. Das bekommt man kompensiert. Selbst wenn sie kurz danach nochmals Kinder in die Welt setzen sollte. Meiner Meinung nach würde es genügen, wenn die Dame Elternzeit nimmt, dass Sie bereits zu Anfang angeben muss, ob sie zurückkehren möchte oder nicht. Und das verbindlich. Wenn sie dann nicht wiederkommt, mit einer der Dauer der Elternzeit angemessenen Rückmeldefrist, dürfte ihr sofort ohne Frist gekündigt werden. So könnte man den Ersatz problemlos übernehmen.

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  14. Catherine Hakim: http://eprints.lse.ac.uk/36488/1/Feminist_myths_and_magic_medicine_the_flawed_thinking_behind_calls_for_further_equality_legislation_(lsero).pdf

    You can find more of her work on fertility. Search for „preference theory“. Apparently, she introduced the term „erotic capital“ (with a book of the same name), which, like her notion of the male „sex deficit“ is not an original insight, but somewhat nicely organized.

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